Alisha Bionda

 4.1 Sterne bei 130 Bewertungen
Autor von Der ewig dunkle Traum, Kuss der Verdammnis und weiteren Büchern.

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Kuss der Verdammnis

Kuss der Verdammnis

 (15)
Erschienen am 01.05.2005
Das Reich der Katzen

Das Reich der Katzen

 (8)
Erschienen am 01.05.2009
Der Schattenkelch

Der Schattenkelch

 (8)
Erschienen am 01.04.2006
Calvin

Calvin

 (7)
Erschienen am 01.04.2006

Neue Rezensionen zu Alisha Bionda

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Ladina_Bordolis avatar

Rezension zu "Das Reich der Katzen" von Alisha Bionda

Ein wundervolles Fantasy-Abenteuer aus Katzensicht
Ladina_Bordolivor 10 Tagen

Der Roman rund um die verwöhnte Katzendame Onisha und ihre Bande nimmt nach einer kurzen Kennenlernphase der Protagonistin rasant Fahrt auf. Die Geschichte bietet eine sehr unterhaltsame Mischung aus Spannung, Beklemmung, Abenteuer, Humor und Mythologie. Düsteres und Schockierendes kommen in dem Roman ebenso vor wie tiefgründige Themen rund um Freundschaft, Macht und Mut. Das alles, kombiniert mit der nicht alltäglichen Erzählperspektive aus Katzensicht, machte den Roman für mich zu einem besonderen Lesegenuss. Ich wurde dadurch auf mehreren Ebenen gleichzeitig angesprochen.

Aufgebaut ist der Roman wie eine klassische Heldenreise, bei der es nicht nur darum geht, sich dem Bösen entgegenzustellen, sondern bei der auch die Hauptfigur selber eine sichtbare Transformation durchmacht. Zeigt sich die Katzendame Onisha zu Beginn des Romans noch zimperlich und versnobt, reift ihr Inneres an den zu bestehenden Gefahren und sie reflektiert sich laufend selbst.

Besonders erheiternd sind auch zahlreiche Nebencharaktere. Sie verleihen dem Roman durch ihre Eigenheiten eine frische Note und lockern so den gnadenlosen Kampf gegen die dunklen Mächte auf.

Die Geschichte bleibt über die gesamte Länge des Romans spannend und präsentiert immer wieder unerwartete oder auch fantasievolle Wendungen, die den Leser erneut in den Bann ziehen. In Bezug auf den Schluss werden immer wieder Andeutungen gemacht, doch ist für den Leser nicht erkennbar, wie und wo das Abenteuer endet. Das Ende des Romans fand ich, gerade weil es für mich unerwartet kam, sehr berührend, mystisch und gelungen.

Dies ist bereits mein zweites Werk der Autorin Alisha Bionda und ich bin von ihrem Schreibstil ein weiteres Mal restlos begeistert. Spritzige Dialoge wechseln sich mit düster-atmosphärischen Beschreibungen und knallharten Kampfszenen ab. Das nenne ich wirklich noch solide, qualitativ hochstehende Schreibkunst.

Fazit: Solider, qualitativ hochstehender Fantasy-Roman, der auch schreibtechnisch absolut überzeugt. Man merkt, dass er aus einer Zeit stammt, als Bücher noch nicht wie Fast-Food konsumiert wurden. Absolute Leseempfehlung meinerseits!

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Elmar Hubers avatar

Rezension zu "Die Knochenkirche" von Alisha Bionda

Die Knochenkirche
Elmar Hubervor 3 Jahren

1866 beauftragte die Fürstenfamilie Schwarzenberg den Holzschnitzer František Rint aus Skalitz mit der Innenausstattung des Ossariums im Untergeschoss der Allerheiligenkirche auf dem Sedletzer Friedhof. Als Baumaterial sollten ihm die im Beinhaus eingelagerten Knochen der Pesttoten und der Opfer der Hussitenkrige dienen, die im Untergeschoss des Kirchengebäudes eingelagert waren. Von etwa 40.000 Skeletten wurden rund 10.000 verwendet, um das kunstvolle Inventar der Kirche zu erschaffen. Seit dem ist das Gotteshaus als die „Knochenkirche“ bekannt.

