Alice Walker

 4,1 Sterne bei 371 Bewertungen
Autor von Die Farbe Lila, The Color Purple und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Alice Walker

Alice Walker wurde 1944 in Eatonton, Georgia geboren. Sie ist eine der renommiertesten amerikanischen Autorinnen, ihre Werke haben sich weltweit über fünfzehn Millionen Mal verkauft. Ihr bekanntester Roman, Die Farbe Lila, erschien 1983, wurde mit dem Pulitzer-Preis und dem National Book Award ausgezeichnet und von Steven Spielberg mit Whoopy Goldberg in der Hauptrolle verfilmt.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Alice Walker

Cover des Buches Die Farbe Lila (ISBN: 9783945386125)

Die Farbe Lila

 (305)
Erschienen am 01.10.2015
Cover des Buches Roselily (ISBN: 9783888974229)

Roselily

 (2)
Erschienen am 03.02.2006
Cover des Buches Im Tempel meines Herzens (ISBN: B00205D7EE)

Im Tempel meines Herzens

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Erschienen am 01.01.1992
Cover des Buches Blicke vom Tigerrücken (ISBN: 9783499220982)

Blicke vom Tigerrücken

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Erschienen am 01.01.1996
Cover des Buches Die Farbe Lila (ISBN: 9783753000091)

Die Farbe Lila

 (0)
Erscheint am 23.11.2021

Neue Rezensionen zu Alice Walker

Cover des Buches Die Farbe Lila (ISBN: 9783945386125)

Rezension zu "Die Farbe Lila" von Alice Walker

Berührend und belastend
Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Monaten

Alice Walkers Briefroman "Die Farbe Lila" ist sicher keine leichte Lektüre. Allerdings hat es mich gerade wegen dieser Schonungslosigkeit sehr, sehr schockiert und berührt. 

Die junge, in den Südstaaten aufwachsende Celie wird von einem Mann, den sie Vater nannte, vergewaltigt, geschunden und an einen anderen Mann verkauft, den sie in all ihren Briefen ehrfürchtig "Mr. ..." nennt. Als dieser ihr auch noch den Kontakt zu ihrer Schwester Nettie unmöglich macht, indem er sie vertreibt und alle ihre Briefe einbehält, verzweifelt Celie voll und ganz. Sie hat niemanden mehr, dem sie vertrauen kann, ist die Sklavin eines brutalen weißen Mannes, muss für ihn schuften und gebären und ist furchtbar einsam. Bis zu dem Tag, an dem die aufsehenerregende Shug auftaucht: Alles verändert sich, als die schillerende, elegante, willenstarke und eindrucksvolle Sängerin das Haus betritt. 

Celie verliebt sich unsterblich in Shug und empfängt ihre Liebe und Hilfsbereitschaft zurück. Mit ihr zusammen befreit sie sich von ihrer Knechtschaft, die sich Ehe nennt, versucht auf eigenen Beinen zu stehen und findet auch die Briefe von Nettie, die Mr. ... ihr vorenthalten hat. Ihre Erzählungen offenbaren eine vollkommen andere Welt und so muss Celie sich auch mit ihrer leiderfüllten Vergangenheit immer wieder auseinandersetzen.

"Die Farbe Lila" war durch das Briefromanformat etwas anstrengend zu lesen, allerdings gewann die Geschichte somit auch an Authentizität. Celies geringe Literarisierung lässt sich beispielsweise durch ihren Stil und Jargon erkennen, während Netties Briefe deutlich flüssiger und verständlicher geschrieben sind. Über allem stehen die starken Bande der unerschütterlichen Geschwisterliebe zwischen Celie und Nettie, wodurch der Roman wirklich schön zu lesen war. Alles in allem hat mich die Auseinandersetzung mit den Thematiken Rassismus, Sklaverei, Kultureigentum und Kolonialismus, die durch diese Geschichte angeregt wird, sehr interessiert, bereichert und berührt, weshalb ich diesen Roman von Herzen weiterempfehlen kann!

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Cover des Buches Die Farbe Lila (ISBN: 9783945386125)Krimifee86s avatar

Rezension zu "Die Farbe Lila" von Alice Walker

Die Farbe Lila von Alice Walker
Krimifee86vor einem Jahr

Celie hat kein schönes Leben: Vom Vater missbraucht und vergewaltigt, verscherbelt an einen Mann den sie nicht liebt mit Stiefkindern, die sie hassen. Ihre Schwester ist verschwunden und ihre beiden eigenen Kinder musste sie abgeben. Doch dann kommt die Sängerin Shug in ihr Leben und so langsam blüht Celie auf und merkt, dass in ihr viel mehr steckt, als sie je gedacht hat. 

