Alida Leimbach Wintergruft

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Inhaltsangabe zu „Wintergruft“ von Alida Leimbach

Die umstrittene Osnabrücker Pfarrerin Heike Meierbrink ist spurlos verschwunden. Sie hinterließ einen Abschiedsbrief, aus dem hervorgeht, dass sie sich von ihrem Mann trennen will. Ihr Ehemann Udo Meierbrink, ebenfalls evangelischer Pfarrer, zweifelt an der Echtheit des Briefs und informiert die Polizei, wird jedoch nicht ernst genommen. Das ändert sich, als das Auto von Heike Meierbrink gefunden wird, in dem sich ein blutverschmierter Drehmomentschlüssel befindet. Birthe Schöndorf und Daniel Brunner, Kommissare der Osnabrücker Polizei, beginnen zu ermitteln …

Eher ein Roman über eine kleine Gemeinde. als ein Krimi. Schade

— ChattysBuecherblog
ChattysBuecherblog

Fazit: Wer mehr Wert auf die zwischenmenschlichen Töne legt, nicht unbedingt einen sehr spannenden Krimi erwartet, wunderbar herausgearbeitete Charaktere schätzt und durch eine interessante Story gut unterhalten werden möchte, ist bei dem Debüt von Alida Leimbach bestens aufgehoben.

— Bellexr
Bellexr

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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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  • Mein Leseeindruck

    Wintergruft
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    02. December 2016 um 12:59

    Lange Zeit lag dieses Buch auf meinem Regal. Keine Ahnung weshalb es mich nie angesprochen hatte. War es das Cover oder der Titel, was mich abgehalten hatte? Im Rahmen meiner SUB-Abbau Challenge mit Monatsmotto: Winter wollte ich nun die Gelegenheit beim Schopfe packen und mich an den Krimi wagen. Handlungsschauplatz ist eine kleine Gemeinde bei Osnabrück. Ich betone die Größe der Gemeinde mit Absicht, um deutlich zu machen um was es hauptsächlich geht. Denn nicht der Krimi ist das Hauptgeschehen, nein, es ist vielmehr das Miteinander in der Gemeinde. Und als Protagonisten hat die Autorin ein Pfarrerehepaar gewählt. Es kam zwar immer wieder der Hinweis auf das eventuelle Verbrechen, aber zahlreiche andere Dinge traten vielmehr in den Vordergrund. Schade! Sehr gut haben mir die dialektischen Sätze gefallen. So machen regionale Krimi Spaß, na ja, sofern es eben ein Krimi ist.Im vorliegenden Fall, würde ich es eher in das Genre Roman einordnen. Fazit: Leider weiß ich nun, weshalb ich solange dieses Buch im Regal stehen hatte. Der Funke ist einfach nicht übergesprungen. Ein netter Roman mit einer minimalen kriminalistischem Handlung.

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  • Rezension zu "Wintergruft" von Alida Leimbach

