Alicia Giménez-Bartlett

 3,9 Sterne bei 164 Bewertungen
Autorin von Gefährliche Riten, Hundstage und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Alicia Giménez-Bartlett

Alicia Giménez-Bartlett wurde 1951 in Almansa, Spanien geboren. An der Universität Valencia studierte sie Philologie und promovierte in spanischer Literatur an der Universität in Barcelona. Besonders erfolgreich ist sie mit ihren Kriminalromanen um die Inspectora Petra Delicado und dem Subinspector Fermín Garzón. Ihre Krimi-Reihe wurde 1999 als Fernsehserie verfilmt. Alicia Giménez-Bartlett lebt seit 1975 in Barcelona.

Alle Bücher von Alicia Giménez-Bartlett

Cover des Buches Gefährliche Riten (ISBN: 9783404921522)

Gefährliche Riten

 (37)
Erschienen am 01.01.2004
Cover des Buches Hundstage (ISBN: 9783404921621)

Hundstage

 (27)
Erschienen am 01.08.2004
Cover des Buches Tote aus Papier (ISBN: 9783404921805)

Tote aus Papier

 (21)
Erschienen am 19.04.2005
Cover des Buches Boten der Finsternis (ISBN: 9783404921720)

Boten der Finsternis

 (18)
Erschienen am 14.12.2004
Cover des Buches Piranhas im Paradies (ISBN: 9783404267682)

Piranhas im Paradies

 (13)
Erschienen am 04.02.2008
Cover des Buches Das süße Lied des Todes (ISBN: 9783404923120)

Das süße Lied des Todes

 (12)
Erschienen am 13.01.2009
Cover des Buches Samariter ohne Herz (ISBN: 9783404922468)

Samariter ohne Herz

 (12)
Erschienen am 13.03.2007
Cover des Buches Die stumme Braut (ISBN: 9783492272056)

Die stumme Braut

 (8)
Erschienen am 01.08.2011

Neue Rezensionen zu Alicia Giménez-Bartlett

Cover des Buches Die stumme Braut (ISBN: 9783492272056)
Josseles avatar

Rezension zu "Die stumme Braut" von Alicia Giménez-Bartlett

Ordentlicher, leicht durchwachsener Abschluss einer Reihe
Josselevor 5 Monaten

Der Roman erschien auf Spanisch 2009 unter dem Titel „El Silencio de los Claustros“. Es ist der achte Fall für Inspectora Petra Delicado und Subinspector Fermín Garzón, wenn man von einer zwischendurch erschienenen Kurzgeschichtensammlung absieht. Im Spanischen existieren noch zwei weitere Bände, die aber nicht mehr übersetzt wurden. Die Polizei wird in ein Kloster gerufen. Dort liegt ein ermordeter Mönch, der an der Restaurierung einer Mumie gearbeitet hat, die verschwunden ist. Petra Delicado, die eigenwillige Inspectora aus Barcelona und ihr kongenialer Partner Fermín Garzón übernehmen die Ermittlungen.

Die Dialoge zwischen Petra und Fermín einerseits und Petra und Marcos andererseits wirken teilweise sehr hölzern und unnatürlich, sie erinnern mich ein wenig an Band 1 dieser Reihe, wo der Konflikt zwischen Petra und Fermín gekünstelt wirkte. Das Geschick der Autorin, enorm spritzige Dialoge zu formulieren, blitzt nicht so oft auf, wie es der Leser aus anderen Bänden der Reihe gewohnt ist, auch wenn wieder das eine oder andere Highlight dabei ist. Eines möchte ich zitieren, Fermín im telefonischen Dialog mit Petra: „Inspectora, wenn Sie mich nichts fragen, weiß ich nicht, was ich noch sagen soll. Sagen Sie doch was.“ – „Die können mich mal.“ – „Wer?“ – „Alle.“ – „Das ist eine Grundsatzerklärung, aber aus einem praktischen Blickwinkel?“ – „Wir machen unsere Arbeit weiter wie bisher.“ – „Und wenn wir auf der Titelseite landen?“ – „Gehe ich zum Friseur, um anständig auszusehen.“ – „Gut“, lautete sein knapper Kommentar. „Kommen Sie jetzt ins Kommissariat?“ – „Sobald ich es schaffe, aufzustehen.“ – „Gut“, wiederholte er ernst. Und legte auf. (Piper Tb, August 2011, S. 327)

Gut gelungen finde ich die Einbindung eines historischen Ereignisses, der sogenannten „Tragischen Woche“ in Katalonien, in die Handlung. Das hat mich animiert, Hintergründe zu den damaligen Geschehnissen zu recherchieren.

Ein schöner Spruch von Fermín Garzón aus der Reihe geglückte Formulierungen: „Hat dir niemand beigebracht, dass ein Vorgesetzter niemals Kaffee trinkt, wenn ein ranghöherer Vorgesetzter nach ihm fragt?“ (ebd., S. 100)

Leider kommt der Roman nicht ohne logische Fehler aus: So erzählen Petras Stiefkinder ihr unter der Woche, dass sie am Wochenende wegen eines Ausflugs nicht da sein werden (ebd., S. 92), um am Samstag dann doch da zu sein (ebd., S. 118). Überhaupt sind die Kinder, die angeblich nur am Wochenende anwesend sind, fast ständig da und die diesbezüglichen Abschnitte des Romans deutlich zu zahlreich und deutlich zu überspannt.

