Alice Walker

 4.1 Sterne bei 348 Bewertungen
Autor von Die Farbe Lila, The Color Purple und weiteren Büchern.

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Die Farbe Lila

Die Farbe Lila

 (288)
Erschienen am 01.10.2015
Roselily

Roselily

 (2)
Erschienen am 03.02.2006
Blicke vom Tigerrücken

Blicke vom Tigerrücken

 (0)
Erschienen am 01.01.1996
Im Tempel meines Herzens

Im Tempel meines Herzens

 (0)
Erschienen am 01.01.1992

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ichundelaines avatar

Rezension zu "The Color Purple" von Alice Walker

Grausam, brutal, traurig!
ichundelainevor einem Jahr

Was für ein todtrauriges, schlimmes Buch! Das Schicksal der Protagonistin Celi, die hier Briefe (zunächst an Gott, dann an ihre verschollene Schwester) schreibt, hat mir beim Lesen teilweise fast das Herz zerrissen. Celi wächst zur Zeit der Segregation (Rassentrennung) als Afro-Amerikanerin irgendwo im Süden der USA in einer ländlichen Gegend auf und schon früh wird ihr Leben von Schmerz und Gewalt regiert. Nach dem Tod der Mutter wird sie vom Stiefvater vergewaltigt, bringt zwei Kinder auf die Welt, die ihr beide genommen und verkauft werden. Als der Stiefvater sie satt hat, verheiratet er sie an irgendeinen Trampel, der es eigentlich auf ihre Schwester abgesehen hat. Dort ergeht es ihr auch um keinen Deut besser: missbraucht als billige Arbeitskraft, Ersatzmutter für seine Kinder und Triebabfuhrstation, steht sie auch hier wieder unter der Knute von arbeitsscheuen, eitlern, gewalttätigen Männern. 

Ihr Leben verläuft trostlos bis Shug Avery in ihr Leben tritt. Shug ist unkonventionell, lässt sich von niemandem, schon gar nicht von einem Mann etwas sagen und eröffnet Celi eine völlig neue Welt. 

Nachdem Celi ihren Glauben an Gott verloren hat, richten sich ihre Briefe an ihre Schwester, die sehr ambitioniert ist und so viel Bildung wie nur möglich in sich aufsaugen will. Sie ist für Celi, neben Shug, der wichtigste Mensch in ihrem Leben, weshalb es für sie doppelt schlimm ist, als ihr Mann ihr den Kontakt mit ihr untersagt und diese als Missionarin nach Afrika fährt.

Ein teilweise wirklich schwer zu ertragender Briefroman über das Schicksal afro-amerikanischer Frauen, die nicht nur wegen ihrer Hautfarbe sondern auch ihres Geschlechts wegen mehr als mies behandelt werden. Doch nicht alles ist dunkel, es gibt auch einige Hoffnungsschimmer und einer davon ist die herrlich exzentrische Shug, die alle nach ihrer Pfeife tanzen lässt.

Einziger Minuspunkt ist für mich, dass das Ganze zum Großteil in Ebonics geschrieben wurde, was mich dezent genervt hat. Git statt get/got und ast statt ask waren einige der Dinge, die mich beim Lesen absolut wahnsinnig gemacht haben, aber ich habe generell ein Mundart-Problem und bekomme schon die Motten, wenn in einem Buch irgendwer Bayrisch spricht/schreibt.





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Mrs-Jasmines avatar

Rezension zu "Die Farbe Lila" von Alice Walker

Muss dieses Buch unbedingt nochmal lesen
Mrs-Jasminevor 2 Jahren

War 16 als ich es das erste mal gelesen habe, hab mir danach auch gleich den Film angesehen. Beides war einfach unfassbar real und ehrlich. Ich weiß auch daß ich jetzt nach sovielen Jahren, das Buch unbedingt nochmal lesen sollte! Ich bin mir sicher ich würde es mit ganz anderen Augen lesen, hat sich ja auch mein Horizont und die Sichtweise aufs Leben geändert! Ich kann diese Buch nur jedem empfehlen! War der Film schon bewegend, aber das Buch ist absolut lesenswert!

Kommentare: 4
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Mrs_Nanny_Oggs avatar

Rezension zu "Die Farbe Lila" von Alice Walker

Von Frauen, Männern und Hosen
Mrs_Nanny_Oggvor 2 Jahren

Ich habe Alice Walkers wunderbaren Entwicklungsroman einer farbigen Frau schon kurz nach der deutschen Erstveröffentlichung gelesen - damals mit ganz anderen Augen als heute! Wieviel kraftvoller erschien er mir beim zweiten Lesen, wieviele Dinge fielen mir auf, die mir damals aus Mangel an Erfahrung verschlossen blieben!

Die Farbe Lila ist ein wichtiger Frauenroman. Die Protagonistin Celie bekommt von Anfang eine eigene Stimme, denn sie schreibt Briefe über ihr Leben an Gott. Und sie hat eine Menge zu erzählen: Vom Stiefvater sexuell missbraucht, ihrer zwei Kinder beraubt und schließlich mit einem Mann zwangsverheiratet, der sie nicht liebt und den sie nur Mr. ... nennt. Ihr einziger Trost ist ihre kluge Schwester Nettie, von der sie aber getrennt wird und von der sie lange Zeit glaubt, sie sei tot. Ihr Leben erfährt eine neue Wendung durch das Auftauchen der glamourösen Shug Avery, einer schwarzen Sängerin. Sie ist die große Liebe von Mr....Celie empfindet mit der Zeit eine tiefe  Zuneigung und Liebe für diese Frau, mit deren Hilfe es ihr auch gelingt, sich aus ihrem dunklen, lieblosen Leben freizukämpfen und eine eigene Zukunft zu entwerfen. Ergänzt werden die Briefe an Gott, durch Briefe, die ihre Schwester Nettie ihr als Missionarin aus Afrika schreibt. Denn auf ihrer Flucht ist sie von einem netten Missionarspaar aufgenommen worden, die zufällig Celies Kinder adoptiert hatte.

Die Sprache (black english) ist nicht nur eine Herausforderung für die Übersetzung, sondern auch für die Leserin oder den Leser. Nicht alles ist gleich erschließbar, fast erholsam sind die Passagen, in denen Nettie von ihrem Leben in Afrika in klarer Sprache erzählt.

Dieser Roman sollte wirklich nicht nur einmal gelesen werden - und zwar nicht nur von Frauen.

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