    Wintergruft
    Bellexr

    Bellexr

    Das rätselhafte Verschwinden einer Pastorin . Als Pastorin Heike Meierbrink hinter das Verhältnis ihres Mannes kommt, fährt sie wutentbrannt mit dem Auto fort. Am nächsten Morgen findet Udo Meierbrink, ebenfalls Pastor in Sandfelde nahe Osnabrück, einen Abschiedsbrief seiner Frau. Anfangs macht er sich hierüber kaum Gedanken und erzählt in der Gemeinde, dass seine Frau eine Freundin besucht. Doch als er sie auch nach einigen Tagen telefonisch nicht erreicht, geht Udo zur Polizei und meldet die Pastorin als vermisst. Die beiden Beamten Daniel Brunner und Birthe Schöndorf nehmen ihn nicht sonderlich ernst. Dies ändert sich jedoch, als einige Wochen später der Wagen von Heike gefunden wird. Im Innenraum findet sich ein blutverschmierter Drehmomentschlüssel. . Jetzt, nach Beendigung des Buches bin ich etwas hin- und hergerissen. Denn so ein richtig spannender Krimi ist der Debütroman von Alida Leimbach nicht unbedingt. Vielmehr beleuchtet sie sehr eindringlich und bildhaft das Leben in einer kleinen Gemeinde. Das Verschwinden der Pastorin ist zwar ständig Thema, aber eher mehr im Hintergrund angesiedelt. Das Umfeld rund um die burschikose, dominante Pastorin steht hier mehr im Vordergrund. So erfährt man sehr viel über das Gemeindeleben und dies schildert die Autorin äußerst unterhaltsam. Es gibt Intrigen, Bestechungen, Neid und Rachsucht innerhalb der Pfarrgemeinde, von Nächstenliebe ist hier wirklich nichts zu spüren. . Dadurch wirkt der Krimi allerdings sehr realistisch und Alida Leimbach gelingt es wirklich absolut mühelos auch wirklich noch die kleinsten Nebenfiguren überzeugend zu beschreiben. Man hat schon nach wenigen Seiten das Gefühl, jeden schon lange zu kennen, alle Figuren menscheln sehr, haben Ecken und Kanten. Und selbst die unsympathischsten Charaktere kommen noch absolut überzeugend rüber. . Natürlich steht Pastor Udo Meierbrink im Fokus des Krimis. Dieser ist ein Mann ohne jegliches Rückgrat, ein richtiges Weichei, der sich in seiner Wirkung auf andere gerne mal verschätzt. Wenn er sich Problemen gegenübersieht, dann kann es durchaus passieren, dass er sich lieber krankschreiben lässt als sich diesen zu stellen. Seine Beziehung zur Musikerin Nadine, die auch eine Freundin von Heike ist, versucht er um jeden Preis geheim zu halten. Was soll denn nur die Gemeinde denken! Dabei wissen die Meisten bereits von seinem Verhältnis. . Eine weitere Hauptperson des Krimis ist die alleinerziehende Pfarrsekretärin Greta. Die sympathische junge Mutter zweier kleiner Kinder hat eine Beziehung mit Heinz-Martin, einem etwas konservativen, durchaus sympathischen Muttersöhnchen. Gleichzeitig fühlt sie sich aber auch zum Musiker Sebastian hingezogen, der ihr Sangestalent entdeckt und ein wenig wie David Garrett aussieht. Somit auf der einen Seite die Sicherheit bei Heinz-Martin gegenüber einem aufregendem Leben mit dem Organisten Sebastian. So habe ich mich im Lauf des Buches immer wieder dabei ertappt, dass mich das Leben von Greta wie auch die Beziehung von Udo zu Nadine bald mehr interessiert haben, als die Auflösung des Falls. . Und das ist jetzt wirklich nicht negativ gemeint, ganz im Gegenteil. Der Schreibstil von Alida Leimbach ist einfach nur wunderbar warmherzig, fesselnd und äußerst unterhaltsam. Und zudem immer mal wieder gespickt mit einem kleinen Seitenhieb auf die scheinbar heile Kirchenwelt und zeigt so, dass es hier durchaus auch bei Mitarbeitern der Kirche zugehen kann wie in jeder x-beliebigen kleineren Firma. . Neben der perfekten Unterhaltung beim Lesen, ist aber auch die Neugier früh geweckt. Im Prolog erfährt man, dass eine Frau in einem Keller gefangen gehalten wird. Somit ist eigentlich schon klar, dass das Verschwinden der Pastorin nicht freiwillig sein kann, hinzu kommt ja auch das blutbehaftete Werkzeug in ihrem Wagen und schlussendlich erhalten im Lauf der Story verschiedene Frauen ominöse Telefonanrufe. Wer von dem kleinen Kreis der Mitwirkenden jedoch irgendetwas hiermit zu tun hat, bleibt bis zum Schluss ein Geheimnis. Und die Auflösung ob des Verschwindens der Pastorin ist absolut logisch und dann auch wirklich spannend umgesetzt. . Fazit: Wer mehr Wert auf die zwischenmenschlichen Töne legt, nicht unbedingt einen sehr spannenden Krimi erwartet, wunderbar herausgearbeitete Charaktere schätzt und durch eine interessante Story gut unterhalten werden möchte, ist bei dem Debüt von Alida Leimbach bestens aufgehoben.

