Alison McGhee

 3,7 Sterne bei 61 Bewertungen
Autorin von Ich lebe, lebe, lebe, winterschwester und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Alison McGhee

In allen Genres ein Erfolg: Alison McGhee ist 1960 in New York geboren und lebt heute an verschiedenen Orten der USA, beispielweise in Minneapolis und Kalifornien. Schon ihr erstes Buch, „Rainlight“, wird ein voller Erfolg und findet zahllose begeisterte Leser. Das Debüt wird mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter der Minnesota Book Award 1999. Ihr Buch „Winterschwester“, in dem ein junges Mädchen mit einem alten Mann für ein Schulprojekt Freundschaft schließt, ist sogar für den Pulitzer Preis nominiert. McGhee schreibt jedoch nicht nur Romane, sondern folgt jeder Idee, die sie inspiriert. Gemeinsam mit verschiedenen Illustratoren veröffentlicht sie Kinderbücher und schreibt zudem Jugendbücher und Lyrik. Ihre Bücher wurden in über 20 Sprachen übersetzt. Neben ihrer Arbeit als Schriftstellerin unterrichtet Alison McGhee zusätzlich Creative Writing an der Metropolitan State University in Minnesota.

Neue Bücher

Cover des Buches Wie man eine Raumkapsel verlässt (ISBN: 9783423640718)

Wie man eine Raumkapsel verlässt

 (3)
Neu erschienen am 23.04.2021 als Taschenbuch bei dtv Verlagsgesellschaft.
Cover des Buches Wie man eine Raumkapsel verlässt (ISBN: 9783803292452)

Wie man eine Raumkapsel verlässt

Neu erschienen am 23.04.2021 als Hörbuch bei United Soft Media.

Alle Bücher von Alison McGhee

Cover des Buches Ich lebe, lebe, lebe (ISBN: 9783423249348)

Ich lebe, lebe, lebe

 (31)
Erschienen am 01.10.2012
Cover des Buches winterschwester (ISBN: 9783423248464)

winterschwester

 (13)
Erschienen am 19.08.2011
Cover des Buches Liebe Schwester (ISBN: 9783957283580)

Liebe Schwester

 (5)
Erschienen am 21.02.2020
Cover des Buches Wie man eine Raumkapsel verlässt (ISBN: 9783423640718)

Wie man eine Raumkapsel verlässt

 (3)
Erschienen am 23.04.2021
Cover des Buches Komm, wir fliegen zum Mond (ISBN: 9783446253018)

Komm, wir fliegen zum Mond

 (2)
Erschienen am 26.09.2016
Cover des Buches Renn, Senna, renn (ISBN: 9783407754295)

Renn, Senna, renn

 (2)
Erschienen am 10.07.2018
Cover des Buches Bink & Gollie (ISBN: 9783423760157)

Bink & Gollie

 (1)
Erschienen am 01.09.2010
Cover des Buches Julia Gillian und die Suche nach dem Glück (ISBN: 9783423624602)

Julia Gillian und die Suche nach dem Glück

 (1)
Erschienen am 01.09.2010

Neue Rezensionen zu Alison McGhee

Cover des Buches Wie man eine Raumkapsel verlässt (ISBN: 9783423640718)CorniHolmess avatar

Rezension zu "Wie man eine Raumkapsel verlässt" von Alison McGhee

Ein ganz besonderes Buch
CorniHolmesvor 22 Tagen

4,5 Sterne


Als ich das erste Mal von „Wie man eine Raumkapsel verlässt“ hörte, wusste ich sofort, dass ich das Buch lesen muss. Titel und Klappentext überzeugten mich auf Anhieb und von dem tollen Cover habe ich auf den ersten Blick wie magisch angezogen gefühlt. Die Autorin Alison McGhee war mir überdies nicht unbekannt. Ich habe letztes Jahr ein Werk aus ihrer Feder gelesen und da dieses ein echtes Highlight für mich war, zögerte ich wirklich keine Sekunde lang und ließ „Wie man eine Raumkapsel verlässt“ nur zu gerne bei mir einziehen.

