Aline Sax In einem Leben wie diesem

(39)

Lovelybooks Bewertung

  • 35 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 2 Leser
  • 5 Rezensionen
(16)
(17)
(6)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „In einem Leben wie diesem“ von Aline Sax

New York, 1911: Der Traum vom "Gelobten Land" ist für Adrian in greifbare Nähe gerückt. Seine Freunde und er haben eine Bar gekauft, die nicht nur Reichtum verspricht, sondern für sie auch ein Zufluchtsort sein soll. Doch dann geraten sie in Schwierigkeiten. Adrian droht unter dem Druck zusamenzubrechen. Muss er seinen Traum vom Glück aufgeben?

Ich habe noch nie ein Buch gelesen, dass mich so unbefriedigt zurückgelassen hat. Schöne Geschichte, traumatischer Ausgang...

— Amethyststurm
Amethyststurm

Stöbern in Jugendbücher

Hundert Lügen

Richtig spannend und trifft tief ins Herz. Einfach ein richtiger Spannungsjugendroman =) ich will mehr

EnysBooks

Verlorene Welt

Sehr schönstens Ende von der Reihe BItter&Sweet.

lucnavi

Schwebezustand

Ich bin begeistert!

leseratte83

Goldener Käfig

Eine solide Fortsetzung, welche besonders dem Ende hin an Tempo zulegt und Spannung auf den Abschluss der Reihe hinterlässt.

Tintenkinder

Feuer und Feder

Gutes Buch für zwischendurch.

Schnuggile

Shadow Dragon. Die falsche Prinzessin

Eine fesselnde Fantasy Geschichte, die Lust auf mehr macht

Schwarzkirsche

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Hätte großartig sein können

    In einem Leben wie diesem
    JokersLaugh

    JokersLaugh

    25. July 2016 um 15:50

    Hätte großartig sein können, ist es aber leider nicht. Die beiden Bücher um Adrian und Jack haben mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Was mir gefallen hat: Auf einer Seite schafft es Aline Sax schon, eine gute Geschichte zu erzählen. Die Charaktere sind irgendwie interessant und man möchte mehr über sie erfahren. Außerdem bewundere ich die Fähigkeit der Autorin, sehr viel Story auf verhältnismäßig wenig Seiten zu packen. Die Bücher lesen sich wahnsinnig schnell und relativ flüssig. Übrigens mochte ich die Idee des jungen Belgiers, der mit seiner Familie nach Amerika auswandert und dann plötzlich alleine dasteht sehr. Was nicht so toll war: Leider war der Schreibstil oft sehr simpel und an eine doch eher jüngere Leserschaft gerichtet. Das stand im Gegensatz zu den doch schon kräftigen Ausdrücken, die an manchen Stellen verwendet werden. Einige Charaktere, die ich anfangs gerne hatte, entwickelten sich dann im zweiten Band sehr zum Negativen. Zum einen ist da JoAnne, die nervige und bedürftige "beste Freundin" der Jungs. Sie hatte die ganze Zeit Angst, von der Gruppe ausgeschlossen zu werden, vor allem da sie ihre Freunde nicht mit Sex an sich binden konnte (da die nun mal nicht auf Frauen stehen). Das hält sie trotzdem nicht davon ab, sich immer mal wieder anfummeln zu lassen, in der Hoffnung, dass da doch noch was geht. Offenbar hat sie keine Ahnung, was sie sonst mit sich anfangen soll und eine riesen Angst, dass sie außer Brüsten nichts zu bieten hat. Sie war irgendwie bemitleidenswert und ein bisschen armselig. Frenchy, zu Anfang noch so interessant, entwickelte sich im Laufe der Geschichte zu einer Mischung aus Lord Alfred Douglas (Bosie) und einem der Stricher, die Oscar Wilde damals in den Ruin trieben.Höchst unsympathisch. Adrian selbst wirkte die ganze Zeit eher blass, ich konnte weder ihn, noch Jack ganz greifen (und die Beziehung der beiden schon gar nicht). Die beiden sprechen davon "exklusiv" zu sein, aber nie so richtig von Liebe. Es gibt Eifersucht und Betrug und letzten Endes hat man das Gefühl, der eine würde den anderen sofort zurück lassen, um seine eigene Haut zu retten. Alle Figuren fingen irgendwann an, völlig seltsam und irrational zu handeln, wurden sogar höchst kriminell und hatten fast nie ein schlechtes Gewissen. Ich habe nichts gegen Antihelden, aber bei so wenig Seiten fehlt wohl einfach die Weiterentwicklung und Charakterbildung, um bestimmte Handlungen und Gedankengänge nachvollziehen zu können. Zudem bricht Aline Sax ihre Story bei jedem Kapitelübergang vollkommen ab, reißt den Leser aus der aktuellen Situation, Stimmung und teilweise sogar wichtigen Gesprächen heraus und macht irritierende Zeitsprünge. Das Ende, was sicher vielen missfallen hat, war für mich der glaubwürdigste Teil der Geschichte. Was Adrian und Jack hatten, war in meinen Augen niemals Liebe und ich war ehrlich gesagt erleichtert, dass sich Adrian irgendwie davon loslösen konnte.Angebliche Liebe hin oder her, das war das einzig Vernünftige! Fazit: Kann man definitiv lesen und es gibt weitaus Schlechteres da draußen. Wer sich für die Thematik interessiert, dem empfehle ich dann aber doch eher die grandiose und um Klassen bessere Adrian-Mayfield-Trilogie von Floortje Zwigtman.

