Alida Leimbach Ostfriesenkind

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Inhaltsangabe zu „Ostfriesenkind“ von Alida Leimbach

Ostfriesland, 1952. Die junge Leni schuftet als Zigarrenmacherin in der Fabrik Deimann. Als sie sich mit Marga Deimann, der Tochter des Hauses, anfreundet, merkt sie bald, dass diese von ihrem Mann misshandelt wird. Leni selbst hat ihr Herz an Margas Bruder Richard verloren. Doch sie ahnt, dass auch ihre Liebe unter keinem guten Stern steht. Und sie soll recht behalten: Die unglücklichen Beziehungen beschwören eine Katastrophe herauf, die das Leben aller für immer verändern wird …

Kein Krimi - aber absolut lesenswert!

— Andreas_Schmidt1
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  • Nicht nur für Ostfriesen ein Muss ...

    Ostfriesenkind
    goat

    goat

    25. August 2017 um 14:40

    Wenn man in Ostfriesland wohnt, sind Bücher, die von Ostfriesland handeln, irgendwie Pflichtlektüre. Aus diesem Grunde bin ich auf den Roman von Alida Leimbach aufmerksam geworden. „Ostfriesenkind“ handelt von der jungen Leni, deren Traum es eigentlich ist, Friseurin zu werden. Da im Jahre 1952 das Geld jedoch knapp ist, zwingen ihre Eltern sie, als Zigarrenmacherin in der Fabrik Deimann zu arbeiten. Die Arbeit ist hart, denn sie muss an sechs Tagen in der Woche elf Stunden täglich Zigarren im Akkord wickeln. Ludwig Deimann betrachtet die Entwicklung auf dem Zigarrenmarkt mit Sorge. Auch die Hoffnung, dass sein Sohn Richard als Nachfolger in das Unternehmen einsteigt, muss er bald begraben. Diesem ist seine Malerei wichtiger und er möchte lieber Kunst studieren. Nun kann nur noch Tochter Marga die Firma vor dem finanziellen Ruin retten, und zwar durch eine Heirat mit dem Industrieellensohn Erich Kruskopp.Auf ebendieser Hochzeit lernt Leni, die dort als Servicekraft aushilft, die beiden Geschwister kennen und verliebt sich sofort in Richard. Aber ihre Liebe steht unter keinem guten Stern und auch Erich Kruskopp, der mittlerweile in die Firma eingestiegen ist, entpuppt sich als brutaler Despot, was die Arbeitsbedingungen für alle Angestellten wesentlich verschlechtert. Schon bald kommt es zur Katastrophe …Alida Leimbach erzählt die Geschichte von Leni auf zwei Zeitebenen. Der Leser lernt Leni zunächst im Jahr 2012 als alte Frau kennen. Diese bekommt Besuch von ihrer Tochter Kirstin, und als per Zufall der Name Richard Deimann fällt, beginnt Leni, von ihrer Zeit als Vierzehnjährige zu erzählen. Alida Leimbach hat einen unheimlich erfrischenden Schreibstil, die Geschichte fesselte mich von Beginn an. Das entbehrungsreiche Leben in der Nachkriegszeit wird von der Autorin sehr eindrücklich geschildert. Ich habe mich gut in die Lage der jungen Leni versetzen können und habe mit ihr gelitten. Eine Liebe in so kontroversen Gesellschaftsschichten kann nur selten eine Zukunft haben.Und auch Marga bereut es zutiefst, einen Mann geheiratet zu haben, der sich als Tyrann entpuppt, der seine Frau immer wieder schlägt. Die Gründe für diese Hochzeit waren jedoch nicht ganz uneigennützig. Zum einen wollte sie die Fabrik vor dem finanziellen Ruin schützen und zum anderen konnte ihr Erich einiges mehr bieten als der Stallbursche Thies. Aber der Preis dafür war hoch, denn sie hat ihre große Liebe geopfert – auch wenn diese Liebe ebenso wenig standesgemäß gewesen wäre wie die zwischen Leni und Richard. Und doch hat Marga in all dieser Zeit die Liebe zu Thies nie losgelassen.Mir gefallen die Charaktere in diesem Roman, weil Alida Leimbach sie sehr authentisch darstellt. Ihr Leben wird spannend erzählt und die Geschichte lässt sich sehr flüssig lesen. Die Autorin hat sehr viel Dramatik mit eingebracht und gerade das hat mir an diesem Roman so gut gefallen. Ein Buch, in dem es nicht immer nur um Friede, Freude, Eierkuchen geht, kommt bei mir grundsätzlich gut an. In „Ostfriesenkind“ ist jede Menge Lokalkolorit enthalten und es hat Spaß gemacht, durch Leer oder Weener zu streifen.Als Bonus gibt es im Anhang der Geschichte noch ein paar Rezepte von Lenis Oma Frida wie z. B. Labskaus, Apfelpfannkuchen, Bratkartoffeln mit Schinkenspeck oder Grünkohl mit Pinkel. Die Romane von Alida Leimbach stehen nun allesamt auf meinem Wunschzettel und für „Ostfriesenkind“ gibt es von mir fünf Sterne und eine dicke Empfehlung.

