Alina Bronsky Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche

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Inhaltsangabe zu „Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche“ von Alina Bronsky

Jenseits des Urals herrschen klare Verhältnisse: Die Tatarin Rosalinda bestimmt, ihr Gatte Kalganow spurt, und ihre Tochter Sulfia benimmt sich schlecht. Es mangelt an vielem, aber nicht an Ideen, und schon gar nicht an Willenskraft. Es steht also immer etwas Scharfes auf dem Tisch, und alle größeren Malheurs, die Sulfia anrichten könnte, werden verhindert. Nur ihre Schwangerschaft nicht, und auch nicht die Geburt von Aminat, dem genauen Gegenteil ihrer Mutter: schön, schlau, durchsetzungsfähig – ganz die Großmutter eben. Rosalinda steht zum ersten Mal einem Geschöpf gegenüber, das ihr ebenbürtig ist, und wird die leidenschaftlichste Großmutter aller Zeiten. Im ungleichen Kampf zwischen der glücklosen Sulfia und der rücksichtslosen Rosalinda wird das Mädchen zur Wandertrophäe – und der Hörer zum Zeugen haarsträubendster Ereignisse, komischster Szenen, schlagfertigster Dialoge. Alina Bronsky gelingt eine Glanzleistung: Sie lässt ihre radikale, selbstverliebte und komische Hauptfigur die Geschichte dreier Frauen erzählen, die unfreiwillig und unzertrennlich miteinander verbunden sind – in einem Ton, der unwiderstehlich ist. Durch drei Jahrzehnte und diverse Schicksalsschläge führt sie die ungleichen Frauen, und der Leser folgt ihr atemlos ... Voller Gefühl, Sinnlichkeit, Drastik und Exotik: ein scharfer Frauenroman!

Sarkastisch, böse, tiefgründig! Rosa weiß, was sie will. Eine liebevoll grausame Großmutter, die ihre Augen aber verschließt.

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Dieses Buch ist anders, irgendwie böse, aber vielleicht gerade deshalb so reizvoll.... Sophie Rois ist die perfekte Stimme dafür!

— IZaubermausI
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    • 1702
  • Tragikomische Geschichte mit außergewöhnlicher Heldin

    Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche
    Schlehenfee

    Schlehenfee

    27. September 2016 um 20:58

    Sowjetunion, Ende der Siebziger Jahre: Tatarin Rosalinda muss mal wieder für Ordnung in der Familie sorgen: ihre dumme Tochter Sulfia ist ungewollt schwanger.Also versucht sie, mit Hausmittelchen eine Abtreibung durchzuführen. Das Ergebnis kommt neun Monate später auf die Welt: Aminat. Entgegen aller Behauptungen schließt Rosalinda ihre Enkelin ins Herz. Natürlich kann niemand ihrer Enkelin ein besseres Leben ermöglichen als Rosa selbst. Ihr Mann Kalganow ist eh zu nichts nutze. Nach ein paar gescheiterten Versuchen, ihre Situation zu verbessern, plant Rosalinda dir Flucht in den Westen. Dazu muss jetzt nur noch ein ausländischer Ehemann für Sulfia her...„Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche“ ist nach „Scherbenpark“ mein zweites Buch von Alina Bronsky. Es sprüht nur so vor Ironie und Humor aber auch tragische Ereignisse werden zum Thema. Die Handlung dreht sich um die drei Frauen Rosalinda, Sulfia und Aminat, erzählt wird aber alles von Rosalinda und sie ist der unangefochtene Star des Buches. Narzisstisch, besserwisserisch und herrisch: Rosalinda ist die Mutter/Oma/Schwiegermutter, die man seinem ärgsten Feind nicht wünschen würde. Von sich selbst denkt sie, dass niemand ihr das Wasser reichen kann. Mit viel Ironie schreibt Bronsky diesen Charakter, so dass ich oft lachen musste.Vor allem die Handlung in Russland ist geprägt von viel Situationskomik, die das kommunistische System mit sich brachte. Trauriger und tragischer, aber auch ein bisschen zäher wird die Handlung, als sie sich nach Deutschland verlagert. Denn hier wird dem Leser klar, dass auch bei Rosalinda gilt: das Gegenteil von gut ist „gut gemeint“.Für mich war „Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche“ eines der Hörbuch-Highlights der letzten Jahre, denn Sprecherin Sophie Rois verleiht der Rosalinda eine wunderbar nuancierte Stimme, die die Atmosphäre des Buches meisterhaft zum Leser transportiert. So sollte ein Hörbuch gesprochen sein, ein wahres Vergnügen!

