Alister E. McGrath

 4.4 Sterne bei 13 Bewertungen
Autor von C. S. Lewis - Die Biografie, Der Atheismus-Wahn und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Alister E. McGrath

Sortieren:
Buchformat:
Alister E. McGrathC. S. Lewis - Die Biografie
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
C. S. Lewis - Die Biografie
C. S. Lewis - Die Biografie
 (7)
Erschienen am 01.02.2014
Alister E. McGrathDer Atheismus-Wahn
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Der Atheismus-Wahn
Der Atheismus-Wahn
 (5)
Erschienen am 10.10.2007
Alister E. McGrathDer Weg der christlichen Theologie
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Der Weg der christlichen Theologie
Der Weg der christlichen Theologie
 (1)
Erschienen am 01.06.2011
Alister E. McGrathZweifeln - Der Thomas in jedem von uns
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Zweifeln - Der Thomas in jedem von uns
Zweifeln - Der Thomas in jedem von uns
 (0)
Erschienen am 21.06.2007
Alister E. McGrathThe New International Version Bible Companion
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
The New International Version Bible Companion
Alister E. McGrathCreation
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Creation
Creation
 (0)
Erschienen am 22.10.2004
Alister E. McGrathHeresy
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Heresy
Heresy
 (0)
Erschienen am 02.11.2010
Alister E. McGrathDarwinism and the Divine
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Darwinism and the Divine
Darwinism and the Divine
 (0)
Erschienen am 15.03.2011

Neue Rezensionen zu Alister E. McGrath

Neu
LEXIs avatar

Rezension zu "C. S. Lewis - Die Biografie" von Alister E. McGrath

Eine beeindruckende Biografie!
LEXIvor 4 Jahren

Es waren nicht die bekannten Narnia-Bücher, sondern vielmehr Clive Staples Lewis‘ Werk „Pardon, ich bin Christ“, das mein Interesse für das Leben dieses außergewöhnlichen Mannes weckte. Ich möchte in meiner Rezension ein wenig ausführlicher auf den Inhalt dieses hoch interessanten Buches eingehen. Zum einen möchte ich dadurch ausreichend Neugier auf die umfangreich beschriebenen Hintergründe zu den einzelnen Lebensabschnitten und Werken von Lewis zu wecken, zum anderen hoffe ich, nicht allzu viele Details zu verraten, was angesichts des Umfangs von beinahe fünfhundert Seiten durch eine Rezension wohl kaum zu befürchten ist. Zu komplex, zu umfangreich ist der Inhalt dieser beeindruckenden Biografie.

Der Autor Alister McGrath, Professor für Theologie, pastorale Ausbildung und Pädagogik am Kings College in London, hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Leben und Wirken dieses „prophetischen Denkers und exzentrischen Genies“ anhand von Tagebucheinträgen und Briefen gründlich zu erforschen. Ich konnte mich von Beginn an der Faszination nicht entziehen, in das Leben von C.S. Lewis einzutauchen und anhand der Fotos aus dessen Umfeld die Vergangenheit für kurze Zeit wieder lebendig zu machen.

Der Autor beginnt mit der „irischen Kindheit und Jugendzeit in Belfast“, wo Lewis als Sohn eines Rechtsanwalts und einer Pfarrerstochter aufwuchs. Sämtliche Familienmitglieder des Lewis’schen Haushalts werden beschrieben, die besondere Beziehung zu seinem älteren Bruder Warren („Warnie“) hervorgehoben. Der Autor berichtet von einem einsamen, introvertierten Jungen, der kaum Freunde hatte und dessen große Liebe den vielen Büchern in seinem Elternhaus galt. Er erzählt von der großen Tragödie, die der Tod seiner geliebten Mutter Florence Augusta Lewis auslöste. Mit ihrem Ableben verschwand alles Glück, alles Ruhige und Verlässliche aus Lewis‘ Leben, und als er mit seinem Bruder in ein englisches Internat geschickt wurde, zerbrach der Junge beinahe daran. Der Privatunterricht durch William Thompson Kirkpatrick erwies sich als äußerst weise Entscheidung von Lewis‘ Vater. Kirpatricks Fähigkeiten, seine Schüler zu ermutigen und zu inspirieren, waren legendär und er förderte nicht nur die dialektischen Fähigkeiten des jungen Mannes, sondern lehrte ihn den Gebrauch lebendiger wie auch toter Sprachen. Lewis festigte in dieser Zeit jedoch auch seine atheistische Haltung. Sein zielstrebiger Weg nach Oxford wurde jäh unterbrochen, als es zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges kam und er eingezogen wurde. Der Autor lässt seine Leser anhand detaillierter Berichte an Lewis Kriegsdienst und seinem Denken und Schaffen in dieser Zeit teilhaben. Nach einer Verletzung mit anschließendem Krankenhausaufenthalt kehrte Lewis schließlich nach England zurück. An dieser Stelle berichtet der Autor über die komplexe Beziehung von Lewis zu Janie King Moore, der Mutter seines verstorbenen Freundes Paddy.

