Alice Schwarzer Die Antwort

(26)

Lovelybooks Bewertung

  • 36 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 5 Rezensionen
(6)
(11)
(7)
(0)
(2)

Inhaltsangabe zu „Die Antwort“ von Alice Schwarzer

Seit Anfang der 70er-Jahre steht Alice Schwarzer wie keine andere für Emanzipation und Gleichberechtigung der Frau. Mit „Der kleine Unterschied“ löste sie seinerzeit einen wahren Emanzipationsschub aus. Nun legt sie ihre Antwort auf die Folgen dieser Emanzipation ebenso scharfzüngig wie sachkundig dar. Denn erstmals in der Geschichte der westlichen Kultur sind Frauen tatsächlich uneingeschränkt gleichberechtigt. Die Welt steht ihnen offen. Und dennoch fällt ihnen der Schritt in diese Welt schwer-… Eine spannend zu lesende Standortbestimmung zum Feminismus, die nichts beschönigt und trotzdem Mut macht.

Stöbern in Sachbuch

Spring in eine Pfütze

Ich muss sagen, ich war positiv überrascht und freue mich nun jeden Tag auf eine neue & kreative Aufgabe.

NeySceatcher

Alles, was mein kleiner Sohn über die Welt wissen muss

Kurzweilige, aber amüsante Lektüre über das Leben mit einem Kleinkind - auf jeden Fall lesenswert.

miah

Das große k. u. k. Mehlspeisenbuch

Das Zauner ist eine Institution in Bad Ischl, hier gibt es die Rezepte der Leckereien, die man dort findet.

Sikal

Wut ist ein Geschenk

Tolles Buch

Pat82

Gehen, um zu bleiben

Eines dieser Bücher, die etwas bedeuten; so viel, dass man bereits während des Lesens weiß, dass sie alles verändern. Dich selbst.Das Leben.

IvyBooknerd

Kleine Hände – großer Profit

Hinter vielen Grabsteinen verbergen sich traurige Geschichten - nein, ich meine nicht die der Begrabenen, sondern der Kinderarbeiter.

