Alice Schwarzer

 4.1 Sterne bei 228 Bewertungen
Autorin von Romy Schneider, Lebenslauf und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Alice Schwarzer

Die deutsche Frauenrechtlerin, Autorin, Verlegerin, Chefredakteurin und Journalistin Alice Schwarzer, geboren am 3.12.42 in Wuppertal-Elberfeld, zählt zu den bekanntesten Mitgliedern der deutschen Frauenbewegung. Nach einer kaufmännischen Ausbildung absolviert Alice Schwarzer ab 1964 ein Sprachstudium in Paris, ehe sie von 1966 bis 1968 als Volontärin und Redakteurin bei den Düsseldorfer Nachrichten wirkt. Im Anschluss nimmt sie zunächst eine Anstellung als Reporterin bei der Zeitschrift "Pardon" an und geht schließlich 1970 für vier Jahre als freie politische Korrespondentin für Funk, Fernsehen und Printmedien nach Paris. Von 1970 bis 1974 studiert Schwarzer Soziologie und Psychologie an der Fakultät Vincennes, Paris. Parallel zu ihrem Studium beginnt ihr Engagement in der Frauenbewegung, zunächst in Frankreich, später auch in der Bundesrepublik Deutschland. Erstmals öffentlichkeitspolarisierend tritt sie 1971 als Initiatorin der Aktion "Ich habe abgetrieben" (veröffentlicht am 6.06.71 im "stern") in Erscheinung, die zu einer breiten Kampagne gegen den § 218 und zum Auslöser der Neuen Frauenbewegung in der Bundesrepublik führt. Seit 1971 erschienen darüber hinaus zahlreiche Buchpublikationen als Autorin und Herausgeberin. 1975 veröffentlicht sie mit "Der kleine Unterschied und seine großen Folgen" den ersten feministischen Bestseller in Deutschland, der in elf Sprachen übersetzt wird. 1974/75 hat Schwarzer einen Lehrauftrag an der Universität Münster im Fachbereich Soziologie inne, ehe sie ihre Arbeit im Fernsehen verstärkt, und vor allem durch Streitgespräche u.A. 1975 mit Esther Vilar und 1984 mit Rudolf Augstein, beide WDR, zu Berühmtheit gelangt. Von 1989 bis 1996 nimmt Schwarzer teil an der Ratesendung "Ja oder Nein? in der ARD und von 1992 bis 1993 tritt sie als Moderatorin der Talkshow "Zeil um Zehn" im HR in Erscheinung. 1977 erfolgt die Gründung der Zeitschrift "EMMA", von der sie seither Verlegerin und Chefredakteurin ist. "EMMA" ist mit rund 100.000 Druckauflage weltweit die einzige unabhängige feministische Publikumszeitschrift und Alice Schwarzer gelang es mit "EMMA", die Printmedienlandschaft nachhaltig zu prägen. 2011 erfolgt mit der Veröffentlichung von "Lebenslauf" ihre erste richtige Autobiografie.

Alle Bücher von Alice Schwarzer

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Buchformat:
Cover des Buches Romy Schneider9783462317787

Romy Schneider

 (42)
Erschienen am 06.04.2017
Cover des Buches Lebenslauf9783462044560

Lebenslauf

 (29)
Erschienen am 08.11.2012
Cover des Buches Die Antwort9783453600782

Die Antwort

 (26)
Erschienen am 04.09.2008
Cover des Buches Simone de Beauvoir9783462317794

Simone de Beauvoir

 (15)
Erschienen am 06.04.2017
Cover des Buches Liebe Alice! Liebe Barbara!9783453640191

Liebe Alice! Liebe Barbara!

