Alison Bechdel

 4.3 Sterne bei 56 Bewertungen
Autorin von Fun Home, Wer ist hier die Mutter? und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Alison Bechdel

Alison Bechdel wurde 1960 als Kind zweier katholischer Lehrer in Pennsylvania geboren. Nach ihrem Studium begann sie Comics zu zeichnen und wurde schließlich mit ihrer Reihe "Dykes to Watch Out for" bekannt. Fragen, die in den Comics gestellt werden, sind heute sogar als Bechdel-Test bekannt. Anhand drei einfacher Fragen soll in Filmen die Rolle der weiblichen Figuren ermittelt werden. Ihre im Stil eines Graphic Novel gezeichnete Autobiographie "Fun Home" wurde 2006 in den USA sogar ein Bestseller. In dem Buch, das von der Times zum besten Buch des Jahres 2006 ernannt wurde, erforscht Bechdel die Hintergründe des Selbstmords ihres Vaters, der bisexuell war, sich aber nicht öffentlich dazu bekannte. Durch „Fun Home“ gehört Bechdel heute zu den bekanntesten Comiczeichnern Amerikas. Die Autorin lebt und arbeitet in Vermont.

Alle Bücher von Alison Bechdel

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Fun Home

Fun Home

 (48)
Erschienen am 25.11.2014
Wer ist hier die Mutter?

Wer ist hier die Mutter?

 (3)
Erschienen am 10.04.2014
More Dykes to Watch Out for

More Dykes to Watch Out for

 (0)
Erschienen am 01.06.1988
Unnatural Dykes to Watch Out for

Unnatural Dykes to Watch Out for

 (0)
Erschienen am 01.10.1995
Hot, Throbbing - Dykes to Watch Out for

Hot, Throbbing - Dykes to Watch Out for

 (0)
Erschienen am 01.05.1997
Dykes to Watch Out for

Dykes to Watch Out for

 (0)
Erschienen am 01.10.1986

Neue Rezensionen zu Alison Bechdel

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dominonas avatar

Rezension zu "Fun Home" von Alison Bechdel

Familienanalyse
dominonavor 9 Monaten

Ich fand den Stil des Comics sehr interessant und auch das Thema ist eher ungewöhnlich. Es ist eine Suche nach der Vergangenheit und sich selbst in ihr hin zu Identität und Verständnis für familiäre Verwicklungen. 
Im späteren Verlauf hat mich der Comic leider verloren, weil es mir zu sehr um Nebensächlichkeiten ging, aber die Zeit war nicht verschwendet.

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katzenminzes avatar

Rezension zu "Fun Home" von Alison Bechdel

Leider nicht ganz mein Fall
katzenminzevor 10 Monaten

Leider nicht ganz mein Fall

In Fun Home verarbeitet Alison Bechdel den Tod ihres Vaters und ihre nicht immer glückliche Kindheit im dörflichen Beach Creek. Es ist eine Mischung aus Entwicklungsroman und Familiengeschichte, die mit comichaften Zeichnungen und Akzenten in blauer Tusche illustriert ist.

Passend zur Stimmung der Geschichte wirken die Zeichnungen und die Mimik der Dargestellten meist distanziert und kalt. So gut wie nie ist ein Lächeln zu sehen. Die hellen Blautöne unterstreichen den frostigen Eindruck. Auch in den kurzen Sätzen, in denen Alison erzählt und beschreibt, findet sich nicht viel Emotion. Die Stimmung, die in der Familie herrscht, kann man sich so sehr gut vorstellen. Jeder ist für sich, Zuneigung wird nicht gezeigt, Wärme gibt es kaum. So, wie Bechdel ihren Vater darstellt, dachte ich mir mehr als einmal: „Was für ein Ar***loch.“ Von daher habe ich überhaupt nicht verstanden, dass sie auf den letzten Seiten von einer besonderen Zuneigung, einer speziellen Verbindung zu ihm sprach. Wo kam das denn her? Habe ich etwas verpasst?

