Alina Bronsky Baba Dunjas letzte Liebe

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Inhaltsangabe zu „Baba Dunjas letzte Liebe“ von Alina Bronsky

'Eine große Geschichte von Menschen und ihrem Mut, ihrer Kraft und ihrer Unbeugsamkeit' Christine Westermann Baba Dunja ist eine Tschernobyl-Heimkehrerin. Wo der Rest der Welt nach dem Reaktorunglück die strahlenden Waldfrüchte fürchtet, baut sie sich mit Gleichgesinnten ein neues Leben auf. Mitten im Niemandsland, wo die Vögel so laut rufen wie nirgends sonst und manchmal ein Toter auf einen Plausch vorbeikommt. Während der sterbenskranke Petrov in der Hängematte Liebesgedichte liest und die Melkerin Marja mit dem fast hundertjährigen Sidorow anbandelt, schreibt Baba Dunja Briefe nach Deutschland, an ihre Tochter. Doch dann kommen Fremde ins Dorf – und die Gemeinschaft steht erneut vor der Auflösung. Voller Kraft und Poesie, voller Herz und Witz lässt Alina Bronsky eine untergegangene Welt wiederauferstehen und erzählt die Geschichte einer außergewöhnlichen Frau, die im hohen Alter ihr selbstbestimmtes Paradies findet.

Ein berührendes Buch, unglaublich ruhig und eindrucksvoll geschildert! Eine starke Frau, die sich im Leben treu geblieben ist.

— Jennifer081991
Jennifer081991

Eine wunderbare Art und Weise undramatisch und schmucklos über Menschen und das Leben zu lesen-Poesiereich und malerisch

— blaues-herzblatt
blaues-herzblatt

Schöner Roman über Heimat und Gemeinschaft.

— PaulaAbigail
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Ein hübsches, pointiert geschriebenes Büchlein mit einer rüstigen Seniorin, die nur in Ruhe ihren Lebensabend verbringen will. In Tschernowo

— JuliB
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Eine besondere Geschichte über Heimatgefühl, Selbstbestimmung und wahrer Liebe. Bedrückend ergreifend erzählt.

— Buecherwurmanja
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— leniks
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  • Ein verlassenes Dorf in Tschernowo

    Baba Dunjas letzte Liebe
    Jennifer081991

    Jennifer081991

    03. September 2017 um 22:56

    Russland. Tschernowo nach einem Reaktorunfall. Das gesamte Umland ist verstrahlt. Wer jung ist, wer Kinder plant, wer noch eine Zukunft im Leben hat, der ist bereits seit langem fort. Nur die Alten sind zurückgekommen. Sie haben nichts mehr zu verlieren und sie haben keinen anderen Ort im Leben. Hier leben sie ein Leben fernab der Zivilisation. Ohne Telefon und Internet, ohne gute Versorgung. Der Bus in die nächste Stadt hält Kilometer vor Tschernowo, doch viele Lebensmittel brauchen sie nicht von außerhalb. Wenn der eigene Körper verstrahlt ist, was machen dann schon kontaminierte Lebensmittel? Und so ziehen sie das meiste, was sie zum Leben brauchen, im Garten an. Die Natur erobert sich derweil langsam den ausgestorbenen Ort zurück. Doch was passiert, wenn die Welt da draußen mit der Unziviliation kollidiert? Welche Auswirkungen haben Zivilisation und die verstrahlte Gegend aufeinander? Baba Dunja war die erste, die zurückkam. Sie ist diejenige, die das Dorf zusammenhält, die Lebenswillen schenkt und praktische Lebenshilfe gewehrt. Ihre Tochter ging nach Deutschland, ihre beiden inzwischen erwachsenen Enkelkinder hat sie nie gesehen – Baba Dunja verlässt Tschernowo nicht und die Tochter könnte sie mit den Kindern nicht besuchen. Und nun ist Baba Dunja diejenige, an der die Zukunft Tschernowos hängt… Baba Dunjas letzte Liebe Ich hatte Baba Dunjas letzte Liebe ziemlich lange im Schrank stehen. Das lag vor allem daran, dass ich Lebenserinnerungen in der Regel nicht viel abgewinnen kann. Dieses kleine, feine Büchlein hat mich jedoch schnell eines Besseren belehrt. Als mir bei meinem Freund der Lesestoff ausging, habe ich mir seine Ausgabe geschnappt (lustiger Zufall eigentlich) und einfach mal angefangen. Bereits mit den ersten Seiten hat mich Baba Dunja so in ihren Bann gezogen, dass ich kaum aufhören konnte. Auf eine ruhige und dennoch glaubwürdige Art erzählt Bronsky hier von einem russischen Großmütterchen, die sich nach einer verheerenden Katastrophe ihre Heimat zurückerobert hat. In Tschernowo ticken die Uhren anders: Kein Telefon, kein Internet, kein Kontakt zur Außenwelt. Die Gemeinschaft der Alten lebt nicht miteinander, aber eben auch nicht gegeneinander. Jeder kümmert sich um seins, man lässt die anderen in Frieden. Aber natürlich kann solch ein Ort – inmitten der Zivilisation und dennoch irgendwie zeitlos – nicht lange von seiner Außenwelt unbeeinflusst bleiben. Der größte Teil des Romans entwickelt sich über den Dialog Baba Dunjas mit sich selbst und dem Leser, erst etwa im letzten Drittel bekommt das Buch eine Dringlichkeit. So vorhersehbar einige Entwicklungen sind, so ruhig und authentisch werden sie geschildert. Baba Dunja prägt die Erzählung durch ihre Art einfach sehr. Sie ist mit sich im Reinen und das fand ich unglaublich sympatisch an ihr! Dennoch hat mich gerade das Ende sowohl gerührt als auch hoffnungsvoll wie traurig gestimmt – irgendwie kam alles zusammen. Insgesamt einfach eine wunderbare kurze Erzählung! Fazit Ein berührendes Buch, unglaublich ruhig und eindrucksvoll geschildert! Eine starke Frau, die sich im Leben treu geblieben ist

