Alison Weir

 4,2 Sterne bei 81 Bewertungen

Lebenslauf von Alison Weir

Alison Weir ist eine Bestsellerautorin aus Großbritannien, die weltweit über 2,7 Millionen Bücher verkauft hat. Sie hat 17 historische Sachbücher und viele historische Romane veröffentlicht. Alison Weir ist Mitglied der Royal Society of Arts and Sciences. Sie ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Alison Weir

Cover des Buches Anne Boleyn (Die Tudor-Königinnen 2) (ISBN: 9783548063102)

Anne Boleyn (Die Tudor-Königinnen 2)

 (22)
Erschienen am 02.11.2020
Cover des Buches The Lady in the Tower (ISBN: 9780345453228)

The Lady in the Tower

 (5)
Erschienen am 21.12.2010
Cover des Buches The Six Wives Of Henry VIII (ISBN: 9781446449097)

The Six Wives Of Henry VIII

 (3)
Erschienen am 31.05.2011
Cover des Buches Britain's Royal Families (ISBN: 9780099539735)

Britain's Royal Families

 (2)
Erschienen am 18.12.2008
Cover des Buches The Lady Elizabeth (ISBN: 9780099493822)

The Lady Elizabeth

 (3)
Erschienen am 02.06.2009

Neue Rezensionen zu Alison Weir

Cover des Buches Anne Boleyn (Die Tudor-Königinnen 2) (ISBN: 9783548063102)PMelittaMs avatar

Rezension zu "Anne Boleyn (Die Tudor-Königinnen 2)" von Alison Weir

Hat mir die Person Anne Boleyn nur bedingt nahegebracht
PMelittaMvor einem Monat

Anne Boleyn, zweite Ehefrau König Heinrich VIII und Mutter Königin Elisabeths I, kennen viele bestimmt zumindest vom Namen nach, vor allem auch, weil sie die erste der Ehefrauen Heinrichs VIII war, die geköpft wurde. Die Autorin Alison Weir, die bereits einige historische Sachbücher und Romane geschrieben hat, geht in diesem Roman Annes Leben nach.

Die Erzählung setzt 1512 ein, Anne ist elf Jahre alt und wird als Ehrenjungfer zu Margarete von Österreich nach Mechelen geschickt. Hier erfährt sie erstmals fortschrittliche und „feministische“ Gedanken, was sich später am Hof von Marguerite de Valois fortsetzt. An beiden Höfen wird ihr Selbstbewusstsein gestärkt, ihr Denken vielfältig angeregt.

Mit Heinrich kommt sie bereits 1520 erstmals in Kontakt, sie mag ihn nicht, zumal er – offenbar – ihre Schwester vergewaltigt, woraus ein Kind entsteht. Anne fühlt keine Liebe zu Heinrich, als er jedoch um sie wirbt, und ihr sogar einen Heiratsantrag macht – obwohl er noch mit Katharina von Aragon verheiratet ist – nimmt sie diesen an, denn sie glaubt, als Königin Macht zu erhalten, und vieles in ihrem Sinne ändern zu können (schon hier denkt sie an die Religion), zudem scheint Heinrich ihr hörig, und dadurch sehr beeinflussbar.

Beim Lesen sollte man immer im Hinterkopf haben, dass es sich um einen Roman, nicht um eine Biografie handelt. Auch in ihrem Nachwort weist die Autorin darauf hin, dass es zu Anne wenige neutrale Zeugnisse und sehr gegensätzliche Ansichten gibt, sie versucht habe, das in Einklang zu bringen und ihre eigenen Theorien aufzustellen. Nun, mir hat sich das aus ihrem Roman nicht in dem Maße erschlossen, manches kann ich nicht so ganz nachvollziehen, z. B. Annes Verhaltensänderung Katharinas gegenüber, deren Hofdame sie zunächst ist, und die sie mag.

Für mich hat die Autorin Anne zunächst positiv und ihre Entwicklung nachvollziehbar dargestellt, später immer mehr als machthungrig, rachsüchtig, verbissen und unsympathisch. Erzählt wird komplett aus Annes Perspektive, jedoch in der dritten Person, Anne könnte einem also sehr nahekommen, mich hat sie aber immer mehr genervt, dauernd ist sie wütend, zornig und sehr von sich eingenommen, auch Heinrich gegenüber tritt sie nicht immer angemessen auf, im späteren Verlauf hatte ich auch nicht mehr das Gefühl einer klugen Frau, wie zu Anfang noch.