“Doch es gibt Orte auf dieser Welt, an denen sich die Toten versammelt haben, um uns ihre Geschichten regelrecht entgegenzubrüllen. Nirgends sind die Stimmen der Toten so laut und kräftig, so unüberhörbar wie dort. Geheime Knotenpunkte, über die man meist nur zufällig stolpert. Oft sind es geschichtsträchtige Orte. Oder Zentren des Todes, wie etwa ehemalige Schlachtfelder oder längst vergessene, untergegangene Städte. Dann gibt es noch Plätze, an denen man die Toten absichtlich zusammengetragen hat. Friedhöfe, zum Beispiel, Massengräber oder Todesbunker.”
(Tobias Bachmann: Das nekrotische Sakrament)

Vincent Voss: Knochenflüstern

Sedlec 1510: Um die geplante Kirche auf dem Sedletzer Friedhof bauen zu können, muss ein Teil der Toten umgebettet werden. Einer der drei Mönche, die die Gebeine der Verstorbenen ausgraben, beginnt plötzlich mit den Knochen zu sprechen.

1866: Der Holzschnitzer Frantisek Rint erhält von Fürst Schwarzenberg den Auftrag, das Ossarium der Kirche mit seinen Holzarbeiten auszukleiden. Doch plötzlich beginnen die dort aufgeschichteten Knochen zu ihm zu flüstern.

Heute: Anna Rint, eine Urenkelin von Frantisek Rint wird bei Pater Nemec vorstellig. Ihr Sohn hat beim Spielen im Keller eine aus Knochen gefertigte Miniatur der Knochenkirche gefunden. Offenbar ein Erbstück von Frantisek selbst. Und die Miniatur weint schwarze Tränen.

Gabriele Ketterl: Das Flammenopfer

Auf dem Weg zu ihrem Freund nimmt Silvana die falsche Abzweigung und steht plötzlich vor der verlassenen abgebrannten Burgruine. Plötzlich werden dir Geister der Vergangenheit lebendig und Silvana sieht sich halbverbrannten Kreaturen gegenüber, bevor ihr ein  geheimnisvoller Mann die Flucht vor den lebenden Leichen ermöglicht

Guido Krain: Das Gefängnis

Bei seinem Eintritt in die Knochenkirche saugt einer der Schädel den Besucher förmlich in die Vergangenheit. Dort wird der Zeuge des grausamen Wirkens des blinden Generals Jan Zizka ebenso wie von dessen Tod, den heute noch ein Geheimnis umgibt.

Tobias Bachmann: Das nekrotische Sakrament

Der einzelgängerische Jan Kerner ist fasziniert von Grabsteinen und Friedhöfen. Er kartographiert die Totenäcker regelrecht. Als er von der Knochenkirche von Kutná Hora erfährt, sieht er sein bislang größtes Projekt darin, herauszufinden, wer die Toten waren, deren Gebeine dort im Inneren der Kirche verbaut wurden. Hilfe erhofft sich Kerner von einem alten Prager, der übersinnliche Forschungen betreibt und dem Deutschen seine Hilfe anbietet. Doch bald bemerkt Kerner, dass der Alte eigene Ziele verfolgt.

Florian Hilleberg: Die Knochenkirche

Nachdem ein Detektiv, der für sein Auftraggeber eine der beiden Monstranzen aus der Knochenkirche stehlen sollte, spurlos verschwunden ist, soll eine Gruppe Söldner diesen Job erledigen. Doch als die vier Profis vor Ort eintreffen, müssen sie feststellen, dass sie nicht alleine sind. Außer ihnen tummelt sich dort eine Familie aus Deutschland, die einem geheimnisvollen Ruf gefolgt ist.

Ladina Bordoli: Rebekkas Licht

Um den Kronleuchter der Knochenkirche, der angeblich aus allen Knochen des menschlichen Skeletts besteht, rankt sich eine seltsame Legende: Der Schöpfer dieses Kunstwerks, Frantisek Rint, soll sich vor dem Beginns einer Arbeit in die Verlobte des Bauherrn verliebt haben, die später im Kindbett verstarb. Aus ihren Knochen ist „Rebekkas Licht“, wie der Kronleuchter genannt wird, angeblich gefertigt. Und angeblich soll Frantiseks Geist noch immer die Kirche besuchen, um seiner Geliebten nahe zu sein.

