Damenwahl

von Alice Schwarzer 
3,0 Sterne bei4 Bewertungen
Damenwahl
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CocuriRubys avatar

Gewehrt ein paar interessante Einblicke in die Politik. Erfahrungen aus einer Männerdomäne.

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Femipopulistische Frauen- und Geschichtsdarstellungen. Seltsames Buch.

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Inhaltsangabe zu "Damenwahl"

Der lange Weg vom Wahlrecht für Frauen bis zur ersten deutschen Bundeskanzlerin 90 Jahre Frauenwahlrecht. Und heute? Spitzenpolitikerinnen erzählen von ihren ersten Schritten in die Politik. Ein "EMMA"-Buch von Alice Schwarzer. Vor 90 Jahren, am 19. Januar 1919, wählten zum ersten Mal in der deutschen Geschichte nicht nur Männer, sondern auch Frauen die Abgeordneten des Deutschen Reichstags. Das allgemeine Wahlrecht für Frauen war nach langen Kämpfen Wirklichkeit geworden. Und heute? Welche Rolle spielen Frauen in der Politik? Wie sehen politische Karrieren von Frauen aus? Was motiviert Frauen, sich politisch zu engagieren? Welche Hindernisse müssen auch heute noch überwunden werden? Die Journalistinnen Tissy Bruns und Chantal Louis sprechen ungeschminkt und offen mit den führenden Politikerinnen dieses Landes über ihre Anfänge, über ihre Erfolge und Niederlagen in der Politik: mit Ursula von der Leyen, Ulla Schmidt, Andrea Nahles, Renate Künast, Petra Pau und vielen anderen. Und Kanzlerin Merkel erzählt von ihrem steilen Weg in die Politik. "EMMA" erinnert an den leidenschaftlichen Kampf von Frauen für das Wahlrecht. Denn was heute selbstverständlich scheint, das galt damals noch als skandalöse, ja völlig verrückte Forderung. Nicht nur notorische Frauenfeinde waren gegen das Frauenstimmrecht, sondern lange auch alle Parteien, von rechts bis links. Doch dann taten die Frauen sich zusammen, weltweit: von der scharfzüngigen Hedwig Dohm in Deutschland über die kämpferische Emily Pankhurst in England bis zur legendären Susan B. Anthony in Amerika.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783462040685
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:223 Seiten
Verlag:Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum:15.01.2009

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    CocuriRubys avatar
    CocuriRubyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Gewehrt ein paar interessante Einblicke in die Politik. Erfahrungen aus einer Männerdomäne.
    Gewehrt ein paar interessante Einblicke

    Das Buch entstand zum 90. Geburtstag des Frauenwahlrechts. Dafür wurden Politikerinnen nach ihr erstes Mandat und Erfahrungen in der Politik gefragt und hier in 18 Porträts verfasst.

    Außerdem ein kurzes Wort der ersten BundeskanzlerIN und hinten im Buch findet man noch eine kurze geschichtliche Zusammenfassung der Geschichte des Frauenwahlrechts und einen Beitrag über Gender Gap.

    Buch von 2008 – also nicht unbedingt aktuell – witziger weise, machte genau das es schon wieder interessant, weil man bei den Frauen, die heute noch in der politischen Welt präsent sind sehen kann, was dessen Vorstellungen oder Ansichten damals waren und man z.T. jetzt 10 Jahre später sehen kann, wie sie offensichtlich von der Politikmühle durchgedreht wurden.

    Schon etwas erschreckend zu sehen – insbesondere bei Frau Merkel.

    Manche Porträts fand ich gut, manche relativ langweilig.

    Am besten haben mir die Porträts von Ursula Männle und Christina Thoben gefallen – sehr beeindruckende Frauen.

    Der Einblick, den einen das aber in die Politik gibt – als Frau in einer Männerdomäne – und zu lesen, womit sie sich rumschlagen mussten, ist schon interessant.

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    Admiralvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Femipopulistische Frauen- und Geschichtsdarstellungen. Seltsames Buch.
    Frauen haben es geschafft !