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  • Romantische Zeitreise

    Ostfriesenkind
    Andreas_Schmidt1

    Andreas_Schmidt1

    10. November 2016 um 23:35

    Wie immer überzeugt Alida Leimbach mit liebevoll gezeichneten Charakteren – damit hat sie in der Vergangenheit auch schon in ihren Osnabrück-Krimis punkten können.  In "Ostfriesenkind" entführt die Autorin ihre Leser in das Ostfriesland der frühen 1950er-Jahre. Das tut sie mit viel Herzblut, denn man versinkt beim Lesen förmlich in dieser spannenden Epoche. Atmosphärisch dicht und packend erzählt die Autorin eine Liebesgeschichte mit romantsichen Sequenzen - aber auch mit Dramen. Wer in "Ostfriesenkind" Mord und Totschlag sucht, wird diesmal keinen Kriminalroman finden, aber dafür ein handfestes Stück Vergangenheit aus Ostfriesland, verfeinert mit einer einfühlsam erzählten Geschichte von zwei Menschen, die nicht zueinander kommen dürfen, weil gesellschaftliche Zwänge es nicht zulassen.  Ob die Liebe stärker ist als alle auferlegten Spielregeln?  Ich weiß es, werde es aber nicht verraten ;-)Deshalb: Unbedingt lesen!

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  • Ostfriesenkind

    Ostfriesenkind
    Pelikanchen

    Pelikanchen

    Die junge Leni fängt 1952 in der Zigarrenfabrik Deimann als Zigarrenmacherin an. Leni möchte eigentlich nicht in dieser Fabrik anfangen, da ihr Traum schon lange ist, Friseuse zu werden. Doch leider bleibt ihr erst mal, mit ihren 15 Jahren nichts anderes übrig, wie auch ihrer älteren Schwester, da ihre große Familie das Geld gut gebrauchen kann. Marga die Tochter des Fabrikants Deimann, soll heiraten, damit das Familiengeschäft weiterhin bestehen kann, denn ihr Bruder Richard hat andere Pläne und lebt lieber als Künstler. Marga lässt sich in diese Ehe drängen, obwohl sie eigentlich in jemand anderen verliebt ist.Leni lernt Marga an ihrem Hochzeitstag kennen, weil sie dort als Servicekraft aushilft und auch ihren Bruder Richard, für den sie sich sofort begeistert. Richard möchte Leni malen und erzählt ihr von seinen Träumen. Leni besucht daher ihren Richard öfters in der Familienvilla und dort trifft sie auch wieder auf seine Schwester Marga, die ihre Misshandlungen nicht unter ihren Makeup verstecken kann.Aber Marga redet sich mit irgendwelchen Unfällen raus und behauptet das sie einfach ungeschickt ist, weil sie sich zu sehr schämt, das sie ihr Mann schlägt.Alida Leimbach hat einen sehr schönen Schreibstil und das Buch hat sich wirklich flüssig lesen lassen. Die Charaktere sind lebensecht beschrieben und man fühlt mit ihnen mit. Mein Problem ist leider nur, das ich viele Handlungen nicht nachvollziehen konnte, wie auch, das Marga freiwillig in diese Ehe eingewilligt hat, obwohl sie in einen anderen verliebt war. Es war immerhin schon 1952 und sie wurde ja nicht mal richtig gezwungen.......................................ihre Eltern dachten, sie hätte sich wirklich in diesen Mann verliebt. Auch eine Scheidung wäre damals schon möglich gewesen. Sie hätte nur mal versuchen sollen, mit ihren Eltern richtig zu reden.Leni hätte vielleicht auch einiges an den Machenschaften von Erich, der sich in der Fabrik so gut wie alles raushängen lies, unterbinden können, wenn sie einfach mal mit Richard geredet hätte. Ich glaube nicht das der Fabrikant die sexuellen Übergriffe von seinen Schwiegersohn geduldet hätte, wenn ihn sein Sohn darüber aufgeklärt hätte.Alle haben zu wenig miteinander über wichtige Dinge geredet und so war es abzusehen, das sich die Lage immer mehr zuspitzt. Das Ende war mir persönlich auch zu offen und ich hätte gerne noch mehr erfahren. Eigentlich war es mir auch zu abrupt, fast ein bisschen so, wie wenn jetzt das Ende kommt, weil die Seitenzahl erreicht ist.Dennoch hat mich das Buch gut unterhalten und es hat Spaß gemacht, das Buch zu lesen.  

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