Alina Bronsky

 3.9 Sterne bei 1.482 Bewertungen
Autorin von Scherbenpark, Baba Dunjas letzte Liebe und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Alina Bronsky

Deutsche Schriftstellerin mit russischen Wurzeln: Die Schriftstellerin Alina Bronsky, geboren 1978 in Russland, wurde 2008 mit ihrem Roman „Scherbenpark“ berühmt: Ihrem spannenden, scharfzüngigen Erzählstil kann sich nahezu niemand entziehen. Ihr Debütroman wurde sowohl für den „aspekte“-Literaturpreis als auch für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. 

In ihren Romanen „Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche“ und „Baba Dunjas letzte Liebe“ – beide für den Deutschen Buchpreis gelistet – sind es vor allem die schrullig-skurrilen Figuren, die die Lektüre zu einem Lesevergnügen machen. Neben ihren Romanen für erwachsene Leser ist Alina Bronsky auch mit Jugendbüchern sehr erfolgreich.

Bei dem Namen Alina Bronsky handelt es sich um ein Pseudonym, der Geburtsname der Schriftstellerin ist nicht bekannt. Alina Bronsky hat vier Kinder und lebt mit dem Schauspieler Ulrich Noethen in Berlin.

Alle Bücher von Alina Bronsky

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Buchformat:
Cover des Buches Baba Dunjas letzte Liebe9783462054729

Baba Dunjas letzte Liebe

 (268)
Erschienen am 05.03.2020
Cover des Buches Scherbenpark9783462040302

Scherbenpark

 (279)
Erschienen am 21.08.2008
Cover des Buches Spiegelkind9783401067988

Spiegelkind

 (205)
Erschienen am 01.01.2012
Cover des Buches Der Zopf meiner Großmutter9783462000337

Der Zopf meiner Großmutter

 (149)
Erscheint am 05.11.2020
Cover des Buches Und du kommst auch drin vor9783423718448

Und du kommst auch drin vor

 (155)
Erschienen am 24.01.2020
Cover des Buches Spiegelriss9783401067995

Spiegelriss

 (83)
Erschienen am 02.01.2013
Cover des Buches Nenn mich einfach Superheld9783462047547

Nenn mich einfach Superheld

 (88)
Erschienen am 02.04.2015

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Alina Bronsky

Neu

Rezension zu "Der Zopf meiner Großmutter" von Alina Bronsky

Die Familie als Mikrokosmos (Spoiler)
LeenChavettevor einem Monat

"Der Zopf meiner Großmutter" ist das 10. Buch von Alina Bronsky und thematisiert den Mikrokosmos einer geflüchteten russischen Familie.

Das Oberhaupt dieser, ist Großmutter Margo. Sie führt die kleine Familie, zu der noch Großvater Tschingis und Maxim gehört, mit strenger Hand.

Die Geschichte beginnt damit, dass sich der Großvater neu verliebt und nach und nach das besondere Familienkonstrukt offenbart wird. Gleich zu Beginn werden jedoch viele Fragen aufgeworfen, die zum Teil unbeantwortet bleiben.

(Spoiler!)

Warum genau wächst Maxim bei seinen Großeltern auf und nicht bei seinem leiblichen Vater, der gefühlt nur ums Eck wohnt?! Was hat es mit der ominösen Firma des Großvaters zu tun? Und was hat es mit dessen plötzlichen Tod auf sich?

Das Buch strotzt so von verbalen Bösheiten, dass ich mich persönlich erst daran gewöhnen musste. Vielleicht war es mir auch etwas zu nah... Auch wenn es sehr gut geschrieben ist, konnte es mich nicht ganz überzeugen.