 (11)
Erschienen am 03.07.2006
Cover des Buches Marion Dönhoff9783462317770

Marion Dönhoff

 (10)
Erschienen am 06.04.2017
Cover des Buches Der grosse Unterschied9783596152377

Der grosse Unterschied

 (9)
Erschienen am 01.08.2005

Neue Rezensionen zu Alice Schwarzer

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Rezension zu "Lebenslauf" von Alice Schwarzer

Lesenswerte Biographie
black_snappervor 8 Monaten

Das Buch liest sich sehr flüssig und angenehm. Frau Schwarzer  kann ohne Zweifel schreiben! Zum einen beschreibt sie tatsächlich ihren Lebenslauf von Anfang bis Ende. Zum anderen berichtet sie aber auch über die Reaktionen anderer Leute, vor allem Journalistenkollegen. Es ist schockierend, wie sie in einem Land, das behauptet, es gäbe hier eine Pressefreiheit, immerwieder übelst verbal angegriffen wird. Wo bleibt die neutrale Berichterstattung? Berichte werden zensiert, wenn sie zu sehr pro-Schwarzer sind. Oder gar nicht erst geschrieben. Hallo? Wo leben wir denn? Und immerwieder dieser Vorwurf, sie sei eine lesbische hässliche Männerhasserin. Dabei ist sie einfach nur modern. Sie hat in Paris gelebt, hatte jahrzehntelang einen (männlichen) Lebenspartner, trug schicke Kleider, hat ihr eigenes Geld im Wunschberuf verdient und hat nie die Klappe gehalten. Wie ihre Analysen aller möglichen Dinge das Buch durchziehen ohne langweilig zu wirken, das imponiert mir. Sie ist eine Analystin, eine Kämpferin. Wir haben ihr viel zu verdanken, Männer wie Frauen. Man muß nicht in allem ihrer Meinung sein, aber man sollte sie respektieren.

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Rezension zu "Romy Schneider, Mythos und Leben" von Alice Schwarzer

Die wahre Romy
Tally99vor einem Jahr

Beim Lesen fühlte ich mich Romy Schneider sehr nah, ich habe mitgefühlt, habe versucht mich in die Lagen ihres Lebens hineinzuversetzen. Es liest sich sehr gut und fließend und man erhält ausreichende Infos über ihr ganzes Leben und ihre Seele. Aber vor allem ihrem Wunsch, glücklich zu werden und ihr Sissi-Image abzulegen, welches ihr seit jungen Jahren anerlegt wurde. 


Wer sich schon immer für die atemberaubende Schauspielerin interessierte, sollte sich aufjedenfall dieses Buch durchlesen 😊❤

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Rezension zu "Die Antwort" von Alice Schwarzer

Auch heute noch lesenswert
CocuriRubyvor 3 Jahren

Ich bin nicht unbedingt von dem Schreibstil überzeugt – kann aber nicht ganz genau bestimmen, was mich stört – irgendwas am Ausdruck.

Mir kam es so vor, als hätte ich in manchen Bereichen deutlich mehr Vorwissen mitbringen müssen, als ich vorweisen konnte.

Der Titel des Buches ist da vermutlich nicht zufällig „Die Antwort“. Ich glaube, dass bei manchen Themen Frau Schwarzer auch einfach Stellung beziehen wollte, auf Dinge die ihr vorgeworfen wurden. Diese Vorwürfe oder Situationen in denen diese aufkamen, sind mir schlicht nicht bekannt/präsent, weshalb ich die Einordnung nicht immer so eindeutig fand.

Oder anders gesagt: mir kam es so vor, als hätte die Autorin nicht bedacht, dass man nicht in ihren Kopf sitzt.

Z.B. die den Schilderungen, über ihren Besuch mit dem „Komitee zur Verteidigung der Rechte der Frauen“ im Iran. Dort hätte man die Situation oder Erfahrungen die sie gemacht hat, besser ausbauen können, damit es für einen unwissenden Leser (also mich) verständlicher/plastischer wird.

Vielleicht noch ein Wort zum technischen: Wie es in den letzten beiden Sätzen der Einleitung schon geschrieben steht: Dieses Buch sind die Antworten auf thematische Fragen/Probleme, die einen die Autorin geben würde. Was selbstverständlich bedeutet, dass man ihre Meinung, Ansichten und Argumente zu hören bekommt – das wird von vornherein klar gemacht und das finde ich vollkommen okay. Aber ja, natürlich liest man ihre Meinung (gerade auch politische Meinung) stark heraus – was auch irgendwie verständlich, wenn nicht gar der Sinn dieses Buches ist.

