Alice Sebold Glück gehabt

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Inhaltsangabe zu „Glück gehabt“ von Alice Sebold

Alice Sebold, die Autorin des hymnisch gefeierten Bestsellers "In meinem Himmel", erzählt hier ihre eigene Geschichte. Mit 18 Jahren wurde sie auf dem Heimweg in ihr Studentenwohnheim von einem Unbekannten brutal vergewaltigt. Mit der schonungslosen Präzision einer Journalistin und der sprachlichen Brillanz einer einzigartigen Autorin schildert Alice Sebold die Auswirkungen dieses Verbrechens, das ihr Leben für immer veränderte. Und sie beschreibt, wie es ihr gelang, ihr Trauma zu bewältigen. (Quelle:'Flexibler Einband')

Eine sehr gut erzählte Lebengeschichte, die aufzeigt, welche Auswirkungen eine Vergewaltigung haben kann.

— SaSu13
SaSu13

Biografien gebe ich grundsätzlich fünf Sterne. Es ist sehr schwer, seine Geschichte so in die Öffentlichkeit zu bringen. Sollte man lesen!

— WriteReadPassion
WriteReadPassion

Sehr interessant!

— hi-speedsoul
hi-speedsoul

Sebold lässt einen nicht los beim Lesen. Sie zwingt einem eine Konfrontation auf. Der Leser kann nur versuchen durchzuhalten.

— Lady_Martini
Lady_Martini

Erschütternd, vor allem da man als Leser(in) ständig daran denken muss, dass sich all das Geschilderte genauso zugetragen hat.

— Saari
Saari

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  • Sehr berührende Geschichte der berühmten Autorin!

    Glück gehabt
    WriteReadPassion

    WriteReadPassion

    27. July 2015 um 08:30

    Alice Seebold erzählt von ihrer Vergewaltigung, als sie 18 Jahre alt war und von dessen Folgen. ich weiß ehrlich nicht, was ich genau dazu schreiben soll... es wirkt einem noch nach dem Lesen nach. Sie ist schonungslos offen und lässt auch keine unangenehmen Details aus. Das macht das Ganze besonders glaubwürdig und bewegend! Leider ist das Cover von dem hier abgebildeten Buch nicht so schön. Das Buch, was ich habe, hat Alice Seebolds Porträt- was auch angemessen ist, das es ihre Lebensgeschichte ist. Sollte man lesen.

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  • Ein unerschrockener Blick

    Glück gehabt
    Lady_Martini

    Lady_Martini

    09. September 2014 um 18:22

    Alice Sebold beschreibt in ihrem Buch "Glück gehabt" ihr Leben vor und nach einer durchlebten Vergewaltigung. Am Beginn steht eine sehr genaue Beschreibung des Gewaltaktes, welche so schmerzlich ist, dass man versucht ist, wieder das Buch wegzulegen. Sebold wird später im Buch klagend fragen: "Warum kannst du dir meine Geschichte nicht anhören? Ich habe es schließlich erlebt." Alice Sebold erlaubt kaum Wegzusehen und bleibt damit unerschrocken und eindringlich. Im Vordergrund stehen vor allem die Reaktionen der Freunde, Bekannten, Familie aber auch von fremden Menschen. Sebold geht immer offen mit ihrer Vergewaltigung um und erntet damit sowohl Anererkennung als auch Hass. Der Leser bleibt mit vielen Fragen zurück - aber "Glück gehabt" zeigt auch den Weg einer mutigen Frau heraus aus dem Strudel der Wut und des "Opfer seins".

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  • Glück gehabt von Alice Sebold.

