Alison Lurie Ein ganz privater kleiner Krieg

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Inhaltsangabe zu „Ein ganz privater kleiner Krieg“ von Alison Lurie

Bei der Familie Tate war noch bis vor kurzem alles in Ordnung: die Ehe so wenig getrübt wie die Freude an den Kindern, das Heim behaglich. Mit einem Mal ist nichts mehr in Ordnung. In der Nachbarschaft entstehen scheußliche Häuser, die Kinder benehmen sich unerträglich, und Erica Tate muß entdecken, daß ihr Mann Brian sie mit einer Studentin betrügt. Sie will klug, großzügig handeln; es gelingt ihr nicht. Was belanglose Episode schien, ›eskaliert‹, das Aufbegehren der Frauen gegen die Männerherrschaft, der Protest der Campus-Jugend gegen die scheinbar Etablierten sind bereits Handlungen eines Krieges, eines Generationskrieges, eines Krieges der Geschlechter. Und dieser kleine, private Krieg entspricht dem großen, bösen Krieg im Fernen Osten, dem amerikanischen Trauma.

Mein liebster Roman von Alison Lurie - absolut lesenswert!

— Ruby Summer
Ruby Summer

Bei Alison Lurie fängt immer alles ganz harmlos an.... einfach klasse!

— kassandra1010
kassandra1010

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    Ein ganz privater kleiner Krieg
    Ruby Summer

    Ruby Summer

    18. January 2017 um 20:37

    „Ein ganz privater kleiner Krieg” dokumentiert die Ehekrise von Erica und Brian Tate. Das Ende bleibt offen und vielleicht ist es gut so. Denn nachdem Brian seine Frau mit einer Studentin betrogen hat und Erica mit einem alten Collegefreund auf einen LSD-Trip gegangen ist, kann nichts mehr so sein, wie es einmal war. Was als Ehekrieg begann, weitet sich in der kleinen Stadt Corinth zu einem Krieg zwischen Mann und Frau, alt und jung, Studenten und Professoren aus. Mit viel Humor und scharfsinnigen psychologischen Charakterstudien beschreibt die Autorin die Veränderungen und Herausforderungen, die ihre Protagonisten durchleben. Alison Lurie schreibt im Präsens – das ist mutig, aber sie kann es sich leisten. Die Rückblicke im Präteritum lesen sich kurzweilig und sind geschickt über den Roman verteilt. Perspektivenwechsel sind meiner Meinung nach sowieso ihre große Stärke und sorgen auch bei vielen Rückblicken für einen lockeren Stil. Einerseits ist der Roman mittlerweile wohl als historisch zu betrachten – immerhin liegt die Handlung gute fünfzig Jahre zurück. Andererseits sind die Probleme der Akteure universell und wenn Erica mit Ende dreißig plötzlich vor dem Spiegel „diese alte Frau” entdeckt oder wenn Brian die Angst vor der „vier Uhr morgens Fütterung” seines ungeborenen Kindes plagt, dann hat sich daran doch bis heute nicht viel verändert. Ein wunderbarer, fetziger, abenteuerlicher Roman, der mich trotz des offenen Endes (was ich eigentlich nicht so gern mag) mit einem guten Gefühl zurück lässt.

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    • 6
  • Eine wunderbare Welt...

    Ein ganz privater kleiner Krieg
    kassandra1010

    kassandra1010

    17. August 2016 um 00:09

    Die heile Welt einer klassischen amerikanischen Familie bricht unerwartet ein und alles geht den Bach runter. Erst nervt die Nachbarschaft, dann geht der so brave Ehemann fremd und die Kinder treiben einfach nur noch quer. Eins führt zum Anderen und dann rebelliert auch noch die wohlbehütete Hausfrau gegen alles und jeden.Ein wunderbarer Roman mit so viel leisem Sarkasmus gespickt, das man überrascht ist, wie nah dies der alltäglichen Realität entspricht und man sich ein ums andere Mal selbst wiederfindet!

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  • Rezension zu "Ein ganz privater kleiner Krieg" von Alison Lurie

    Ein ganz privater kleiner Krieg
    R-E-R

    R-E-R

    14. July 2010 um 17:04

    Kleinkrieg im Sommer der Liebe Ein bekannter Song des kanadischen Rocksängers Brian Adams trägt den Titel “Summer of ‘69”. Es geht darin um den Sommer des Jahres1969. Besser bekannt auch als Sommer der Liebe. Die Hochzeit der Hippie- und Flower-Power Kultur also. Freie Liebe, LSD Trips, bunte Kleider, lange Haare, die Musik und die Freiheit. Ein Satz aus dem Lied lautet “those where the best days of my life”. Diesen Satz würden die Protagonisten von Alison Luries Roman “Ein ganz privater kleiner Krieg” wohl nicht unterschreiben. Die Geschichte spielt genau in diesem Jahr. Erschienen ist sie im Jahr 1974. Ein zeitgeschichtliches Dokument also, dass eine andere Seite der amerikanischen Flower-Power Kultur zeigt. Erica und Brian Tate sind seit etwa 20 Jahren verheiratet, haben zwei halbwüchsige Kinder und leben in der Universitätsstadt Corinth. Brian ist Professor für Politikwissenschaft und Erica kümmert sich um Haus sowie Sohn und Tochter. Die perfekte Idylle. Und doch bricht Erica eines morgens am Frühstückstisch aus lauter Verzweiflung in Tränen aus und Brian lässt sich auf eine Affäre mit der Studentin Wendy ein. Erica erfährt durch Zufall von der Beziehung ihres Mannes und setzt eine Kette von Ereignissen in Gang, die zu einem privaten Kleinkrieg der besonderen Art führen. Erica und Brian haben sich in ihren Rollen festgefahren. Erica als aufopferungsvolle Mutter und Hausfrau und Brian als erfolgreicher Professor und Politikbeobachter. So perfekt das Bild nach außen scheint, so brüchig ist es von innen. Die große Kunst Alison Luries ist es, dieses Innenleben nach außen zu bringen. Große Teile des Buches spielen sich nur im Kopf von Erica und Brian ab. Der Leser kann den Gedankengängen folgen und somit die Handlungsweisen und Reaktionen der beiden verstehen. Das Ehepaar Tate kann die Gedanken des jeweils anderen noch nicht einmal ahnen und das führt zu höchst amüsanten aber auch folgenschweren Ereignissen. Das besondere des Buches liegt in der Authentizität die es heute, fast vierzig Jahre nach dem ersten Erscheinen, so wertvoll macht. Hier schreibt niemand über, sondern direkt aus dieser Zeit. Feminismus, Vietnamkrieg, Krishna Buchläden, LSD Trips, Pille, Abtreibung und antiautoritäre Erziehung sind wichtige Bestandteile der Geschichte. Bedeutsamer aber ist der persönliche Bezug der Figuren zu diesen Themen. Und wie sehr sie sich von den Gegebenheiten in der Gesellschaft beeinflussen lassen. Dabei sind vor allem die präzisen Charakteranalysen lesenswert. Wenn man beispielsweise Brian in seinen Gedanken die den Seitensprung rechtfertigen folgt. Oder Erikas Überlegungen begleitet, wenn sie sich nach längerer Zeit wieder einmal im Spiegel betrachtet und über ihr eigenes Selbst erschrickt. Diese Momente sind es, die dieses Werk von Alison Lurie auszeichnen. Sie hat für ihre Bücher viele renommierte Auszeichnungen erhalten, darunter 1985 den Pulitzerpreis. Zurecht wie ich nach der Lektüre dieses Buches finde.

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