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  • Lieblingsbuchalarm

    Baba Dunjas letzte Liebe
    blaues-herzblatt

    blaues-herzblatt

    20. May 2017 um 16:10

    Dieses Buch habe ich in Berlin, bei einer Tour durch die kleinen Buchläden im lauschigen Prenzlauer Berg von der Buchverkäuferin empfohlen bekommen. Ich habe ihr gesagt das ich Masha Kaléko liebe und sie hat mir dieses Buch wärmstens ans Herz gelegt. Ich fand die geringe Seitenanzahl für den stressigen Alltag genau richtig und die Story einer Tschernowo-Rückkehrerin einen interessanten Ausbruch aus den alltäglichen Themen.Die Geschichte fängt mitten im Leben von Baba Dunja an und fährt mit Worten eine Geschichte nach, die manch anderer auf dramatische Art und Weise mit Selbstmitleid untermauert hätte. Alina Bronsky hat einen weitaus bewegenderen Weg gefunden, Baba Dunja nimmt ihr Schicksal ohne Murren an und nur zwischen den Zeilen scheinen Gefühle durch. Desweiteren hat Baba Dunja eine faszinierende Art, die Menschen in ihrem Umfeld, durch wenige klare Worte in ihrer ganzen Tiefe zu beschreiben!!!Ein Buch das ich jedem Leser, der gerne auch mal über ein zwei Seiten ins Grübeln, Schmunzeln und Erinnern kommt ans Herz legen. :)

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  • Baba Dunjas letzte Liebe

    Baba Dunjas letzte Liebe
    Angel10

    Angel10

    18. May 2017 um 16:29

    - sehr sympathische, bodenständige Protagonistin kehrt in die Todeszone (Tschernobyl) zurück, um dort ihren Lebensabend zu verbringen
    - bald folgen ihr einige andere alte Menschen
    - Baba Dunja wurde im Leben nicht immer verwöhnt, hat trotzdem ihr großes Herz behalten und ihren Optimismus