    Glück gehabt
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. April 2013 um 04:40

    Alice Sebold, die Autorin von “In meinem Himmel”, erzählt in ihrem Debut davon, wie sie mit 19 Jahren auf ihrem Heimweg von einem Fremden vergewaltigt wurde und über den langen steinigen Weg der Besserung nach der Attacke. Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven, so viel ist klar. Gleich im ersten Kapitel tut Sebold das Unvermeidliche – sie beschreibt die Nacht ihrer Vergewaltigung im Detail. Diese Schilderung ist herzzereißend, ekelerregend und machte mich abwechselnd traurig und wütend. Es ist das erste Kapitel, und schon möchte ich das Buch am liebsten weg legen. Doch dabei fängt der Weg von Alice Sebold in ein Leben nach der Vergewaltigung erst an und es lohnt sich weiter zu lesen, auch wenn es manchmal weh tut. Als Leser und als Frau stehe ich Alice Sebold mit gemischten Gefühlen gegenüber. Einerseits verurteile ich sie für ihre Naivität nach Mitternacht durch dunkle Parks zu flanieren. Andererseits bewundere ich die Selbstverständlichkeit mit der sie zur Polizei geht und ihren Vergewaltiger hinter Gittern bringen will – die wenigsten Frauen in ihrer Situation haben die Kraft dazu. Doch trotz dieser Kraft wird schnell klar, Alice Sebold ist traumatisiert, leidet bald sogar an einer post-traumatischen Belastungsstörung, und das alles obwohl sie unaufhörlich dafür kämpft ihre Erlebnisse zu verarbeiten. Ich merkte, für Sebold gibt es kein zurück zu “Vor der Vergewaltigung“, das Verbrechen hat sie verändert, unumkehrbar wurde es ein Teil von ihr. Erschreckend sind aber auch die vielen Beispiele junger amerikanischer Frauen, die am College vergewaltigt werden, und niemals Anzeige erstattet haben. Als Außenstehender kann man schnell vergessen, dass Vergewaltigung eines der häufigsten Schwerverbrechen ist und dabei nur äußerst selten gesühnt wird, denn die Opfer schämen sich von dem zu sprechen, was ihnen geschah. Ein meiner Meinung ganz erschreckendes Detail des Gerichtsprozesses um Alice Sebold, welches sie auch oft scheinbar Kopfschüttelnd hervor hebt, ist, dass sie bessere Chancen hatte ihren Vergewaltiger ins Gefängnis zu bringen, weil sie zum Tatzeitpunkt noch Jungfrau war. Was ist nun das erschreckende daran? Die Menschen, welche offenbar im amerikanischen Rechtssystem tätig sind, die zu glauben scheinen, wenn eine Frau sich einem Mann freiwillig hingibt – dann darf jeder sie nehmen, ungestraft und ungeachtet ihres freien Willens. Abschließend sei noch zu sagen, dass dieses Buch einen lehrt, wie wichtig es ist für dieses Verbrechen die Augen offen zu halten, sich selbst zu schützen und hat man das nicht geschafft, Gerechtigkeit zu suchen und so langsam zu heilen. Alice Sebold ist das beste Beispiel dafür, dass die Forderung nach seinem Recht und nach Vergeltung auch und gerade für Vergewaltigungsopfer nichts horrendes, sondern etwas selbstverständliches ist, das unter allen Umständen unterstützt werden muss. Dies ist eines von den Büchern, die ich jeder Frau, die ich kenne und jeder Frau, die diesen Blog liest, ans Herz legen möchte. Lies es, auch wenn es schwer fällt. Lies es, auch wenn es weh tut.

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  • Rezension zu "Glück gehabt" von Alice Sebold

    Glück gehabt
    katermurr

    katermurr

    27. March 2010 um 18:56

    Die Autobiographie einer Frau, die als junge Studentin vergewaltigt wurde. Das Buch fasziniert durch die eher nüchterne Schilderung des Verbrechens und seiner Folgen. Minutiöse Beschreibung der Gedanken, Gefühle, inneren Argumentationen und Widersprüche während der Vergewaltigung. Der juristischen Aufarbeitung der Tat wird viel Raum gegeben; für Leser, die evt. gar keine Vorkenntnisse in der Rechtskunde haben, sind Teile der Gerichtsverhandlungen, insbesondere der Verhörstrategien, kaum nachvollziehbar, dadurch aber nicht weniger interessant... Insgesamt ein sehr lesenswertes Buch.

