Alice Walker

 4,1 Sterne bei 385 Bewertungen
Autor von Die Farbe Lila, The Color Purple und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Alice Walker

Alice Walker wurde 1944 in Eatonton, Georgia geboren. Sie ist eine der renommiertesten amerikanischen Autorinnen, ihre Werke haben sich weltweit über fünfzehn Millionen Mal verkauft. Ihr bekanntester Roman, Die Farbe Lila, erschien 1982, wurde mit dem Pulitzer-Preis und dem National Book Award ausgezeichnet und von Steven Spielberg mit Whoopi Goldberg in der Hauptrolle verfilmt.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Alice Walker

Cover des Buches Die Farbe Lila (ISBN: 9783945386125)

Die Farbe Lila

 (308)
Erschienen am 01.10.2015
Cover des Buches Die Farbe Lila (ISBN: 9783753000091)

Die Farbe Lila

 (7)
Erschienen am 23.11.2021
Cover des Buches Roselily (ISBN: 9783888974229)

Roselily

 (2)
Erschienen am 03.02.2006
Cover des Buches Blicke vom Tigerrücken (ISBN: 9783499220982)

Blicke vom Tigerrücken

 (0)
Erschienen am 01.01.1996
Cover des Buches Im Tempel meines Herzens (ISBN: B00205D7EE)

Im Tempel meines Herzens

 (0)
Erschienen am 01.01.1992
Cover des Buches The Color Purple (ISBN: 9781780228716)

The Color Purple

 (45)
Erschienen am 05.06.2014

Neue Rezensionen zu Alice Walker

Cover des Buches Die Farbe Lila (ISBN: 9783753000091)PoldisHoerspielseites avatar

Rezension zu "Die Farbe Lila" von Alice Walker

Die Farbe Lila (Alice Walker) - Neuübersetzung 2021
PoldisHoerspielseitevor 7 Monaten

Nach dem Tod ihrer Mutter beginnt Celie, Briefe an Gott zu schreiben und vertraut ihm allein ihr Leid an: Wie sie in den Südstaaten der USA wegen ihrer Hautfarbe unterdrückt wird, wie sie ihrem Vater sie nicht nur im Haushalt die Frau ersetzen soll, wie sie von ihm schwanger wird und die Kinder abgeben muss. Aber auch, wie ihr Vater sie in eine Ehe mit einem fremden Mann zwingt, der ihrem Martyrium aber keinesfalls ein Ende setzt…

Mit „Die Farbe Lila“ ist der US-amerikanischen Autorin Alice Walker im Jahr 1982 ein Meisterwerk gelungen, welches natürlich auch durch die bekannte Verfilmung mit Whoopie Goldberg in der Hauptrolle an Popularität hinzugewonnen hat. Nun ist eine Neuübersetzung des Textes gelungen, der sich einigen sprachlichen Aspekten auf andere Weise nähert und versucht, die Eigenheiten des Black American English zu integrieren. Aus meiner Sicht ist das hervorragend gelungen, zumal nicht versucht wurde, mit dem Brecheisen eine andere Ästhetik zu schaffen. Das wirkt alles glaubhaft, einfühlsam und ist mit seiner etwas kindlichen Sprache nahe an der zunächst 14-jährigen Hauptfigur, man merkt aber im Laufe des Romans aber auch eine Entwicklung zu einem älteren Selbst der Erzählerin. Das wirkt sehr rund, geschliffen und präsent.

Und obwohl die Geschichte von Gewalt, auch sexualisierter, Unterdrückung und Ohnmacht handelt, spielen sich die Grausamkeiten eher im Kopf des Lesers ab. Allzu heftige Sequenzen oder genaue Beschreibungen sind nicht vorhanden – diese braucht es aber auch nicht, um den Schrecken lebendig und nahbar zu machen. Die Entwicklung des Romans ist recht langsam, sodass man die verschiedenen Schritte gut nachvollziehen kann und sehr nahe an den Charakteren ist. Die Stimmung ist dicht, auch wegen der ungewöhnlichen, aber sehr passenden Briefform an Gott. Das verleiht noch einmal ganz andere Aspekte, da Celie sich vollkommen öffnen kann und nichts verbirgt.

