Alice Schwarzer

 4.1 Sterne bei 223 Bewertungen
Autorin von Romy Schneider, Mythos und Leben, Lebenslauf und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Alice Schwarzer

Die deutsche Frauenrechtlerin, Autorin, Verlegerin, Chefredakteurin und Journalistin Alice Schwarzer, geboren am 3.12.42 in Wuppertal-Elberfeld, zählt zu den bekanntesten Mitgliedern der deutschen Frauenbewegung. Nach einer kaufmännischen Ausbildung absolviert Alice Schwarzer ab 1964 ein Sprachstudium in Paris, ehe sie von 1966 bis 1968 als Volontärin und Redakteurin bei den Düsseldorfer Nachrichten wirkt. Im Anschluss nimmt sie zunächst eine Anstellung als Reporterin bei der Zeitschrift "Pardon" an und geht schließlich 1970 für vier Jahre als freie politische Korrespondentin für Funk, Fernsehen und Printmedien nach Paris. Von 1970 bis 1974 studiert Schwarzer Soziologie und Psychologie an der Fakultät Vincennes, Paris. Parallel zu ihrem Studium beginnt ihr Engagement in der Frauenbewegung, zunächst in Frankreich, später auch in der Bundesrepublik Deutschland. Erstmals öffentlichkeitspolarisierend tritt sie 1971 als Initiatorin der Aktion "Ich habe abgetrieben" (veröffentlicht am 6.06.71 im "stern") in Erscheinung, die zu einer breiten Kampagne gegen den § 218 und zum Auslöser der Neuen Frauenbewegung in der Bundesrepublik führt. Seit 1971 erschienen darüber hinaus zahlreiche Buchpublikationen als Autorin und Herausgeberin. 1975 veröffentlicht sie mit "Der kleine Unterschied und seine großen Folgen" den ersten feministischen Bestseller in Deutschland, der in elf Sprachen übersetzt wird. 1974/75 hat Schwarzer einen Lehrauftrag an der Universität Münster im Fachbereich Soziologie inne, ehe sie ihre Arbeit im Fernsehen verstärkt, und vor allem durch Streitgespräche u.A. 1975 mit Esther Vilar und 1984 mit Rudolf Augstein, beide WDR, zu Berühmtheit gelangt. Von 1989 bis 1996 nimmt Schwarzer teil an der Ratesendung "Ja oder Nein? in der ARD und von 1992 bis 1993 tritt sie als Moderatorin der Talkshow "Zeil um Zehn" im HR in Erscheinung. 1977 erfolgt die Gründung der Zeitschrift "EMMA", von der sie seither Verlegerin und Chefredakteurin ist. "EMMA" ist mit rund 100.000 Druckauflage weltweit die einzige unabhängige feministische Publikumszeitschrift und Alice Schwarzer gelang es mit "EMMA", die Printmedienlandschaft nachhaltig zu prägen. 2011 erfolgt mit der Veröffentlichung von "Lebenslauf" ihre erste richtige Autobiografie.

Alle Bücher von Alice Schwarzer

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Lebenslauf

Lebenslauf

 (28)
Erschienen am 08.11.2012
Die Antwort

Die Antwort

 (26)
Erschienen am 04.09.2008
Simone de Beauvoir - Ein Lesebuch mit Bildern

Simone de Beauvoir - Ein Lesebuch mit Bildern

 (11)
Erschienen am 01.12.2007
Liebe Alice! Liebe Barbara!

Liebe Alice! Liebe Barbara!

 (11)
Erschienen am 03.07.2006
Marion Dönhoff

Marion Dönhoff

 (10)
Erschienen am 21.08.2008
Der grosse Unterschied

Der grosse Unterschied

 (9)
Erschienen am 01.08.2005
Eine tödliche Liebe

Eine tödliche Liebe

 (6)
Erschienen am 01.01.1993

Neue Rezensionen zu Alice Schwarzer

Neu
CocuriRubys avatar

Rezension zu "Die Antwort" von Alice Schwarzer

Auch heute noch lesenswert
CocuriRubyvor einem Jahr

Ich bin nicht unbedingt von dem Schreibstil überzeugt – kann aber nicht ganz genau bestimmen, was mich stört – irgendwas am Ausdruck.

Mir kam es so vor, als hätte ich in manchen Bereichen deutlich mehr Vorwissen mitbringen müssen, als ich vorweisen konnte.

