Alissa Nutting Tampa

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Inhaltsangabe zu „Tampa“ von Alissa Nutting

Ihr einziger Antrieb ist die Lust, die Lust auf vierzehnjährige Jungs.

Celeste ist Ende zwanzig und tritt ihre neue Stelle als Lehrerin an einer Junior High School in Tampa, Florida, mit einer einzigen Absicht an: Sie wird einen ihrer Schüler verführen. Sie selbst hat panische Angst davor zu altern - alle erwachsenen Körper schrecken sie ab, Teenager dagegen wirken auf sie wie ein Jugendelixier. Als ihr Blick fällt auf den naiven und zurückhaltenden Jack Patrick fällt, erkennt sie in ihm das perfekte Opfer. Ohne moralische Bedenken manipuliert sie den Jungen, der seine schöne Lehrerin bewundert und sich von ihrer Aufmerksamkeit geschmeichelt fühlt. Doch ihre Gier ist unersättlich und irgendwann geht Celeste zu weit.

In ihrem Debüt erzählt Alissa Nutting den Tabubruch radikal aus der Perspektive ihrer gefühlskalten, psychopathischen Protagonistin. Tampa ist eine moderne Antwort auf Nabokovs Lolita und erinnert an American Psycho, wenn Alissa Nutting unserer Gesellschaft gnadenlos den Spiegel vorhält und dabei alle Tabus bricht.

Eine gut gemachte Satire, die uns einerseits die übersexualisierte Gesellschaft vor Augen hält und den Jugendwahnsinn gut pointiert.

— Nespavanje

Äußerst explizit. Und äußerst hanebüchen. Eines der wenigen Bücher, dessen Kauf ich bereue.

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  • Vulgär vergleichbar mit Feuchtgebiete

    Tampa

    Cuty

    Celeste Price nimmt einen Job an der Junior Highschool in Florida (Tampa) an, um Minderjährigen Jungs näher zu sein und ihren Vorlieben wieder freien Lauf zu geben. Sie sucht gezielt nach passenden Opfern, die schüchtern sind und nichts von ihrem Verhältnis preis geben würden oder unter Freunden damit prahlen würden. Bereits als ich die ersten Seiten gelesen habe, hat sich die Protagonistin mehrmals selbstbefriedigt und dies mit komischen und äußert seltsamen Angewohnheiten, die einem einen kalten Schauer über den Rücken laufen lassen.  Ihren Mann sieht sie mehr als Mittel zum Zweck, um ihren Lebensstandard halten zu können.  Dieser ekelt sie regelrecht an, als das sie eine Nacht mit ihm verbringen würde.

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    • 3
  • Satire einer übersexualisierten und dem Jugendwahnsinn verfallenen Gesellschaft

    Tampa

    Nespavanje

    16. December 2014 um 13:49

    Tampa ist der wohl skandalöseste Roman, der in letzter Zeit erschienen ist und wenn ein Roman so kontrovers in den Medien diskutiert wird, kann ich ja gar nicht anders und muss ihn lesen. Das Cover ist sehr eindeutig und lässt eigentlich keine Vermutungen zu. Das Knopfloch soll an eine Vagina erinnern und auf der Rückseite wird das Vice Magazine zitiert, das Tampa mit American Psycho und Lolita vergleicht. Ich finde, dass diese Gegenüberstellung anrüchiger Literatur, gar nicht mal so weit hergeholt ist, denn gleich ab dem ersten Kapitel, ja ab den ersten Satz dreht sich diese Geschichte um das von der Hauptprotagonistin gestörte Verhältnis zur eigenen Sexualität. „In der ersten Nacht vor meinem ersten Unterrichtstag, lag ich in einer erregten Endlosschleife lautloser Selbstbefriedigung(…)“ Celeste Price, jene junge und äußerst attraktive Dame, findet in dieser Nacht keine Ruhe, mitunter weil sie so aufgeregt ist, und ihren ersten Arbeitstag an einer Junior Highschool in Tampa entgegenfiebert. Sexuelle Avancen ihres Mannes, erträgt sie nur stark sediert und sein Vermögen gibt sie aus, um ihren eigenen 14-Jährigen Ich wieder näher zu kommen. Sexuell anziehend findet Celeste nur sehr junge Männer und in einem ihrer Schüler findet sie ein passendes Opfer ihrer fehlgeleiteten sexuellen Gier: Jack, ein schmächtiger 14- jähriger Junge, der mitten in der „allerletzten Phase pubertärer Androgynie“ steckt. Fortan verfolgt sie ihr Opfer mit einer obskuren Form der Obsession und lauert Jack auch außerhalb der Schule auf. Alissa Nutting macht es einem nicht leicht, ihr literarisches Debüt anständig zu rezensieren, wenn es doch um so ein unanständiges Thema geht. Sie erzählt die, durch einen wahren Fall im Jahre 2005 inspirierte, Geschichte des sexuellen Missbrauchs eines Schülers, aus der Sicht der psychopathischen und nymphomanischen Lehrerin. In den verschiedensten Interviews betonte Nutting immer wieder, dass es ihr eigentlich darum ging, einer kulturellen und gesellschaftlichen Vorstellung der weiblichen Sexualität zu widersprechen und eben eine sehr aktive und gefühlskalte Hauptprotagonistin zu schaffen. Das ist ihr eindeutig gelungen. Celestes Gedanken kreisen ständig um ihre sexuelle Befriedigung und wie sie sich Erleichterung verschafft. Darüber nun zu schreiben und dass so offensiv und freizügig, ist in der heutigen Welt der Literatur bereits Gang und Gäbe, und findet ihren trivialsten Anklang in dem sogenannten Mummy-Softporno-Genre, und ist damit aber kaum zu vergleichen. Hier ihren Roman wegen des nicht minder heiklen Themas des sexuellen Missbrauchs zu verdammen wäre allerdings nicht richtig. Literatur muss aufregen und Literatur muss erzählen, auch wenn es um tabuisierte Inhalte geht. Letztlich und nachdem ich nun Tempa recht zügig gelesen habe, muss ich sagen, dass dieser Roman, eigentlich nur eine Satire ist und uns einerseits die übersexualisierte Gesellschaft vor Augen hält und andererseits auch den Jugendwahnsinn sehr gut pointiert.