Ich hatte oft nicht das Gefühl, die echte Anne kennenzulernen, leider. Sicher, sie hatte es nicht immer einfach, zumal als Königin, ungeliebt vom Volk, angefeindet von vielen am Hof, wo Katharina noch viele Anhänger hatte, und dann bleibt auch noch der ersehnte Thronerbe aus – und dennoch kann ich nicht immer alles nachvollziehen. Hier ist es der Autorin nicht gelungen, mir Anne durchgehend ans Herz zu legen.

Nun, wir alle kennen ihr Schicksal, und das wünscht man ihr, trotz allem, nicht. Heinrich hat sie, die ihm, wie Katharina, „nur“ eine Tochter geboren hat, und ansonsten mehrere Fehlgeburten hatte, wohl ebenfalls loswerden wollen, doch sie hatte keine starken Unterstützer wie Katharina hinter sich (bei der war es u. a. Kaiser Karl).

Der Roman ist knapp 800 Seiten lang, und damit in meinen Augen viel zu lang, er hat, vor allem im Mittelteil, viele Längen, oft hätte man das Ganze kompakter darstellen können. Im Grunde erzählt die Autorin sehr kleinteilig, manches wiederholt sich dadurch, die Geschehnisse ähneln einander oft sehr. Okay ist die Einordnung Annes in den historischen Background, auch hier wird vieles vor allem aus ihrer Perspektive betrachtet.

Die Tudor-Zeit ist mir bereits recht bekannt, ich habe schon einiges darüber gelesen, und mich auf diesen Roman sehr gefreut. Leider konnte er meine Erwartungen nicht erfüllen, vor allem die Person Anne Boleyn hat die Autorin mir nur bedingt nahe bringen können. Ich hatte über weite Strecken nicht das Gefühl, die echte Anne Boleyn kennenzulernen.

Kommentare: 4
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Cover des Buches Six Tudor Queens: Anna of Kleve, Queen of Secrets: Six Tudor Queens 4 (ISBN: 9781472227768)Moni2506s avatar

Rezension zu "Six Tudor Queens: Anna of Kleve, Queen of Secrets: Six Tudor Queens 4" von Alison Weir

Anna von Kleve konnte mich total für sich einnehmen
Moni2506vor 2 Monaten

„Six Tudor Queens - Anna von Kleve: Queen of Secrets“ von Alison Weir ist der 4. Band über die Ehefrauen von Henry VIII und widmet sich, wie könnte es anders sein, der 4. Ehefrau von Henry VIII: Anna von Kleve. Erschienen ist der Roman bisher nur auf englisch im Mai 2019 bei Headline. 


Ein Portrait von ihr erobert das Herz Henry VIII. Anna von Kleve, eine deutsche Prinzessin, die behütet aufgewachsen ist. Das sie einstmals den König von England heiraten wird, war so nicht zu erwarten. Doch nach dem Tod Jane Greys und mit nur einem männlichen Erben, ist die Thronfolge nicht genug abgesichert. Henry VIII macht sich auf die Suche nach einem starken Bündnis und braucht eine Königin, deren Tugend über jeden Zweifel erhaben ist. In Anna von Kleve glaubt er sie gefunden zu haben, doch er ahnt nichts von ihrem Geheimnis. 


Der Vorgängerroman konnte mich gut unterhalten und nach zwei erfolglosen Versuchen ein anderes Buch anzufangen, habe ich mich dann doch wieder den vielen Ehefrauen von Henry VIII gewidmet. 

Alison Weir versteht es kurzweilig zu schreiben und einen so schnell in seinen Bann zu ziehen. Dabei wird es glücklicherweise nicht zu oberflächlich, so dass ich diese Romane aus der Sicht der jeweiligen Ehefrau Henry VIII gut genießen kann. 

Der vierte Roman beginnt mit einem pikanten Geheimnis, dass sich wie ein roter Faden, durch den Roman ziehen soll. Eindeutig nicht historisch begründet, hat mir dieser Erzählstrang dennoch sehr gut gefallen. Wir lernen die junge und noch etwas naive Anna von Kleve kennen und ihr Leben als deutsche Prinzessin. Die Gepflogenheiten an den deutschen Höfen unterscheiden sich deutlich von denen in England und sollen im Verlauf der Geschichte noch für das ein oder andere Missverständnis sorgen. 