    Mehr
  • Frage zu "In einem Leben wie diesem" von Aline Sax

    In einem Leben wie diesem
    paddy

    paddy

    hallo leute .. ich war dieses jahr im urlaub und habe da das buch: Eine Welt dazwischen von Aline Sax durchgelesen. ich fands einfach traumhaft.. das erste was ich in deutschland gemacht hab war bei google zu gucken ob es eine fortsetzung gibt ^^ und gott sei dank die gab es.. bin direkt inne statdt und habe mir dann die fortsetzung, also: In einem Leben wie diesem von Aline Sax gekauft und verschlungen :) nun bin ich schon seit wochen am forschen ob es auch ein dritten teil von der geschichte gibt, aber leider bisher ohne erfolg :( ich wäre sehr dankbar wenn mir einer sagen kann ob es auch einen dritten teil gibt oder nicht.. ich sag schonmal vielen dank.. paddy

    Mehr
    • 2
  • Rezension zu "In einem Leben wie diesem" von Aline Sax

    In einem Leben wie diesem
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. July 2012 um 16:42

    Lest dieses Buch nicht in der Straßenbahn zu ende. Es könnte nämlich sehr peinlich werden, wenn ihr plötzlich weinen müsst... Das Buch ist wirklich gut. Ich mochte es und es hat mich sehr berührt. Trotzdem muss ich leider sagen, dass es nicht so toll ist wie "Eine Welt dazwischen". Das lag wahrscheinlich daran, dass mir Jack und Adrian ein bisschen zu sehr vernachlässigt wurden. Ich weiß, sie sind zu dem Zeitpunkt schon 2 Jahre zusammen, aber...naja, ich mochte das ganze ja so, weil es eine schwule Liebesgeschichte war. Außerdem war Frenchy ein - für mich persönlich - sehr unsympathischer Charakter. Ich mag ihn nicht und ich mochte nicht, dass Jack und Adrian ihn mögen. Was mir schon im ersten Teil aufgefallen war, dass die Autorin es wirklich so mühelos schafft, viel Handlung auf wenige Seiten zu bekommen. Wirklich, ich habe dieses Buch nicht wie ein 300 Seiten Buch wahrgenommen. Es steckt so viel in der Handlung und ich hab wieder erst auf der letzten Seite rausbekommen, wie es ausgeht. Und Leute - dieses Ende ist so schrecklich. Wie ich schon sagte, ich war in der Straßenbahn, als ich fertig geworden bin und musste mir meine Tränen verkneifen. Als ich es gelesen hab, fand ich es gar nicht so traurig, aber dann hab ich das Buch zugeklappt und nochmal so drüber nachgedacht...und dann ist es so über mich gekommen. Das ist schon irgendwie Wahnsinn, Adrian Entscheidung fällt so spontan und ist doch unausweichlich. Ich verstehe ihn und ich hab eigentlich das ganze Buch darauf gewartet, dass er einsieht, wie viel Schieße sie alle gemacht haben. Acuh will ich Aline Sax ein Kompliment für ihre Charaktere machen und mich dafür bedanken, dass Leute wie JoAnne mehr ausgebaut wurden. Ich glaube, JoAnne und Jack sind meine Lieblingscharaktere. Wobei Jack gegen Ende des Buches was getan hat, was...naja, notwendig war, aber trotzdem nicht schön. Ich weiß, ich sollte nicht noch mehr darauf rumreiten, aber dieses Ende! Wie kann Adrian das nur machen. Er hat sich nicht einmal verabschiedet. Nicht mal von Jack. Mann, Jack hat das doch nicht verdient. Er wollte doch nur Geld verdienen. Die beiden sind so ein perfektes Paar, das kommt schon an Lizzie und Mr Darcy ran. Das schlimmste ist, dass du von Anfang an weißt, dass am Ende des Buches etwas schreckliches passieren wird, weil Adrian diesen Brief an Alexander schreibt...

