Alison Bechdel

 4,2 Sterne bei 62 Bewertungen
Autorin von Fun Home, The Essential Dykes to Watch Out for und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Alison Bechdel

Alison Bechdel wurde 1960 als Kind zweier katholischer Lehrer in Pennsylvania geboren. Nach ihrem Studium begann sie Comics zu zeichnen und wurde schließlich mit ihrer Reihe "Dykes to Watch Out for" bekannt. Fragen, die in den Comics gestellt werden, sind heute sogar als Bechdel-Test bekannt. Anhand drei einfacher Fragen soll in Filmen die Rolle der weiblichen Figuren ermittelt werden. Ihre im Stil eines Graphic Novel gezeichnete Autobiographie "Fun Home" wurde 2006 in den USA sogar ein Bestseller. In dem Buch, das von der Times zum besten Buch des Jahres 2006 ernannt wurde, erforscht Bechdel die Hintergründe des Selbstmords ihres Vaters, der bisexuell war, sich aber nicht öffentlich dazu bekannte. Durch „Fun Home“ gehört Bechdel heute zu den bekanntesten Comiczeichnern Amerikas. Die Autorin lebt und arbeitet in Vermont.

Neue Bücher

Cover des Buches Das Geheimnis meiner Superkraft (ISBN: 9783462002539)

Das Geheimnis meiner Superkraft

Erscheint am 04.05.2023 als Gebundenes Buch bei Kiepenheuer & Witsch.

Alle Bücher von Alison Bechdel

Cover des Buches Fun Home (ISBN: 9783551713766)

Fun Home

 (51)
Erschienen am 25.11.2014
Cover des Buches Wer ist hier die Mutter? (ISBN: 9783462046182)

Wer ist hier die Mutter?

 (3)
Erschienen am 10.04.2014
Cover des Buches Das Geheimnis meiner Superkraft (ISBN: 9783462002539)

Das Geheimnis meiner Superkraft

 (0)
Erscheint am 04.05.2023
Cover des Buches The Essential Dykes to Watch Out for (ISBN: 9780224087063)

The Essential Dykes to Watch Out for

 (4)
Erschienen am 24.01.2012
Cover des Buches Are you my mother? (ISBN: B00J55VCVC)

Are you my mother?

 (3)
Erschienen am 02.04.2013
Cover des Buches The Art of Jaime Hernandez (ISBN: 9780810995703)

The Art of Jaime Hernandez

 (1)
Erschienen am 01.04.2010

Neue Rezensionen zu Alison Bechdel

Cover des Buches Fun Home (ISBN: 9780224080514)
Orishas avatar

Rezension zu "Fun Home" von Alison Bechdel

Ansichten einer Tochter auf ihren Vater
Orishavor 3 Jahren

Kurz rezensiert:
Als Alisons Vater bei einem Unfall stirbt, lüftet sich ein großes Familiengeheimnis: Ihr Vater war schwul. Überrascht nähert sich Alison aus ihrer erwachsenen Perspektive, ihrer Kindheit und beginnt nicht mehr allzu verwundert, die Dinge in einem neuen Licht zu sehen.

Bechdels autobiographisches Graphic Novel zählt zu den Klassikern des graphischen Genres. Bechdels Geschichte ist komplex, gut erzählt und anspruchsvoll. In sieben Kapiteln folgen wir ihr in ihre Kindheit, lernen ihre Familie kennen und bekommen eine Sicht auf ihren Vater präsentiert, die ziemlich eindeutig ist. Daneben handelt Bechdel ein Stück Literaturgeschichte ab. Ob Joyce's "Ulysses", Fitzgeralds "Gatsby" oder auch "Der Wind in den Weiden", sie alle begleiteten ihren Vater und ihre Kindheit und werden so auch dem Leser näher gebracht. 

Fazit: Ein komplexes, anspruchsvolles Graphic Novel, das sicher nicht jederman liegt. Doch die Mischung aus biographischer Aufarbeitung, schwul-lesbischer Geschichte in Verbindung mit ein wenig Literaturgeschichte ging für mich auf. Daher: Lesenswert.

