Alice Sebold In meinem Himmel

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Inhaltsangabe zu „In meinem Himmel“ von Alice Sebold

"Ich hieß Salmon, wie das englische Wort für Lachs; Vorname Susie. Ich war vierzehn, als ich am 6. Dezember 1973 ermordet wurde." So beginnt einer der Aufsehen erregendsten Romane der letzten Jahre: die Geschichte eines Mädchens, das nach seinem Tod aus dem Jenseits beobachtet, wie seine Familie mit dem Verlust umzugehen lernt. Susie wird vergewaltigt und ermordet. Ihre Leiche bleibt für immer verschwunden. Die Polizei ahnt, was mit dem Mädchen geschehen ist, und auch ihre Eltern müssen schließlich erkennen, dass sie ihre Tochter für immer verloren haben. Doch wie ist es zu erklären dass Susies kleiner Bruder Buckley meint, seine Schwester gesehen zu haben? Und wieso ist sich ihr Vater so sicher, ihre Anwesenheit zu spüren?

Eines dieser Bücher, das man gelesen haben muss!

— Svenjas_BookChallenges

Teilweise ist der Film besser als das Buch und einige Szenen vom Buch sind besser als der Film... eine tolle Story!

— WriteReadPassion

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    In meinem Himmel

    EmmaZecka

    02. February 2017 um 09:51

    Als ich das Hörbuch in die Hände bekam, hatte ich keine Ahnung, um was es in der Geschichte ging. Ich hatte weder den Film gesehen noch den Klappentext des Buches irgendwo gelesen. Schnell war klar, dass der Titel "in meinem Himmel" nicht sinnbildlich gemeint sein sollte, es also nicht um das "wegträumen" einer Protagonistin ging, sondern Susie innerhalb kürzester Zeit sterben sollte. Ich war gespannt, wie sich Alice Sebold den Himmel vorstellte, ob und wen Susie dort alles wiedertrifft und ob ihr Mörder gefasst wird. Susie begann ihre Familie und Freunde zu beobachten. Das Buch berichtet, nachdem Susie ermordet wurde, mehr von deren Schicksalen als von Susie selbst. Ihre Gefühle und Empfindungen werden zwar in manchen Passagen erwähnt, da sie schließlich die Ich-Erzählerin der Geschichte ist. Allerdings konzentrierte sich Alice Sebold mehr auf Susies Umfeld zu dem auch zwangsläufig ihr Mörder gehört. Bevor ich zu der Erklärung komme, warum das Buch nur die Hälfte der Punkte bekommen hat, möchte ich erst einmal erzählen, was mir an dem Hörbuch gefallen hat: Richtig schön fand ich die Charaktere. Da die Geschichte aus Susies Sicht erzählt wurde, bekamen wir hautnah mit, wie ihre Geschwister und Freunde erwachsen werden und wie ihre Eltern mit dem Tod ihrer Tochter umgingen. Die Entwicklung innerhalb des Buches fand ich einerseits sehr spannend, andererseits war sie an manchen Stellen etwas zu schnell und unlogisch für mich. Durch die "lange" Geschichte, konnte ich mich sehr gut in die Charaktere hineinversetzen und richtig mitschwingen. "In meinem Himmel" war mein zweites Hörbuch, dass von Anna Thalbach gelesen wurde. Auch diesen Charakteren gab sie ihr ganz eigenes Gesicht und an keiner Stelle bekam ich das Gefühl bei "Astas Tagebuch" gelandet zu sein. Nicht gut verknüpft fand ich die Handlungsstränge der Geschichte. Anfangs fand ich die verschiedenen Geschichten rund um Susies Freunde und Familie interessant. Irgendwann begann ich mich aber zu fragen, ob darauf noch etwas aufgebaut wird, oder ob sich das Buch mit der Frage beschäftigt, wie mit einem Schicksalsschlag umgegangen werden kann, was natürlich kein einfaches Thema ist. An vielen Stellen wäre aber mehr Spielraum für mehrere Handlungsstränge gewesen, die einfach nicht eingeleitet wurden. Das sorgte für meine Irritation. Susies "Besuche" bei ihrem Mörder verwirrten mich eher. Für mich war nicht klar zu erkennen, ob es zur Geschichte gehörte, dass er noch gefasst werden soll. Daher hatte ich Mühe, wenn ihm die Passagen gewidmet wurden, weil ich nicht wusste, was ich mit dem Wissen über ihn anfangen sollte. Auch wurde mir in der Geschichte zu wenig über "Susies Himmel", ihre Gefühle und Empfindungen berichtet. Ich hatte eigentlich mit einer ähnlichen Geschichte, wie bei "Anderswo" gerechnet. Dort hatte die Protagonistin zwar auch Probleme ihre Familie loszulassen, kam aber schileßlich im "Anderswo" an und begann dort Freunde zu finden. Hingegen beschäftigt sich "In meinem Himmel" nur mit der Verarbeitung des Schicksalsschlag. Ich hätte der deutschen Übersetzung daher einen anderen Namen gegeben.