    Mehr
  • Frage zu "Ich, Adrian Mayfield" von Floortje Zwigtman

    Ich, Adrian Mayfield
    Dreamcrystall

    Dreamcrystall

    Ich habe nun vor einiger Zeit die beiden Mayfield-Bücher nochmals gelesen und bin nun beim Dritten Band angekommen und bin nun ein wenig ratlos, weil ich einfach kaum Bücher dieser Art finde. Kann mir jemand weitere gute Bücher empfehlen, die einen eventuell historischen Hintergrund und Homosexuelle Liebe beinhalten? (Der Hintergrund wäre gar nicht so wichtig) Die Geschichte sollte nicht eine dieser typischen "Kerl trifft anderen Kerl/ Frau trifft andere Frau und sie haben sofort die Liebe ihres Lebens und machen ganz viel Liebe" sein. Danke im Vorraus :)

    Mehr
    • 6
  • Rezension zu "In einem Leben wie diesem" von Aline Sax

    In einem Leben wie diesem
    Koriko

    Koriko

    25. July 2011 um 11:36

    Der Roman „In einem Land wie diesem“ setzt dort an wo „Eine Welt dazwischen“ aufgehört hat. Wer also dieses Buch lesen möchte, dem sei der erste Roman „Eine Welt dazwischen“ dringend ans Herz gelegt. Hier erfährt man nämlich den Anfang von Adrians Abenteuern und seine Reise nach New York. Dementsprechend spoilert dieser Bericht den Ausgang des ersten Bandes der Reihe. Ob sich noch ein drittes Buch anschließt, ist bisher nicht bekannt. Eine Fortsetzung wäre durchaus möglich, ist allerdings nicht unbedingt notwendig. Die Geschichte spielt zwei Jahre nach den Ereignissen in „Eine Welt dazwischen“. Endlich erfährt der Leser, für wen sich Adrian entschieden hat- seinen Bruder oder Jack. Wie nicht anders zu erwarten ist Adrian bei Jack und damit in New York geblieben und hat daher mit seinem Bruder gebrochen. Adrians Versuche sich mit Alexander auszusöhnen scheiterten und Adrian hat sich damit abgefunden, da er immer noch Jack an seiner Seite hat. Binnen der zwei Jahre gewöhnte er sich an das Leben in New York und passte sich der Stadt an. Auch ist er ein fester Bestandteil des Freundeskreises um Jack geworden und hat sich fest in die versteckt lebende schwule Szene New Yorks eingegliedert. Er kennt die sicheren Orte, weiß, wie man sich zu verhalten hat und welche versteckten Symbole es für homosexuelle Menschen gibt. Jack arbeitet immer noch als Portier und Adrian ist schon seit Jahren bei der kleinen Bar „The Little Cat“ als Kellner angestellt. Sein Leben verläuft ruhig, sicher und Adrian ist glücklich, doch alles ändert sich als Robert, ein Freund von Jack und ihm „The Little Cat“ von dem vorherigen Besitzer kauft und selbst weiterführen will. Frenchy, der ebenfalls dort Kellner ist, Adrian und die Fairy (Bezeichnung für einen sehr offen lebenden Schwulen) Casey werden Teilhaber und sie planen eine vollkommen neue Bar. Es soll ein Treffpunkt für Schwule werden, ohne dass diese sich vor Razzien, Polizei und Übergriffe fürchten müssen. Gemeinsam schmieden sie den Plan mit der Bar „The Fancy Cat“ reich zu werden und schnell stecken der farbenfrohe Casey und der lebenslustige, offene Frenchy die Gruppe mit ihren Ideen an. Doch eine solch neue Bar, braucht einen neuen Anstrich und dieser ist nicht billig. Ausgerechnet Casey besorgt die notwendigen Gelder, um die Bar zu renovieren und alles von Grund auf neu zu gestalten. Harwood, ein reicher Mann aus der Mittelschicht, verspricht die Schulden zu begleichen, wenn die Bar ein Erfolg wird. Freudig packen Adrian und seine Freunde an, und als sie fertig sind, kann sich die Bar sehen lassen. Schon die Eröffnung ist ein riesiger Erfolg, doch die ausgelassene Stimmung wird merklich getrübt, als Francis auftaucht- Harwoods neuster Fang. Der Junge erzählt der geschockten Gruppe, dass Harwood und er auf frischer Tat ertappt wurden. Nicht nur dass Harwood verhaftet wurde, nun hat die Gruppe auch das Problem, dass niemand die Schulden begleichen kann, die Casey bereits am nächsten Tag zurückzahlen muss. Schlagartig ist das Glück vorbei und bereits am nächsten Tag ändert sich Adrians Leben für immer. Frenchy und er finden am späten Abend nach Schließung des Ladens den übel zugerichteten Casey, der kurz darauf stirbt und eine Botschaft an der Scheibe des „Fancy Cat“. 