Alison Love Das Lied, das uns trägt

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Inhaltsangabe zu „Das Lied, das uns trägt“ von Alison Love

Lust auf Romantik? Alison Love entführt Sie in ins brodelnde London der Dreißiger Jahre! Ein berauschender Roman über die Liebe, die gesellschaftliche Schranken und engstirnige Traditionen überwindet. Der italienischstämmige Sänger Antonio ist fasziniert von der jungen und schönen Olivia, die ihr Geld als Tanz-Hostess verdient. Doch bald heiratet sie Bernard Rodway, einen wohlhabenden Journalisten. Dieser setzt sich in den Kopf, Antonios Karriere zu fördern nicht wissend, dass der Sänger und seine Frau sich kennen. Der aufziehende Zweite Weltkrieg verändert alles: verbotene Wünsche und geheime Hoffnungen brechen hervor. Wird Olivia ihr Glück finden?

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  • Die 30er und 40er mal aus einer anderen Perspektive

    Das Lied, das uns trägt

    MikkaG

    21. August 2015 um 17:32

    Die Geschichte erstreckt sich über ein turbulentes, von Faschismus und Krieg überschattetes Jahrzehnt: sie beginnt im Herbst 1937 und endet im Frühjahr 1947. Natürlich gibt es viele Romane, die in dieser Zeit spielen, aber Alison Love wählt für ihr Buch eine eher ungewöhnliche Perspektive: im Mittelpunkt stehen die in dieser Zeit in Großbritannien lebenden Italiener, die sich nach Mussolinis Machtergreifung zunehmendem Misstrauen ausgesetzt sahen. Ich fand es sehr interessant, die damalige Zeit mal aus einer anderen Perspektive zu sehen! Überhaupt hat mich die Geschichte nicht nur gut unterhalten, sondern mir auch neues Wissen über die 30er und 40er Jahre nahe gebracht. Die Charaktere fand ich an sich sehr interessant. Fast alle sind gefangen in gesellschaftlichen Konventionen und familiären Erwartungen, das hat die Autorin in meinen Augen sehr gut herausgearbeitet. Ich hatte allerdings große Schwierigkeiten, die Emotionen wirklich nachzuempfinden - dabei ist es eine Geschichte voller Dramatik, unerwarteter Wendungen, Leid, Verrat und leidenschaftlicher Liebe! Ich fand das Buch immer spannend und herausfordernd, aber berührt hat es mich nur selten. Hier einmal die wichtigsten Figuren: Olivia, eine junge Tänzerin aus armen Verhältnissen. Sie hat Vater, Mutter und Schwester viel zu früh verloren und schlägt sich seither alleine in London durch. Bernard, ein Journalist aus einer reichen, privilegierten Familie. Er engagiert sich sozial und sitzt in mehreren Ausschüssen, die sich um das Wohl von Flüchtlingen kümmern. Antonia, ein Sänger aus armen Verhältnissen, der in einer arrangierten Ehe lebt. Er und seine Frau Danila wurden einander schon mit 14 versprochen. Er ist ein aufrechter, anständiger Mann, der sich bemüht, seiner Frau Liebe entgegen zu bringen, auch wenn er sie sich nicht ausgesucht hat. Danila, seine Frau. Wirkt erst kindlich, unschuldig und unbeholfen, stellt sich aber schnell als berechnende Intrigantin heraus. Filomena, seine Schwester. Sie ist ebenfalls einem Mann versprochen, obwohl sie einem anderen vorsichtig zugetan ist - einem Engländer, was ihre Familie niemals gutheißen würde. Bruno, Filomenas Verlobter. Er kämpft als Freiwilliger in Mussolinis Armee, weswegen er als Kriegsheld gefeiert wird.  Valentino, Antonios Bruder, der auch mit den Faschisten sympathisiert. Er ist selbstherrlich, überheblich und verwöhnt und kann als Liebling des Vaters nichts falsch machen. Zwar bringt er "Schande" über verheiratete Frauen, das ist aber selbstverständlich immer deren Schuld. Die erste Begegnung zwischen Antonio und Olivia ist alles andere als der typische Einstieg in eine Liebesgeschichte: Olivia krümmt sich nach einer Abtreibung unter Schmerzen in einer schmutzigen Seitengasse, und Antonio ist entsetzt und fühlt sich davon abgestoßen... Und dennoch können sich die beiden nicht vergessen. Aber Antonio ist verheiratet und ein Ehrenmann, und so sucht Olivia ihr Glück mit Bernard. Der ist entzückt, seiner unterkühlten Familie in einem Akt des Trotzes eine Ehefrau präsentieren zu können, die alles andere als standesgemäß ist - eine Tänzerin, ein verruchtes Weibsbild! Mehr und mehr hat sie den Verdacht, dass Bernard nicht sie liebt, sondern ein verzerrtes Wunschbild, die Projektion seiner Erwartungen... Wie schon gesagt: ich konnte mit den Charakteren einfach nicht mitfühlen. In vielen Szenen horchte ich in mich hinein und stellte fest, dass da wenig mehr war als kühles Interesse. Deswegen konnte mich auch das überraschende, mutige Ende nicht so sehr bewegen, wie es sonst wohl der Fall gewesen wäre! Der Schreibstil hat mir ganz gut gefallen. Er liest sich leicht und flüssig, ohne zu einfach oder platt zu wirken, und vermittelt dabei gut die Atmosphäre dieser turbulenten Zeit. Fazit: Die 30er und 40er Jahre, gesehen aus der Perspektive einer jungen Tänzerin und eines italienischen Sängers in London. Mussolinis Machtergreifung, Hitlers Aufstieg und die Situation der Italiener im England dieser Zeit - die Autorin verbindet historisches Wissen mit persönlichen Schicksalen und einer Liebesgeschichte, die völlig unmöglich erscheint und gegen alle gesellschaftlichen Konventionen der Zeit verstößt. Ich fand das alles sehr interessant, fühlte mich aber emotional selten tiefer gehend angesprochen. Die Charaktere blieben mir immer seltsam fremd, obwohl ich ihre Geschichten durchaus spannend fand! Dennoch habe ich mich von dem Buch gut unterhalten gefühlt und würde es auch weiter empfehlen.