Der Titel des Buches ist da vermutlich nicht zufällig „Die Antwort“. Ich glaube, dass bei manchen Themen Frau Schwarzer auch einfach Stellung beziehen wollte, auf Dinge die ihr vorgeworfen wurden. Diese Vorwürfe oder Situationen in denen diese aufkamen, sind mir schlicht nicht bekannt/präsent, weshalb ich die Einordnung nicht immer so eindeutig fand.

Oder anders gesagt: mir kam es so vor, als hätte die Autorin nicht bedacht, dass man nicht in ihren Kopf sitzt.

Z.B. die den Schilderungen, über ihren Besuch mit dem „Komitee zur Verteidigung der Rechte der Frauen“ im Iran. Dort hätte man die Situation oder Erfahrungen die sie gemacht hat, besser ausbauen können, damit es für einen unwissenden Leser (also mich) verständlicher/plastischer wird.

Vielleicht noch ein Wort zum technischen: Wie es in den letzten beiden Sätzen der Einleitung schon geschrieben steht: Dieses Buch sind die Antworten auf thematische Fragen/Probleme, die einen die Autorin geben würde. Was selbstverständlich bedeutet, dass man ihre Meinung, Ansichten und Argumente zu hören bekommt – das wird von vornherein klar gemacht und das finde ich vollkommen okay. Aber ja, natürlich liest man ihre Meinung (gerade auch politische Meinung) stark heraus – was auch irgendwie verständlich, wenn nicht gar der Sinn dieses Buches ist.

Ich hätte es aber bevorzugt, dass wenn sie Zahlen, Statistiken, Ereignisse heranzieht, einen dann die Quelle mitgeliefert worden wäre – vielleicht auch am Ende des Buches, als Verzeichnis. Es wurden einen aber fast immer genug an die Hand gegeben, um mithilfe der richtigen Schlagworte, selbst über Google zu recherchieren – was ich gelegentlich getan habe, wenn mich etwas besonders schockiert hat und mich fragte, ob das wirklich stimmen kann.

Ich kann nicht bis ins letzte mit so manchen Ansichten von Schwarzer mitgehen, wenn sie z.B. davon spricht, wenn Frauen sich emanzipieren, dann „(…)sie riskieren die Liebe der Männer. Denn die basiert bisher auf der Anpassung, ja Unterordnung der Frauen.“

Jetzt habe ich aber bei vielen anderen Rezensionen gelesen, dass sie den Fehler gemacht haben und sich auf „dann ist alles was sie sagt Schwachsinn und Propaganda“. Das ist ebenfalls Blödsinn.

Viele Darstellungen oder wofür sie plädiert, lassen sich nicht von der Hand weisen – z.B. Frauen „müssen Eigenverantwortung übernehmen“, der große Lobbyeinfluss von Kirchengruppen, die die Emanzipation/Frauenrechte blockieren oder auch in was für Gegensätzen/Widersprüchen sich die Gesellschaft befindet (z.B. Frauen heute gebildeter denn je, Magerwahn um propagiertes Frauenbild zu entsprechen).

Man darf bei diesen Buch auch nicht vergessen, dass es 2008 erschienen ist, wenn man den Blick von heute darauf wirft.

Thematisch wird einen recht viel geboten: z.B. Bereiche wie Islam, Abtreibung, Pornografie, Schlankheitswahn, Mutterschaft, Frauen in Führungspositionen und Männerdomänen, die Teilzeitfalle, die utopische Darstellung von Familie als Ort der Harmonie usw. – alles unter den Blickwinkel der Emanzipation der Frau/Feminismus natürlich.

Gut fand ich auch, dass sie Kritik anspricht. Es wird aufgezeigt, was noch im Argen liegt, aber auch genauso, was schon erreicht wurde oder sich gut entwickelt. Das Buch ist keinesfalls schwarzmalerisch – ich fand es in vielen Fällen motivierend.

Es spricht auch an, wie sich Frauen gegen die Gleichberechtigung stellen und Behauptungen aufstellen, die selbst dem Patriachat zu platt wären und sich dennoch als Feministin darstellen, wo „Anti-Feministin“ passender wäre.

Geradeauch wenn ich mich in der heutigen Zeit umhöre, wird „Feministin“ sehr oft falsch dargestellt und selbst unter Frauen schon fast als Schimpfwort verwendet – häufig wegen Gleichsetzung von Feminismus als solches mit ein paar kleinen aber lauten radikalen Gruppen oder schlicht aus Unwissenheit.