Ich hätte es aber bevorzugt, dass wenn sie Zahlen, Statistiken, Ereignisse heranzieht, einen dann die Quelle mitgeliefert worden wäre – vielleicht auch am Ende des Buches, als Verzeichnis. Es wurden einen aber fast immer genug an die Hand gegeben, um mithilfe der richtigen Schlagworte, selbst über Google zu recherchieren – was ich gelegentlich getan habe, wenn mich etwas besonders schockiert hat und mich fragte, ob das wirklich stimmen kann.

Ich kann nicht bis ins letzte mit so manchen Ansichten von Schwarzer mitgehen, wenn sie z.B. davon spricht, wenn Frauen sich emanzipieren, dann „(…)sie riskieren die Liebe der Männer. Denn die basiert bisher auf der Anpassung, ja Unterordnung der Frauen.“

Jetzt habe ich aber bei vielen anderen Rezensionen gelesen, dass sie den Fehler gemacht haben und sich auf „dann ist alles was sie sagt Schwachsinn und Propaganda“. Das ist ebenfalls Blödsinn.

Viele Darstellungen oder wofür sie plädiert, lassen sich nicht von der Hand weisen – z.B. Frauen „müssen Eigenverantwortung übernehmen“, der große Lobbyeinfluss von Kirchengruppen, die die Emanzipation/Frauenrechte blockieren oder auch in was für Gegensätzen/Widersprüchen sich die Gesellschaft befindet (z.B. Frauen heute gebildeter denn je, Magerwahn um propagiertes Frauenbild zu entsprechen).

Man darf bei diesen Buch auch nicht vergessen, dass es 2008 erschienen ist, wenn man den Blick von heute darauf wirft.

Thematisch wird einen recht viel geboten: z.B. Bereiche wie Islam, Abtreibung, Pornografie, Schlankheitswahn, Mutterschaft, Frauen in Führungspositionen und Männerdomänen, die Teilzeitfalle, die utopische Darstellung von Familie als Ort der Harmonie usw. – alles unter den Blickwinkel der Emanzipation der Frau/Feminismus natürlich.

Gut fand ich auch, dass sie Kritik anspricht. Es wird aufgezeigt, was noch im Argen liegt, aber auch genauso, was schon erreicht wurde oder sich gut entwickelt. Das Buch ist keinesfalls schwarzmalerisch – ich fand es in vielen Fällen motivierend.

Es spricht auch an, wie sich Frauen gegen die Gleichberechtigung stellen und Behauptungen aufstellen, die selbst dem Patriachat zu platt wären und sich dennoch als Feministin darstellen, wo „Anti-Feministin“ passender wäre.

Geradeauch wenn ich mich in der heutigen Zeit umhöre, wird „Feministin“ sehr oft falsch dargestellt und selbst unter Frauen schon fast als Schimpfwort verwendet – häufig wegen Gleichsetzung von Feminismus als solches mit ein paar kleinen aber lauten radikalen Gruppen oder schlicht aus Unwissenheit.

Ich habe während des Lesens tatsächlich viel gelernt und war z.T. sogar nachträglich überrascht, wie wenig ich in manchen Bereichen doch vorher wusste.

Es wurden ein paar interessante Studien aufgeführt, oder erklärt was Gender-Mainstreaming eigentlich ist und wofür es da ist (schon alleine beim Wort rollen viele mit den Augen – ich behaupte, weil sie eigentlich gar nicht wissen, was es wirklich bedeutet und bewirkt – wie ich vorher).

 

Fazit

Ich fand das Buch sehr interessant und konnte viel für mich mitnehmen. Ich hatte tatsächlich das Gefühl, dass mir in manchen Bereichen die Augen geöffnet wurden oder zumindest der Blick geschärft wurde.

Ich finde das Thema Feminismus/Emanzipation extrem wichtig und dieses Buch ah heute noch empfehlenswert.

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Zusätzliche Informationen

Alice Schwarzer wurde am 02. Dezember 1942 in Wuppertal-Elberfeld (Deutschland) geboren.

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von 8 Lesern aktuell gelesen

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