  • Strahlende Kommune

    Baba Dunjas letzte Liebe
    JuliB

    JuliB

    24. April 2017 um 08:52

    Da die Ukraine als „drüben an der ukrainischen Grenze“ erwähnt wird, gehe ich davon aus, dass das Buch in Russland spielt. Die ehemalige Hilfsschwester Baba Dunja, längst keine 82 mehr, wohnt mit einer Handvoll Nachbarn in Tschernowo. Einem einst sehr lebendigen Dorf nahe der Stadt Malyschi. Heute gibt es in Tschernowo nur noch die Toten, die die Lebenden nie verlassen haben und viel zu viele Spinnen. Denn das Dorf, an dessen Hauptstraße einst 30 Häuschen standen, liegt mitten in der sogenannten Todeszone. Nach dem großen Reaktorunglück, sagen die Leute, ist alles verstrahlt. Baba Dunja ist trotzdem zurückgekehrt. In ihrem Alter, so sagt sie, hat man alles gesehen und alles erlebt. Wer hat da noch Angst vor dem Tod? Außerdem geht es ihr in dieser absoluten Selbstbestimmtheit sehr gut. Nur wohnt ganz sicher niemand in ihrer kleinen strahlenden Kommune, der gesund ist oder noch etwas zu verlieren hat. Als eines Tages ein Mann mit einem kleinen Mädchen auftaucht, hakt Baba Dunja nach und plötzlich ist die beschauliche Ruhe an dem Ort, an dem die Zeit keine Rolle mehr spielt und die Natur sich die Welt langsam zurück erobert, in Gefahr … <><><> „Baba Dunjas letzte Liebe“ von Alina Bronsky hat mir sehr gut gefallen. Ich war sofort mitten drin in der Geschichte um die skurrile kleine Kommune aus schrulligen Alten, die nichts mehr zu verlieren zu haben glaubten und jeder für sich dem Leben noch das abtrotzen, was es an Schönheit zu bieten hat. Den lieben Gott einen Mann sein lassen und genießen. Egal, ob es strahlt oder nicht. Hauptsache, man hat seine Ruhe. Allen Widerständen und Zweiflern zum Trotz.  Das Buch ist keine Liebesgeschichte im herkömmlichen Sinne, sondern beschreibt in erster Linie die tiefe Verbundenheit zu Baba Dunjas Heimatdorf und die Erinnerungen daran.  5 von 5 Sternen  

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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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  • Baba Dunjas letzte Liebe

    Baba Dunjas letzte Liebe
    leniks

    leniks

    04. March 2017 um 23:28

    Nach eine Leseprobe dieses Buches wollte ich es unbedingt lesen. Denn schon da habe ich es so empfunden, das die Autorin es mit viel Einfühlungsvermögen versteht, den Leser mit in das Dorf Tschernowo (Tschnerobyl) zu nehmen, wo in den 1980 Jahren der Reaktor kaputt ging. Die Menschen wurden evakuiert. Doch nach einigen Jahren gingen einige Menschen zurück und eine der ersten war im Buch Baba Dunja, ihre Kinder im Ausland wissend. Die meisten Bewohner im Dorf sind alt und leben mit der Strahlung. Doch dann kommt  ein Fremder mit einem Kind und ihr Leben wird durcheinander gebracht. Auch wenn ein ernster Hintergrund dem Buch naheliegt, ist es teilweise lustig zu lesen. Ganz besonders fand ich den Hahn Konstantin. Der auch zwischen den einzelnen Leseabschnitten abgebildet ist. Das Buch umfasst 160 Seiten und erhält von mir drei sehr gute Sterne.

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  • Selbstbestimmtes Leben und Sterben

    Baba Dunjas letzte Liebe
    Barbara62

    Barbara62

    26. January 2017 um 10:43

    Inspiriert von einem Bericht über 250 alte Frauen, die „nach dem Reaktor“, also nach dem Reaktorunfall von 1986 in Tschernobyl, nicht mehr in den ihnen zugeteilten Flüchtlingsunterkünften wohnen wollten, sondern in die verseuchten „Todesdörfer“ zurückkehrten, hat die deutsch-russische Autorin Alina Bronsky ihren kleinen Roman Baba Dunjas letzte Liebe verfasst. 2015 zurecht auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis, ist er ein Beitrag zur Diskussion darüber, wie wir altern und sterben wollen und was echte Freiheit ist. Baba Dunja, die eigentlich Evdokija Anatoljewna heißt, ist nach dem Gau in ihr Dorf Tschernowo zurückkehrt, als erste einer kleinen Zahl von Menschen, die die Hälfte der etwa 30 Häuser bewohnen. Die Regierung duldet sie, ansonsten schlagen sie sich alleine durch, trinken Brunnenwasser und essen, was die fruchtbaren Gärten hervorbringen. Nur selten fährt einer in die nächste, weit entfernte und schlecht zu erreichende Stadt, um die Post zu holen oder Einkäufe zu machen. Zu Besuch kommen gelegentlich Fotografen, Filmleute, Biologen oder eine Krankenschwester, alle im Strahlenschutzanzug. Die kleine Gruppe empfindet sich nicht als Gemeinschaft, jeder ist um der Ruhe willen gekommen. Die Ich-Erzählerin Baba Dunja, die von den anderen als „Bürgermeisterin“ angesehen wird, sagt von sich, dass sie dort ihre friedlichsten Jahre verbracht hat, losgelöst von allen Verpflichtungen anderen gegenüber, sogar von ihren weit entfernt lebenden Kindern, und vor allem ohne Zeit: „Was ich in Tschernowo niemals gegen fließend Wasser und eine Telefonleitung eintauschen würde, ist die Sache mit der Zeit. Bei uns gibt es keine Zeit. Es gibt keine Fristen und keine Termine.“ Auch Angst kennt Baba Dunja nicht mehr, obwohl sie sich der unsichtbaren Bedrohung durchaus bewusst ist und den Fremden, der mit seiner gesunden kleinen Tochter zu ihnen kommt, keinesfalls im Dorf dulden möchte. Doch auch Tschernowo ist kein rechtsfreier Raum, und als der Fremde ermordet wird, verhaftet die Miliz kurzerhand alle Dorfbewohner. Baba Dunjas letzte Liebe, ihr Haus, ihr Frieden, ihre Selbstbestimmung stehen auf dem Spiel. Unwillkürlich habe ich bei der Lektüre begonnen, über mein eigenes Altern und die Freiheit, selbst darüber zu entscheiden, nachgedacht. Die Todeszone muss es nicht sein, aber ein bisschen von Baba Dunjas Unabhängigkeit und Selbstbestimmung wäre schön.