Ann-KathrinSpeckmann

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Auch heute noch lesenswert

    Die Antwort
    CocuriRuby

    CocuriRuby

    25. June 2017 um 21:03

    Ich bin nicht unbedingt von dem Schreibstil überzeugt – kann aber nicht ganz genau bestimmen, was mich stört – irgendwas am Ausdruck. Mir kam es so vor, als hätte ich in manchen Bereichen deutlich mehr Vorwissen mitbringen müssen, als ich vorweisen konnte. Der Titel des Buches ist da vermutlich nicht zufällig „Die Antwort“. Ich glaube, dass bei manchen Themen Frau Schwarzer auch einfach Stellung beziehen wollte, auf Dinge die ihr vorgeworfen wurden. Diese Vorwürfe oder Situationen in denen diese aufkamen, sind mir schlicht nicht bekannt/präsent, weshalb ich die Einordnung nicht immer so eindeutig fand. Oder anders gesagt: mir kam es so vor, als hätte die Autorin nicht bedacht, dass man nicht in ihren Kopf sitzt. Z.B. die den Schilderungen, über ihren Besuch mit dem „Komitee zur Verteidigung der Rechte der Frauen“ im Iran. Dort hätte man die Situation oder Erfahrungen die sie gemacht hat, besser ausbauen können, damit es für einen unwissenden Leser (also mich) verständlicher/plastischer wird. Vielleicht noch ein Wort zum technischen: Wie es in den letzten beiden Sätzen der Einleitung schon geschrieben steht: Dieses Buch sind die Antworten auf thematische Fragen/Probleme, die einen die Autorin geben würde. Was selbstverständlich bedeutet, dass man ihre Meinung, Ansichten und Argumente zu hören bekommt – das wird von vornherein klar gemacht und das finde ich vollkommen okay. Aber ja, natürlich liest man ihre Meinung (gerade auch politische Meinung) stark heraus – was auch irgendwie verständlich, wenn nicht gar der Sinn dieses Buches ist. Ich hätte es aber bevorzugt, dass wenn sie Zahlen, Statistiken, Ereignisse heranzieht, einen dann die Quelle mitgeliefert worden wäre – vielleicht auch am Ende des Buches, als Verzeichnis. Es wurden einen aber fast immer genug an die Hand gegeben, um mithilfe der richtigen Schlagworte, selbst über Google zu recherchieren – was ich gelegentlich getan habe, wenn mich etwas besonders schockiert hat und mich fragte, ob das wirklich stimmen kann. Ich kann nicht bis ins letzte mit so manchen Ansichten von Schwarzer mitgehen, wenn sie z.B. davon spricht, wenn Frauen sich emanzipieren, dann „(…)sie riskieren die Liebe der Männer. Denn die basiert bisher auf der Anpassung, ja Unterordnung der Frauen.“ Jetzt habe ich aber bei vielen anderen Rezensionen gelesen, dass sie den Fehler gemacht haben und sich auf „dann ist alles was sie sagt Schwachsinn und Propaganda“. Das ist ebenfalls Blödsinn. Viele Darstellungen oder wofür sie plädiert, lassen sich nicht von der Hand weisen – z.B. Frauen „müssen Eigenverantwortung übernehmen“, der große Lobbyeinfluss von Kirchengruppen, die die Emanzipation/Frauenrechte blockieren oder auch in was für Gegensätzen/Widersprüchen sich die Gesellschaft befindet (z.B. Frauen heute gebildeter denn je, Magerwahn um propagiertes Frauenbild zu entsprechen). Man darf bei diesen Buch auch nicht vergessen, dass es 2008 erschienen ist, wenn man den Blick von heute darauf wirft. Thematisch wird einen recht viel geboten: z.B. Bereiche wie Islam, Abtreibung, Pornografie, Schlankheitswahn, Mutterschaft, Frauen in Führungspositionen und Männerdomänen, die Teilzeitfalle, die utopische Darstellung von Familie als Ort der Harmonie usw. – alles unter den Blickwinkel der Emanzipation der Frau/Feminismus natürlich. Gut fand ich auch, dass sie Kritik anspricht. Es wird aufgezeigt, was noch im Argen liegt, aber auch genauso, was schon erreicht wurde oder sich gut entwickelt. Das Buch ist keinesfalls schwarzmalerisch – ich fand es in vielen Fällen motivierend. Es spricht auch an, wie sich Frauen gegen die Gleichberechtigung stellen und Behauptungen aufstellen, die selbst dem Patriachat zu platt wären und sich dennoch als Feministin darstellen, wo „Anti-Feministin“ passender wäre. Geradeauch wenn ich mich in der heutigen Zeit umhöre, wird „Feministin“ sehr oft falsch dargestellt und selbst unter Frauen schon fast als Schimpfwort verwendet – häufig wegen Gleichsetzung von Feminismus als solches mit ein paar kleinen aber lauten radikalen Gruppen oder schlicht aus Unwissenheit. Ich habe während des Lesens tatsächlich viel gelernt und war z.T. sogar nachträglich überrascht, wie wenig ich in manchen Bereichen doch vorher wusste. Es wurden ein paar interessante Studien aufgeführt, oder erklärt was Gender-Mainstreaming eigentlich ist und wofür es da ist (schon alleine beim Wort rollen viele mit den Augen – ich behaupte, weil sie eigentlich gar nicht wissen, was es wirklich bedeutet und bewirkt – wie ich vorher).   Fazit Ich fand das Buch sehr interessant und konnte viel für mich mitnehmen. Ich hatte tatsächlich das Gefühl, dass mir in manchen Bereichen die Augen geöffnet wurden oder zumindest der Blick geschärft wurde. Ich finde das Thema Feminismus/Emanzipation extrem wichtig und dieses Buch ah heute noch empfehlenswert.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Antwort" von Alice Schwarzer