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  • Ein wirklich besonderes Buch

    In meinem Himmel

    Svenjas_BookChallenges

    10. January 2017 um 18:21

    Geschichte und Erzälstil:Mit In meinem Himmel von Alice Sebold habe ich ein Buch noch einmal gelesen (bzw. gehört), das mich vor Jahren das erste Mal faszinierte und lange nicht losließ. In meinem Himmel ist fast schon ein moderner Klassiker, der 2009 mit Saoirse Ronan, Mark Wahlberg, Stanley Tucci und Susan Sarandon in den Hauptrollen von Peter Jackson verfilmt wurde und spätestens seitdem polarisiert. Und die ersten beiden Sätze des Buches lassen einem auch direkt das Blut in den Adern gefrieren:"Mein Nachname war Salmon, also Lachs, wie der Fisch; Vorname Susie. Ich war vierzehn, als ich am 6. Dezember 1973 ermordet wurde." Dass die junge Protagonistin gleich zu Beginn eines Romans ermordet wird, ist ungewöhnlich. Dass der Ermordung eine brutale Vergewaltigung vorausgeht und diese auch noch in übelerregender Detailgenauigkeit aus der Sicht des Opfers geschildert wird - das ist vermutlich skandalös. Zart besaitet darf man auf jeden Fall nicht sein, denn Alice Sebolds Sprache ist schockierend authentisch, klar und an so mancher Stelle auch ziemlich hart. Sie beschönigt nichts und bildet in einer schonungslosen Art und Weise ein furchtbares Gewaltverbrechen und dessen Folgen für das Opfer und die Familie ab - und genau das ist es, was ich an Sebold als Autorin so faszinierend finde. Und was mich auch den Roman jahrelang nicht vergessen ließ.Über den ersten Schock tröstet den Leser zumindest hinweg, dass Susie nach ihrem Tod wenn nicht an einem besseren, dann zumindest an einem wunderschönen, fast schon magischen Ort ist. Ihr privater Himmel ist eine Welt, in der so gut wie alles möglich ist und in der sie sich fast genauso wohlfühlt wie auf der Erde - wenn ihre Familie nicht wäre, die sie von oben herab beobachtet. Denn In meinem Himmel ist weder ein Fantasyroman noch ein Thriller, sondern eher ein äußerst gewagtes Gedankenspiel. Sebold bietet hier eine mögliche Antwort auf die Frage, was mit Menschen nach ihrem Tod passiert und wie es ihnen angesichts der Verzweiflung ihrer Angehörigen geht. Für Susie nämlich ist nicht unbedingt ihr eigener Tod das Schlimmste, sondern das tiefe Loch, das er in den Herzen ihrer Eltern und Geschwister hinterlassen hat. Und in dem des Jungen, der in sie verliebt war.Deswegen nimmt die Beschreibung des "Dazwischen" - dem Ort zwischen Himmel und Erde - in Sebolds Roman nach dem Leben der Zurückgelassenen auch eher eine Nebenrolle ein. Wer also eine fantastische, vielleicht mystisch angehauchte Leben-nach-dem-Tod-Geschichte erwartet, ist hier definitiv fehl am Platz. Dafür ist Susies Blick auf die Erde und ihre Familie unglaublich berührend und es tut einem in der Seele weh, zu beobachten, wie die Salmons allmählich auseinanderdriften, während Mr. Harvey (Susies Mörder) unbehelligt weiterlebt. Mich hat die Geschichte auch beim zweiten Mal sehr bewegt und mitgenommen - wie gesagt, Sebold schont den Leser nicht, aber sie hat einen besonderen Blick auf die Dinge und den gebt sie an ihre Protagonistin Susie weiter. Ein Mädchen, das man als Leser in jeglicher Hinsicht bewundert. Am Ende gibt es übrigens doch ein paar Fantasyelemente, aber sie sind so geschickt in die Geschichte eingebaut, dass man sie als absolut natürlich und logisch empfindet. Lasst euch überraschen!Das einzige, was man mich (in Bezug auf das Hörbuch) gestört hat, ist, dass Sebold beim Erzählen immer wieder zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft hin und her springt. Ich glaube, beim Buch hat mich das gar nicht gestört, aber bei der Hörbuchfassung bekommt man nicht immer gleich mit, wo auf der Zeitlinie Susie gerade ist und so ist die Handlung bisweilen etwas durcheinandergewürfelt. Aber ansonsten muss ich sagen: In meinem Himmel war wieder ein Erlebnis der grausamen, schmerzhaften, traurigen, aber auch der wunderbaren, hoffnungsvollen und bewegenden Art.Sprecher:Gelesen wird In meinem Himmel von der deutschen Schauspielerin Anna Thalbach, die ich schon von manch anderer Vertonung kenne. Anna Thalbach hat eine ziemlich außergewöhnliche Stimme und sie legt unglaublich viele Emotionen in jedes einzelne Wort. Für mich hat sie Susie Leben eingehaucht und ihre tiefe Traurigkeit, ihre Wut, ihre Verzweiflung einfach mitreißend zum Ausdruck gebracht.Mein Fazit:Auch nach der zweiten Lektüre bleibt In meinem Himmel von Alice eines meiner Lieblingsbücher - weil es so außergewöhnlich, so kontrovers, so schockierend und doch so berührend ist. Meiner Meinung nach ist Sebold mit diesem Roman ein Meisterwerk gelungen und Anna Thalbach versteht es fantastisch, ihre mutige Protagonistin Susie zum Leben zu erwecken. Klare Empfehlung: Das ist eines dieser Bücher, die man unbedingt gelesen haben muss.

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  • Rezension zu "In meinem Himmel" von Alice Sebold

    In meinem Himmel

    roseF

    21. March 2008 um 17:52

    In diesem traurigen Hörbuch ist die Protaginistin, die vergewaltigte und anschließend ermordete 14-Jährige Susie, bereits im Himmel und beobachtet nun einige Jahre lang ihre Famillie und Freunde, die versuchen mit ihrem Verlust umzugehen. Die Geschichte wird sehr berührend und gefühlvoll von Anna Thalbach erzählt . Die kleine Susie wächst einem schnell ans Herz und man möchte die ganze Zeit nur weinen.

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