1.200 Dollar sollen sie nun bis zum 01. Januar auftreiben, um die Schulden zu begleichen, sonst würde der nächste daran glauben müssen. Adrian wird klar, dass sie sich mit gefährlichen Männern angelegt haben und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Gerade einmal drei Monate bleiben ihnen, um „The Fancy Cat“ und ihr eigenes Leben zu retten. Jack unterstützt sie und schnell wird klar, dass man diese Geldmenge nicht auf legalem Wege zusammen bringen kann. Kleinere Überfälle, Raubzüge und Erpressungen folgen und Adrian wird nach und nach immer mehr zu etwas, was er nicht sein möchte- ein Verbrecher. Immer öfter zieht er zusammen mit Jack und Frenchy los, doch schon bald wird gerade Frenchy immer rücksichtsloser und hasserfüllter den normalen Bürgern gegenüber. Sie rächen sich an jedem, der die Schuld an ihrer Misere hat- demjenigen, der Harwood an die Polizei verraten hatte; Männer, die Casey verspotteten. Doch Adrian bemerkt bald, dass sein Weg mit Schuldgefühlen, Ängsten und Verlusten gepflastert ist. Denn je mehr Verbrechen er mit den anderen begeht, umso mehr entfernt er sich von dem Mann, der er eigentlich sein will. Es gelingt ihm kaum noch sein Gewissen zu beruhigen und sich selbst davon überzeugen, dass er das Richtige tut. Dass sich gerade Jack mehr von seinem Hass leiten lässt und sich immer öfters mit Frenchy abgibt, entfremdet ihn zusätzlich von Adrian. Zudem bereitet es Adrian Probleme, dass Frenchy sich irgendwann in der Wohnung von Jack und ihm einnistet und fast immer bei ihnen ist. Auch JoAnne ist gezwungen sich bei dem Paar einzuquartieren, da ihr Zuhause durch ein Feuer bis auf die Grundmauern niederbrannte. Als sie das Geld zusammenbekommen und ihre Schuld begleichen können, scheint sich alles zum Besten zu wenden und Adrian beginnt sich wieder sicher zu fühlen. Doch als sie herausfinden, wer Casey wirklich getötet hat und Frenchy den Mörder umbringt, beginnt ein tiefer Fall, der für die Gruppe mit einem schmerzhaften Aufprall in der Gosse New Yorks endet. Ausgerechnet der Pellucci-Clan ist auf einmal hinter ihnen her und Adrians Welt beginnt endgültig auseinander zu brechen. Lediglich seine Liebe zu Jack und seine Freundschaft zu Frenchy und JoAnne sind ihm geblieben, doch reicht dies aus, um die Schwierigkeiten zu überwinden und wirklich glücklich zu werden? „In einem Leben wie diesem“ spielt im Jahr 1912 und beleuchtet das weitere Leben von Adrian. Dabei spielt die Beziehung zwischen Jack und Adrian eine untergeordnete Rolle, da sie ins sich gefestigt ist und keinerlei Entwicklung mehr bedarf- zumindest am Anfang der Geschichte. Aline Sax konzentriert sich auf den Fall Adrians, der vom eigentlich durchschnittlichen, „normalen“ Bürger zu etwas wird, dass er selbst nicht sein möchte. Der Begriff Verbrecher ist hierbei vielleicht nicht ganz korrekt, da Adrian zumeist eher der typische Mitläufer ist. Er selbst hat nie direkt einen Plan, um Leute zu bestehlen oder zu erpressen, sondern ist vielmehr Mittelsmann. Nur einmal kommt er selbst zum Zuge, ansonsten sind Frenchy und Jack für die Aktionen verantwortlich. Das zeigt dem Leser jedoch, wie schwach und hilflos Adrian charakterlich