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  • kurzweiliger Krimi

    Wintergruft
    robbylesegern

    robbylesegern

    19. July 2014 um 11:11

    Nachdem ich den neusten Krimi dieser Autorin " Börsentöpfchen " gelesen habe, der mir gut gefiel, habe ich mir auch die beiden anderen Bücher dieser Autorin beschafft und mit ihrem ersten Buch " Wintergruft " angefangen. Bei diesem Buch handelt es sich um einen kurzweiligen Roman, der Krimielemente aufzeigt, aber nicht unbedingt ein typischer Krimi ist. In einer Nachbargemeinde von Osnabrück in " Sandfelde " verschwindet die Pfarrerin der Gemeinde, Heike Meierbrink, spurlos nach einer Auseinandersetzung mit ihrem Ehemann. Sie war hinter sein Verhältnis, das er mit der Chorleiterin hat, gekommen und verließ das Haus im Streit. Als sie nach Tagen immer noch nicht nach Hause zurückkehrt und auch über das Handy nicht zu erreichen ist, meldet ihr Mann Udo, sie bei der Polizei als vermisst. Der Anzeige wird zu Anfang nicht viel Beachtung beigemessen, obwohl der Ehemann einen Abschiedsbrief seiner Frau vorlegt. Erst als nach Wochen der Wagen von Heike Meierbrink auf einem Parkplatz in Hellern , einem Stadtteil von Osnabrück, gefunden wird, im Kofferraum einen Drehmomentschlüssel mit dem Blut der Vermissten darauf, ermittelt die Osnabrücker Kriminalpolizei unter Hochdruck. Wo ist Heike Meierbrink, lebt sie noch, oder wurde sie ermordet und wo ist dann ihre Leiche ? Dieser Fall lässt viele Fragen offen und droht im Sande zu verlaufen bis............... Alida Leimbach hat mit " Wintergruft " ihren ersten Osnabrück-Krimi vorgelegt und ich muss ehrlich sagen, er hat mich gut unterhalten, obwohl es kein typischer Krimi ist. Vielleicht liegt es daran, dass er zum Teil in Osnabrück spielt und ich viele Plätze und Straßen kannte, aber mir hat auch der sehr flüssige Schreibstil der Autorin gefallen. Sie erzählt viel über das Innere der Gemeinde, den Konkurrenzkampf untereinander, den Eitelkeiten einzelner Personen und den Beziehungen unter,- und miteinander, die nicht immer dem Bild einer Kirchengemeinde entsprechen. Auch die Beschreibungen der Polizeiarbeit und die beiden Kommissare Birthe Schöndorf und Daniel Brunner, der im dritten Band nicht mehr mitermittelt, haben mir gut gefallen. Was mir allerdings wie bei " Börsentöpfchen " auffiel war, dass die Autorin mit der Berufsgattung " Putzfee " wirklich ein Problem zu haben scheint, weil sie auch in diesem Buch die Frauen sehr klischeehaft darstellt.Intellektuell eher minderbemittelt und der deutschen Grammatik nicht mächtig, neugierig, übergewichtig und ihren Jahren voraus gealtert. Na ja, ich kenne viele andere Beispiele, aber das nur nebenbei. Ansonsten ist dies ein nettes Debüt, flüssig zu lesen und unterhaltsam. Dass die Autorin sich steigern kann, hat sie mit ihrem neuen Buch " Börsentöpfchen "gezeigt. Ich bin jetzt gespannt auf " Villenzauber ".