Die meisten Leute sind keine Geher. Will aber ist einer. Er geht, täglich. Um sich den Tag aus den Fußsohlen rauszulaufen, um ihn aus sich heraussickern zu lassen. Er geht zur Schule, zu seinem Job im Ein-Dollar-Laden und wieder zurück. Sein Weg führt ihn an vielen Orten vorbei, die er liebt. Es gibt aber auch Orte, zu denen ihn seine Füße nicht tragen. An der Brücke über der Fourth Street, dem Voodoo-Laden mit den hundert chinesischen Segenssprüchen und dem Haus seiner Freundin Playa kann er gerade einfach nicht vorbeigehen. Die Erinnerungen, die mit ihnen verbunden sind, sind zu schmerzhaft. Das Laufen bietet Will die notwendige Gelegenheit, um mit dem Geschehenen fertigzuwerden und auch das Backen hilft ihm bei seinem Verarbeitungsprozess. Immerzu versucht Will zu Hause das Maisbrot seines verstorbenen Vaters nachzubacken. Ob es Will noch gelingen wird, seine Probleme anzugehen, anstatt vor ihnen davonzulaufen? Wird er seinen Weg finden?

Als mein Exemplar bei mir eintraf und ich es das erste Mal aufschlug, war ich äußerst überrascht von der Innengestaltung. „Wie man eine Raumkapsel verlässt“ besitzt ausschließlich auf den rechten Seiten Text – die linken werden stets von einer Kalligrafie geziert, genauer gesagt von chinesischen Segenssprüchen. Insgesamt hundert Stück gibt es von ihnen und dementsprechend ist auch die Erzählung in hundert knappe Kapitel unterteilt. Da das Buch sehr dünn ist und nur wenig Text enthält, ist die Geschichte also ausgesprochen kurz. Damit ich hatte nicht gerechnet, muss ich sagen. Ich hatte gedacht, dass es sich bei „Wie man eine Raumkapsel verlässt“ um eine Erzählung im klassischen Stil handelt. Dass ich diesbezüglich überrascht wurde, fand ich aber überhaupt nicht schlimm. Ganz im Gegenteil, ich mag außergewöhnlich aufgemachte Bücher richtig gerne und bin immer offen für neue innovative Erzählformen.

Erwartungsvoll begann ich also mit dem Lesen… - und ich sollte nicht enttäuscht werden.

Alison McGhee ist mit „Wie man eine Raumkapsel verlässt“ in meinen Augen ein einzigartiger Jugendroman gelungen, in welchem sie auf eine kunstvolle und sensible Weise eine sehr emotionale und ernste Thematik behandelt. Die Geschichte strahlt trotz ihrer Ruhe eine große Kraft aus und obwohl sie so komprimiert und episodenhaft ist, steckt bemerkenswert viel in ihr. „Wie man eine Raumkapsel verlässt“ ist so ein Buch, das nachwirkt und im Gedächtnis bleibt. Mich zumindest hat die Erzählung sehr zum Nachdenken angeregt und ich gehe fest davon aus, dass ich sie so schnell nicht wieder vergessen werde.

Was das Buch definitiv zu etwas ganz Besonderem macht, ist die Art und Weise wie es geschrieben wurde. Die Geschichte wird versähnlich erzählt, sodass sich die kurzen Kapitel fast schon wie Gedichte lesen. Normalerweise ist das nicht so mein Ding, mit Lyrik habe ich es irgendwie nicht so, aber hier hat es mir ungemein gut gefallen. Jedermanns Sache wird dieser spezielle Erzählstil wohl nur vermutlich nicht sein und auch ich muss zugeben, dass ich mich erst an ihn gewöhnen musste. Nachdem es mir aber gelungen ist, mich komplett darauf einzulassen, hat sich das Buch einfach nur wunderschön für mich lesen lassen. Hier auch mal ein ganz großes Lob an die Übersetzerin Birgit Kollmann, die das Original ganz hervorragend ins Deutsche übertragen hat!