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    • 6
  • Ein wunderbares Büchlein

    Baba Dunjas letzte Liebe
    Xirxe

    Xirxe

    01. November 2016 um 17:26

    Baba Dunja, die nun wirklich keine 82 Jahre mehr ist ;-) kehrt zurück in ihr Heimatdorf Tschernowo, das in der Todeszone von Tschernobyl liegt. Sie ist die Erste, die sich dort, in ihrem alten Haus, wieder niederlässt, doch nach und nach steigt die Zahl der BewohnerInnen. Es sind meist Alte, die Jüngsten um die 60 Jahre, zum Teil schwer krank, die nichts fürchten, auch nicht den Tod. Jede/r lebt dort sein Leben, eine wirkliche Gemeinschaft gibt es nicht. Gemüse und Obst werden im eigenen Garten angebaut, was man sonst so braucht und nicht selbst herstellen kann, wird von der kärglichen Rente im nächsten Städtchen Malyschi gekauft. Es könnte ein Idyll sein, doch Baba Dunja, die Ich-Erzählerin, ist sich der prekären Situation durchaus bewusst: Sie (wie auch der Rest in Tschernowo) strahlt mittlerweile selbst wie ein kleines Atomkraftwerk und ein Happy End ist bestimmt nicht zu erwarten. Wie sollte es in ihrem Alter auch aussehen? Denn eines ist gewiss: der Tod. Und diesem in Tschernowo zu begegnen, ist das Schlechteste nicht.Baba Dunja erzählt nicht nur von ihrem Leben im Dorf, sie erinnert sich auch an ihr Leben davor, das voller Mühsal war und darin bestand, für andere da zu sein: ihre Kinder Irina und Alexej; ihren Mann Jegor; die Kranken, die sie als medizinische Hilfsschwester behandelt hat. Nun kann sie zum erstem Mal in ihrem Leben das tun, was sie will: leben und sterben in Tschernowo. Ihrer Tochter Irina, die als Chirurgin in Deutschland lebt, ein Kind hat und nicht verstehen kann, weshalb ihre Mutter dorthin zurückgekehrt ist, schreibt sie beruhigende Briefe.Zitat: "Mädchen", sagte ich, "guck mich an. Siehst Du, wie alt ich bin? Und das alles ohne Vitamine und Operationen und Vorsorgeuntersuchungen. Wenn sich jetzt irgendetwas Schlechtes in mir einnistet, dann lasse ich es in Ruhe. Niemand soll mich mehr anfassen und mit Nadeln pieksen, wenigstens das habe ich mir verdient."Alina Bronskys Schreibstil trifft den Tonfall dieser alten Baba Dunja wunderbar: gelassen, durch nichts zu erschüttern und immer noch voller Lebensfreude. Sie weiß um die guten und schlechten Seiten der Menschen, verurteilt niemanden und nimmt das Leben wie es kommt - doch ohne sich sagen zu lassen, was sie zu tun hat. Zufälligerweise habe ich gerade zuvor das Buch Eierlikörtage: Das geheime Tagebuch des Hendrik Groen, 83 1/4 Jahre gelesen - das genaue Gegenteil eines Lebens im Alter. Dort wohl versorgt im Altenheim, alles läuft nach Plan: Essen, Trinken, Unterhaltungsprogramm, sofern es eines gibt. Ohne Eigeninitiative (die nicht unbedingt gerne gesehen wird) nichts als gepflegte Langeweile. Wie erfrischend hingegen das Leben in der Todeszone, ohne dass es verklärt wird. Wenn man mich fragen würde, wo ich lieber meine letzten Tage verbringen möchte, wäre die Antwort klar: Tschernowo ;-)