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  • Eindeutig nicht lesenswert!

    Tampa

    Träumerin

    30. August 2014 um 16:16

    In den höchsten Tönen gelobt, ist ja meistens eher unterste Schiene, aber dieses Buch schlägt dem Fass fast den Boden aus!

    Sowohl die Geschichte, als auch die Charaktere sind eindimensional, langweilig und ohne Tiefe. Absolute Verschwendung meiner Lesezeit und ich würde gerne -5 Sterne geben, wenn es ginge!

  • Sex mit minderjährigen Schülern: Wie weit darf ein Roman gehen?

    Tampa

    Fannie

    21. July 2014 um 22:13

    Sie ist 26 Jahre alt. Sie ist außergewöhnlich schön. Sie ist Lehrerin. Und sie steht auf vierzehnjährige Jungen. Was schockierend klingt, ist das, wonach die Lehrerin Celeste Price sich verzehrt: Sex mit ihren minderjährigen Schülern. Hühnerbrüstige, unerfahrene, neugierige Teenager. Ihr Mann Ford hingegen törnt sie ab. Ausschließlich die Tatsache, dass er finanziell gut situiert ist, lässt Celeste bei ihm bleiben. Ihre Lust lebt sie heimlich aus, allen voran mit ihrem Lieblingsschüler Jack. Doch auch die Tatsache, dass sie dabei mit äußerster Vorsicht zu Werke geht, täuscht nicht darüber hinweg, dass jedes ihrer ungesetzlichen Abenteuer eine tickende Zeitbombe ist, die von einem Moment auf den anderen explodieren kann – mit vernichtender Wirkung… Das Buch “Tampa” von Alissa Nutting hat in den USA zu äußerst kontroversen Debatten geführt. Auch in den deutschen Medien wurde es bereits heiß diskutiert. Im Zentrum steht vor allem die Frage: Wie weit darf ein Roman gehen? Fakt ist, dass die Autorin mit ihrer Hauptfigur Celeste Price eine schillernde und ebenso faszinierende wie abstoßende junge Frau zur Erzählerin ihres 288-seitigen Romandebüts gemacht hat. Wer die Lehrerin auf die Adjektive “pädophil” und “nymphoman” reduziert, beleuchtet allerdings nur einen Bruchteil des vielfältigen Charakters der von Alissa Nutting entworfenen Figur. Denn Celeste Price ist manipulativ, kaltherzig, aber auch klug, schlagfertig und humorvoll. Und schon befindet man sich als Leser im inneren Zwiespalt, indem man sich die Frage stellt: Darf ich eine Frau, die Unzucht mit Minderjährigen treibt, selbst ansatzweise sympathisch finden? Seitens der Medienvertreter wurde unter anderem die Frage aufgeworfen, wie es wohl für Alissa Nutting gewesen sein muss, sich beim Schreiben in eine pädophile Lehrerin hineinzuversetzen. Eine reichlich seltsame Frage, wenn man bedenkt, dass es zahllose Krimis und Thriller gibt, die aus der Sichtweise von Mördern geschrieben werden – und zuhauf gelesen werden, denn der Boom des Spannungsgenres ist ungebrochen. Insofern beantwortet sich die Frage, wie weit ein Roman gehen darf, für mich von selbst: Fiktion darf alles, so wie Gedanken alles dürfen. Ich lehne Pädophilie selbstverständlich strikt ab, ebenso wie Mord und Totschlag – und dennoch bin ich eine begeisterte Krimi- und Thriller-Leserin. Allerdings gibt es natürlich sowohl im Fall des Romans “Tampa” als auch bei Belletristik über Mörder durchaus Bezüge zur Realität. Über dieses Buch lässt es sich vortrefflich streiten. Intensiven und derben Sexszenen mit 14-jährigen Jungen kommt darin eine große Bedeutung zu. Alissa Nutting bricht wortgewaltig