Geschildert wird alles ausschließlich aus der Sicht des 16-jährigen Will in der Ich-Perspektive. Mit Will hat die Autorin einen ganz besonderen Protagonisten erschaffen. Er ist ein überaus freundlicher, nachdenklicher und mitfühlender Mensch, musste in seinen jungen Leben aber leider schon viel Schweres durchmachen.

Als Leser*in erfährt man erst so nach und nach, was Will widerfahren ist und warum seine Lebenssituation gerade eine so belastende ist. Warum hat er mit dem Laufen begonnen? Aus welchen Gründen meidet er manche Orte? Wieso geht er Playa aus dem Weg? Und warum möchte er unbedingt das perfekte Maisbrot backen?

Langsam erhält man ein immer klareres Bild und erkennt, wie viel Trauer, Schmerz und Kummer in Will steckt. Der Suizid seines Vaters, die Vergewaltigung von seiner Freundin – Will muss sich gerade mit echt heftigen Dingen auseinandersetzen. Also ich habe die Darstellung seines Verarbeitungsprozesses als vollkommen realistisch empfunden. Um mit seinen Gefühlen klarzukommen, konzentriert sich Will auf das Leid anderer und versucht deren Leben besser und schöner zu machen.

Ich habe Will unheimlich liebgewonnen. Mich haben seine Versuche, andere Menschen aufzuheitern, sehr berührt und zu sehen, wie er seine Umwelt wahrnimmt, hat mich ungemein fasziniert. Und, das muss ich hier einfach noch loswerden: Wills ständiges Maisbrot-Gebacke hat mir total Appetit auf Maisbrot gemacht. Obwohl ich keine Ahnung habe wie Maisbrot schmeckt (soweit ich weiß, habe ich noch nie welches gegessen) und Wills Backexperimente zudem alle misslingen, habe ich beim Lesen irgendwie plötzlich die unbändige Lust auf Maibrot verspürt. Ich glaube, ich muss demnächst mal ein Maisbrot essen.

Fazit: Einzigartig, packend, berührend. Eine ganz besondere Geschichte, die nachhallt.

Alison McGhee hat mit „Wie man eine Raumkapsel verlässt“ einen außergewöhnlichen Roman aufs Papier gebracht, in welchem sie auf eine feinfühlige, originelle und poetische Weise schwere Themen behandelt wie Selbstmord, Missbrauch, Trauer und Verlust. Trotz seiner Kürze und Komprimiertheit vermittelt die Erzählung erstaunlich viel und obwohl sie sehr ruhig und ganz ohne Dramatik erzählt wird, reißt sie einen durchweg mit. Mich hat die Geschichte sehr bewegt und nachdenklich gestimmt und den einfühlsamen Will habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Ich kann „Wie man eine Raumkapsel verlässt“ jedem nur ans Herz legen und vergebe 4,5 – hier gerundet auf 5 von 5 Sternen!

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Cover des Buches Wie man eine Raumkapsel verlässt (ISBN: 9783423640718)buchstabentraeumerins avatar

Rezension zu "Wie man eine Raumkapsel verlässt" von Alison McGhee

Etwas zu knapper Roman über ein emotionales Thema
buchstabentraeumerinvor 2 Monaten

Sowohl am Klappentext als auch an diesem großartigen Cover kam ich nicht vorbei. „Wie man eine Raumkapsel verlässt“ von Alison McGhee hatten mich vom Fleck weg neugierig gemacht. „Will ist einer, der geht“, lautet der erste Satz vom Klappentext. „Manchmal muss man sich den Tag rauslaufen“, sagt er. Er geht an vielen Orten und Menschen vorbei, doch viel interessanter sind die Orte, an denen er nicht vorbeigeht. Eine Brücke, einen Laden und das Haus seiner besten Freundin. Warum das so ist, erschließt sich dem/r Leser/in erst im Verlauf des Buches. In kurzen Episoden wird Will’s Alltag eingefangen, kleine Momentaufnahmen, mehr nicht, manchmal bestehen die Episoden gar nur aus Gedanken. Ich hatte anfangs mehr erwartet, ich war enttäuscht, dass dieser Roman nicht mehr Text hat, nicht ausführlicher beschreibt, nicht mehr in die Tiefe geht. Denn das Thema an sich ist wahnsinnig gut und interessant! Warum nur so wenige Zeilen darauf verwenden? Doch nun, im Nachhinein, merke ich, dass zumindest auch so etwas nachwirkt.