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  • Rezension zu "Wintergruft" von Alida Leimbach

    Wintergruft
    annie75

    annie75

    29. August 2012 um 23:41

    Krimi? Es handelt sich hier nicht wirklich um einen Krimi - es passiert nämlich nichts. Gut, eine Frau ist verschwunden - aber sonst? NICHTS. Zumindest nicht bis zur Hälfte des Buches. Dort habe ich entnervt aufgegeben.
    Schade - hatte mich sehr drüber gefreut, dass unsere schöne Stadt auch mal in den Genuss eines "Heimatkrimis" kommt. :(

  • Rezension zu "Wintergruft" von Alida Leimbach

    Wintergruft
    Hasewue

    Hasewue

    08. January 2012 um 20:14

    Von einem Tag auf den anderen verschwindet die umstrittene Osnabrücker Pfarrerin Heike Meierbrink spurlos. Nur einen Abschiedsbrief an ihren Mann hinterließ sie, in dem sie ihm mitteilte, dass sie ihn verlassen würde, da sie zuvor von seiner Affäre mit der Organistin Nadine Wagenbach erfahren hatte. Ihr Ehemann Udo Meierbrink, ebenfalls evangelischer Pfarrer in der Gemeinde, informiert die Polizei, da er nicht an die Echtheit des Briefes glaubt. Die Polizei schaltet sich aber erst ein, als Heikes Auto verlassen auf einem Parkplatz gefunden wird, in dem sich ein blutbeschmierter Drehmomentschlüssel befindet. Die Kommissare der Osnabrücker Polizei Birthe Schöndorf und Daniel Brunner beginnen mit ihren Ermittlungen. Ich kann vorab sagen, dass „Wintergruft“ von Alida Leimbach leider ein totaler Reinfall war. Obwohl es gut und flüssig zu lesen ist und ich es auch thematisch ansprechend fand, hat mich das Buch spätestens ab der Hälfte der Geschichte sehr genervt, da einfach immer noch keine richtige Handlung vorhanden war. Der eigentliche Fall beginnt nämlich erst ab der Hälfte und das schleppend und die katastrophalen Ermittlungen dann auch erst im letzten Drittel. Alles natürlich ohne jede Spannung. Die Ermittler waren dann auch so zwei spezielle Gattungen für sich und kompetenzmäßig Totalausfälle, die nicht nur sehr klischeehaft waren, sondern auch den Leser (mich!) mit ihren eigenen Vorurteilen erheiterten. Man kann nur hoffen, dass solche Flachpfeifen (entschuldigt diesen Ausdruck, aber mich haben sie beim Lesen mit ihrer dämlichen Art und ihrer Begriffsstutzigkeit einfach auf die Palme gebracht) nicht bei unserer Polizei arbeiten und sie in keinen weiteren Fällen, wenn auch nur fiktiv, ermitteln werden. Überhaupt sind alle Personen sehr farblos und nichtssagend gehalten und schlichtweg unsympathisch. Die ganze Geschichte ist sehr episodenhaft erzählt und dadurch wird der Lesefluss deutlich gehemmt. Durch diese Episodenhaftigkeit wirkt die Geschichte zusammengeschustert, lückenhaft und bemüht und konnte mich so nicht überzeugen. 1,5 von 5 Sternen!

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  • Rezension zu "Wintergruft" von Alida Leimbach

