Aline Valangin

 3,9 Sterne bei 11 Bewertungen
Autor*in von Dorf an der Grenze, Casa Conti und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Aline Valangin (1889–1986), aufgewachsen in Bern, Ausbildung zur Pianistin. Verheiratet mit dem Anwalt Wladimir Rosenbaum und in zweiter Ehe mit dem Pianisten Wladimir Vogel. Im Zürich der Dreissigerjahre führte sie in ihrem Haus einen Salon der künstlerischen Avantgarde, der zum Zufluchtsort für Emigranten wie Ignazio Silone oder Kurt Tucholsky wurde. Tätigkeit als Psychoanalytikerin, Publizistin und Schriftstellerin. Ab 1936 lebte sie im Tessin in Comologno im Onsernonetal und in Ascona.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Mutter (ISBN: 9783039261048)

Mutter

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Neu erschienen am 12.03.2026 als Gebundenes Buch bei Limmat.

Alle Bücher von Aline Valangin

Cover des Buches Dorf an der Grenze (ISBN: 9783039260508)

Dorf an der Grenze

(6)
Erschienen am 28.03.2023
Cover des Buches Casa Conti (ISBN: 9783039260409)

Casa Conti

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Erschienen am 10.03.2022
Cover des Buches Mutter (ISBN: 9783039261048)

Mutter

(1)
Erschienen am 12.03.2026
Cover des Buches Tessiner Erzählungen (ISBN: 9783039260881)

Tessiner Erzählungen

(1)
Erschienen am 10.04.2025
Cover des Buches Die Bargada (ISBN: 9783039260478)

Die Bargada

(1)
Erschienen am 26.08.2022
Cover des Buches Stella (ISBN: 9783857913624)

Stella

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Erschienen am 01.02.2001

Neue Rezensionen zu Aline Valangin

Cover des Buches Mutter (ISBN: 9783039261048)
dracomas avatar

Rezension zu "Mutter" von Aline Valangin

dracoma
Emotionale Verkettung

Aline Valangin war mir von ihren Tessiner Dorfromanen her in bester Erinnerung. Dorfroman – da denkt man an eine beschauliche Idylle, fernab vom Getriebe der Welt und vor allem des 2. Weltkriegs. Aline Valangin aber schaut genau hin. Gnadenlos legt sie die Scheinheiligkeit dieser vermeintlichen Idylle frei – und mit diesem präzisen Blick betrachtet sie hier ihr schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter.

Die Autorin ist ausgebildete Psychoanalytikerin und erkennt das komplizierte Geflecht, in dem sie und ihre Mutter sich verfangen haben. Schon ihre Geburt war eine Enttäuschung: nur ein Mädchen? Die Mutter wünschte sich einen Sohn als Ersatz für ihren Ehemann, der sie mit seiner eher stillen und unglamourösen Lebensweise enttäuschte. Eine schwierige Beziehung beginnt. Die Mutter vereinnahmt die Tochter vollständig und isoliert sie von ihren Altersgenossinnen. Die Autorin erkennt den Grund: die Mutter ist getrieben von einer „grauenvollen Angst vor dem Alleinbleiben“ und macht die Tochter für ihre Lebensglück derart verantwortlich, dass die Tochter nur noch ein Ziel hat: die Flucht aus dem Elternhaus, die Flucht ins Studium und in eine Ehe. Die Mutter scheut auch vor Erpressung und Lügen nicht zurück und zwingt sie mit ihrer angeblichen tödlichen Erkrankung nach Hause zurück. Die Tochter erkennt sehr wohl die Machtkämpfe der Mutter, verweigert ihr schließlich die Gefolgschaft und verhärtet sich ihr gegenüber.

Die ungesunde, hoch emotionale Verkettung dieser beiden Frauen löst sich erst nach dem Tod der Mutter. Auch hier analysiert Aline Valangin trotz ihrer Erschütterung sehr präzise. Sie erkennt, dass der Tod der Mutter für sie zugleich eine Geburt bedeutet: den Aufbruch in ein selbstbestimmtes Leben. Trotzdem ist sie voller Reue über ihre Härte.

Aline Valangins kurzer Text ist in einer der Zeit entsprechenden Sprache verfasst, die aber in ihrer hohen Emotionalität mehr als 100 Jahre später immer noch den Leser berührt. Und die den Leser anstößt, das Verhältnis zur eigenen Mutter zu bedenken.

Ein lesenswerter Text. Und ein großes Dankeschön an den Limmat Verlag, der diese vergessene Autorin wieder ins Licht hebt.


4,5/5*

 

Cover des Buches Tessiner Erzählungen (ISBN: 9783039260881)
Dominikuss avatar

Rezension zu "Tessiner Erzählungen" von Aline Valangin

Dominikus
Poetische Erzählungen



Die Schweizer Schriftstellerin Aline Valangin lebte von 1889 bis 1986.

Die Autorin hat viele Gedichtbände geschrieben.

Tessiner Erzählungen sind aus einem Tessiner Dorfidyll.

Sie stammen aus den Jahren 1937 und 1939.

Aline Valangin schreibt poetisch. Es gibt viele verschiedene Charaktere, die das ländliche Leben zeigen.

Die Erzählungen lesen sich interessant. 

Ich habe diese Erzählungen gerne gelesen. Und möchte sie weiter empfehlen.









Cover des Buches Dorf an der Grenze (ISBN: 9783039260508)
ENIs avatar

Rezension zu "Dorf an der Grenze" von Aline Valangin

ENI
Eine Dorfgemeinschaft in Zeiten des Krieges

Die Autorin Aline Valangin hat den Roman Dorf an der Grenze im Jahr 1946 geschrieben. Er spielt in der Zeit, als der Krieg anfing. In diesem Buch werden die Ereignisse in einem Tessiner Dorf in der Zeit des zweiten Weltkrieges geschildert.

Die Thematik ist interessant und wichtig. Ich kam mit diesem dichten und ruhigen Schreibstil leider nich klar und konnte mich aus diesem Grund nicht in die Geschichte hineinfühlen. Diese Geschichte über das Dorf vermochte mich nicht so zu unterhalten wie ich es erwartet hatte.

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