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  • Rezension zu "Glück gehabt" von Alice Sebold

    Glück gehabt
    Zara

    Zara

    26. December 2009 um 21:55

    Gleich am Anfang schildert Alice Sebold ihre Vergewaltigung. Das Buch startet also mit einem richtigen Knall. Ich musste teilweise Schlucken, weil man sich sehr gut in sie hinein versetzen kann. Danach schildert sie, wie ihr Umfeld mit dieser Situation umgeht. Und natürlich wie sich die Reaktion ihrer Mitmenschen auf sie auswirkt. Gerade die Reaktion der Familie sind sehr einschneidend für sie. In der Verhandlung muss Alice wieder alles von vorn durchleben. Es wird nochmal explizit auf die Einzelheiten eingegangen. Erschreckend ist, wie hart mit ihr im Kreuzverhör umgegangen wird, aber sie hat diese Situation super gemeistert. Das Buch hat bei mir einen noch lange anhaltenden Eindruck hinterlassen.

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  • Rezension zu "Glück gehabt" von Alice Sebold

    Glück gehabt
    hexlein

    hexlein

    03. December 2009 um 08:06

    Alice Sebold lässt uns durch ihren schonungslos offenen Bericht ihrer Vergewaltigung an ihren Erfahrungen teilhaben. Man erlebt an ihrer Seite die ganze Gefühlsbreite, alle Skepsis und Kritik ihrer Umwelt und muss miterleben, wie schwer es ist, trotz eines solchen Erlebnisses weiterzuleben. Ich habe eine kleine Vorstellung davon bekommen, wie einschneidend eine Vergewaltigung für das Opfer ist und das ganze Leben dadurch Veränderung erfährt. Nach diesem Buch brauchte ich erstmal eine Pause, nachdem ich es ausgelesen hatte. Obwohl ich nur die Leserin war, musste ich das "Erlebte" erst einmal verarbeiten.

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  • Rezension zu "Glück gehabt" von Alice Sebold

    Glück gehabt
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. June 2008 um 10:47

    Das Buch ist unheimlich intensiv und verlangt dem Leser einiges ab. Geschont wird er nicht - doch gerade das ist Anliegen der Autorin. Gerade die Vertreter der "selber schuld"-Fraktion sollten dieses Buch lesen. Ich habe mich mit dem Thema schon of auseinandergesetzt, dennoch hat dieser Bericht bei mir körperliches Unwohlsein hervorgerufen.

  • Rezension zu "Glück gehabt" von Alice Sebold

    Glück gehabt
    nic

    nic

    11. July 2007 um 06:23

    die beschreibung der vergewaltigung war für mich hart an der grenze, das buch wieder wegzulegen. mir war hundeelend, wie muss es da erst alice sebold ergangen sein?! vor allem muss man sich vorstellen, wie schlimm das "danach" ist. wie muss man sich fühlen bei der untersuchung im krankenhaus und bei der polizei, wenn die aussage über das verbrechen aufgenommen wird.....und wie erträgt man die blicke von den leuten, die von der vergewaltigung wissen? (so wie im buch- das ganze wohnheim wusste davon, als es gerade passiert war) wie oft müssen vergewaltigungsopfer sich anhören, dass sie vielleicht selbst die schuld tragen? weiter erzählt alice sebold von ihrer kindheit, der mutter, die an panikattacken leidet und zehn jahre lang alkoholikerin war, dem vater, der erfolg im beruf hat, aber nicht wirklich gefühle für seine frau und die töchter zeigt und von der schwester, die ernster, ruhiger und klüger ist als alice. alice sebold versucht, ihr leben wieder in den griff zu bekommen, eine zeit lang will es ihr nicht wirklich gelingen. sie hält sich in zwielichtigen kreisen auf, nimmt drogen und scheint immer mehr abzurutschen. ich hätte gerne gelesen, dass sie die vergewaltugung irgendwann verarbeitet hatte und nun wieder leben kann. das ist wohl utopie. das buch ist sehr hart, aber auf jeden fall zu empfehlen.

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