Kommentieren
Teilen
Cover des Buches Fun Home (ISBN: 9783551713766)
dominonas avatar

Rezension zu "Fun Home" von Alison Bechdel

Familienanalyse
dominonavor 5 Jahren

Ich fand den Stil des Comics sehr interessant und auch das Thema ist eher ungewöhnlich. Es ist eine Suche nach der Vergangenheit und sich selbst in ihr hin zu Identität und Verständnis für familiäre Verwicklungen. 
Im späteren Verlauf hat mich der Comic leider verloren, weil es mir zu sehr um Nebensächlichkeiten ging, aber die Zeit war nicht verschwendet.

Kommentieren
Teilen
Cover des Buches Fun Home (ISBN: 9783551713766)
katzenminzes avatar

Rezension zu "Fun Home" von Alison Bechdel

Leider nicht ganz mein Fall
katzenminzevor 5 Jahren

Leider nicht ganz mein Fall

In Fun Home verarbeitet Alison Bechdel den Tod ihres Vaters und ihre nicht immer glückliche Kindheit im dörflichen Beach Creek. Es ist eine Mischung aus Entwicklungsroman und Familiengeschichte, die mit comichaften Zeichnungen und Akzenten in blauer Tusche illustriert ist.

Passend zur Stimmung der Geschichte wirken die Zeichnungen und die Mimik der Dargestellten meist distanziert und kalt. So gut wie nie ist ein Lächeln zu sehen. Die hellen Blautöne unterstreichen den frostigen Eindruck. Auch in den kurzen Sätzen, in denen Alison erzählt und beschreibt, findet sich nicht viel Emotion. Die Stimmung, die in der Familie herrscht, kann man sich so sehr gut vorstellen. Jeder ist für sich, Zuneigung wird nicht gezeigt, Wärme gibt es kaum. So, wie Bechdel ihren Vater darstellt, dachte ich mir mehr als einmal: „Was für ein Ar***loch.“ Von daher habe ich überhaupt nicht verstanden, dass sie auf den letzten Seiten von einer besonderen Zuneigung, einer speziellen Verbindung zu ihm sprach. Wo kam das denn her? Habe ich etwas verpasst?

Was mich auch störte, waren die vielen literarischen Verweise. Man sollte nicht meinen, dass das möglich ist, aber so war es. Alison wie ihr Vater sind richtige Bücherwürmer, ihre Mutter ein Theaterfan. Es gibt viele Anspielungen und von beiden gezogene Parallelen zu Scott F. Fitzgerald und seinem Werk, Homers Odyssee und am Ende zu James Joyce' Ulysses. Ich habe aber – Entschuldigung – bisher keins dieser Bücher gelesen und fand die Vergleicht teilweise etwas verwirrend, uninteressant oder weit hergeholt. Ironischerweise findet Alison Ulysses – das Lieblingsbuch ihre Vaters - als Studentin ziemlich doof. In der Novel schmeißt sie aber mit Zitaten und Verweisen daraus um sich. Auch zeichnerisch fand ich es keinen großen Wurf. Ein Comic halt. Allerdings: Bis auf die Bilder in Kreuzschraffur jeweils am Kapitalanfang. Die waren ein kleines gestalterisches Highlight.

Die erste Hälfte der Geschichte hat mit sehr gut gefallen. Der distanzierte Stil, das Gefühl, dass Alison Bechdel viele Dinge nur andeutet und die doch sehr spezielle Familie hatten etwas einnehmendes. Danach ging es aber leider immer weiter bergab, bis ich es am Ende gar nicht mehr mochte. Es gibt keinen Sympathieträger in der Geschichte. Dafür zu viele Verweise und ich sehe einfach die Intention nicht ganz. Als „Memento Mori“ für Bechdels Vater kommt er viel zu schlecht weg. Für eine Aufarbeitung ihrer Kindheit und Jugend ist es zu distanziert und ungenau. Und über das fast schon nebensächlich wirkende Comming Out gibt es bessere Bücher. Ich habe das Gefühl, hier wurde nur an der Oberfläche gekratzt. Schade drum.

Kommentieren
Teilen

Gespräche aus der Community

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Zusätzliche Informationen

Alison Bechdel wurde am 10. September 1960 in Lock Haven (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

Alison Bechdel im Netz:

Community-Statistik

in 86 Bibliotheken

von 18 Leser*innen aktuell gelesen

von 1 Leser*innen gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks