Alison Weir The Six Wives Of Henry VIII

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Inhaltsangabe zu „The Six Wives Of Henry VIII“ von Alison Weir

One of the most powerful monarchs in British history, Henry VIII ruled England in unprecedented splendour. In this remarkable composite biography, Alison Weir brings Henry's six wives vividly to life, revealing each as a distinct and compelling personality in her own right. Drawing upon the rich fund of documentary material from the Tudor period, The Six Wives of Henry VIII shows us a court where personal needs frequently influenced public events and where a life of gorgeously ritualised pleasure was shot through with ambition, treason and violence.
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  • Henrys sechs Frauen

    The Six Wives Of Henry VIII
    Saralonde

    Saralonde

    27. February 2016 um 15:24

    England zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Kronprinz Arthur soll mit der spanischen Königstochter Katharina von Aragon verheiratet werden. Doch wenige Monate nach der Hochzeit stirbt der Prinz. Da Henry VII. die Verbindung zum spanischen Königshaus unbedingt aufrechterhalten möchte, wird Arthurs jüngerer Bruder Henry, der nun auch der Thronfolger ist, mit Katharina verlobt. Die Verbindung steht jedoch von Beginn an unter keinem guten Stern, denn es gibt Gründe, die gegen ihre Rechtmäßigkeit sprechen. Die Ehe wird irgendwann zwar dennoch geschlossen werden, doch niemand ahnt, dass Katharina nur die erste von sechs Ehefrauen des jungen Königs sein wird. Die Geschichte der Tudors ist kein Neuland für mich, ich habe mich schon sehr viel mit Henry VIII. und seiner Zeit befasst, u. a. habe ich auch “The Lady in the Tower” gelesen, ein Buch derselben Autorin über die Frau, deren Verbindung zum König die größten Konsequenzen nach sich zog: Anne Boleyn, die Mutter der späteren Königin Elizabeth I. Auch über den weiteren Lebensweg und die weiteren Ehefrauen von Henry wusste ich einigermaßen Bescheid, wollte meine Kenntnisse jedoch vertiefen. Daher griff ich zu diesem Buch, das Henrys gesamtes Leben abdeckt. Alison Weir behandelt sämtliche Beziehungen des Königs sehr ausführlich, gemäß der Länge ihrer Dauer. Katharinas und später Anne Boleyns Geschichten nehmen also zwangsläufig den größten Raum ein. Ich habe noch einiges Neues über Katharina und ihren Hintergrund erfahren. Was Jane Seymour angeht, war ich tatsächlich überrascht ob der Einschätzung ihres Charakters, sie wird immer als sanft, vielleicht etwas einfältig dargestellt, nun, das war sie auch, aber dennoch wusste sie genau, was sie tat, und war wohl nicht minder ehrgeizig als Anne Boleyn. Sehr gut gefallen hat mir das Kapitel über Anne of Cleves, diese Frau Henrys ist mir am sympathischsten, doch bekannterweise hatte Henry Probleme mit ihrem Erscheinungsbild und lies die Ehe schnellstmöglich wieder annullieren. Der Teil über die unglückliche Katherine Howard ist natürlich eher kurz, da ihr Aufstieg und Fall sich in rasantem Tempo abspielten. Das Buch endet nicht mit dem Tod Henrys, sondern behandelt auch noch das weitere (leider eher kurze) Leben der letzten Ehefrau Catherine Parr und von Anne of Cleves nach Henrys Tod. Auch auf die Beziehungen zwischen Henrys Frauen und seinen drei Kindern Mary, Elizabeth und Edward wird ausführlich eingegangen. Wie auch “The Lady in the Tower” ist “The Six Wives” sehr gut lesbar, das Buch liest sich beinahe wie ein Roman. Dies liegt auch unter anderem daran, dass Weir in diesem Buch auf Fußnoten mit Quellenangaben verzichtet, was ich sehr angenehm fand. Stattdessen befindet sich am Ende des Buchs eine ausführliche Erörterung sämtlicher Quellen, was für ein populärwissenschaftliches Buch meiner Meinung nach die optimale Lösung ist. Da ich die Autorin schon kannte und weiß, dass sie äußerst gründlich recherchiert und alle denkbaren Quellen ausgräbt, habe ich diese lange Erörterung gar nicht mehr gelesen, ich vertraue ihr da. Das Buch eignet sich besonders für Leser, die noch nicht so vertraut sind mit der Geschichte Henrys, aber auch “fortgeschrittene” Leser können hier noch Neues entdecken. Ein populärwissenschaftliches Buch, das in gut lesbarer Form genau das liefert, was es verspricht.

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