    Wintergruft
    Zabou1964

    Zabou1964

    28. November 2011 um 07:08

    Zu diesem Krimi habe ich gegriffen, weil mir das Cover gefiel, auf dem die „Betenden Hände“ von Dürer als Relief, das auf einer altmodischen Tapete hängt, abgebildet sind. Der Krimi spielt in Osnabrück im Umfeld der evangelischen Kirche. Als die Pfarrerin Heike Meierbrink entdeckt, dass ihr Mann Udo, der ebenfalls Pfarrer in der selben Gemeinde ist, ein Verhältnis hat, verlässt sie ihn überstürzt im Streit. Am nächsten Morgen findet er einen computergeschriebenen Abschiedsbrief von ihr vor. Er schöpft Verdacht, dass seiner Frau etwas zugestoßen sein könnte, da sie ihren geliebten Hund einfach zurückgelassen hat, und geht zur Polizei. Doch die Beamten nehmen ihn nicht ernst. Das ändert sich schlagartig, als man das Auto der Vermissten findet. Im Kofferraum finden sich Blutspuren an einem Werkzeug. Nun gehen auch die Kommissare Brithe Schöndorf und Daniel Brunner von einem Verbrechen aus. Die Autorin, die mit diesem Roman ihr Debüt vorlegt, ist selbst Theologin und mit einem Pfarrer verheiratet. Deshalb kennt sie sich in Kirchenkreisen aus und baut sehr viele Hintergrundinfos über die Hierarchie in der Kirche und den Kirchentag in ihre Geschichte ein. Das rückt aber leider die eigentliche Kriminalhandlung in den Hintergrund. Von den beiden Kommissaren erfährt der Leser auch hauptsächlich private Details, ihre Ermittlungen im Fall der vermissten Pfarrerin werden kaum beschrieben. Die Lösung des Falls ist dann auch eher dem Zufall als ordentlicher Ermittlungsarbeit zuzuschreiben. Die Figuren wurden zwar gut beschrieben, konnten bei mir größtenteils allerdings keine Sympathien wecken. Einzig die schrullige Putzfrau Eva, die überall ihre Nase reinsteckt und alles im Osnabrücker Dialekt kommentiert, konnte mich überzeugen. Zwei Ausflüge der Protagonisten nach Dresden geben auch einen kleinen Einblick in die Stadt an der Elbe und den Ablauf eines Kirchentages. Die Handlung ist in verschiedene Kapitel unterteilt, die jeweils mit einem Datum überschrieben sind. Die Geschichte, und damit die Lösung des Falles, zieht sich über acht Monate hin. Bevor der eigentliche Krimi anfängt, sind allerdings schon die Hälfte der 415 Seiten in Schilderungen des Lebens und der Intrigen in einer Kirchengemeinde verstrichen. Richtig spannend wird es leider erst auf den letzten 50 Seiten. Das war mir für einen Kriminalroman eindeutig zu wenig. Der Einblick in den Kirchenalltag ließ sich jedoch flüssig lesen und war recht interessant. Fazit: Für meinen Geschmack gab es in diesem Debüt der Autorin zu wenig Krimihandlung.

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  • Rezension zu "Wintergruft" von Alida Leimbach