Sehr gefallen hat mir diesmal, dass die Geschichte doch recht konsequent vorangetrieben wird. Im fernen Kleve hat man vom Schicksal der anderen Königinnen gehört, aber es ist eben dennoch erstaunlich weit weg, so dass man in dieser Hinsicht nicht allzu viel mitbekommt. Henry VIII und Anna von Kleve heiraten schnell und sind ebenso schnell wieder geschieden und ich war doch sehr überrascht, dass Anna von Kleves Geschichte nach der Scheidung von Henry erst so richtig los geht. 

So unscheinbar Anna anfangs daher kommt, so hat sie mich mit Fortschreiten der Geschichte doch immer mehr für sich eingenommen. Ich mochte ihre Sichtweise auf Henry VIII. Nach einem holprigen Start hat sich das Ganze doch noch zu einer sehr harmonischen Beziehung entwickelt. Ich mochte ihre Art, Dinge hinnehmen zu können. Politisch ambitioniert war sie nie und vielleicht hat sie Henry VIII gerade deswegen später doch noch in sein Herz geschlossen. In diesem Roman begegnen wir ihm immerhin erst mit Mitte 40. Seine glorreiche Jugendzeit ist vorbei und er ist nicht mehr der strahlende König, der er einst war. 

Abseits der Intrigen des Hofes kann Anna von Kleve so richtig aufblühen und so lernen wir in diesem Teil der Reihe viele Schlösser und Residenzen kennen, die der König ihr nach der Scheidung überlassen hat. Meist sind es Orte, die vom Schicksal der Menschen erzählen, die einmal hoch in der Gunst des Königs standen und dann doch gefallen sind, aber das macht diese Orte nicht minder spannend und Anna von Kleve weiß diese Orte mit neuem Leben zu füllen. 

Ich bin ihrem Leben wirklich äußerst gerne gefolgt und habe ihr nur das Beste gewünscht. Die Ereignisse am englischen Hofe aus sicherer Entfernung beobachten zu können und nicht unbedingt alles mitzubekommen, war herrlich heilsam. Ich glaube mit dem nächsten Roman wird das nicht so sehr gelingen, denn immerhin wird Katherine Howard mal wieder geköpft. Für mich war Anna von Kleve eine positive Abwechslung. Ich mochte sie von Anfang bis Ende und nichts hat meinen positiven Eindruck von ihr getrübt. 

Am Ende des Romanes klärt Alison Weir über Wahrheit und Fiktion auf, aber ein geübter Leser historischer Romane konnte das auch so gut auseinanderhalten. Mir haben die Einblicke dennoch gut gefallen. Ich liebe einfach Nachworte in historischen Romanen und ich liebe die Reading Group Questions, die es in den englischen Ausgaben dieser Reihe gibt. Diese lenken den Blick nochmal auf bestimmte Aspekte des Buches und sind eine ganz besondere Art den Roman nochmal Revue passieren zu lassen. 


Fazit: Der 4. Band dieser Reihe hat mir außerordentlich gut gefallen. Ich mochte Anna von Kleve und ihre Geschichte von Anfang bis Ende. Meine Leseempfehlung geht raus an alle Liebhaber historischer Romane, die auch auf englisch lesen können. Eine deutsche Übersetzung wird es leider nicht geben.

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Cover des Buches Six Tudor Queens: Jane Seymour, The Haunted Queen: Six Tudor Queens 3 (ISBN: 9781472227676)Moni2506s avatar

Rezension zu "Six Tudor Queens: Jane Seymour, The Haunted Queen: Six Tudor Queens 3" von Alison Weir

Eine weitere Perspektive auf Henry VIII
Moni2506vor 3 Monaten

Im dritten Band der „Six Tudor Queens“-Reihe von Alison Weir geht es um das Leben von Jane Seymour und ihren Weg an der Seite Henrys VIII. Erschienen ist der Roman im Mai 2018 bei Headline. Eine deutsche Ausgabe gibt es nicht und soweit mir bekannt ist, wird die Reihe nicht weiter übersetzt. 


Nur elf Tage nach der Hinrichtung Anne Boleyns heiratete Jane Seymour als dritte Frau Henry VIII. und gebar ihm einige Monate später seinen einzigen Sohn, bevor sie im Kindbett verstarb. Alison Weir beschreibt ihre Jugendzeit und wie Jane Seymour ihre Zeit im Dienste beider Vorgängerinnen möglicherweise erlebt hat, bevor sie selber die Aufmerksamkeit des Königs erlangt. Ihre Pflicht ist klar: Sie muss dem König seinen langersehnten Thronerben gebären, sonst droht ihr am Ende das gleiche Schicksal wie Katherina von Aragon und Anne Boleyn. 