eigentlich ist. Er stellt sich nie zwischen seine Freunde und ihren Plänen, auch wenn er sie nicht befürwortet, aus Angst Jack und die anderen zu verlieren. Zu oft ordnet er sich unter und ist dadurch ein recht blasser, beinahe schon langweiliger Protagonist. Ihm fehlt die aktive Stärke, das Selbstbewusstsein und der eigene Stolz. Erst zum Ende hin entwickelt Adrian ein wenig mehr Selbstachtung und Mut, das auszusprechen, was in ihm vorgeht. Sicherlich ist der Charakter von Anfang an darauf ausgelegt, still und leise zu sein, eher introvertiert zu handeln und sich nur selten von seinen Gefühlen beherrschen zu lassen, doch mit der Zeit nervt sein Verhalten einfach. Auch Jack verändert sich in eine Richtung, die man kaum nachvollziehen kann, war er doch im ersten Buch, sehr vorsichtig und ernsthaft, wenn es um sein schwules Leben geht. Hat er in „Eine Welt dazwischen“ noch normale Freunde und ein Leben außerhalb des schwulen Umfeldes, so ist dieses auf einmal vollkommen verschwunden. Das wirkt unverständlich, da gerade Jack derjenige war, der niemals auf dieses offene Leben verzichten wollte, um Ärger aus dem Weg zu gehen. Die Geschichte wirkt leider an vielen Punkten unstimmig und aufgesetzt. Die inneren Gedankengänge und der Wandel Adrians, kombiniert mit seiner Zerrissenheit und den Gewissensproblemen, die er durchlebt sind sehr schön dargestellt und ausgearbeitet worden, doch die Rahmenhandlung wirkt unstimmig. Oftmals handeln die Charaktere unsinnig und der Leser fragt sich, ob nicht auch andere Reaktionen auf ihre Taten folgen müssten. Immerhin bestehlen und erpressen Adrian und seine Freunde fremde Leute. Wo bleibt die Polizei, die Ermittlungen aufnimmt? Warum verbreiten sich nicht entsprechende Neuigkeiten in New York, dass immer wieder Leute ausgeraubt werden? Zu oft und auch zu einfach entkommen die drei und schnell wird klar, dass sie das Geld ohne Probleme zusammen kratzen können. Dadurch verliert das Buch extrem an Schwung und gerade der mittlere Teil zieht sich unendlich in die Länge, da er aus vielen, sich wiederholenden Einzelkapiteln besteht und es keine fortlaufende Handlung gibt. Wie schon im ersten Buch laufen die Kapitel nicht ineinander über und die Zeitsprünge machen das Buch zäh und langweilig. Zudem fehlt die passende Dramatik und Action, die Aline Sax mit der Auseinandersetzung mit einem Mafiaclan eigentlich anbringen müsste. Die Geschichte soll natürlich Adrians inneren Kampf dokumentieren, doch eigentlich wären auch die äußeren Umstände wichtig gewesen. Und leider sind bei „In einem Leben wie diesem“ das Abbrechen von Höhepunkten durch ein Kapitelende ein großes Problem. Wie schon im ersten Band werden wichtige Dialoge abgebogen, interessante Geschichtshöhepunkte verlaufen im Sande, einfach nur weil ein Kapitel endet und die Handlung erst ein paar Tage später wieder einsetzt. Auf diese Art und Weise umschifft Aline Sax viel zu oft wirklich interessante Passagen und nimmt dem Buch unglaublich viel Dynamik und Spannung. Man ist fast versucht das Buch in die Ecke zu werfen, da sich Erwartungen auf diesem Weg einfach nicht erfüllen. Insgesamt ist „In einem Leben wie diesem“ ein deutlich schwächeres Jugendbuch, als sein Vorgänger. Zu oft nimmt Aline Sax selbst den Schwung aus der Handlung und auch die Charaktere sind irgendwann kaum noch nachvollziehbar. Schade, man hätte viel aus der Grundidee und den Charakterkonstellationen herausholen können. Wer „Eine Welt dazwischen“ mochte und wissen möchte, wie es weitergeht, der wird um den zweiten Band nicht herumkommen, alle anderen sollten vielleicht erst mal reinschnuppern, bevor sie sich den Roman zulegen.