    Wintergruft
    Ani

    Ani

    22. October 2011 um 11:57

    Heike Meierbrink arbeitet als Pfarrerin in Osnabrück. Da ihr Mann Udo ebenfalls Pfarrer ist, teilen die beiden sich eine Stelle innerhalb ihrer Gemeinde. Heike reagiert alles andere als erfreut, als sie erfährt, dass Udo eine Affäre hat. Nach einem Streitgespräch mit ihrem treulosen Ehemann verlässt sie wutentbrannt das Haus und verschwindet spurlos. Udo findet zwar einen Abschiedsbrief, doch der kommt ihm nicht geheuer vor. Denn so kopflos würde seine Ehefrau niemals handeln. Als sich Heikes Verschwinden nicht länger vor der Gemeinde und den Freunden verheimlichen lässt, wendet sich Udo an die Polizei. Die misst Udos Anliegen aber kaum Bedeutung bei. Das ändert sich schlagartig, als Heikes Auto, mit blutverschmiertem Werkzeug im Kofferraum, an einem Pendlerparkplatz aufgefunden wird.... Meine Meinung Die Erzählung beginnt mit einem Prolog, in dem man eine Frau beobachtet, die in einem Kellerraum gefangen gehalten wird. Das Interesse an der Handlung ist somit früh geweckt, da man gerne erfahren möchte, wer dort im Keller sitzt, wie es zu dieser Situation kam und wer die Frau dort eingesperrt hat. Doch zu einer Auflösung kommt es zu diesem frühen Zeitpunkt natürlich nicht, hier muss man sich in Geduld üben. Das eigentliche Geschehen wird einzelnen Kapiteln erzählt, die mit dem Datum der Handlung versehen sind. Das rätselhafte Verschwinden der Pfarrerin Heike wird in der Erzählperspektive geschildert. Schnell bekommt man den Eindruck, dass in dieser Kirchengemeinde einiges im Argen liegt. Lügen, Hass und Intrigen sind an der Tagesordnung und von der christlichen Nächstenliebe, oder gar der Einhaltung der zehn Gebote, ist man in dieser Gemeinde weit entfernt. Im Verlauf der Handlung werden viele unterschiedliche Charaktere eingeführt, die im Leben der verschwundenen Pfarrerin eine Rolle spielen. Es fällt allerdings nicht besonders leicht, eine Beziehung zu den Protagonisten aufzubauen. Sie alle haben menschliche Schwächen, Fehler oder andere Besonderheiten, doch leider wirken sie trotzdem nicht wirklich lebendig, sondern eher farblos und blass. Deshalb beobachtet man relativ emotionslos ihr Verhalten. Die Autorin beschreibt detailliert die Verwicklungen zwischen den jeweiligen Charakteren, sodass man einen umfassenden Eindruck von den verzweigten Beziehungen untereinander bekommt. Leider gehen diese ausufernden Beschreibungen zu Lasten der Spannung. Die Handlung plätschert einfach vor sich hin, ohne dabei in Fahrt zu kommen. Die Ermittler nehmen in diesem Krimi wenig Raum ein. Ihre Arbeit wird nur am Rande gestreift und ist für den Handlungverlauf eher nebensächlich. Man erfährt einiges aus ihrem Privatleben. Doch auch hier gehen die weitläufigen Beschreibungen zu Lasten der Spannung. Man hat einfach das Gefühl, dass es nicht weitergeht. Positiv ist allerdings, dass Täter und Motiv lange im Dunkeln bleiben. Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse regelrecht, sodass sich die lang vermisste Spannung schließlich doch noch einstellt. Da ich mir einen spannenden Krimi erhofft hatte, bin ich in der Bewertung ziemlich unentschlossen, denn Ermittlungen und spannende Momente kamen mir in diesem Roman deutlich zu kurz. Insgesamt gesehen habe ich mich beim Lesen recht gut unterhalten. Leider nicht mehr - aber auch nicht weniger.

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  • Rezension zu "Wintergruft" von Alida Leimbach

