Alison Goodman Eona - The Last Dragoneye

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Inhaltsangabe zu „Eona - The Last Dragoneye“ von Alison Goodman

Eon is now Eona, the Mirror Dragoneye - one of just two surviving Dragoneyes, the human links to the twelve energy dragons and their power. On the run after the massacre in the Imperial Palace, she must find a way to restore Kygo, the dead Pearl Emperor's true heir, to the throne. (Quelle:'Flexibler Einband/22.07.2011')

Tolle Charakterentwicklung und wunderschöner Abschluss der Geschichte

— vio123
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  • Rezension zu "[Eona: The Last Dragoneye]Eona: The Last Dragoneye BY Goodman, Alison(Author)Hardcover" von Alison Goodman

    Eona - The Last Dragoneye
    Ein LovelyBooks-Nutzer

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    07. February 2012 um 22:20

    Die Saga um die mächtigen Drachenaugen geht weiter. Eon has been revealed as Eona, the first female Dragoneye in hundreds of years. Along with fellow rebels Ryko and Lady Dela, she is on the run from High Lord Sethon‘s army. The renegades are on a quest for the black folio, stolen by the drug-riddled Dillon; they must also find Kygo, the young Pearl Emperor, who needs Eona‘s power and the black folio if he is to wrest back his throne from the selfstyled "Emperor" Sethon. Through it all, Eona must come to terms with her new Dragoneye identity and power-and learn to bear the anguish of the ten dragons whose Dragoneyes were murdered. As they focus their power through her, she becomes a dangerous conduit for their plans... Aufmachung: Trotz seiner Videospieloptik (oder vielleicht auch gerade deswegen?) finde ich das Cover ziemlich cool. Es zeigt Eona, wie sie kampfbereit mit ihren Schwertern dasteht, während eine Gruppe von Reitern auf sie zukommt und man im Himmel ihren Drachen erkennen kann. Die Darstellung ist vielleicht etwas idealisiert, passt aber trotzdem sehr gut zum recht kriegerischen Inhalt des Buches. Meine Meinung: Nachdem ich die deutsche Hörbuchfassung des ersten Teils dieser Duologie gehört hatte, war mir sofort klar, dass ich die Fortsetzung unbedingt lesen musste. Meine Erwartungen waren dementsprechend hoch und ich wurde nicht enttäuscht. Die Handlung knüpft fast nahtlos an das Ende des ersten Teils an, wodurch man sofort wieder in die einzigartige Atmosphäre des von China inspirierte Reiches hineingesogen wird. Die von Alison Goodman geschaffene Mischung aus Historischem und Erfundenem hat nichts von ihrem besonderen Charme verloren und erscheint einem während des Lesens fast real. Auch hier wird das Geschehen wieder aus der Ich-Perspektive von Eona geschildert, die diesmal vor einer Reihe noch viel größerer Schwierigkeiten steht. Um Kygo, dem rechtmäßigen Thronerben wieder an die Macht zu verhelfen, muss sie den grausamen Lord Sethon bekämpfen. Dazu ist es jedoch nötig zu lernen, mit ihren Kräften umzugehen, da sie damit nicht nur Gutes vollbringt, sondern versehentlich auch einigen Schaden anrichtet. Hinzu kommt, dass die Drachen, deren Drachenaugen getötet wurden, anscheinend verrückt spielen und für Eona zur Gefahr werden. Der Einzige, der ihr dabei helfen kann, ist das verräterische Drachenauge Lord Ido, der grässliche Verbrechen begangen hat, nun aber geläutert scheint. Außerdem wird sie durch ihre Macht in einen großen Gewissenskonflikt gestürzt: Kann sie ihre Kräfte im Krieg nutzen, um Menschen zu töten, auch wenn sie damit ihr Land beschützt? Und kann sie es verantworten, anderen ihren Willen aufzuzwingen, auch wenn sie damit einer guten Sache dient? Sie ist in diesem Zusammenhang sehr zwiegespalten, weil sie durch den Einfluss anderer immer wieder ihre moralischen Bedenken beiseiteschieben muss und immer rücksichtsloser wird. Außerdem fängt ihre Machtposition an, ihr zu gefallen. Trotzdem erscheint sie nie unsympathisch, da man ihr Verhalten aufgrund ihrer schwierigen Situation durchaus nachvollziehen kann. Gerade dieser innere Konflikt macht die Handlung sehr spannend und unvorhersehbar, da man nicht weiß, wie weit Eona gehen wird und ob es für sie einen Weg zurück gibt. Dazu kommt noch, dass sie unter dem Einfluss einer ihrer Ahninnen das immer stärkere Verlangen verspürt, das Machtsymbol des Thronerbens Kygo, die Imperial Pearl zu stehlen. Eona kämpft verbissen dagegen an und muss alleine damit fertig werden, weil sie dieses schreckliche Geheimnis niemandem anvertrauen kann, wenn sie nicht das bisschen Vertrauen verlieren will, das man ihr entgegenbringt. Was dahinter steckt, erfährt und vermutet man lange nicht, denn es ist ein Geheimnis, das Eonas komplette Weltansicht verändert... Auch die Liebesgeschichte ist sehr kompliziert, da sie sehr von den oben genannten Schwierigkeiten beeinflusst wird. Während Eona einerseits Kygo immer näher kommt, besteht andererseits eine sehr starke unerklärliche Anziehungskraft zwischen ihr und Ido. Auch hier weiß der Leser genauso wenig wie Eona selbst, woran sie bei den beiden ist und wo das Ganze hinführt. Vertrauen kann sie keinem von ihnen, weiß sie doch nicht, ob Ido sich wirklich geändert hat und ob Kygo nicht bloß ihre Macht besitzen möchte. Diese "Dreiecksgeschichte" hat viel potenzial, doch man hätte noch mehr daraus machen können. Mir haben hier die "großen Gefühle" gefehlt. Liebe und Leidenschaft werden zwar beschrieben, aber man bleibt beim Lesen immer relativ distanziert und wartet vergeblich auf den großen Knall. Die Handlung ist durchgehend spannend und größtenteils unvorhersehbar, da es einige überraschende Wendungen gibt, mit denen zumindest ich nicht gerechnet hätte. Einen kleinen Dämpfer habe ich bekommen, als sich die Geschichte ab einer bestimmten Stelle in eine Richtung entwickelt, die mir persönlich nicht gefallen hat. Da dies jedoch nur einen einzigen Handlungsstrang betrifft, musste ich mich damit abfinden. Letztlich läuft alles auf ein actionreiches und dramatisches Finale und ein zufriedenstellendes Ende hinaus, obwohl es nicht ganz so ausgeht, wie ich es mir gewünscht hätte. Auch der Schreibstil von Alison Goodman ist sehr mitreißend und man merkt beim Lesen einfach, dass sie etwas von ihrem Fach versteht. Für jemanden wie mich, der es nicht gewohnt ist, englische Bücher zu lesen, könnte es manchmal etwas schwierig werden, da einige unbekannte Begriffe vorkommen, deren Bedeutung man oft aber aus dem Kontext heraus verstehen kann. Ansonsten ist ein Wörterbuch sehr hilfreich :) Fazit: Eine zwiegespaltene Heldin, mächtige Drachen, der Kampf gegen einen grausamen Thronräuber, ein uraltes dunkles Geheimnis, zwei Männer, denen man nicht vertrauen kann und ein großartiges Setting, ergeben zusammen eine actionreiche und spannende Geschichte, der man sich nicht so leicht entziehen kann.

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