Alissa Walser

 3,7 Sterne bei 74 Bewertungen
Autor von Am Anfang war die Nacht Musik, Immer ich und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Alissa Walser

Alissa Walser, ehemals auch unter dem Pseudonym Fanny Gold bekannt, ist eine deutsche Schriftstellerin und wurde am 24. Januar 1961 in Friedrichshafen als Tochter des Schriftstellers Martin Walser geboren. Sie ist verheiratet mit dem Schriftsteller Sascha Anderson und dem P.E.N.-Zentrum Deutschland angeschlossen. Sie arbeitet ebenfalls als Malerin und Übersetzerin. Malerei studierte sie dazu sowohl in Wien als auch in New York. Ihre Zeichnungen sind in vielen ihrer Werken ebenfalls zu sehen und sollen eine Gesamtwirkung entfalten, die durch das Zusammenspiel von Bild und Text entsteht. Ihre Geschichten drehen sich dabei oft um die Gefühle von Menschen untereinander und zu sich selbst. Ihre Werke wurden mehrfach ausgezeichnet, unter Anderem mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis 1992.

Alle Bücher von Alissa Walser

Cover des Buches Am Anfang war die Nacht Musik (ISBN: 9783492273879)

Am Anfang war die Nacht Musik

 (54)
Erschienen am 01.04.2012
Cover des Buches Wut ist ein Geschenk (ISBN: 9783832165635)

Wut ist ein Geschenk

 (37)
Erschienen am 12.02.2021
Cover des Buches Die Tagebücher (ISBN: 9783627000110)

Die Tagebücher

 (17)
Erschienen am 26.08.2002
Cover des Buches Süßer König Jesus (ISBN: 9783423144001)

Süßer König Jesus

 (7)
Erschienen am 01.05.2015
Cover des Buches In gewissen Kreisen (ISBN: 9783351036331)

In gewissen Kreisen

 (8)
Erschienen am 16.05.2016
Cover des Buches Die Träume der anderen (ISBN: 9783351037642)

Die Träume der anderen

 (6)
Erschienen am 08.11.2019
Cover des Buches Dies ist nicht meine ganze Geschichte (ISBN: 9783492258944)

Dies ist nicht meine ganze Geschichte

 (6)
Erschienen am 01.04.2010
Cover des Buches Birthday Letters (ISBN: 9783518223635)

Birthday Letters

 (5)
Erschienen am 12.03.2003

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Alissa Walser

Cover des Buches Wut ist ein Geschenk (ISBN: 9783832165635)Annarenas avatar

Rezension zu "Wut ist ein Geschenk" von Arun Gandhi

Arun Gandhi
Annarenavor 6 Monaten

Der Autor beschreibt und erläutert hier ganz gut die Lehren und Werte von Mahatma Gandhi. Arun Gandhi erklärt welche wichtigen Lektionen er von seinem Großvater gelernt hat. Er erzählt sehr lebendig und anschaulich seine eigene Geschichte, wie er seinen Großvater erlebt hat und wie wir die Philosophie Gandhis der Gewaltlosigkeit in der heutigen Zeit anwenden können und sollten.
Sehr inspirierend!

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Cover des Buches Die Träume der anderen (ISBN: 9783351037642)buecherwurm1310s avatar

Rezension zu "Die Träume der anderen" von Elizabeth Harrower

Abhängig
buecherwurm1310vor einem Jahr

Als der Vater unverhofft stirbt, ändert sich das Leben der Familie gravierend. Die Mädchen Laura und Clare können ihre teuren Privatschulen nicht mehr besuchen. Laura muss einen Job annehmen und die sieben Jahre jüngere Schwester geht auf eine staatliche Schule. Die Mutter Stella Vaizey ist überfordert und kümmert sich kaum um ihre Töchter. Laura muss für den Unterhalt der Familie sorgen. Ihr Chef Felix Shaw will Laura heiraten und dann auch für Clare sorgen. Laura geht auf diesen Vorschlag ein, nichtsahnend was sie erwartet. Dann bricht auch noch der Krieg aus.