 

Wenn ich es richtig verstehe, basiert das Buch auf einer wahren Geschichte, was es für mich in gewisser Weise irgendwie noch krasser macht. Und irgendwie nahbarer. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich noch nie so richtig damit beschäftigt habe, wie es den Schwarzen in den USA in den Kriegsjahren ging und schon gar nicht der absoluten Unterschicht. Ich hoffe, dass das jetzt nicht arrogant klingt, so ist es nicht gemeint. 

 

Naja. Jedenfalls muss man sich in diesem Buch erst einmal an vieles gewöhnen. Vor allem an die Sprache, denn die ist einfach aus Celies Seele, so wie sie halt auch spricht, frei Schnauze. Und ich persönlich habe das echt geliebt. Ich fand es total sympathisch und das hat das Ganze für mich auch irgendwie noch realer und greifbarer gemacht.

Auch die Charaktere fand ich toll. Celie sowieso, weil sie so eine tolle Frau ist und es leider selber nicht weiß. Aber auch Sofia fand ich einfach nur großartig, ebenfalls eine unglaublich starke Frau, die ich sehr dafür bewundere, wie sie ihr Leben gestaltet hat. Nicht so sehr mochte ich leider Shug, mit der ich nicht warm geworden bin. Auch der ganze Teil rund um Nettie in Afrika konnte mich leider nicht so überzeugen, das wirkte irgendwie alles zu fern. Dafür mochte ich aber die Entwicklung von Mister und Harpo. Manchmal dauert es halt, bis man entdeckt, was für ein guter Mensch man eigentlich ist und die Beiden haben dafür echt gebraucht, waren aber am Ende wirklich sympathisch.

 

Alles in allem muss ich einfach sagen, dass mir dieses Buch wahnsinnig gut gefallen hat und ich vergebe gerne 8 Sternchen und eine unbedingte Leseempfehlung. 

 

Mehr von mir zu den Themen Bücher, Bullet Journal, Essen, Reisen, Fotos, Disney, Harry Potter und noch vieles mehr gibt es unter: https://www.facebook.com/TaesschenTee/

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Cover des Buches The Color Purple (ISBN: 0156031825)ichundelaines avatar

Rezension zu "The Color Purple" von Alice Walker

Grausam, brutal, traurig!
ichundelainevor 4 Jahren

Was für ein todtrauriges, schlimmes Buch! Das Schicksal der Protagonistin Celi, die hier Briefe (zunächst an Gott, dann an ihre verschollene Schwester) schreibt, hat mir beim Lesen teilweise fast das Herz zerrissen. Celi wächst zur Zeit der Segregation (Rassentrennung) als Afro-Amerikanerin irgendwo im Süden der USA in einer ländlichen Gegend auf und schon früh wird ihr Leben von Schmerz und Gewalt regiert. Nach dem Tod der Mutter wird sie vom Stiefvater vergewaltigt, bringt zwei Kinder auf die Welt, die ihr beide genommen und verkauft werden. Als der Stiefvater sie satt hat, verheiratet er sie an irgendeinen Trampel, der es eigentlich auf ihre Schwester abgesehen hat. Dort ergeht es ihr auch um keinen Deut besser: missbraucht als billige Arbeitskraft, Ersatzmutter für seine Kinder und Triebabfuhrstation, steht sie auch hier wieder unter der Knute von arbeitsscheuen, eitlern, gewalttätigen Männern. 

Ihr Leben verläuft trostlos bis Shug Avery in ihr Leben tritt. Shug ist unkonventionell, lässt sich von niemandem, schon gar nicht von einem Mann etwas sagen und eröffnet Celi eine völlig neue Welt. 

Nachdem Celi ihren Glauben an Gott verloren hat, richten sich ihre Briefe an ihre Schwester, die sehr ambitioniert ist und so viel Bildung wie nur möglich in sich aufsaugen will. Sie ist für Celi, neben Shug, der wichtigste Mensch in ihrem Leben, weshalb es für sie doppelt schlimm ist, als ihr Mann ihr den Kontakt mit ihr untersagt und diese als Missionarin nach Afrika fährt.

Ein teilweise wirklich schwer zu ertragender Briefroman über das Schicksal afro-amerikanischer Frauen, die nicht nur wegen ihrer Hautfarbe sondern auch ihres Geschlechts wegen mehr als mies behandelt werden. Doch nicht alles ist dunkel, es gibt auch einige Hoffnungsschimmer und einer davon ist die herrlich exzentrische Shug, die alle nach ihrer Pfeife tanzen lässt.

Einziger Minuspunkt ist für mich, dass das Ganze zum Großteil in Ebonics geschrieben wurde, was mich dezent genervt hat. Git statt get/got und ast statt ask waren einige der Dinge, die mich beim Lesen absolut wahnsinnig gemacht haben, aber ich habe generell ein Mundart-Problem und bekomme schon die Motten, wenn in einem Buch irgendwer Bayrisch spricht/schreibt.





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