Alison Almony Die Erben des Mithras

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Inhaltsangabe zu „Die Erben des Mithras“ von Alison Almony

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  • Ein gelungenes Autorendebüt.

    Die Erben des Mithras
    beate_bedesign

    beate_bedesign

    19. June 2013 um 13:13

    Inhalt: Der Schotte Cameron O’Connor findet auf dem Dachboden seiner Mutter einen alten Aktenkoffer von seinem verstorbenen Onkel. Darin enthalten ist ein antikes Dokument. Auf der Suche nach der Bedeutung und dem Wert des Dokumentes reist er nach Rom. Dort will er sich mit Pater Titus treffen, der seinen Onkel noch kannte und von dem er sich mehr Informationen erhofft. Doch als er in Rom ankommt ist Pater Titus tot. Ermordet. Als Cameron sich dann auf dem Rückweg nach Schottland macht, erhält er noch am Flughafen ein erstes Kaufangebot für das Dokument. Doch er lehnt zunächst ab. Erst möchte er noch mehr über das Schriftstück in Erfahrung bringen. Zurück in Schottland überschlagen sich die Ereignisse. Meine Meinung: Bei diesem Buch handelt es sich um einen Thriller. Es geht um den Mithras-Orden, Morde und Verschwörungen. Normalerweise sind Thriller – noch dazu mit religiösem Hintergrund – nicht unbedingt mein bevorzugtes Genre. Aber die Leseprobe hat mir so gut gefallen, dass ich das komplette Buch lesen wollte. Das Buch startet gleich recht spannend mit dem Auffinden des ermordeten Pater Titus in Rom. Die Schauplätze wechseln und sind alle wirklich interessant. Auch die Charaktere sind völlig unterschiedlich. Zum einen ist da Cameron, ein erfolgreicher Womanizer, der eigentlich nur Frauen und Geld im Kopf hat. Dann sind da noch seine Freunde Bruce, den ich sehr interessant fand und Rachel, die ihm hilft das Dokument zu bewerten und den Inhalt zu entziffern. Außerdem Mimi, eine frühere Arbeitskollegin, die heute jedoch voll auf der Esotherik-Schiene fährt. Und Godfrey, ein Freund von Mimi, den Cameron aber so gar nicht ausstehen kann. Godfrey ist ein ganz spezieller Typ. Er ist zwar Anwalt, aber er hat so seine diversen Schrulligkeiten. So lebt er zum Beispiel „entdigitalisiert“ . Diese bunte Mischung aus verschiedenen Protagonisten bringt so einige witzige Komponenten in das Buch. Ich selbst mochte Mimi und Godfrey sehr, wogegen ich mit Cameron nicht so wirklich warm werden konnte. Zunächst ist er ein oberflächiger Typ, dann mutiert er zum Jammerlappen, zwischendurch besteht er nur noch Hass und am Ende fängt er sich wieder und bekommt tatsächlich etwas Tiefgang. Ok, er macht während der Geschichte wirklich viel durch und seine Entwicklung ist durchaus nachzuvollziehen. Dennoch ging er mir manchmal ein wenig auf den Nerv. Der Schreibstil ist gut zu lesen. Die Geschichte ist vielseitig und abwechslungsreich. Aber stellenweise auch recht langatmig. Dadurch, dass die Protagonisten viel an verschiedenen Orten unterwegs sind, erzählen sie sich immer wieder was passiert ist. So dass der Leser das Geschehene einmal selbst miterlebt hat und dann noch einmal aus dem Dialog der Protagonisten erfährt. Das hat mich hin und wieder etwas ausgebremst und die Spannung wieder ein wenig zurückgefahren. Auch die einzelnen Kapitelüberschriften haben mir relativ häufig den Spannungsgrad ein wenig heruntergezogen, weil sie schon relativ viel über den Inhalt des kommenden Kapitels verraten. Es gibt einige Verdächtige und die Ahnung wer es denn gewesen sein könnte, wechselt auch schon mal hin und her. Der Showdown hat mir dann aber wieder gut gefallen und die Spannung wieder aufgebaut. Der Schluss ist eigentlich eine Überraschung und trotzdem irgendwie auch wieder nicht, weil er wirklich zum Buch passt. Das letzte Kapitel würde ich eher als Nachwort sehen und das hat mich wirklich überrascht. Mein Fazit: Ein gelungenes Autorendebüt mit ein paar kleinen Schwachstellen und viel Potential. Ein Thriller mit religiösem Hintergrund und einigen verschiedenen, interessanten Protagonisten, der mir im großen und ganzen wirklich gefallen hat. Meine Wertung: Damit tue ich mich hier ein wenig schwer. Denn eigentlich finde ich 3 Herzen etwas zu wenig, aber ich kann mich auch nicht wirklich zu 4 Herzen durchringen, wenn ich bedenke, dass 3 Herzen „gut“ und 4 Herzen „sehr gut“ bedeuten und ich dann mit anderen Büchern vergleiche, die ich mit 4 Herzen bewertet habe. Deswegen 3 von 5 Herzen aber mit Tendenz nach oben.