Lothar Nietsch: Er

Ein unergründliches Verlangen zieht den introvertierten Jan förmlich in die Knochenkirche. Kaum hat er das makabre Gotteshaus betreten, suchen ihn Visionen eines grausamen Dämons heim. Doch sind es tatsächlich nur Wahnvorstellungen?

Sören Prescher: Waldemars Beichte

Als Vater Christoph die Knochenkirche von Kutná Hora besucht, spricht ihn plötzlich ein Mann namens Waldemar an, der ihn bittet, ihm die Beichte abzunehmen. Waldemar schien von Geburt an etwas vorherbestimmt zu sein. Eine Wahrsagerin kreuzte Waldemars Weg und in ihren Visionen spielt er eine entscheidende Rolle beim bevorstehenden Untergang der Welt. Doch gleich mehrere Termine, die sie für den Exodus benennt, verstreichen, ohne dass etwas passiert. Aus Enttäuschung beginnt Waldemar selbst, sich mit dem okkulten zu beschäftigen und gerät an einen Dämon namens Zholduk. Nur in der Knochenkirche ist es ihm möglich, den Dämon wieder abzuschütteln. Waldemars Hoffnungen erfüllen sich und Vater Christoph ist gezwungen, dem Dämon entgegen zu treten.

Martin Barkawitz: Golem-Rache

Der junge adlige Ludwig ersucht den zauberkundigen Dr. Samuel aus dem Prager Ghetto, um ein Treffen in der Knochenkirche von Sedlec. Er erteilt dem Alten den Auftrag, die schöne Lea, die angeblich von dem gewalttätigen Baron Schach entführt wurde, zu befreien und in die Knochenkirche zu bringen. Es gelingt dem Magier,  das Mädchen zu befreien, doch zum Dank entledigt sich Ludwig kurzerhand des unliebsamen Mitwissers. Doch Samuel hat für diesen Fall vorgesorgt.

Desirée Hoese: Knochenspiel

Zuerst wirkt der attraktive junge Mann, der sich in einem Hotel in Kutná Hora einmietet und scheinbar Männlein wie Weiblein durch seinen bloßen Anblick zu verführen im Stande ist, wie ein ganz alltäglicher Besucher der Knochenkirche. Doch in der Nacht kehrt er heimlich zu der Kapelle zurück und setzt seinen wahren Plan in die Tat um.

“Die bleierne Stille, die diesen Ort erfüllte, hatte nichts mit dem üblichen Schweigen geweihter Hallen zu tun. Imaginäre Schreie schienen von den Wänden widerzuhallen, durchzogen von einem unablässigen Flüstern, welches eine Geschichte erzählte, die niemand hören wollte. Bleiche Knochen, denen eine letzte Ruhe auf makabre wiese verwehrt worden war, beraubten das Kirchengewölbe jeglicher Heiligkeit.”
(Ladina Bordoli: Rebekkas Licht)

MEINUNG

Vor einigen Jahren besuchte Florian Hilleberg die sogenannte „Knochenkirche“ von Kutná Hora im dortigen Stadtteil Sedlec. Eine Auswahl seiner Fotoaufnahmen des Interieurs bebildert nun diese Sammlung von Kurzgeschichten, zu denen dieses morbide Kunstwerk die Inspiration lieferte. Dazu aktivierte Florian Hillebergs LITERRA-Mitbetreiberin Alisha Bionda einmal mehr ihr Autorennetzwerk, das insgesamt zehn Erzählungen unterschiedlicher Couleur um die Knochenkirche von Kutná Hora ablieferte.

Vincent Voss bietet in der Eröffnungsgeschichte gleich einen Rückblick in die Entstehungszeit der Knochenkirche und eine These, was den Holzschnitzer Frantisek Rint wohl zu diesem außergewöhnlichen Kirchenschmuck verleitet hat. Zweifellos waren dabei übernatürliche Mächte am Werk, die auch in der Gegenwart noch wirken, denn auch Rints Nachfahrin spürt den Ruf einer überirdischen Macht. Eine Idee, die auch Florian Hilleberg himself in der Titelgeschichte aufgreift. Sein Beitrag DIE KNOCHENKIRCHE ist der längste der Sammlung und bedient sich ganz bewusst eines Groschenheftszenarios, wie es Jason Dark nicht besser hinbekommen hätte. Neben einigen schwerbewaffneten Söldnern ist hier auch Frantisek Rints Geist unterwegs, der die Nähe seiner einstigen Geliebten sucht. Ein Thema, das auch Ladina Bordolis herausragender und sehr viel romantischer gefärbter Beitrag REBEKKAS LICHT teilt. Man kann innerhalb der Sammlung also durchaus thematische Ketten erkennen, die sich wohl auf die „offiziellen“ Legenden um die Knochenkirche stützen.