    Wintergruft
    antjemue

    antjemue

    17. October 2011 um 10:50

    Wieder einmal habe ich an einer Leserunde teilgenommen und gehörte sogar wieder zu den Glücklichen, die aus dem Lostopf für die ausgeschriebenen Leseexemplare gezogen wurden. Es handelt sich bei dem Buch um den Kriminalroman „Wintergruft“ von der mir bislang unbekannten Autorin Alida Leimbach. Kein Wunder, es handelt sich bei „Wintergruft“ ja auch um das Romandebüt der deutschen Schriftstellerin. Die 1964 in Lüneburg geborene und in Osnabrück aufgewachsene Autorin arbeitete einige Jahre als Übersetzerin. Dann studierte sie noch evangelische Theologie, Germanistik und Englisch für das Lehramt. Sie ist mit einem Pfarrer verheiratet und lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt. (Verlagsinfo) Im vergangenen Jahr konnten mich einige Regionalkrimis sehr fesseln und die Kurzbeschreibung: „TATORT OSNABRÜCK Die umstrittene Osnabrücker Pfarrerin Heike Meierbrink ist spurlos verschwunden. Sie hinterließ einen Abschiedsbrief, aus dem hervorgeht, dass sie sich von ihrem Mann trennen will. Ihr Ehemann Udo Meierbrink, ebenfalls evangelischer Pfarrer, zweifelt an der Echtheit des Briefs und informiert die Polizei, wird jedoch nicht ernst genommen. Das ändert sich, als das Auto von Heike Meierbrink gefunden wird, in dem sich ein blutverschmierter Drehmomentschlüssel befindet. Birthe Schöndorf und Daniel Brunner, Kommissare der Osnabrücker Polizei, beginnen zu ermitteln … Mit einem Augenzwinkern beleuchtet Alida Leimbach Alltägliches, Skurriles und allzu Menschliches. Ein beeindruckendes Krimidebüt!“ zu diesem klang auf jeden Fall vielversprechend. Nach etlichen Thrillern, Jugendbüchern, historischen Romanen und Fantasy konnte ich einen Krimi ganz gut vertragen. Die eigenartige Kirchgemeinde Im mysteriösen Prolog ist eine Frau in einem fensterlosen Keller eingesperrt und führt sehr dialektgefärbte Selbstgespräche. Aufgrund des Dialektes kann ich diese Person wenig später als Putzfrau des Pastorenehepaares Udo und Heike Meierbrink identifizieren. Am 13. Oktober 2010 erlebe ich dann ein Streitgespräch zwischen Heike und Udo, während dessen Heike wutentbrannt das Haus verlässt. Am nächsten Morgen findet Udo einen Computerausdruck, in dem seine Frau ihm mitteilt, dass sie ihn verlässt… Alida Leimbach hat ihren Roman in Prolog und diverse Kapitel eingeteilt. Dabei sind die Kapitel nicht durchnummeriert, sondern jeweils mit einen Datum versehen. Sprachlich gesehen, habe ich an dem in Erzählperspektive verfassten Roman – bis auf einen verwendeten Dialekt - nichts auszusetzen. Den Dresdner Dialekt hat die Autorin meiner Meinung nach überhaupt nicht getroffen. Das war für mich eher eine Mischung aus erzgebirgisch und unbekannt. Das Dresden typische „nu“ fehlte ganz. Den Dialekt der Putzfrau – ich konnte zwar lesend verstehen, was sie immer so vor sich hin brabbelte, da ich aber den Dialekt der Gegend um Osnabrück noch nie gehört habe, kann ich mir von der Richtigkeit her, kein Urteil erlauben. Von den Charakteren her und handlungstechnisch, war das Buch für mich allerdings eher enttäuschend. Die Autorin nimmt sich meiner Meinung nach viel zu viel Zeit ihre Charaktere einzuführen, schafft es dabei aber nicht, richtige Sympathieträger unter den Hauptprotagonisten zu schaffen. Bis auf Greta, Udos und Heikes Sekretärin, und (bis kurz vorm Schluss) den Kirchenmusiker Sebastian, die beide im Kriminalfall lange Zeit wie Nebendarsteller wirkten, blieben mir – trotz (oder vielleicht gerade wegen) der vielen Informationen über sie – alle Figuren menschlich irgendwie fremd. Von den Ermittlern erfahre ich zwar viele private Dinge, der eigentliche Kriminalfall schreitet jedoch, selbst als sie die Vermisstenanzeige von Udo endlich ernst nehmen, überhaupt nicht voran. So plätschert alles in einem Zuviel an Geplänkel vor sich hin. Dieses Geplänkel ließ sich zwar sehr flüssig weg lesen und gab mir auch immer das Gefühl, jetzt muss doch gleich etwas kommen. Als es dann aber kurz vor Ende der Geschichte endlich so weit war, wirkten der Showdown auf mich überhastet und die zusätzlichen Informationen zur Aufklärung irgendwie unausgegoren und nicht ganz stimmig. So bin ich in meiner Bewertung zu diesem Buch sehr unschlüssig. Einerseits konnte man es durchaus flüssig lesen und es gab interessante Informationen, z. B. zur Kirchenhierarchie oder zum Kirchentag. Die Charaktere waren mir persönlich allerdings zu blass, zu wenig sympathisch oder auch zu oberflächlich. Die bei einem Kriminalroman erwartete Spannung, der Nervenkitzel oder auch nur ordentliche Ermittlungsarbeit fehlten mir außerdem, so dass ich maximal 2 ½ Sterne und keine richtige Empfehlung geben kann.

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