Alice Schwarzer Es reicht

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Inhaltsangabe zu „Es reicht“ von Alice Schwarzer

Bei der sexuellen Belästigung geht es nicht um Begehren, sondern um Macht.
Anfang des Jahres ging ein Aufschrei durchs Land, ausgelöst von einem Stern-Artikel über den FDP-Politiker Rainer Brüderle. Die Empörung hat seither nicht nachgelassen. Empörung über die sexuelle Belästigung von Frauen im Beruf, die kein Einzelfall ist, sondern ein Massenphänomen: Zwei von drei Frauen sind schon mal belästigt worden, wie Studien belegen.
In diesem Buch geht es um die Gegenwehr von Frauen, und auch um das, was sie schon erreicht haben. So erzählt die 'Aufschrei'-Initiatorin Anne Wizorek, wie sie den Internet-Aufstand angezettelt hat, eine Gewerkschafterin redet Tacheles, Arbeitsministerin von der Leyen findet die amerikanische 'political correctness' gut. Und ein Blick über die Grenzen zeigt: Es geht auch anders, besser.
Dieser von Alice Schwarzer herausgegebene EMMA-Band vereint Texte von heute und aus den 70er- und 80er-Jahren, die beklemmend aktuell sind.

Leider eher problem- statt lösungsorientiert

— Tasmetu

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  • Über die lange Geschichte des Widerstandes gegen Sexismus im Beruf

    Es reicht

    WinfriedStanzick

    30. April 2013 um 10:53

    Die vor einiger Zeit bekannt gewordenen sexistischen Äußerungen des deutschen Wirtschaftsministers Rainer Brüderle haben in der Öffentlichkeit eine breite Debatte ausgelöst über die vielen Belästigungen, die Frauen in der Berufswelt nach wie vor durch Männer ertragen.   Alice Schwarzer hat dies zum Anlass genommen, in einem sehr schnell zusammengestellten Sammelband viele alte und etliche neue Texte dazu zu veröffentlichen.  In einem Vorwort weist sie darauf hin, dass die Debatte um sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz nicht neu ist, sondern schon in den 1970 er und 1980 er Jahren geführt wurde, mit entsprechenden Konsequenzen in der Gesetzgebung.   Viel der hier noch einmal dokumentierten Texte u.a. von Susan Brownmiller, Susan Faludi u.a. beschreiben die „erste Welle“ der Empörung und  des Widerstands gegen sexuelle Belästigung von meist abhängigen Frauen durch Männer. Aktuelle Texte unter anderem von Anna K., die mit ihrem Buch über die Arbeitsbedingungen von Zimmermädchen Aufsehen erregte, Alice Schwarzer über den Fall Strauss-Kahn und Ursula von der Leyen beschreiben die „zweite Welle“ des Widerstands und der öffentlichen Debatte.   Eine wichtige Leistung dieses Sammelbandes ist es, besonders jüngeren Lesern und Leserinnen die lange Geschichte (feministischen) Engagements gegen sexuelle Gewalt und Belästigung zu verdeutlichen. Eine Chronik am Ende des Buches verfolgt die Debatte bis in die Anfänge 1972 zurück. Die einzelnen Beiträge zeigen die Vielfalt und  die Internationalität dieses nun schon Jahrzehnte dauernden Engagements. Ob die Übergriffe ein Generationenproblem sind? Werden sie mit den alten Männern weniger? Oder sind sie Teil der Macht, in die Männer kommen, und werden dann auch von Männern verübt, die wesentlich jünger sind? Dazu hat mich das Buch angeregt nachzudenken.    

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