Was mich auch störte, waren die vielen literarischen Verweise. Man sollte nicht meinen, dass das möglich ist, aber so war es. Alison wie ihr Vater sind richtige Bücherwürmer, ihre Mutter ein Theaterfan. Es gibt viele Anspielungen und von beiden gezogene Parallelen zu Scott F. Fitzgerald und seinem Werk, Homers Odyssee und am Ende zu James Joyce' Ulysses. Ich habe aber – Entschuldigung – bisher keins dieser Bücher gelesen und fand die Vergleicht teilweise etwas verwirrend, uninteressant oder weit hergeholt. Ironischerweise findet Alison Ulysses – das Lieblingsbuch ihre Vaters - als Studentin ziemlich doof. In der Novel schmeißt sie aber mit Zitaten und Verweisen daraus um sich. Auch zeichnerisch fand ich es keinen großen Wurf. Ein Comic halt. Allerdings: Bis auf die Bilder in Kreuzschraffur jeweils am Kapitalanfang. Die waren ein kleines gestalterisches Highlight.

Die erste Hälfte der Geschichte hat mit sehr gut gefallen. Der distanzierte Stil, das Gefühl, dass Alison Bechdel viele Dinge nur andeutet und die doch sehr spezielle Familie hatten etwas einnehmendes. Danach ging es aber leider immer weiter bergab, bis ich es am Ende gar nicht mehr mochte. Es gibt keinen Sympathieträger in der Geschichte. Dafür zu viele Verweise und ich sehe einfach die Intention nicht ganz. Als „Memento Mori“ für Bechdels Vater kommt er viel zu schlecht weg. Für eine Aufarbeitung ihrer Kindheit und Jugend ist es zu distanziert und ungenau. Und über das fast schon nebensächlich wirkende Comming Out gibt es bessere Bücher. Ich habe das Gefühl, hier wurde nur an der Oberfläche gekratzt. Schade drum.

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sweetpiglets avatar

Rezension zu "Fun Home" von Alison Bechdel

Fun Home
sweetpigletvor 2 Jahren

Meine Meinung:Ich bin wirlich froh diese Graphic Novel entdeckt zu haben, und dank des knappen Klappentextes mir auch die gesamte Bandbreite der Geschichte, mit ihrer Tiefe und den Gefühlen, erhalten geblieben ist. Eine wahre Autobiografie als Graphic Novel, ein Zeitzeugnis das es wohl eher selten gibt.
Die äußere Aufmachung ist recht einfach gehalten, die Zeichnungen und Panels sind in schwarz/blau gehalten, wobei die Autorin mit vielen Schattierungen des Blau arbeitet. Durch die Einfachheit der Bilder vermittelt Alison Bechdel dennoch genügend Tiefe und Emotionen, denn nichts wirkt überladen oder unnötig ausschraffiert. Zwischen den Panels wird die Geschichte durch Textbausteine weiter erzählt und die notwendigen Details um die Komplexität zu verstehen vermittelt. 
In Alisons Leben gibt es einen entscheidenden Moment bzw. eine entscheidende Phase, der auch in der Geschichte immer wieder auftaucht, welcher ihr Leben von Grund auf ändert und umkrempelt. Innerhalb dieser kurzen Zeitspanne durchlebt Alison die Höhen und Tiefen des Seins und erkennt, wie viel in ihrem Leben doch im Umkehrschluss einen anderen Beigeschmack bekommt. Durch alte Tagebuchenträge und Bilder vermittelt sie auf schonungslose und ehrliche Art ihre Gefühle und Gedanken zu jener Zeit, und davor und danach. Für uns als Leser legt sie ihr Leben offen und ehrlich dar, was diese Graphic Novel eben zu ener Sensation macht.
Für mich besonders interessant waren die literarischen Paralleln die Alison immer wieder zwischen ihrem Vater, sich selbst und den Lieblingsautoren zieht. Ein Leben wie aus einer Tragödie, aber dennoch ganz anders.

Fazit:Eigentlich möchte ich gar nicht zu viel erzählen oder preis geben, sondern einfach nur diese wunderbare und ehrliche Autobiografie empfehlen. Wer, so wie ich, sonst eher nicht gern zu biografischen Werken greift, hat ihr eindeutig ein Musterbeispiel für interessante Lebensgeschichte.Mich wird die Geschichte von Alison noch eine Weile beschäftigen und immer wieder zu diesem Buch greifen lassen.

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Zusätzliche Informationen

Alison Bechdel wurde am 10. September 1960 in Lock Haven (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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