Andere AutorInnen machen das Gebäude, bei dem es sich im Grunde um ein Massengrab handelt, zum machtvollen Schnittpunkt dämonischen Wirkens, dem immer wieder arglose, doch auch ahnungsvolle Menschen anheimfallen. Auch wenn die Ansiedlung dieser Erzählungen in und um die Knochenkirche nicht notwendig wäre, ist es natürlich nachvollziehbar, diesem makabren Bauwerk eine solch mystische, lockende Macht zuzuschreiben, die das Übernatürliche in all seinen Facetten anzieht.

Guido Krain, Tobias Bachmann, Lothar Nietsch, Sören Prescher und im weiteren Sinne auch Martin Barkawitz und Desirée Hoese wählen diesen Weg. Abgerundet wird die Sammlung von einem kurzen, doch informativen Essay von Florian Hilleberg.

Dass nicht jedem Leser alle Geschichten ausnahmslos oder gleich gut zusagen liegt in der Natur einer Anthologie, die einiges an Abwechslung bieten soll. Ungeteilt positiv ist jedoch die gewohnt schmucke Ausstattung zu bewerten. Jeder Geschichte ist eine Entry-Grafik vorangestellt, bei der es sich um eines der Fotos von Florian Hilleberg handelt, die von Grafiker Crossvalley Smith effektvoll bearbeitet wurden und die einen Eindruck dieses kunstvollen Beinhauses vermitteln. Ebenso die Covergrafik, die wieder einmal nahtlos in das elegante Reihenlayout eingefügt wurde. Auch die Verarbeitung des großformatigen Taschenbuchs lässt keine Wünsche offen. Erwähnenswert ist noch, dass dieser Band um etwa 50 Seiten umfangreicher ist, als die Vorgängerbände der ARS LITTERAE-Reihe, jedoch zum gleichen Preis angeboten wird.

FAZIT

Eine stilvoll gestaltete Anthologie, die sich auf phantastische Art ganz um die makabre Knochenkirche von Kutná Hora dreht und dabei eine Spannbreite von Pulp-Action bis kunstvoll-romantisch bedient.

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Blacksallys avatar

Rezension zu "SteamPunk - Erinnerungen an Morgen: SteamPunk Band 1" von Alisha Bionda

Wunderbare Geschichten
Blacksallyvor 4 Jahren

Das Cover:Ich liebe dieses Cover. Ich bin ja schon lange großer Steampunk Fan und die Aufmachung des Covers ist einfach nur wunderschön 
Die Geschichten:Im Buch befinden sich 6 verschiedene Geschichten, die nicht alle abgeschlossen sind. Manche der Geschichten gehen in einem weiteren Band der Reihe weiter, was ich super finde.Die Geschichten sind sehr verschieden gemacht, so gibt es z.B. eine Geschichte über ein Roboter-Dienstmädchen oder eine Geschichte über einen Arzt der seine Patienten hypnotisiert und über ein früheres Leben ausfragen kann.Natürlich gab es auch hier Storys die mir mehr gefallen haben als andere. So fand ich z.b. eine Geschichte garnicht gut, dafür hat das eine andere wieder ausgeglichen und gerade sowas finde ich echt toll. Man hat mich ein paar Geschichten so viele verschiedene Möglichkeiten jeden Geschmack der Leser zu treffen :)Auch die Schreibstile waren natürlich sehr anders, ich hatte aber keinen, bei dem ich sagen konnte: der gefällt mir überhaupt nicht. Ich bin in jede Geschichte gut reingekommen und hatte nicht das Gefühl überrumpelt zu werden.
Mein Fazit:Ein tolles Buch für alle Steampunkfans und die die es werden wollen. Ich habe das Buch geliebt und freue mich auf die nächsten Bände der Reihe (die schon erschienen sind).

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Schnitzzls avatar
Hallo Herr Müller, ich habe gehört, dass es einen 2.Teil zu die Herrin der Dornen geben wird! Wann soll dieser denn auf den Markt kommen?
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