    Mehr
  • Rezension zu "In einem Leben wie diesem" von Aline Sax

    In einem Leben wie diesem
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. October 2010 um 15:40

    Ein sehr schönes, gutes und fesselndes Buch!

  • Rezension zu "In einem Leben wie diesem" von Aline Sax

    In einem Leben wie diesem
    merle81

    merle81

    27. September 2009 um 17:40

    Der zweie Band um Adrian knüpft inhaltlich direkt an den erten Band an. Es ist deswegen hier absolut erforderlich den ersten Bad bereits gelesen zu haben, da man sonst einige Zusammenhänge nur schwer verstehen kann. Wieder gelingt es Aline Sax den Leser (mich auf jeden Fall) zu fesseln und ein Detailgetreuer Bild von Homosexualitätund dem New Yrk zu Beginn des 20 Jahrunderts abzugeben. Adrian und Jack sind noch immer ein Paar und zu Beginn des Romans wahnsinnig glücklich. Adrian und seine Schwulen Kameraden Planen ein Lokal zu eröffnen, das als Treffpunkt für SSchwule dienen soll und dennoch unerkannt bkleiben soll. Homsexualtitä ist zu dieser Zeit in New York strafbar deswegen müssen sich alle vorsehen nicht aufzufallen. Das Geld wird mit Hilfe eines Kredites aufgenommen bei dessen Rückzahlung es zu Problemen kommt und in der Folge Casey, einer von Adrians auffälligsten Freunden ermordert wird. Fortan beherrschen Angst, Geld und Rachepläne das Leben der Freunde und entzweien diese im weiteren Verlauf immer mehr. Ein weiterer Mord geschieht, diesmal von Adrians Freund Frenchy begangen und eine Verfolgunsjagd beginnt. Adrians nd Jacks Liebe wird am Ende nicht mehr der gleiche sein und Adrian steht auf dem Weg des Leben an einer Gabelung an der es sich zu entscheiden gilt. Aline Sax war zum Zeitpunkt des Schreibens gerade 23 Jahre alt, und doch ist ihr zweiter Roman mindestens so gut wie ihr Debüt. Sie hat bereits heute einen sehr ausgefeilten Stil und ihr Detailgetreue Wiedergabe der Inhalte ist ein Fest für jeden interessierten Leser.

    Mehr