Ich habe während des Lesens tatsächlich viel gelernt und war z.T. sogar nachträglich überrascht, wie wenig ich in manchen Bereichen doch vorher wusste.

Es wurden ein paar interessante Studien aufgeführt, oder erklärt was Gender-Mainstreaming eigentlich ist und wofür es da ist (schon alleine beim Wort rollen viele mit den Augen – ich behaupte, weil sie eigentlich gar nicht wissen, was es wirklich bedeutet und bewirkt – wie ich vorher).

 

Fazit

Ich fand das Buch sehr interessant und konnte viel für mich mitnehmen. Ich hatte tatsächlich das Gefühl, dass mir in manchen Bereichen die Augen geöffnet wurden oder zumindest der Blick geschärft wurde.

Ich finde das Thema Feminismus/Emanzipation extrem wichtig und dieses Buch ah heute noch empfehlenswert.

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CocuriRubys avatar

Rezension zu "Damenwahl" von Alice Schwarzer

Gewehrt ein paar interessante Einblicke
CocuriRubyvor einem Jahr

Das Buch entstand zum 90. Geburtstag des Frauenwahlrechts. Dafür wurden Politikerinnen nach ihr erstes Mandat und Erfahrungen in der Politik gefragt und hier in 18 Porträts verfasst.

Außerdem ein kurzes Wort der ersten BundeskanzlerIN und hinten im Buch findet man noch eine kurze geschichtliche Zusammenfassung der Geschichte des Frauenwahlrechts und einen Beitrag über Gender Gap.

Buch von 2008 – also nicht unbedingt aktuell – witziger weise, machte genau das es schon wieder interessant, weil man bei den Frauen, die heute noch in der politischen Welt präsent sind sehen kann, was dessen Vorstellungen oder Ansichten damals waren und man z.T. jetzt 10 Jahre später sehen kann, wie sie offensichtlich von der Politikmühle durchgedreht wurden.

Schon etwas erschreckend zu sehen – insbesondere bei Frau Merkel.

Manche Porträts fand ich gut, manche relativ langweilig.

Am besten haben mir die Porträts von Ursula Männle und Christina Thoben gefallen – sehr beeindruckende Frauen.

Der Einblick, den einen das aber in die Politik gibt – als Frau in einer Männerdomäne – und zu lesen, womit sie sich rumschlagen mussten, ist schon interessant.

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L

Rezension zu "Der Schock - die Silvesternacht in Köln" von Alice Schwarzer

Kommentare zu Köln
Liebes_Buchvor einem Jahr

"Der Schock" ist ein Buch, das Beiträge von verschiedenen Autoren enthält und so verschiedene Blickwinkel auf die Sexattacke in Köln anbietet. Ich hätte gern etwas gelesen, wo das, was Silvester passierte, chronologisch dargestellt wird. Das ist hier aber kaum der Fall. Wenn man dieses Buch liest, muss man sich also im Internet vorher informieren, worum es eigentlich genau geht.
Dann allerdings erfährt man noch genug Dinge, die man noch nicht wusste. Z B dass auch in Köln gepredigt wird, wer aus dem Islam austritt, muss bestraft werden.  Oder dass der Staatsschutz die Regierung schon 1996 darüber informierte, dass Islamismus die akuteste Gefahr für das Land darstelle. Diese Information wurde aber mit dem Vorwurf des Rassismus weggewischt. Ein Beitrag ist vom Algerier Kamel Daoud, auf dem eine Fatwa lastet und der in Frankreich als "islamophob" gebrandmarkt ist. Andererseits wird auch Ayaan Hirsi Ali als islamophob beschimpft, weil sie sich über ihre Genitalverstümmelung (mit 5 Jahren) beklagt... Und die herausgeberin Alice Schwarzer ist natürlich doppelt verschrien, nicht nur als Islamkritikerin sondern auch als Feministin.
Der Rassismus-Vorwurf geht so weit, dass sich Frauen nicht mal beklagen dürfen, wenn sie angezündet werden.
Wer auf den Frauenmärschen rumläuft, sollte dieses Buch doch mal lesen. Es ist nicht so dick, nur 136 Seiten. Damit man weiss, wo die neuen Frauenrechte hingehen...

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Alice Schwarzer wurde am 02. Dezember 1942 in Wuppertal-Elberfeld (Deutschland) geboren.

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