Alison Lurie Paare

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Inhaltsangabe zu „Paare“ von Alison Lurie

Nach Jahren glücklicher Ehe erkennen Jane und Alan sich selbst kaum wieder. Als Delia und Henry auf dem Campus auftauchen, geht alles drunter und drüber. ›Paare‹ ist eine Geschichte darüber, dass Fremdgehen auch für frischen Wind sorgen kann.

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  • Was der Echse noch blieb

    Paare

    Ruby Summer

    29. December 2016 um 20:42

    In „Paare” schreibt Alison Lurie in der Hauptsache über Jane und Alan, aber auch über Delia und Henry. Während Jane ihren Mann Alan, der seit einem Unfall an chronischen Rückenschmerzen leidet, umsorgt, kümmert Henry sich um die empfindsame Beststellerautorin Delia, wenn diese ihre Migräne hat – und das ist oft der Fall. Im Laufe der Geschichte kommt es zu einem (zunächst verschwiegenen) Partnertausch und schließlich stellt sich heraus, dass die neuen Pärchen viel besser zueinander passen. Viel mehr „ist” es nicht und „ist” es doch: Eine sensible Charakter- und Beziehungsstudie mit viel Witz und Bildern, die mich nicht loslassen, wie etwa der Rückenschmerz, den Alan mit einer Echse assoziiert, die er wenige Tage vor seinem Unfall gesehen hat. Eindringlich beschreibt Lurie Alans Schmerzen, die tagesformabhängig mal besser, mal schlechter zu ertragen, aber doch immer da sind. Und es scheint ganz logisch, dass Delia (die es gewohnt ist, andere Menschen so zu manipulieren, dass sie ihr stets zu Diensten sind) es schafft, seine künstlerische Laufbahn positiv zu beeinflussen und ihn rettungslos in sich verliebt macht. Gerade weil sie selbst hoffnungslos egozentrisch ist und ihn beispielsweise nie fragt, wie es ihm geht, zieht er sie seiner Ehefrau, die sich aufopferungsvoll um ihn kümmert, vor. Doch auch Jane hat die Nase voll von ihrer Rolle als Pflegerin, gibt es jedoch anderen gegenüber nicht zu. Erst bei Henry hat sie den Mut, ehrlich zu sein und zu sich und ihren Gefühlen zu stehen. „Paare” spielt im vertrauten intellektuellen Milieu der Universität Corinth – es treten bekannte Figuren aus anderen Romanen der Autorin wieder auf. Das und der gewohnt sehr gute Stil haben mich das Buch genießen lassen, auch wenn ich finde, dass es nicht Luries bestes Werk ist. Die Thematik scheint mir im Vergleich zu anderen ihrer Romane etwas eindimensional. Nach einer kurzen Recherche habe ich jedoch festgestellt, dass sie bei der Erscheinung bereits knapp achtzig Jahre alt gewesen ist, was mich die Messlatte etwas niedriger ansetzen lässt.

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  • Rezension zu "Paare" von Alison Lurie

    Paare

    R-E-R

    24. July 2010 um 16:24

    Verliebt, entlobt, geheiratet Das Kernstück einer christlichen Trauung ist das Eheversprechen. Lieben, achten und ehren in guten wie in schlechten Tagen, in Gesundheit und Krankheit, bis der Tod die Scheidung ausspricht. An diesen Treueschwur halten sich immer weniger Paare. Im Jahr 2008 wurden in Deutschland rund 190.000 Ehen geschieden, Tendenz steigend. Wie es dazu kommen kann und was gute und schlechte Tage sowie Gesundheit und Krankheit dabei für eine Rolle spielen, das beschreibt Alison Lurie in ihrem Roman “Paare”. Die Ehe von Jane und Alan Mackenzie hat schon bessere Tage gesehen. Alan, mit Mitte fünfzig wesentlich älter als seine vierzig jährige Frau, war immer sportlich und dynamisch, bis er nach einem Bandscheibenvorfall an chronischen Rückenschmerzen zu leiden begann. Seine Verpflichtungen als Uni-Professor schraubt er auf das Mindestmaß herunter, scheut jeglichen gesellschaftlichen Kontakt und fängt an zuviel zu Essen und zu Trinken. Jane erkennt den von ihr einst angebeteten Mann nicht wieder. Es scheint ihr, als sei sie von der geliebten Ehefrau zur pflegenden Servicekraft degradiert worden. In dieser Situation treten Delia und Henry in das Leben der beiden. Die ebenso erfolgreiche wie exzentrische Schriftstellerin hat ein neunmonatiges Stipendium an Alans Universität bekommen. Jane hat, als Betreuerin der Stipendiaten vom ersten Tag an alle Hände voll zu tun um die Wünsche der Diva zu erfüllen. Einzig Henry, als treusorgender Ehemann einer Migränegeplagten Bestsellerautorin, kann die Nöte Janes nachvollziehen. Aber auch Alan und Delia kommen sich trotz oder gerade wegen ihrer Schmerzen näher. Alison Lurie greift ihn ihren Romanen alle Formen zwischenmenschlicher Beziehungen auf. Im vorliegenden Buch wird die Auflösung der Ehe der Mackenzies beleuchtet. Abwechselnd wird aus Sicht von Jane oder Alan die Entwicklung der Entfremdung konstatiert. Dabei vollbringt die Autorin wahrhaft emphatische Wunder. Es liegt in der Natur der Sache, das man sich mit einer Figur identifizieren kann, die der eigenen Persönlichkeit nahe kommt oder deren Situation man zu verstehen glaubt. Umso spannender ist es beim Lesen völlig andere Charaktere kennenzulernen und deren Handlungsweisen verstehen zu lernen. Wer das von einem Buch erwartet wird bei Alison Lurie vollauf zufrieden gestellt. Neben den Einblicken in die Psyche ihrer Haupt- und Nebenfiguren bietet die Autorin ein detailliertes zeitgenössisches Panorama. Der Herbst des Jahres 2001 und die daraus resultierende Erschütterung der amerikanischen Volksseele bildet einen interessanten Hintergrund zu dem Zerfall der persönlichen Lebenssituation der Protagonisten. Gekonnt fängt Lurie die Hysterie der damaligen Situation ein, ohne zu übertreiben oder zu bagatellisieren. Die Lebendigkeit der perfekt ausgearbeiteten Nebenfiguren ist ein weiteres Merkmal der literarischen Güte dieser Schriftstellerin. In “Paare” trifft man auf einen alten Bekannten aus dem “Krieg der Tates”, was ich besonders nett fand. Bernie Kotelchuck, seines Zeichens Tierarzt im Ruhestand, der zu Alans Rückenschmerzfreunden gehört. “Paare” ist kein bitterer Roman über ein Scheidungsdrama, sondern ein amüsantes Lesestück über zwei parallele Seitensprünge die zu einem unverhofften Ende führen. Wie so oft kommt alles ganz anders und selten so wie man denkt.

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