„Die Farbe Lila“ ist berührend, schrecklich und emotional zugleich. Sie thematisiert Diskriminierung und Unterdrückung in ganz unterschiedlichen Facetten, zeigt aber auch den Weg einer Frau, die nur langsam innere Stärke findet. Die Briefform an Gott ist ungewöhnlich, erlaubt aber ganz eigene Stimmungen und Ebenen. Immer noch äußerst lesenswert – auch in der einfühlsamen Neuübersetzung.   

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Cover des Buches Die Farbe Lila (ISBN: 9783753000091)skiaddict7s avatar

Rezension zu "Die Farbe Lila" von Alice Walker

Traurig und wunderschön
skiaddict7vor 7 Monaten

"Ich red so viel, dass ich ganz heiser werd. Warum willst du so viel über Nettie wissen? frag ich. 

Weil sie die Einzige ist, die du je geliebt hast, sagt sie, ausser mir."


Ich muss zugeben dass ich "Die Farbe Lila" von Alice Walker nicht kannte, obwohl es sich um einen Klassiker handelt. Im Ecco Verlag ist nun eine neue Übersetzung von Cornelia Holfelder Von Der Tann erschienen. Da ich das Buch als Ebook gelesen habe, kann ich zu der Aufmachung nicht allzu viel sagen. Das Cover gefällt mir jedoch sehr. 


Celie wächst als junge Schwarze in den Südstaaten der USA im Bundesstaat Georgia in ärmlichen Verhältnissen auf. Sie wird vom Vater immer wieder vergewaltigt, woraus auch zwei Kinder hervorgehen. Die Mutter stirbt früh. Der Vater bringt Celies Kinder weg. Was mit den Kindern passiert ist, weiss sie nicht. Celie wird schliesslich mit Mr. ___ verheiratet, den sie nie beim Namen nennt. Durch die Hochzeit verliert sie Schwester Nettie aus den Augen. Fortan wird sie von Mr. ___ misshandelt und kümmert sich um dessen Kinder, ein freudloses Leben. Bis Mr. ___ eines Tages seine erkrankte Geliebte Shug  Avery mit nach Hause bringt. Die beiden Frauen finden zueinander, und fortan gibt es in Celies Leben auch Positives. 


Das Buch ist in Briefform geschrieben. Celie schreibt erst an Gott, später an ihre Schwester Nettie. Das Buch hat mich voll in seinen Bann gezogen, ich wollte es nicht mehr weglegen. "Die Farbe Lila" ist nach wie vor ein Klassiker und behandelt viele wichtige Themen: Rassismus, Feminismus, sexuelle und häusliche Gewalt, LGBT, Freundschaft und vieles mehr. Ein Buch, das ich nur wärmstens empfehlen kann.

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Cover des Buches Die Farbe Lila (ISBN: 9783753000091)N

Rezension zu "Die Farbe Lila" von Alice Walker

Umwerfend
Nadezhdavor 9 Monaten

                                                                                     

Ich habe diesen Roman rund um mehrere Schwarze Familien in den Südstaaten der USA sowie in einem fiktiven Land in Westafrika zum sechsten oder siebten Mal in meinem Leben gelesen, und die Geschichte hat mich wieder genauso atemlos mitfiebern lassen wie beim ersten Mal. Wuchtig und zart, heiß und eiskalt und alle Facetten dazwischen, umreißt Alice Walker mit manchmal nur wenigen Sätzen ganze Jahre an unfassbaren Erfahrungen von Rassismus, familiärer Gewalt und Unterdrückung, jedoch auch großzügig verschenkter Liebe und Solidarität - und man meint, man wäre jeden Moment dabei gewesen, so schmerzhaft nah lässt sie einen an die Figuren herankommen.

Diese Intensität an Gefühlen hat mich ebenso beeindruckt wie die Entwicklungen der Figuren und Beziehungen: viele Erkenntnisse sind schmerzhaft, aber Menschlichkeit ist möglich, wenn man die Leute um sich herum, die Gegebenheiten und Chancen als das wahrnimmt, was sie sind. Wenn man realisiert, wann man verzeihen oder wann sich lösen sollte. Wenn man Neuanfänge wagt.

Die neue, auf diskriminierende Begriffe verzichtende Übersetzung von Cornelia Holfelder-von der Tann hat mir sehr gut gefallen.

                        

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