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  • Berührende Erzählung aus einer postapokalyptischen Welt

    Baba Dunjas letzte Liebe
    Fragmentage

    Fragmentage

    30. October 2016 um 10:34

    Die hochbetagte Baba Dunja hat sich vor Jahren entschieden, in ihr Heimatdorf zurückzukehren. Das wäre an sich nichts Ungewöhnliches, läge das Dorf nicht in der Todeszone eines verunglückten Kernkraftreaktors. Die ganze Gegend ist radioaktiv verstrahlt, keiner darf sich hier dauerhaft aufhalten, geschweige denn ansiedeln, doch die kleine Dorfgemeinschaft von Tschernowo kümmert sich nicht um Vorschriften. Die Bewohner sind alle alt, manche krank und wollen nichts weiter, als ihr Leben in der Heimat zu Ende leben. Baba Dunja, die von den anderen als eine Art Bürgermeisterin angesehen wird, baut Gemüse in ihrem Garten an und versorgt sich weitgehend selbst. Die beschwerliche Fahrt in die nächste Stadt nimmt sie nur selten auf sich, um Post abzuholen, ihre Rente abzuheben und das Nötigste einzukaufen. Es ist ein idyllisches Leben, doch dann tauchen Fremde auf und bringen die Gemeinschaft in Gefahr.-An den Super-GAU von Tschernobyl werde ich mich wohl mein Leben lang als die größte Katastrophe meiner Kindheit erinnern und noch heute läuft es mir kalt den Rücken herunter, wenn ich daran denke, wie nachhaltig uns das damals auch in Deutschland traumatisiert hat. Als ich vor einigen Jahren eine Reportage über Tschernobylheimkehrer las, faszinierten und gruselten mich die Schicksale der Menschen gleichermaßen, denn ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass jemand freiwillig in dieser geradezu postapokalyptischen Realität lebt.Auf Alina Bronskys neuen Roman war ich daher besonders gespannt und setzte hohe Erwartungen in ihre Erzählkunst. Ich wurde nicht enttäuscht, denn sie schafft es mit scharfsinnigem Wortwitz und dabei unheimlich einfühlsam, auf engstem Seitenraum diese unwirkliche Welt entstehen zu lassen und jedem einzelnen der greisen Heimkehrer ein Gesicht zu geben. Es fiel mir nicht leicht, das kleine Bändchen am Ende zuzuklappen und Tschernowo zurückzulassen, so liebens- und lebenswert war mir die kleine Dorfgemeinschaft geworden.

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  • Wunderbar und berührend

    Baba Dunjas letzte Liebe
    Suppenschildi

    Suppenschildi

    06. September 2016 um 13:33

    Ich hätte noch stundenlang weiterlesen können über Baba Dunja und ihr Leben in einem beinahe verlassenen Dorf nahe Tschernobyl.

  • Autonomie in der atomaren Zone

    Baba Dunjas letzte Liebe
    Buchstabenliebhaberin

    Buchstabenliebhaberin

    22. July 2016 um 18:59

    Dieses Buch ist eigentlich total paradox. Es handelt von alten, kranken Menschen, die sich zurückgezogen haben - in ihr altes Dorf in der Todeszone, im atomar verstrahlten Teil Russlands. Hier leben Baba Dunja und eine Handvoll anderer Alten, die zurück gekehrt sind. Weil ihnen das Leben in den Städten zu teuer, zu hektisch, zu unpersönlich ist. Nicht, dass sie in Tschernowo einen auf Supergemeinschaft machen, im Gegenteil, jeder lebt sein Leben, so gut er kann oder will. Manch einer schaut nach seinem Nachbarn, aber keiner steckt die Nase übermäßig in die Angelegenheiten der anderen.Das Paradoxe? Baba Dunja und Co. sind glücklich und zufrieden mit ihrem Leben. Sie haben Brunnenwasser, Gemüse aus eigenem Anbau und viel Ruhe. Es wirkt kärglich aber idyllisch, das verstrahlte Dörfchen und seine Bewohner.Vor allem Baby Dunja ruht in sich. Sie hat ihr Leben gelebt, sie will niemand zur Last fallen, ihr Garten ist ihr Ein und Alles. Sie weiß, dass Tschernowo kein Ort für Kinder, Junge oder Gesunde ist. Deshalb versteht sie auch, dass ihr Sohn und ihre Tochter samt Enkelin sie nicht besuchen kommen. Zu ihrer Tochter nach Deutschland ziehen will sie nicht. Sie besteht auf ihre Eigenständigkeit, auf eine wunderbare Art und Weise.Das Leben der Alten plätschert dahin, und es ist ein Vergnügen, sie als Leserin zu begleiten. Alina Bronsky schreibt klug, warmherzig und so, dass ich neugierig durch die Häuser und Gärten mit spaziert bin, die Hühnersuppe in der Nase hatte und den Staub der Dorfstraßen an der Bushaltestelle. Dann passiert sogar etwas richtig Aufregendes: ein Mord. Und Baba Dunja, in der alle die inoffizielle Bürgermeisterin sehen, tut, was sie tun muss. Eine starke Frau - obwohl sie keine 82 mehr ist (wie sie selber immer betont) und sie zunehmend mehr Alterszipperlein registriert. Richtig, sie registriert sie, sie jammert nicht.Ich hätte noch gern weitergelesen. Ich war ja kaum angekommen. Baba Dunja kann man nur lieben.