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  • Rezension zu "Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche" von Alina Bronsky

    Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche
    Daphne1962

    Daphne1962

    06. July 2011 um 19:15

    Es ist ein bemerkenswertes Buch, soviel schon mal am Anfang. Alina Bronskys Geschichten spielen sich im kleinbürgerlichen Leben der Menschen in Rußland ab. Rosalinda, eine Tatarin, deren Tochter Sulfia, von der sich absolut nichts hält, wird schwanger. Die Abtreibung mißlingt und es wird Aminat geboren, ihre Enkelin, die die einzige zu sein scheint, die ihr ebenbürtig erscheint. Sie beginnt sie groß zu ziehen, während Sulfia sich um die Verletzten und frisch Operierten auf der chirurgischen Krankenabteillung aufopfernd kümmert. Großmutter hat für alles um sich herum Verachtung, nur ihre Enkelin zählt und die muss gut erzogen werden. Sie hat alle Fäden in der Hand, nur bei ihrem Mann Kalganov nicht mehr. Der stört eh nur. Hier erzählt Sophie Rois, mit einer sehr rauhen Stimme hervorragend das Schicksal 3er Frauen, das einem so manches Mal die Lachtränen kullern, aber auch Melancholie und Dramatik hat das Buch inne. Es passiert viel im Leben dieser Frauen. Man möchte nicht aufhören es zu hören. Absolut empfehlenswert.

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  • Rezension zu "Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche" von Alina Bronsky

    Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche
    yoko

    yoko

    17. October 2010 um 11:43

    Sie ist scharf. So verdammt scharf, meine Zunge brennt jetzt noch und der Kopf zischt. Die Geschichte ist vorüber und ich sehe aus wie eine Peperoni, glühend rot und glänzend. Das hat man also nun davon, wenn man einem Hörbuch lauscht, das ordentlich gepfeffert ist. Alina Bronsky hat mit ihrem zweiten Roman „Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche“ ihren Lesern ordentlich die Köpfe aufgeheizt. Die Autorin erzählt von der Tatarin Rosalinda. Sie hat viel damit um die Ohren, ihre ungeschickte und hässliche Tochter Sulfia zu erziehen. Zu allem Überfluss ist Sulfia nun auch noch schwanger, angeblich über Nacht und einfach so. Rosalinda erleidet fast einen Nervenzusammenbruch. Die Tatarin ist – mit Verlaub – eine äußerst bemerkenswerte Frau! Ihre Willenskraft und ihr Engagement erzeugen bei mir Respekt bei denen ich lauthals rufe: Chapeau! Chapeau! Eine echte Kämpferin, die stets nur das Beste für ihre Lieben will. Leider vergisst sie dabei alles um sich herum und sie fragt nicht, was die anderen von ihren Plänen halten. Rosalinda beschließt, was gut und was schlecht ist. Alle anderen haben sich gefälligst danach zu richten. Und wehe dem nicht, dann hagelt es aber mächtig Pfeffer. Ja, sie ähnelt einer richtigen Pfeffermühle, die mahlt und mahlt, ohne Luft zu holen. Also als Mutter möchte man Rosalinda nicht haben. Doch dafür als schräge Tante, die gelegentlich zu Besuch kommt und mit ihrem herben Charme lustige Geschichten erzählt. Sophie Rois spricht die Rosalinda so, wie man sich das schon in Gedanken vorgestellt hat. Sie fühlt sich in ihr ein, quiekt an der richtigen Stelle, sprudelt vor Emotionen, dass man fast denkt: Gleich verschluckt sie sich an den schnellen Worten. Sie nimmt Luft aus der Stimme, wenn Rosalinda vor Erschöpfung zusammenklappt wie ein Kartenhaus, das der Wind eben angehaucht hat. Sophie Rois hat den Biss und den Charme, den die Tatarin umgeben. Wenn man der Geschichte lauscht, fühlt man mit. So sehr, dass ein Aufstöhnen oder ein Japsen nicht still im Hals stecken bleiben. Sie schießen fontänenartig einfach empor. Hinterher lächelt man, leicht beschämt, wenn man in der S-Bahn sitzt, aber das ist egal. Rosalinda wäre das auch schnuppe. Schließlich steht das Menschsein an vorderster Stelle. Also ist total egal, ob wir hinterher aussehen wie eine glühend rote Peperoni, die glänzt. Hauptsache uns ist warm, warm vom Lachen und warm vor Glück.

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