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Rezension zu "Baba Dunjas letzte Liebe" von Alina Bronsky

‚Als der Reaktor passierte, zählte ich mich zu denjenigen, die glimpflich davonkamen.'
sabatayn76vor einem Monat

‚Als der Reaktor passierte, zählte ich mich zu denjenigen, die glimpflich davonkamen. Meine Kinder waren in Sicherheit, mein Mann würde sowieso nicht mehr lange halten, und mein Fleisch war damals schon zäh. Im Grunde hatte ich nichts zu verlieren. Und ich war bereit zu sterben. […]

Bis heute wundere ich mich jeden Tag darüber, dass ich noch da bin. Jeden zweiten frage ich mich, ob ich vielleicht eine von den Toten bin, die umhergeistern und nicht zur Kenntnis nehmen wollen, dass ihr Name bereits auf einem Grabstein steht.‘ (Seite 12)

Nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl musste Baba Dunja 1986 ihr Heimatdorf Tschernowo - ein fiktiver Ort in der Sperrzone von Tschernobyl - verlassen. Doch eines Tages kehrt sie zurück in ihr altes Haus und zu ihrem verwilderten Garten, in dem sie Obst und Gemüse anbaut. Ihr folgen weitere Greise, die beschlossen haben, ihren Lebensabend in der Abgeschiedenheit der Sperrzone zu verbringen.

Alles im Dorf läuft in geregelten Bahnen, die Menschen haben sich mit den besonderen Umständen arrangiert. Nur die Fahrten in die nächstgelegene größere Stadt Malyschi, wo Einkäufe getätigt werden und man seine Post abholt, unterbrechen die Routine.

Doch dann kommt eines Tages ein Fremder mit seiner Tochter ins Dorf, und damit verändert sich das Leben der Samosely.

Ich kenne die Sperrzone von Tschernobyl nicht von eigenen Reisen, aber ich stelle mir das Leben dort genauso vor, wie Alina Bronsky es beschreibt. Beim Lesen von ‚Baba Dunjas letzte Liebe‘ hatte ich das Dorf Tschernowo regelrecht vor Augen, konnte mir die Samosely, wie die Bewohner der 30 Kilometer-Sperrzone rund um die am stärksten kontaminierten Gebiete in der Nähe des Kernkraftwerks genannt werden, ihre Häuser und Gärten gut vorstellen.

Bronsky schreibt in klarer, schnörkelloser, aber anspruchsvoller Sprache, bietet Einblicke in das Leben in der Sperrzone, den Alltag der Samosely, die Beschwerlichkeiten, mit denen sie konfrontiert sind, das Leben in Abgeschiedenheit, aber auch in die Glückseligkeit, sich an dem Ort zu befinden, an dem man wirklich sein möchte, das Leben dort zu leben, wo man hingehört. Zudem erzählt Bronsky vom Altern, von Familienbanden und nicht zuletzt von Moral und Gerechtigkeit.

Gefallen hat mir nicht nur die Komplexität des Romans, der auf 150 Seiten eine ebenso berührende wie amüsante Geschichte erzählt, sondern auch seine magisch-realistischen Züge. In Tschernowo leben die Toten unter den Lebenden, sind nie ganz verschwunden, sprechen mit ihnen, geben Ratschläge, sind Teil des täglichen Lebens, so wie man das zum Beispiel aus dem Roman ‚Pedro Páramo‘ des mexikanischen Autors Juan Rulfo kennt.

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Rezension zu "Baba Dunjas letzte Liebe" von Alina Bronsky

Schräge kurzweilige Geschichte
Flaventusvor einem Monat

Dieses kleine Büchlein beschert dem Leser eine kurzweilige Geschichte, die mit viel Humor und Poesie vom Leben einer älteren Dame erzählt, die ihren Lebensabend in dem fiktiven Dorf Tschernowo verbringen möchte, das in der Todeszone des Reaktorunfalls von Tschernobyl liegt.

Es ist eine Kurzgeschichte, in der die Menschen im Vordergrund stehen, die selbstbestimmt über ihren Lebensabend bestimmen möchten. Aber es ist auch eine Geschichte mit vielen kleinen und großen Absonderlichkeiten und schräg sympathischen Figuren.

Ich muss gestehen, dass es nicht viel Handlung in dem Buch gibt. Und dazu noch einen etwas merkwürdigen Kriminalfall, der die Hauptfigur nochmals ins Rampenlicht rückt. Ein Umstand, der dieses Buch nicht aus dem Leben der Menschen erzählen lässt, weswegen das Buch aber nicht gleich schlecht wird, sondern es dadurch der abstruse Charakter unterstreichen lässt.