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  • Ungewöhnliche Liebesgeschichte in London 1937-1947

    Das Lied, das uns trägt

    Girdie

    10. August 2015 um 22:27

    Eine junge Frau, vielleicht in Erwartung der  Musik zum nächsten Tanz, ziert das Cover des Buchs „Das Lied, das uns trägt“ von Alison Love. Denn die Autorin entführt den Leser im Roman in Londoner Tanzsäle vor dem Zweiten Weltkrieg. Hier begegnen sich die Tänzerin Olivia, aus einer englischen Kleinstadt kommend, und der italienische Sänger Antonio Trombetta zum ersten Mal. In einem Prolog stellt die Autorin heraus, dass die Geschichte eine tragische Wende nehmen wird, denn zunächst begegnet der Leser Antonio im Jahr 1940 während er vom Fenster aus zusieht, wie zwei Polizisten sich seiner Wohnung nähern, um ihn mitzunehmen. Die eigentliche Erzählung beginnt drei Jahre früher. Antonio ist mit einer Italienerin aus seinem Heimatdorf verheiratet. Er hilft seinem kranken Vater im Kiosk und verdient zusätzlich ein wenig als Sänger in den Abendstunden. Gemeinsam mit ihm, seiner Schwester und seinem Bruder wohnt das Ehepaar in einer Wohnung. Nach alter Tradition werden in seiner Familie Ehen durch Absprache der Eltern mit Kindern von Freunden und Bekannten vereinbart. Bereits bei der ersten Begegnung mit Olivia merken beide, dass ein Funken zwischen ihnen überspringt,  ohne dass sie sich das eingestehen. Bernard Rodway, vermögend, Journalist und angehender Autor, lernt Olivia auf der Party eines Freunds kennen. Er umwirbt sie und hält um ihre Hand an. Olivia willigt ein. Als Unterstützer der schönen Künste lädt Bernard Antonio zu Gesangsstunden in seinem Haus ein. Obwohl Olivia und Antonio beide gebunden sind, scheint das Schicksal sie aufeinander zuzutreiben. Was wird stärker sein: die Gefühle zueinander oder die familiäre Gebundenheit? Unterdessen wirft der Zweite Weltkrieg seine langen Schatten voraus und verändert das Alltagsleben. Neben einem kurzen Blick auf die Londoner Tanzsäle vor dem Zweiten Weltkrieg verbunden mit dem Leben der Frauen, die sich als Tanzpartner und mehr bezahlen ließen, beleuchtet Alison Love einen Aspekt der Geschichte, der wenig bekannt ist, nämlich dem der italienischen Einwanderer in London. Sie bildeten eine Gemeinschaft, die untereinander eng verbunden war und die sich untereinander weiterhin in ihrer Muttersprache verständigten. Politisch waren Sie in diesen letzten Tagen vor dem Weltkrieg besonders gefordert sich dem Faschismus anzuschließen. Der Schreibstil der englischen Autorin ist leicht  und dank der guten Übersetzung von Susanne Goga-Klinkenberg auch flüssig zu lesen. Die Charaktere handeln glaubwürdig, haben Ecken und Kanten. Bis in die Nebenfiguren hinein entwickeln sie sich teilweise anders als erwartet. Ihre Gefühle stehen den gesellschaftlichen Regeln gegenüber, so dass sich hieraus eine ständige Herausforderung für die Figuren ergibt, von denen manch einer sich über die an ihn gestellten Erwartungen hinwegsetzt. So bleibt die Erzählung bis zum Schluss spannend und nicht vorhersehbar. Alison Love hat die geschichtlichen Details sehr gut recherchiert und gekonnt in  ihren Text eingebettet ohne zu langweilen. Die Handlung schreitet zügig voran. Sie beginnt im Jahr 1937 und wir dürfen die Ereignisse  mit einigen Zeitsprüngen bis zum Jahr 1947 begleiten. Dieses Buch war so ganz nach meinem Geschmack und daher empfehle ich es gerne an Leser von historischen Romanen, vor allem an diejenigen weiter, die es besonders mögen, wenn die Geschichte in den letzten hundert Jahren spielt.