Schon der Klappentext lässt ahnen, dass es keine unterhaltsame Lektüre wird. Aber es wurde tragischer, als ich es erwartet habe. Dieser Roman geht unter die Haut. 

Der Schreibstil ist ein wenig gewöhnungsbedürftig.

Nach dem Tod des Vaters sind die Mädchen verunsichert und brauchten erste einmal Trost und Zuwendung. Doch die Mutter ist kalt und egoistisch und zeigt kein Interesse an ihren Töchtern. Die Träume, die Laura von ihrer Zukunft hatte, muss sie vergessen, denn sie muss arbeiten, um Geld zu verdienen. Die Mutter geht bald ihren eigenen Weg und lässt ihre Töchter zurück. Laura erhofft sich von der Ehe mit dem älteren Fabrikbesitzer finanzielle Sicherheit für sich selbst und ihre Schwester. Doch Felix Shaw ist ein sadistischer Mann, der zudem alkoholabhängig ist. Der psychische Terror, dem Laura und Clare ausgesetzt sind, ist schrecklich. Laura gibt sich auf, denn sie kann dem nicht entgegensetzen. Anders Clare, die sich nicht fügen will. Dass Schlimme daran ist, dass sich die Schwestern nicht einmal gegenseitig stützen können, denn sie werden sich zunehmend fremd.

Frauen haben es schwer in jener Zeit. Die Bildungschancen und damit die berufliche Entfaltung sind für Frauen nicht so möglich, wie sie für Männer ganz selbstverständlich sind. Wenn man vom Mann finanziell abhängig ist, hat man keine Chance auf ein selbstbestimmtes Leben.  

Es ist eine schrecklich beklemmende Atmosphäre, die schwer auszuhalten ist.

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Cover des Buches Die Träume der anderen (ISBN: 9783351037642)JoBerlins avatar

Rezension zu "Die Träume der anderen" von Elizabeth Harrower

Bedrohung
JoBerlinvor 2 Jahren

Als der Vater stirbt, müssen Laura und Clare ihre teuren Privatschulen verlassen. Die ältere, Laura, geht als Buchhalterin arbeiten, die jüngere, Clare,  kommt auf eine staatliche Schule. Zuhause regiert die egozentrische, am Schicksal der Mädchen desinteressierte Mutter[JO1] in kalter, liebloser Atmosphäre. Die unerfahrenen Mädchen sind so auf sich selbst gestellt und fühlen zum ersten mal Hilflosigkeit, Sinnlosigkeit, Frustration. Der zweite Weltkrieg bricht aus.

Elizabeth Harrower beschreibt diese kleinen und großen Katastrophen in lapidaren Sätzen. Nichts ist zu viel, nichts ausgeschmückt.

Der Fabrikbesitzer Felix Shaw findet Gefallen an Laura und macht ihr einen Antrag. Kann das der Ausweg aus dem desolaten Zuhause sein und gleichzeitig  die weiterführende Ausbildung der jüngeren Schwester sichern? So heiratet sie, „weil es eben passte und weil es vernünftig war“.

Und auch der zukünftige Ehemann sagt dazu bloß „bringen wir’s hinter uns“.

Damit wird ein Leben angestoßen, dass gleichsam einem Zug losrauscht, ohne weitere Verbindung zu Laura. Sie fühlt sich trotz Ehemann allein und isoliert. „Nichts ….. nicht den Krieg, die Hochzeit …. hatte sie geplant. Wer hatte das für sie getan? Sie kam sich vor wie ein Gegenstand.“

Der neue Ehemann stellt sich schnell als ebenso lieblos und aggressiv wie die Mutter heraus, zwar ist er zunächst nicht offen gewalttätig, zuvor „.. wollte er sie mit seinen Worten plattmachen“. Das gelingt ganz gut, Laura hat nichts entgegenzusetzen.

Elizabeth Harrower schreibt so gut, so präzise in Formulierung und Inhalt, dass ich Herzklopfen bekomme, die  Bedrohung sozusagen aus dem Buch auf mich überspringt.

Angespannt lese ich weiter……





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