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    • 2
  • berührend

    Baba Dunjas letzte Liebe
    Bücherwurm

    Bücherwurm

    "Baba Dunjas letzte Liebe" von Alina Bronsky ist ein ewig aktueller Roman. Ein Buch, das ich niemals missen möchte, das mich sehr berührte und als Mahnmal für jegliche Nation dieser Erde stehen sollte.Momentan laufen viele Dokumentationen über den Reaktorunfall in Tschernobyl. Es wird offen über die Fehlentscheidungen der damaligen Verantwortlichen gesprochen, über die dramatischen Folgen von tausenden von Menschen, die ihre Wohnung, ihre Stadt verlassen mussten und nie wiederkehren durften. Von Menschen, die erkrankten, von ungeborenen Kindern, die keine Chance hatten gesund geboren zu werden.Baba Dunja ist eine sehr alte Frau. Sie ist eine der Personen, die zu gehen gezwungen wurde, die versuchen musste, woanders heimisch zu werden. Jahre konnte sie sich ablenken, denn als Krankenschwester wurde sie gebraucht, hatte viel zu tun, und wer Arbeit hat, kommt nicht zum Nachdenken.Aber irgendwann kam die Zeit des Alters, der Rente, der Ruhe.  Und da kamen die Erinnerungen. An die Zeit VOR dem Unglück, an das damalige Glück, das sie nicht wahrgenommen hatte, Glück, das sie -jung wie sie war- als selbstverständlich genommen hatte.Und sie trifft eine folgenschwere Entscheidung: sie geht zurück in das Sperrgebiet. Sie bezieht ein wenig verfallenes Haus und beginnt im Garten zu arbeiten. Ab und zu kommt vermummter Besuch, Biologen, die die Tierwelt dokumentieren, aber es kommen auch andere ehemalige Einwohner. Leute, die alt, chronisch krank, von den Ärzten aufgegeben sind, die einfach "nach Hause" wollen.Schon der Klappentext lässt ahnen, wie viel Gefühl in dieser Geschichte steckt. Dieser Roman ist nicht nur sehr gut geschrieben, er ist auf so vielen Ebenen ins Herz treffend, regt zum Nachdenken und zum Lachen an und kann einfach nur die volle Punktzahl erhalten.Vielen Dank für einen Roman, der lange nachhallt und endlos berührt!

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    • 3
  • Ich habe erst ein wenig gefremdelt mit diesem wundervollen Buch…