Beim Aufschlagen des Buches war ich sehr überrascht über die Gestaltung. Jeweils auf der linken Seite befindet sich eine Kalligrafie, rechts wird die halbe Seite von Text eingenommen. „Wie man eine Raumkapsel verlässt“ ist dadurch ein äußerst komprimierter Roman. Also rechnete ich mit tiefgründigen Aussagen, Beobachtungen mit Tragweite und geballter Emotionalität. Doch wieder wurde ich überrascht. Die geschilderten Situationen sind teils sogar ziemlich banal, vor allem, wenn Will von seinem Job und seinem Chef „Major Tom“ erzählt. Oder von dem Nachbarskind, das Schmetterlinge beobachtet. Was soll ich als Leserin aus diesen Zeilen mitnehmen? Was sollen sie in mir auslösen? Alison McGhee ließ mich ratlos stehen.

Doch ab der Mitte des Romans verlagert sich der inhaltliche Schwerpunkt. Will beginnt, über sein Gehen zu reflektieren, er lässt Erinnerungen zu an Erlebnisse, die sich in sein Herz gekrallt haben und wegen denen er bestimmten Orten aus dem Weg geht. Hier wird man als Leser:in langsam abgeholt, man erfährt, was Will widerfahren ist und was ihn belastet. Warum er das Maisbrot unbedingt perfekt hinkriegen muss. Warum er den Kontakt zu seiner Freundin Playa meidet. Langsam zeigt sich das vollständige Bild eines jungen Lebens, das erschüttert wurde.

Doch wer ist dieser Will eigentlich? Zwar kommen einige Hintergründe zu seinem Leben ans Licht, doch die Figur von Will blieb für mich wenig greifbar. Er geht zur Schule, er hat einen Job, er hat Freunde, er kommt gut mit Menschen zurecht, verstellt sich ihnen gegenüber aber auch gerne absichtlich. Seine Mutter liebt ihn. Doch darüber hinaus ist er wie eine weiße Wand, man kann ihm nach eigenem Gutdünken Eigenschaften zu- oder absprechen und ihn nach den eigenen Vorstellungen formen. Das störte mich nicht allzu sehr, doch ich hätte ihn gerne mehr in ehrlicher und offener Konversation bzw. Interaktion mit Freunden oder der Mutter erlebt, um ein besseres Verständnis von ihm zu bekommen. Weitere Figuren, Wills Vater, Playa und Major Tom, spielen nur am Rande eine Rolle. Auch hier hätte ich mir gewünscht, dass die Beziehungen der Figuren zu Will stärker ausgebaut worden wären.

Was ich hingegen sehr an der Geschichte mochte, war die Ruhe, die sie beim Lesen ausstrahlt. Sie wirkt beinahe träumerisch und kommt ganz ohne Dramatik aus. Dennoch sind die Gefühle da, sie liegen nur zwischen den Zeilen versteckt. Sicherlich bietet „Wie man eine Raumkapsel verlässt“ viel Potenzial zur Analyse für alle, die sich dafür begeistern. Die Autorin lässt hier genügend Freiraum zur Interpretation. Für alle, die lieber einen klassischen Roman lesen, könnte „Wie man eine Raumkapsel verlässt“ hingegen vielleicht ein Fehlgriff sein.

„Wie man eine Raumkapsel verlässt“ von Alison McGhee ist ein ungewöhnlicher Roman, der in kurzen Episoden das Leben des jungen Will beleuchtet. Es ist keine Erzählung im gewöhnlichen Sinn, sondern vielmehr eine teils zusammenhanglose Ansammlung von Gedanken, Gefühlen und Erinnerungen. Anfangs war ich enttäuscht, eine derart bruchstückhafte Geschichte in Händen zu halten, nichtsdestotrotz wirkt sie nach und rückblickend habe ich sie gerne gelesen. Eine Empfehlung für alle, die sich gerne auf assoziative und experimentelle Geschichten einlassen.