    Die Antwort
    Petruscha

    Petruscha

    11 Themen, die sich um das Geschlechterverständnis in der BRD ungefähr im Jahre 2007 drehen. Obwohl Gleichberechtigung eines meiner Topthemen ist und Alice Schwarzer viel für beide Geschlechter erreicht hat, ist dieses Buch eine riesige Enttäuschung. Um alle Unzulänglichkeiten aufzuzählen fehlt die Zeit, daher berichte ich exemplarisch nur über zwei Dinge, die mich beim Lesen fassungslos gemacht haben: 1. Die größte Enttäuschung für mich steht auf Seite 74. Hier erzählt AS noch mal von der legendären Aktion im Stern-Magazin 1971: „Wir haben abgetrieben“. Ich dachte immer, dass all diese mutigen Frauen tatsächlich abgetrieben hätten, aber AS schreibt: "Darum spielt es auch überhaupt keine Rolle, ob die bekennenden Frauen wirklich schon mal abgetrieben hatten oder nicht (wie ich). Zumindest im Kopf hatten wir alle schon abgetrieben." WAAAS? Ich fühle mich belogen. Leider hat das zur Folge, dass ich hinter alle Aussagen im Buch gedanklich ein Fragezeichen gesetzt habe. 2. Quellenangaben: Zahlenangaben wirken so schön wissenschaftlich, aber leider basieren viele Zahlen auf Mutmaßungen wie im besonders verheerenden Beispiel auf Seite 137. Hier wird aufgrund von angenommenen Zahlen aus Zweidritteln aller Männer Freier gemacht und das letzte Drittel habe den Freierblick auf Frauen. Männer, Ihr müsst Euch mal gegen Verleumdung wehren! Außerdem werden selten Quellen angegeben und wenn, sind es andere Journalisten, die für Spiegel oder ZeitWissen geschrieben haben. Journalisten zitieren Journalisten als wissenschaftlichen Beweis für irgendwas? Kann doch nicht sein – ist in diesem Buch aber so. Fazit: Alice Schwarzer ist leider mittlerweile für die Gleichberechtigung so hilfreich wie Greenpeace für die ökologische Bewegung oder PETA für den Tierschutz. Nicht nur schade, sondern fatal.

    Mehr
    • 3
  • Rezension zu "Die Antwort" von Alice Schwarzer

    Die Antwort
    awogfli

    awogfli

    Ein ausgezeichnetes Update des modernen Feminismus. Alice Schwarzer spricht intelligent sehr viele prekäre und sensible Probleme der heutigen Zeit und die feministische Position dazu an: neueste biologische Erkenntnisse, Frauen in der muslimischen Welt und Bekleidungsvorschriften, optisches Frauenbild und Magerwahn, breite gesellschaftliche Akzeptanz der Pornografie und Prostitution und deren Folgen sowohl für Männer als auch für Frauen, Vereinbarkeit von Beruf und Familie für beide Elternteile und den aktuellen Status dazu und eine Vision über die Entwicklung der Emanzipation. Ich hatte schon immer Hochachtung und viel Respekt vor dieser intelligenten und kämpferischen Frau, manchmal war ich auch begeistert, wenn sie mir auch in manchen Aktionen fast ein bisschen zu verbissen schien. Alice Schwarzer warnt davor, dass künftige Generationen wieder von vorne anfangen müssen, so wie es ihre eigene Generation tun mußte, wenn wir uns nicht auf die Schultern unserer Vorgängerinnen stellen. Und damit hat sie absolut recht - manche realen Tendenzen (in diesem Buch sehr gut beschrieben) sind wirklich alarmierend und versuchen tatsächlich das Rad bezüglich Emanzipation wieder zurückzudrehen, so wie es bereits 1933-45 passierte. Viele Kapitel dieses Buchs und dargelegte empirische Realitäten haben mich echt erschüttert und stark aufgerüttelt. "Schämt Euch Eurer Vorgängerinnen nicht sondern seid stolz auf sie, denn das ist wohl das mindeste für eine aufgeklärte kluge Frau des 21. Jahrhunderts - dass sie laut und vernehmlich verkündet - Ich bin stolz eine Feministin zu sein". (letzter Absatz des Buches) Damit hat sie absolut recht! Fazit absolut lesenswert auch für Männer!!!!