    Baba Dunjas letzte Liebe
    StefanieFreigericht

    StefanieFreigericht

    21. May 2016 um 10:54

    "Auf kleinem Raum gelingt ihr [der Autorin Alina Bronsky] eine märchenhafte und zugleich fesselnd gegenwärtige Geschichte." so heißt es auf dem Klappentext des Schutzumschlages zu diesem ganz besonderen Büchlein. Man kann es eigentlich nicht besser zusammenfassen, es passiert gleichzeitig wenig und sehr viel im Leben der Baba Dunja. Im Alter ist die frühere medizinische Hilfsschwester in ihr Dorf zurückgekehrt, das in der sogenannten Todeszone nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl liegt. Außer ihr leben dort noch weitere Alte, manchmal nebeneinander, manchmal mit- oder sogar füreinander. In Ichform berichtet sie über dieses Leben unter mehr oder weniger skurrilen Persönlichkeiten. So erscheint eines Tages ein Nachbar bei ihr: „‘Ich werde dir was sagen‘, warnte er mich. ‚Ich bin ganz Ohr.‘ ‚Du bist eine Frau.‘ ‚Stimmt.‘ ‚Und ich ein Mann.‘ ‚Wenn du es sagst.‘ ‚Lass uns heiraten, Dunja.‘ … Ich kann mir genau vorstellen, was ihn auf Hochzeitsgedanken bringt. Er ist ein Mann und wäscht seine Sachen, wenn sie vor Schmutz steif sind, in einer Schüssel mit Haushaltsseife, um sie dann unausgespült im Garten zum Trocknen aufzuhängen. Zum Essen weicht er sich zweimal am Tag Haferflocken ein, mit verdünnter H-Milch, wenn er welche hat, und mit Brunnenwasser, wenn die Milch alle ist. …“ S. 37ff Baba Dunja verfügt über Lebens- und Altersweisheit, viele Errungenschaften der Neuzeit hingegen interessieren sie nicht („tragbares Telefon mit Bildschirm“) – sie nützen nichts in diesem Dorf ohne fließendes Wasser, in dem alles angebaut oder umständlich herangeholt werden muss. Der Schreibstil von Alina Bronsky ist wunderbar leicht zu lesen, oft mit leiser Ironie, liebevoll und stets voller Würde für ihre Figuren. Ich war traurig, als die Geschichte, eher eine Novelle, zu Ende war; ungeachtet dessen habe ich doch ein klein wenig gefremdelt mit der Geschichte, weil mir nach der Lektüre noch etwas fehlte, mehr so ein Gefühl als etwas großartig greifbares: Letztendlich stellte ich fest, dass ich den Entschluss einer so klugen und zutiefst lebensbejahenden Frau, in diese Todeszone zu ziehen, nie ganz nachvollziehen kann – ich muss mich da wirklich zwingen, an ihr hohes Alter zu denken und mit zu bedenken, wie entsetzt sie auf junge, gesunde Neuzugänge im Dorf reagiert: Baba Dunjas Tschernowo ist ein Ort derer, denen die Strahlung keinen Schaden mehr zufügen kann, weil sie so alt sind oder bereits vorher krank waren, und es ist auch der Ort derer, denen die Stadt zu laut ist, zu teuer, zu eng, zu schnell und zu wenig selbstbestimmt. Baba Dunja benötigt keinen Aufbruch mehr. Sie ist angekommen.

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  • Leserunde zu "Die Indianische Kalenderchallenge 2016/2017"

    Indianisches Horoskop / Geburtstagskalender (Wandkalender immerwährend DIN A3 quer)
    stebec