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  • Eine neue Sicht auf den Beginn des zweiten Weltkrieges

    Das Lied, das uns trägt

    Nabura

    08. August 2015 um 12:43

    London, 1937: Antonio ist ein italienischer Einwanderer, der mit seiner Familie und seiner schwangeren Frau in Soho. Neben der Arbeit im Kiosk seines Vaters verdient er als Sänger zusätzliches Geld. Als er eines Abends im Paradise Ballroom auftritt, begegnet er der Tanzdame Olivia. Berühmt ist sie für ihren Tango, doch er trifft sie im Hinterhof, wo sie unter den Schmerzen einer kürzlich erfahrenen Abtreibung leidet. Ein halbes Jahr später treffen sie sich erneut: Olivia ist inzwischen die Frau eines wohlhabenden Londoners, der Antonios Gesangstalent fördern will. Der aufziehende Krieg beeinflusst so manches Schicksal. Welchen Weg werden Olivia, ihr Mann Bernard, Antonio, seine Schwester Filomena und sein Bruder Valentino einschlagen? Als ich das Buch zum ersten Mal in die Hand nahm und den Klappentext las, erwartete ich eine Liebesgeschichte, die mich in prunkvolle Ballsäle führt und die aufgrund des aufziehenden Krieges dramatische Wendungen bereithält. Die eine, klassische Liebesgeschichte gibt es hier aber gar nicht. Vielmehr ist Antonio die Schlüsselperson, und das Buch berichtet von seinem Schicksal sowie dem der Menschen in seinem Umfeld. Auch wenn bei diesem Buch viele Personen zu Wort kommen, kann ich nicht behaupten, dass ich eine davon voll und ganz sympathisch fand. Vielmehr haben sie alle ihre Ecken und Kanten, ihre Momente, in denen sie von Vorurteilen, Hochmut, Neid oder angetrieben werden. Auch wenn ich es erst einmal ungewöhnlich fand, die Ereignisse unter diesen Voraussetzungen zu verfolgen, so stiegen im Laufe der Zeit doch einige Charaktere in meiner Gunst, während andere diese gänzlich verloren. Gerade das machte die Sache wieder interessant. Am meisten begeistern konnte mich die für mich gänzlich neue Sicht, mit der dieses Buch auf den Beginn des zweiten Weltkrieges schaut. Wie schwierig in dieser Zeit die Situation der Italiener in England war, war mir vorher nicht bewusst. Antonio, seine Familie und seine italienischen Bekannten reagieren alle höchst unterschiedlich auf den aufziehenden Krieg, sodass man anhand einiger Beispiele miterlebt, wie es den italienischen Einwanderer in dieser Zeit ergangen ist. Ganz anders sieht die Situation für Olivia und Bernard aus, die als reiche Londoner ganz andere Sorgen haben. Die angekündigte Romantik kam für meinen Geschmack ein wenig zu kurz. Stattdessen begleitet der Leser die Charaktere auf ihren verschlungenen Wegen, ohne allzu tiefe Einblicke in ihre Gefühlswelt zu erhalten. Einige Wendungen konnten mich sowohl positiv als auch negativ überraschen. Über manche Fügungen des Schicksals habe ich mich gefreut, andere musste ich erst einmal verdauen. Indem es immer wieder Zeitsprünge von ein paar Monaten gibt, bleibt die Handlung in Bewegung und lässt bis zum Schluss keine Langeweile aufkommen. „Das Lied, das uns trägt“ bietet eine für mich völlig neue Sicht auf den zweiten Weltkrieg, die mich fesseln konnte. Über das Schicksal italienischer Einwanderer in London wusste ich bislang nichts, und die historischen Informationen habe ich deshalb interessiert aufgesogen. Die Charaktere selbst sind allesamt alles andere als perfekt und ließen leider nur selten tiefe Einblicke in ihre Gefühlswelt zu. Dennoch wird man schnell neugierig, wohin ihre Entscheidungen sie führen werden. Insgesamt vergebe ich daher drei Sterne und empfehle das Buch vor allem an Leser weiter, die sich für das historische Setting dieses Romans interessieren.

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