    18 Frauen. Und sie alle haben es in die Politik geschafft. Das Buch "Damenwahl. Vom Kampf um das Frauenwahlrecht bis zur ersten Kanzlerin" (2009) von der bekannten Feministin Alice Schwarzer (als Herausgeber) stellt uns 18 Frauen in Kurzkapiteln vor, die es in die hohe Politik geschafft haben. In 2 längeren Abschlusskapitel präsentieren uns die Autorinnen dann die Geschichte des Frauenwahlrechts und den Gender Gap.



    Viel zu oberflächlich. Das Buch ist definitiv viel zu oberflächlich. Die Vorstellungen der Frauen sind biographische Präsentationen in knapper Form und lösen sich leider nie von einer zielführenden Einseitigkeit. Ein kritisches Wort wird man nicht finden, wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass Politiker wie Ursula von der Leyen, Hannelore Kraft, Andrea Nahles und Angela Merkel völlig unumstritten sind. Besonders zur letzteren Person könnte bestimmt viel kritisches Gesagt werden (auch schon im Jahr 2009). Nur ist das wohl schwer, wenn Angela Merkel selbst ein Geleitwort für das Buch aufsetzt (Fragen nach dem Muster "Sind sie da richtig ?" "Sorgen sie wirklich für das Bürgerwohl ?" bzgl. der betreffenden Frauen werden erst gar nicht gestellt).
    Die tendenziöse Ausrichtung wird darüber hinaus jedoch auch in den letzten beiden Kapitel überdeutlich. zB wird an einer Stelle der Ausspruch erwähnt, "Die Frauen haben Hitler an die Macht gewählt." doch stimme dieser Satz natürlich nicht (S.214). Woher der Satz stamme und mit welcher Begründung er aufgekommen sei, bleibt ebenso im Dunkeln wie die Gegenargumentation schwammig ist. Es wird auch viel mit Konjunktiven gearbeitet, wofür dieses eine Beispiel reichen soll: "Dürften nur Frauen an die Urnen, würden alle rechtsradikalen Parteien in Deutschland an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern." (S. 218) Ich weiß ja echt nicht, was ich von diesem Satz halten soll. ^^
    Männer sind somit eher schlechte Menschen (?) und folgerichtig sei auch der Gendergap (unterschiedliches Wahlverhalten bei Männern und Frauen) 1972 auf einem "Tiefstand" gewesen (S. 216 f.). Klingt ein wenig so, als wäre das schlecht, wenn Frauen und Männer gleich wählen, denn 1972 haben Frauen und Männer gleich gewählt. Dabei bin ich von der Existenz des Gendergaps noch gar nicht so überzeugt, auch wenn er laut der Autorin definitiv "schon lange Realität" (S. 221) sei. Vergleicht dazu doch mal die Rezension von "Lulu" zu dem Buch auf Amazon.



    Naja, das Buch ist schon etwas ein Reinfall. Zu undifferenziert und einseitig. Ich will jetzt nicht soweit gehen und es als feministisches Manifest einer machtpolitischen Geschlechtsideologie aufzufassen (auch wenn hier der "Mann" definitiv schlechter dargestellt wird) oder es als Propaganda mit scheinwissenschaftlichen Zahlspielereien abzutun, das ginge echt zu weit.
    Doch zum Vorbild sollen sich andere Autoren von Büchern dieses Themas dieses Buch bitte nicht nehmen. Nicht mal eine Literaturliste oder etwas Ähnliches gibt es. Das wirkt alles ein wenig femipopulistisch. =) Falls es dieses Wort "femipopulistisch" überhaupt gibt. Das kam mir eben in den Sinn. Hoffe, ihr, werte Leser, wisst, was ich damit meine. :)

    Als ich begonnen hatte, diesen Kommentar zu dem Buch zu schreiben, wollte ich als Überschrift echt noch "Sind Frauen die besseren Menschen ?" nehmen. Aber das wäre echt etwas zu polemisch gewesen, oder was meint ihr ? :)



    Übrigens durfte das Binnen-I natürlich nicht fehlen. ;D

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    Lady_Martinis avatar
    Lady_Martinivor 4 Jahren
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