    Mehr
    • 2
  • Rezension zu "Die Antwort" von Alice Schwarzer

    Die Antwort
    Leela

    Leela

    07. October 2008 um 20:36

    "Die Antwort"...so gesehen eigentlich ein nichtssagender Titel, wenn man denn nicht den fachlichen Zusammenhang beachtet. Welche Antworten finde ich hier wohl? Vielleicht die auf meine letzte Anatomie-Aufgabe? Leider nicht, aber dennoch weiß Alice Schwarzer in ihrem Buch so einige Antworten zu geben - in 12 Kapiteln erfahren wir nämlich einiges über Frau Schwarzers Lieblingsthema, den Feminismus, was in der heutigen Zeit falsch läuft und wie sich das Zusammenleben von Frauen und Männern gestalten könnte - wenn diese es denn wollten. Oder anders: Dies ist die intelligente Antwort auf Eva Hermann und Co. Wir erfahren einiges über die geschichtliche Entwicklung der Frauenrechte und -emanzipation seit den 70er Jahren, wobei Alice Schwarzer auch aktuellere Themen, wie z.B. die Frauenunterdrückung im Islam nicht außer acht lässt und versucht, Lösungen zu vorhandenen Problemen zu finden. Andere Themen sind Abtreibung, die Gleichstellung von Frauen in Beruf und Familie, Prostitution, der von den Medien vermittelte Magerwahn usw. Ist es zum Beispiel wirklich nötig, dass eine Frau nach der Geburt ihres Kindes ihren Beruf aufgibt, um für den Nachwuchs zu sorgen, während der Vater seinen Beruf weiterhin ausübt? Wieso sollte es nicht auch andersherum laufen oder die Arbeit womöglich geteilt werden? Was hat es mit der angeblich "emotionalen Frau" und dem "egoistischen und kühlen Mann" auf sich? - Nichts. Diese und noch einige weitere Streitpunkte sind zentrale Themen in "Die Antwort" und stets schafft die Autorin es, ihre Gedanken klar strukturiert, gut argumentiert und nachvollziehbar darzulegen, räumt mit gängigen Klischees (siehe oben) auf und rechnet mit manchen Personengruppen ordentlich ab. Das wären z.B. patriarchale Männer, die gegen alle Widerstände am überholten Frauenbild als "Hausfrau und Mutter" festhalten, aber auch manche Frauen, die sich bereitwillig und aus Bequemlichkeit in solche Schubladen quetschen lassen. Dabei bleibt die Autorin aber stets weitestgehend sachlich, ohne auf die polemische Schiene abzurutschen. Wirklich: Das Buch einer angeblich "radikalen und männerhassenden Feministin" hatte ich mir anders vorgestellt. Natürlich ist Alice Schwarzer weder das Eine, noch das Andere, was gut ist. So haben wir hiermit eine spannende und hinteressante Lektüre - auch für Männer - die sicher den einen oder anderen zum Nachdenken bewegen kann. Unterstützt wird der Inhalt von einer entspannt lesbaren Sprache, die manchmal nicht der Ironie entbehrt. Obwohl ich mich nie mehr als nötig für das Thema Feminismus interessiert habe (heute sieht es ja doch nicht mehr ganz so düster aus wie in den 70er Jahren) hatte ich meinen Spaß an dem Buch und es wird sicher nicht mein letztes von Alice Schwarzer sein.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Antwort" von Alice Schwarzer

    Die Antwort
    antonia

    antonia

    18. July 2008 um 13:20

    interessant.. :O
    aber natürlich seeehr subjektiv!