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  • Die Erben des Mithras - Ein erstaunliches Debüt

    Die Erben des Mithras
    Kerry

    Kerry

    04. May 2013 um 06:41

    Im Kloster San Clemente in Rom wird die Leiche von Dominikanerbruder Titus gefunden - er wurde in einem Mithraum, einem Teil eines Mithras-Tempels, förmlich hingerichtet. Warum musste der alte Mönch auf so grausame Art sterben. Die herbeigerufene Polizei, allen voran Kommissarin Silvia Larion stehen vor einem Rätsel, denn Bruder Titus hatte keine Feinde, war aber für sein Alter noch recht rüstig. Ins Auge fällt der Kommissarin ein junger Schotte namens Cameron O´Connor, der angibt, sich mit dem Opfer treffen zu wollen. Doch ein Motiv kann sie Cameron nicht nachweisen und dieser reist, unverrichteter Dinge, wieder nach Schottland ab. Cameron O´Connor hingegen ahnt die Gefahr, bevor sie real wird. Cameron wurde 1967 geboren und sein Onkel, Thomas O`Connor, war ebenfalls Dominikaner, der jedoch bei einem Fährunglück im Ärmelkanal im Jahr 1977 ums Leben kam. Der junge Mann, der als Berater in einer Wirtschaftskanzlei und Unternehmensberatung tätig ist, hat vor kurzem auf dem Dachboden seines Elternhauses ein antikes Dokument gefunden - hinterlegt von seinem Onkel, kurz vor dessen Tod. Das Dokument scheint, schon auf Grund seines Alters, wertvoll zu sein, sodass Cameron Kontakt mit dem Dominikanerbruder Titus aufnahm, um das Dokument der Kirche zu verkaufen. Doch mit dessen Tod zerschlagen sich vorerst diese Pläne. Derweil erzählt Cameron einigen seiner Freunde von dem Dokument, u. a. auch Rachel Nussbaum, der er schlussendlich das Dokument zukommen lässt, damit sie es in Tel Aviv erforschen kann. Doch damit überschlagen sich die Ereignisse, denn es sieht ganz so aus, als würde das Buch vom biblischen Saulus/Paulus handeln und wenn die Deutung nicht ganz falsch ist, könnte dieser im Auftrag der Römer ein Verräter gewesen sein. Eines steht fest: Das Dokument, wenn es sich als echt herausstellt, ist überaus brisant und es dauert nicht lange, bis die ersten Leichen in dessen Umfeld auftauchen, denn Interesse bekundet an demselben nicht nur die Katholische Kirche, auch ein moderner Mithras-Orden ist an diesem Dokument mehr als interessiert und will es um jeden Preis haben. Dann jedoch tauchen die ersten Toten rund um das Schriftstück auf ... Es ist kaum zu glauben, aber dieses Buch ist ein Debüt! Den Plot fand ich ausgesprochen facettenreich und detailliert erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass die Schauplätze u. a. nach Rom, Schottland und auch Jerusalem verlegt wurden, eben direkt an solchen Orten spielt, an denen eine solche Handlung (naja, vielleicht nicht unbedingt Schottland, aber das ist ja das Heimatland des Protagonisten) zu erwarten ist. Die Figuren empfand ich als ausgesprochen tiefgründig erarbeitet, eine jede war anders und nicht nur die Figur des Protagonisten Cameron konnte mich überzeugen, nein auch die übrigen Figuren wurden intensiv mit Leben gefüllt. Hier hat mir ganz besonders gut gefallen, dass die Autorin den Leser nicht nur an der Gedankenwelt Camerons teilhaben lässt, sondern auch einen Blick in alle anderen Köpfe gestattet. Den Schreibstil empfand ich als angenehm bis fesselnd zu lesen, jedoch empfand ich die teilweise geballte Dialogfolge dann doch etwas zu viel. Als Fazit kann ich nur sagen, dass mir dieses Buch sehr schöne Lesestunden bereitet hat und es absolut für jeden zu empfehlen ist, der gerne mystisch-angehauchte Bücher mit einer ordentlichen Portion Spannung und einem sehr gut ausgearbeitet Plot sowie facettenreichen Figuren lesen möchte.

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