Die Auflösung des Falls ist sehr originell, aber in sich logisch, wenn auch bezüglich der Beeinflussung anderer Menschen aus meiner Sicht etwas wirklichkeitsfern. Wenn man die Möglichkeit einer solchen Beeinflussung jedoch annimmt, dann ist die Auflösung sauber und absolut logisch. An der Stelle möchte ich auch positiv hervorheben, dass die Autorin Ermittlungen der Polizei in die falsche Richtung ausführlich schildert, was der Realitätsnähe des Romans guttut. 

Es handelt sich höchstwahrscheinlich um den letzten Roman dieser Reihe, den ich lesen werde, da die beiden folgenden - jedenfalls bisher - nicht mehr übersetzt wurden. Nicht der Beste der Reihe zum Schluss, aber ein unterhaltsamer, ordentlicher Krimi allemal. Ich würde vorhandenen Bände auf jeden Fall lesen, wenn sie denn übersetzt würden. Drei Sterne.

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Cover des Buches Stimme des Blutes (ISBN: 9783404922987)
Josseles avatar

Rezension zu "Stimme des Blutes" von Alicia Giménez-Bartlett

Misslungene Kurzkrimis
Josselevor 2 Jahren

Diese vier kurzen Kriminalerzählungen, die in Spanien wohl zuerst in der Zeitung El Mundo veröffentlicht wurden und in Deutschland erstmals 2008 in Buchform erschienen sind, ermöglichen dem Leser zwar ein Wiedersehen mit den bekannten Ermittlern Petra Delicado und Fermín Garzón, sind aber dennoch eine Enttäuschung. Zwar necken und lieben sich die die beiden in der aus den Romanen gewohnten Art und Weise, aber diesmal wirkt es reichlich hölzern.

Die Kriminalfälle an sich und deren Auflösung wirken an den Haaren herbeigezogen. Ich kann mich des Eindruck nicht erwehren, dass es sich um Szenarien für jeweils einen Roman handelt, zu dessen Fertigstellung es nie gekommen ist und die dann anderweitig verwertet wurden.


 Ich halte es generell für schwierig, kriminalistische Handlungen in dieser kurzen Erzählform qualitativ hochwertig zu verfassen. Dieses Buch bestätigt diesen Eindruck. Missglückt, ein Stern.

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Cover des Buches Das süße Lied des Todes (ISBN: 9783785715925)
Josseles avatar

Rezension zu "Das süße Lied des Todes" von Alicia Giménez-Bartlett

Humorvoller literarischer Krimi
Josselevor 2 Jahren

Es handelt sich um den siebten Band der Reihe um Inspectora Petra Delicado und den Subinspector Fermín Garzón.


Petra wird in einem Kaufhaus während eines Toilettengangs die Handtasche gestohlen und zwar von einem kleinen Mädchen. Nicht genug damit, dass sie deswegen das  Gespött der Kollegen ertragen muss, werden kurz hintereinander zwei Menschen mit dieser Waffe erschossen. Und schnell wird klar, dass Kinderpornographie in dem Fall eine entscheidende Rolle spielt.


Wie immer bei Gimenez Bartlett entwickelt sich der Kriminalfall recht langsam und kleinteilig, was vermutlich auch in den meisten Fällen der realen Polizeiarbeit recht nahe kommt. Weder Petra Delicado, noch Fermín Garzon sind Heldenfiguren, ebenso wenig wie die seit dem letzten Band zum Team gehörige Yolanda, sondern ganz normale Menschen und Polizisten mit ihren Nöten, Sorgen und Freuden. Diesen räumt Gimenez Bartlett auch in diesem Band breiten Raum ein, was ich persönlich nicht nachteilig finde, wobei es hauptsächlich um das Gleichgewicht zwischen Berufs- und Privatleben und die Liebe geht. Wer ständigen Nervenkitzel und Gewaltbeschreibungen sucht, ist mit diesem Buch nicht gut beraten. Es ist eben ein literarischer Krimi und kein Thriller.


Dieser Fall fordert Petra und Fermín ganz besonders, erstens, weil sie u.a. mit Kindepornos zu tun haben und Petra zweitens aus persönlicher Betroffenheit wegen des Diebstahls ihrer Waffe. Hier zeichnet die Autorin einen schönen Gegensatz zwischen den älteren Ermittlern Petra und Fermín und den unbekümmerten jungen wie Yolanda und der neu hinzugekommenen Sonia.


„Was sich liebt, das neckt sich“ ist – so finde ich – ein Sprichwort, das die humorvoll beschriebenen Nickligkeiten zwischen Petra und Fermín treffend beschreibt. Einen kleinen Dialog, den ich sehr witzig fand, will ich zitieren (Frage Petra/Antwort Fermín): „Gibt es irgendetwas, das Ihnen den Appetit verderben könnte, Subinspector?“-„Essen. Alles andere funktioniert nicht.“


Das gar dreifache Happy End finde ich etwas überkandidelt und auch die Übersetzung ist stellenweise holprig geraten, aber dennoch ein lesenswertes Buch.

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Zusätzliche Informationen

Alicia Giménez-Bartlett wurde am 10. Juni 1951 in Almansa (Spanien) geboren.

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