Tabus und lässt Grenzen verschwimmen. Allerdings ist “Tampa” keinesfalls ein Roman, der sich aus Effekthascherei durch das Verbotene, bloße Pornografie und Provokation speist. Die Erzählung zeigt das glasklare Profil einer von ständiger Lust getriebenen Frau, die sich nimmt, was sie will, mit der Kombination aus Schönheit und Cleverness geschickt alle Register zieht und panische Angst vor dem Altern hat. Die durchtriebene Celeste Price hat mich gefesselt wie selten eine Protagonistin zuvor. Diese Tatsache beweist, dass Alissa Nutting ihren Job hervorragend gemacht hat: Denn wie einfach wäre es, den Leser eine solche Frau einfach abscheulich finden zu lassen. “Tampa” ist jedenfalls schon jetzt eines meiner literarischen Highlights des Jahres 2014. Das Buch mit dem vermeintlich so obszönen Cover hat mich erschreckt, schockiert, fasziniert, erstaunt und mitgerissen. Der Erzählstil ist schlichtweg großartig. Gleiches gilt für die Übersetzung aus dem amerikanischen Englisch, den Fortgang der Handlung und den besonders gegen Ende stetig ansteigenden Spannungsbogen. Ich wünsche diesem mutigen Buch viele Leser, die sich ungeachtet des Presserummels ihr eigenes Bild davon machen.

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  • Ein Tabu Thema als Buch

    Tampa

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. May 2014 um 19:12

    In Tampa geht es um die Lehrerin Celeste. Sie fängt gerade eine neue Stelle an einer Junior High in Tampa an. Aber sie hat ein Geheimnis. Sie unterricht nicht weil sie Spaß daran hat, sondern weil sie einen ihrer Schüler verführen will. Sie selbst hat angst zu altern und findet Erwachsene Körper abschreckend. Sie sucht also in ihrer 8. Klasse nach einem geeigneten 'Opfer' und wird fündig. Der 14-jährige Jack entspricht mit seinem noch kindlichen Alter genau ihrem Beuteschema. Durch ihren Körper ist es für Celeste einfach Jack um den Finger zu wickeln. Und so beginnt eine strafbare Affäre zwischen den beiden. Celeste kann einfach nicht genug von Jack bekommen und geht einen Schritt zu weit.  Kommen wir zu meiner persönlichen Meinung. Ich muss sagen bei diesem Buch ist sie zwei geteilt. Das Buch ist sehr gut geschrieben und lässt sich dadurch sehr gut lesen. Das Buch ist meiner Meinung nach nicht für jeden zu empfehlen, da schon auf ca. den ersten 20 Seiten Celeste bereits ungefähr 7 mal selbst Hand angelegt hat, falls ihr versteht was ich meine. Diese Stellen werden jedoch nicht in einem Satz kurz erwähnt, sondern sehr detailliert geschrieben. Und auch weitere anzügliche Szenen mit Jack werden ausführlich geschrieben. Kommen wir zum Inhalt. Am Anfang hat mir das Buch gefallen, da man einen Einblick in den Kopf der Protagonistin erhält. Zur Mitte des Buches muss ich allerdings sagen, dass ich mich mehr oder weniger nur noch durch das Buch geschleppt habe. Die Gedanken von Celeste wurden immer komischer und verschreckender. Ich habe das Buch komplett gelesen und gegen Ende hatte ich das Gefühl das es wieder besser wurde.  Zusammen fassend kann man sagen, dass mir das Buch vom Schreibstil her sehr gut Gefallen hat, der Inhalt jedoch an der ein oder anderen Stelle ein bisschen zu wünschen übrig lässt.

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