Fazit

Ein kleines sehr kurzweiliges Buch mit einer liebevoll schrägen Geschichte, die für einen wohligen Lesevergnügen sorgen kann. Allerdings muss man schon ein bisschen offen für solch leicht abgedrehten Geschichten sein, um Spaß an dem Büchlein zu haben.

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Gespräche aus der Community

Neu
Cover des Buches Der Zopf meiner Großmutterundefined

"Der rot gefärbte Zopf legte sich wie eine Schlange um ihren Kopf, und das gepunktete Kleid wurde dank einer Stoffblume am Ausschnitt zum Festgewand."

Lange haben wir auf Neues von Alina Bronsky warten müssen. Mit der unbelehrbaren Rosalinda und Baba Dunja hat sie nicht nur unsere Leserherzen erobert, sie hat uns nach ihren Geschichten süchtig gemacht. Aber das Warten hat sich gelohnt! In ihrem neuen Roman "Der Zopf meiner Großmutter" stellt uns Alina Bronsky eine Frau vor, die einen das Fürchten lehrt… aber auch das Lieben.

Mehr zum Inhalt
Kaum jemand kann so böse, so witzig und rasant von eigenwilligen und doch so liebenswerten Charakteren erzählen wie Alina Bronsky: Max’ Großmutter soll früher einmal eine gefeierte Tänzerin gewesen sein. Jahrzehnte später hat sie im Flüchtlingswohnheim ein hart-herzliches Terrorregime errichtet. Wenn sie nicht gerade gegen das deutsche Schulsystem, die deutschen Süßigkeiten oder ihre Mitmenschen und deren Religionen wettert, beschützt sie ihren einzigen Enkel vor dem schädlichen Einfluss der neuen Welt. So bekommt sie erst als Letzte mit, dass ihr Mann sich verliebt hat. Was für andere Familien das Ende wäre, ist für Max und seine Großeltern jedoch erst der Anfang.

Ein Roman über eine Frau, die versucht, in einer Gesellschaft Fuß zu fassen, die ihr entgleitet. Über einen Mann, der alles kontrollieren kann außer seine Gefühle. Über einen Jungen, der durch den Wahnsinn der Erwachsenen navigiert und zwischen den Welten vermittelt. Und darüber, wie Patchwork gelingen kann, selbst wenn die Protagonisten von so einem seltsamen Wort noch nie gehört haben.


Lust auf eine Leseprobe?

Mehr zur Autorin
Alina Bronsky, geboren 1978 in Jekaterinburg/Russland, lebt seit Anfang der Neunzigerjahre in Deutschland. Ihr Debütroman "Scherbenpark" wurde zum Bestseller, fürs Kino verfilmt und ist inzwischen beliebte Lektüre im Deutschunterricht. Es folgten die Romane "Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche" und "Nenn mich einfach Superheld". "Baba Dunjas letzte Liebe" wurde für den Deutschen Buchpreis 2015 nominiert und ein großer Publikumserfolg. Die Rechte an Alina Bronskys Romanen wurden in zwanzig Länder verkauft. Sie lebt in Berlin.

Seid ihr neugierig geworden? Möchtet ihr Max und seine Großmutter kennenlernen?
Dann dürft ihr diese Leserunde nicht verpassen!

Zusammen mit KiWi verlosen wir 25 Exemplare von "Der Zopf meiner Großmutter" unter allen, die sich im Rahmen einer Leserunde über den neuesten Roman von Alina Bronsky austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben möchten.
Bewerbt euch*, indem ihr bis zum 12.05. auf diese Frage antwortet:

Rette sich wer kann! Max' Großmutter kommt!
Welche sind eure liebsten Erinnerung an eure Großmutter?


Ich freue mich auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!

1062 BeiträgeVerlosung beendet
Cover des Buches Und du kommst auch drin vorundefined

Wir verlosen 20 Leseexemplare von Alina Bronskys neuem Roman ›Und du kommst auch drin vor‹!

Stell dir vor, du sitzt in einer Lesung und hast plötzlich ein Déjá vu: Alles, was die Autorin vorliest, handelt von dir und scheint dein eigenes Leben widerzuspiegeln!