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Cover des Buches Liebe Schwester (ISBN: 9783957283580)Damariss avatar

Rezension zu "Liebe Schwester" von Alison McGhee

Lustig und berührend zugleich. Eine große Empfehlung!
Damarisvor einem Jahr

"Liebe Schwester: Briefe an meine kleine Nervensäge" hat zuerst meine Tochter (10) gelesen. Es war ihr erster Briefroman, und sie kam mehrfach zu mir, um mir Stellen zu zeigen, die sie lustig fand und über die sie herzlich lachen musste. Viel zu schnell hatte sie es ausgelesen. Sie war überrascht, dass nur anhand von Briefen eine Geschichte erhält werden kann. Danach war ich dran. In Erwartung eines humorvollen und kurzweiligen Kinderbuches habe ich es aufgeschlagen. Das Thema des Buches ist das Band zwischen Geschwisters, an dem Liebe und Zuneigung ebenso entlangfließen, wie Streit und nervenzehrende Auseinandersetzungen. Diese Situationen kennen Kinder und Eltern. Und weil das so gut nachvollziehbar ist, ist das Buch praktisch für alle Altersgruppen geeignet, auch wenn es wahrscheinlich mit unterschiedlicher Gewichtung gelesen wird (gut so!). Und ja, es ist lustig und ein bisschen selbstironisch. Ich hatte aber keine Ahnung, welche warmherzige und liebevolle Geschichte sich in diesem Briefroman verbirgt.

Ein Junge, wir kennen seinen Namen nicht, schreibt Briefe und kleine Notizen an seine jüngere Schwester, die hier ebenfalls namenlos ist. Die Briefe beginnen mit "Liebe Schwester" und enden mit "Von Bruder". Schließlich ist sich der Junge mit acht Jahren noch nicht sicher, ob er diese schreiende Nervensäge überhaupt lieb hat. (Ich darf hier vorwegnehmen, dass sich das im Laufe des Buches langsam und auf sehr rührend-fesselnde Art und Weise ändern wird.) Über mehrere Jahre geht das so, ab Geburt der Schwester, bis zum Auszug des Bruders. Dem Jungen geht viel im Kopf herum. Oftmals ist er genervt oder fühlt sich zurückgesetzt, und manchmal ist er auch überrascht, wie sich Gegebenheiten und Gefühle ändern können. Und vielleicht schreibt er am Ende ja wirklich an eine Schwester, die er aus vollem Herzen lieb hat.

Aus den Briefen, Bildern und Textschnipseln, die der Junge an seine Schwester schreibt, entsteht eine Geschichte, die eine Zeitspanne von zehn Jahren umfasst. Natürlich nur grob umrissen, aber doch so akzentuiert, dass Leser*innen hautnah mitbekommen, wie sich die Beziehung zwischen Bruder und Schwester verändert. Vieles ist dann dem Alter/Reife zuzuschreiben, anderes Erfahrungen und Erlebnissen. Ich hätte es nicht gedacht, aber das ist so herzbewegend und berührend erzählt, vor allem auch am Ende, dass ich das Buch mit einem dicken Klos im Hals zugeklappt habe. Die Illustrationen zu den Texten sind witzig und gefühlvoll zugleich. Sie passen perfekt zum Thema und Ausdruck des Buches, und ich könnte mir keine besseren dafür vorstellen.

Fazit ...

Viele Kinderbücher berühren mein Herz. "Liebe Schwester: Briefe an meine kleine Nervensäge" ist das in besonderem Maße gelungen. Das Thema, die Verbindung zwischen Geschwistern, wird in Form eines Briefromans wiedergegeben und ist für große und kleine Leser*innen nachvollziehbar. Meine Tochter empfand das Buch als herrlich lustig und niedlich, auch aufgrund der idealen Illustrationen. Mir erging es ebenso, und zusätzlich war ich überrascht, wie liebevoll und herzergreifend gefühlvoll es umgesetzt wurde. Am Ende ganz besonders stark. Eine große Empfehlung dafür von uns!

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Zusätzliche Informationen

Alison McGhee wurde am 08. Juli 1960 in New York (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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