    stebec

    Halli Hallo meine Lieben, Vorab: Es handelt sich hier um eine Challenge. Der Kalender kann nicht gewonnen werden!.Wie wir es schon angekündigt haben, möchten kattii und ich euch dieses Jahr auch wieder mit einer Horoskop-Challenge bespaßen. Da wir uns gedacht haben, dass zwei Jahre hintereinander das gleiche Horoskop ziemlich langweilig werden kann, haben wir uns dazu entschlossen dieses Jahr die Chinesischen Sternzeichen durch die Indianischen zu ersetzen. Wir haben auch noch ein paar kleine Änderungen vorgenommen, damit das Punktesammeln nicht mehr so kompliziert ist, wie letztes Jahr und somit das Lesevergnügen ganz im Vordergrund steht. Außerdem gibt es am Ende der Challenge auch eine Kleinigkeit zu gewinnen. Kommen wir also erstmal zu dem wichtigsten. Die Regeln:1. Wir sammeln diesmal Totems und keine langweiligen Punkte ;)2. Jeden Monat bekommt ihr zwei Aufgaben zu einem Tierkreiszeichen. Die Aufgaben beziehen sich immer auf eine negative und eine positive Charaktereigenschaft. 2.1. Für jede gelöste Monatsaufgabe gibt es ein Totem.3. Zusätzlich bekommt ihr von uns 12 Jahresaufgaben, die ihr über den gesamten Challengezeitraum lösen könnt. Die sind sozusagen eure Joker, falls ihr mal eine Monataufgabe nicht lösen könnt. Diese sind dafür etwas aufwändiger bzw. kniffliger.3.1. Für jede Jahresaufgabe gelöste Jahresaufgabe gibt es ein Totem.4. Denn um am Ende der Challenge in den Lostopf zu hüpfen, müsst ihr mindestens 24 Totems gesammelt haben.5. Gerne könnt ihr die Jahresaufgaben auch zusätzlich lösen. Eure Chance auf den Gewinn beeinflusst das jedoch nicht. 6. Wie auch letztes Jahr bekommt ihr die doppelten Totems, wenn ihr die Monatsaufgaben zu dem Tier löst, was euer Sternzeichen ist. ACHTUNG: Die Jahresaufgaben sind hiervon ausgeschlossen. 7. Eine Rezension oder Kruzmeinung zu den Büchern ist diesmal Pflicht und muss in einem Sammelpost festgehalten werden. Ob ihr diesen in dem Thread erstellt oder doch lieber mit eurem Blog teilnehmen wollt, ist euch überlassen. 8. Die Rezensionen oder Kurzmeinungen müssen immer bis zum 5ten des Folgemonats online sein. 9. Die Monatsaufgaben postet katti immer am 20ten des vorherigen Monats.10. Da noch nachträglich viele Anfragen eingehen. Ist die Anmeldefrist aufgehoben. Man kann jederzeit in die Challenge einsteigen, aber die gelesenen Bücher können nicht nachträglich gezählt werden. Es gelten die Bücher die ab Zeitpunkt der Challenge gelesen wurden.11. Sagt uns bitte bei der Anmeldung, wann ihr Geburtstag habt, damit wir die doppelten Totems nachvollziehen können.12. Wir behalten uns vor jeden Teilnehmer, der drei Monate abwesend war/ist, anzuschreiben und ggf. aus der Challenge auszuschließen.Natürlich interessiert euch auch, was es zu gewinnen gibt:Die Gewinne:1. Ein Überraschungpaket im Wert von 20-30€2. Zweimal einen Buchgutschein im Wert von 10 € von der Bockumer Buchhandlung.Ihr seht wir haben einiges geändert, sodass die Challenge etwas einfach und vielleicht auch attraktiver wird. Wir wünschen euch jetzt erstmal viel Spaß und hoffen, auf eine rege Teilnahme.Fragen können wie immer gerne im dazu vorgesehenen Thread gestellt werden.Die Teilnehmer:Ann-Kathrin Speckmann 07.09.1995 => 8 TotemsBücherwurm 25.06.=> 6 TotemsBuchgespenst 07.01.1981 => 16 TotemsFederzauber 20.06.1982 => 10 TotemsInsider2199 26.03.1968 => 15 Totemsjanaka 02.10.1965 => 14 TotemsJisbon 06.09.1994 => 8 TotemsLadySamira091062 09.10.1962 => 8 Totemslouella2209 22.09.1978 => 17 TotemsPaulamybooksandme 18.04.1993 => 4 Totemssomebody 01.03.1980 => 3 TotemsTatsu 08.10.1988 => 16 Totems

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    • 367
  • Über die Freiheit keine Angst zu haben

    Baba Dunjas letzte Liebe
    Schmitzorek

    Schmitzorek

    12. May 2016 um 21:58

    Baba Dunja ist eine Tschernobyl-Heimkehrerin. Sie wollte nicht weiter in den improvisierten und unpersönlichen staatlichen Bauten wohnen - sie wollte wieder nach Hause, nach Tschernowo, welches allerdings in der Todeszone liegt. Mittlerweile wohnt sie dort schon wieder seit vielen Jahren und eine kleine Dorfgemeinschaft hat sich gebildet. Die meisten Menschen sind alt, wie auch Baba Dunja, einige sind krank, die meisten wollen einfach ihren Lebensabend in Ruhe verbringen. Ruhe gibt es in Tschernowo viel. Hier fährt kein Bus, hierher kommen keine Gäste, nicht mal die Post kommt hierher. Baba Dunja fühlt sich wohl. Sie hat ihren Garten, der ihr leckeres Gemüse schenkt, sie hat ihr kleines Häuschen und sie hat ihre schrulligen Freunde. Doch die Ruhe hat mit einem Mal ein jähes Ende, als zwei Fremde ins Dorf kommen - einige dramatische Ereignisse sind die Folge und Baba Dunja erlebt doch nochmal einiges auf ihre alten Tage. --- Ein Roman über die Freiheit keine Angst zu haben. Ob vor dem Ungeheuer atomarer Strahlung, vor Krankheit, vor der Einsamkeit oder vor der Justiz. Baba Dunja ist unerschütterlich und ruht so sehr in sich selbst, dass man als Leser sich gerne eine Scheibe abschneiden möchte. Dazu die skurrilen und witzigen Charaktere im Dorf Tschernowo, die so liebens- und lesenswert sind. Eine schöne kleine Geschichte über Seelenruhe, innere Freiheit, Gottvertrauen und die einfache Zuversicht, dass sich schon alles so fügen wird wie es eben sein soll und gut ist. Man wird eben alt, aber schlimm ist das nicht.

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