So ergeht es der 15-jährigen Kim bei einer Schullesung. Doch leider geht die Geschichte eher tragisch aus. Will dieses Buch sie warnen - und wer bestimmt überhaupt, was in Wirklichkeit passiert? Beim Versuch, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, gerät Kim von einer wahnwitzigen Situation in die nächste ...

Neugierig geworden? Dann schreib uns, was du tun würdest, wenn du dein Leben und deine Gedanken in einem Buch entdecken würdest.

Unter allen Beiträgen, die hier bis inkl. 17.09.2017 geschrieben werden, verlosen wir 20 Leseexemplare von Alina Bronskys neuem Jugendroman ›Und du kommst auch drin vor‹.

Mehr zum Buch und zu Alina Bronsky findest du auf www.alina-bronsky.de.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

287 BeiträgeVerlosung beendet
Cover des Buches Baba Dunjas letzte Liebeundefined

Weihnachtszeit ist Buchschenkzeit!

Kennt ihr das auch? Auf einmal sind die Regale der Supermärkte voll mit Lebkuchen, Stollen und Zimtsternen. Plötzlich sind die Straßen in der Stadt hell erleuchtet und wie durch ein Wunder steht der Weihnachtsmarkt da. Mal wieder ist die Zeit ganz schnell vergangen, Weihnachten steht plötzlich vor der Tür und man hat noch nicht alle Geschenke besorgt!

Wir von LovelyBooks möchten dazu beitragen, dass die Vorbereitungen auf das schönste Fest des Jahres noch schöner und entspannter werden. Deshalb verlosen wir während der ganzen Vorweihnachtszeit Buchgeschenke für deine Freunde oder Familienmitglieder!

Und so kannst du mitmachen:
Sag uns bis zum 13.12.2015, wem du das zu verlosende Buch schenken möchtest und warum dieser Mensch genau dieses Buch bekommen muss. Du bist dabei, Indem du dich einfach über den blauen "Jetzt-bewerben"-Button bewirbst und uns deine Geschichte erzählst.
Gib im Adressfeld bitte unbedingt die Adresse der Person an, die beschenkt werden soll und nicht deine eigene.

Sollten wir deinen Beitrag auslosen, schicken wir ein schön verpacktes Weihnachtsgeschenk mit dem Buch, süßen Leckereien, kleinen Überraschungen und einer Grußbotschaft in deinem Namen auf den Weg zu deinem Wunsch-Beschenkten.

Zusammen mit KiWi verlosen wir 5 Exemplare von "Baba Dunjas letzte Liebe", dem neuesten Roman der Bestsellerautorin Alina Bronsky.

Zum Inhalt
Alina Bronsky lässt in ihrem neuen Roman eine untergegangene Welt wieder auferstehen. Komisch, klug und herzzerreißend erzählt sie die Geschichte eines Dorfes, das es nicht mehr geben soll – und einer außergewöhnlichen Frau, die im hohen Alter ihr selbstbestimmtes Paradies findet. Baba Dunja ist eine Tschernobyl-Heimkehrerin. Wo der Rest der Welt nach dem Reaktorunglück die tickenden Geigerzähler und die strahlenden Waldfrüchte fürchtet, baut sich die ehemalige Krankenschwester mit Gleichgesinnten ein neues Leben im Niemandsland auf. Wasser gibt es aus dem Brunnen, Elektrizität an guten Tagen und Gemüse aus dem eigenen Garten. Die Vögel rufen so laut wie nirgends sonst, die Spinnen weben verrückte Netze, und manchmal kommt ein Toter auf einen Plausch vorbei. Während der sterbenskranke Petrov in der Hängematte Liebesgedichte liest und die Melkerin Marja mit dem fast hundertjährigen Sidorow anbandelt, schreibt Baba Dunja Briefe an ihre Tochter Irina, die Chirurgin bei der deutschen Bundeswehr ist. Doch dann kommt ein Fremder ins Dorf – und die Gemeinschaft steht erneut vor der Auflösung. Auf kleinem Raum gelingt Alina Bronsky voller Kraft und Poesie, voller Herz und Witz eine märchenhafte und zugleich fesselnd gegenwärtige Geschichte.
69 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Alina Bronsky wurde am 02. Dezember 1978 in Jekaterinburg (Russland) geboren.

Alina Bronsky im Netz:

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