Historische Romane gibt es ab und zu auch noch auf meiner Seite und diese Reihe finde ich sehr spannend, weil sie Henry VIII. aus der Sicht seiner Ehefrauen beschreibt. Jede hat ihren eigenen individuellen Blick, die eine lernt ihn in jungen Jahren kennen, die andere erst im mittleren Alter und jede von ihnen kommt mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften daher. 

Ich habe schnell in diesen Roman reingefunden und fand den Schreibstil wie in den vorherigen Romanen angenehm zu lesen. Zuerst einmal lernen wir Jane und ihre Werte unabhängig vom Leben am Hofe kennen, was ich als sehr wichtig empfand. Die Familie Jane Seymours ist äußerst interessant und hat den ein oder anderen Skandal zu bieten. Es war eigentlich eher unwahrscheinlich, dass sie in den Fokus Henrys VIII. gerät und doch ist es passiert. 

Insgesamt fand ich den Aufbau des Romanes sehr gut gewählt. Jeder Abschnitt hat sein eigenes Thema, wir erleben die Entwicklung Jane Seymours mit und wie sich mit fortschreitenden Alter ihre Werte und Prinzipien durchaus verändern, auch wenn es einige Grundfesten gibt, an denen sie stetig festhält. Es ist spannend mitzuerleben, wie sich gerade ihr Blick auf den König verändert als sie ihn näher kennenlernt. 

Ihre Werte und Prinzipien haben mir anfangs imponiert, doch mit der Zeit schleicht sich auch eine gewisse Ambivalenz ein, die mir Jane unsympathischer gemacht hat, die die Geschichte an sich allerdings spannender gemacht hat. Die Veränderungen die Jane durchmacht, waren für mich nachvollziehbar und so habe ich ihre Geschichte den gesamten Roman über gerne verfolgt und das trotz der Wiederholungen, die das Konstrukt dieser Reihe so mit sich bringt. 

Aus Janes Sicht erlebt man teilweise zum dritten Mal bestimmte Ereignisse mit. Sie hat immerhin im Dienste beider Vorgängerinnen gestanden, wenn auch nicht ganz freiwillig. Einerseits war das durchaus etwas ermüdend, andererseits wurden der Geschichte dadurch neue Facetten hinzugefügt. Jede Person empfindet Ereignisse anders und hier konnten wir Katherine von Aragon, Anne Boleyn und Henry VIII aus einer weiteren Perspektive kennenlernen. 

Als Henry VIII um Jane wirbt, ist er bereits Mitte 40. Die Strahlkraft, die der junge Henry VIII hatte, kann er in diesem Roman nicht mehr erreichen. Manchmal scheint es durch und auch diesmal schafft er es mit seiner Art eine junge Frau für sich zu begeistern. Er hält die alten Tugenden des Rittertums hoch, doch sobald Jane ihm näher kommt, kommen schnell auch die anderen Facetten zum Vorschein. Einerseits ist Henry VIII beeinflussbar, andererseits vollkommen eingenommen von seiner Königswürde, die Fluch und Segen zugleich ist. Denn seine Verantwortung England einen Thronerben zu schenken ist ihm nur all zu bewusst. 

Alison Weir schafft es mit dieser Reihe ein vielschichtiges Bild jener Zeit zu entwerfen. Die Autorin ist Historikerin und hat bereits mehrere Sachbücher zu historischen Themen veröffentlicht. Gerade auch Henry VIII und seine Frauen sind ihr Expertengebiet. In ihrem ausführlichen Nachwort legt sie dar, warum sie sich für eine bestimmte Darstellungsweise entschieden hat. Für mich waren diese Erklärungen schlüssig und gut nachvollziehbar. 

Abgerundet wird der Roman durch ein ausführliches Personenverzeichnis, Stammbäume und Reading Group Questions. In englischen Büchern habe ich solche Fragen am Ende des Buches schon häufiger gesehen. Ich finde das sehr spannend, weil das Buch so auf eine intensivere Weise nochmals rekapituliert werden kann. 


Fazit: Ein gelungener historischer Roman, der mich gut unterhalten konnte und mir eine weitere Perspektive auf Henry VIII geboten hat. Auf seine nächste Frau bin ich besonders gespannt, weil diese tatsächlich mal nichts mit ihren Vorgängerinnen zu tun hatte. Empfehlenswert für alle, die gut recherchierte historische Romane mögen.

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