Der zweite Teil dieser Biografie widmet sich Lewis‘ Rückkehr nach Oxford und seiner akademischen Laufbahn. Sehr interessant fand ich die Einblicke in das Leben in Oxford, das der Autor gekonnt vermittelt. Sein kühles Verhältnis zu seinem Vater führte nach dessen plötzlichem Tod zu Schmerz- und Schuldgefühlen bei Lewis, die er in seinem Werk „Überrascht von Freude“ verarbeitete und auf diese Weise Frieden mit seinem eigenen Verhalten und seiner Vergangenheit schloss. Familiäre Stabilität erfuhr Lewis, als er kurz darauf mit Mrs. Moore, deren Tochter, und seinem Bruder Warnie in ein gemeinsam erworbenes Haus zog, das er „The Kilns“ nannte. Auch der schicksalsträchtigen Begegnung mit J.R.R. Tolkien, dem Professor für Angelsächsisch am Oxforder Fachbereich, wird in diesem Buch viel Raum gegeben. Der Autor betont die Wichtigkeit dieser Beziehung für Lewis berufliches und persönliches Leben und beschreibt sowohl die Freundschaft zwischen den beiden Männern, als auch die Art und Weise, in der sie sich gegenseitig beeinflussten. Ein markanter Abschnitt seines Lebens war Lewis‘ Entscheidung für den Glauben, sein Weg zu Gott, den er in seinem Werk „Überrascht von Freude“ dokumentierte. Eine tragende Rolle spielte dabei nicht zuletzt J.R.R. Tolkien. Lewis war der belesenste Mann seiner Generation und galt als einer der besten Vortragsredner Oxfords. Lewis bildete gemeinsam mit Tolkien den Kern einer auserlesenen Diskussionsgruppe namens „Inklings“, einer „Brutstätte literarischer Kreativität und Energie“. Das wohl bedeutendste Werk, das dieser Gruppe entsprang, war Tolkiens anerkannter Klassiker „Der Herr der Ringe“. Lewis gilt bis heute als literarischer Geburtshelfer von Tolkiens grandiosem Werk, er bestätigte den unermesslich kreativen Tolkien in seinem Schreiben und überredete ihn, es zu Ende zu bringen.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde Lewis durch seine Radiovorträge über BBC zur „Stimme des Glaubens“ für die ganze Nation, seine Rundfunkansprachen wurden zu Klassikern, und Lewis zur nationalen Berühmtheit. Seine anschließend in einem Buch ausgearbeiteten Vorträge („Pardon, ich bin Christ“) gelten heute als Lewis‘ bestes Werk der christlichen Apologetik. Internationalen Ruhm erlangte er jedoch durch sein Buch „As one devil to another“. Mit der „Ransom-Trilogie“ verlagerte Lewis sich auch auf fiktionale Werke, der Gedanke an andere Planeten übte bereits in seiner Kindheit eine große Anziehungskraft auf ihn aus. 1945 war Lewis bereits eine Berühmtheit. Er war Bestsellerautor, beliebtester Dozenten an der Oxforder Universität, und einflussreichster Wortführer des Christentums in der englischsprachigen Welt. Es gab jedoch auch eine Zeit der Ablehnung, der Misserfolge und persönlicher Kämpfe.

Im dritten Teil offenbart uns der Autor die Entstehungsgeschichte der imaginativen Welt der „Chroniken von Narnia“, einem literarischen Meilenstein, der Weltberühmtheit erlangte und Generationen zu begeistern vermochte. Lewis nutzte in diesem Werk die Vorstellungskraft als Zugang zum ernsthaften Nachdenken über den Ursprung des Bösen, die Natur des Glaubens und dem menschlichen Verlangen nach Gott.

Der vierte Teil erzählt von Lewis‘ Umzug nach Cambridge, wo er einen Lehrstuhl für englische Literatur des Mittelalters und der Renaissance annahm, was ihm weit mehr Gehalt und mehr Zeit für seine Forschung und sein Schreiben einbrachte. Nach einer langen und produktiven Tätigkeit in Cambridge zwang ihn seine schlechte Gesundheit, diesen Lehrstuhl aufzugeben.

Im letzten Abschnitt wird über Lewis‘ Ehe mit der Amerikanerin Helen Joy Davidman Gresham und die Hintergründe, die zu dieser Heirat führten, berichtet. Joys frühen Tod verarbeitete er in seinem Buch „Über die Trauer“. Danach ging es mit Lewis‘ Gesundheit rapide bergab, die Alkoholexzesse seines Bruders häuften sich, und auch die fortschreitende Abkühlung seiner Beziehung zu Tolkien bereitete ihm Sorgen. Lewis‘ starb am 22. November 1963, eine Stunde vor dem tödlichen Anschlag auf John F. Kennedy.

Lewis‘ Tod bedeutete jedoch lediglich das Ende seiner physischen Präsenz. In seinem schriftstellerischen Schaffen ist ihm das schwierigste gelungen, das ein Autor sich erhoffen kann: nämlich eine Generation nach seinem Tod von mehr Menschen gelesen zu werden, als zu seinen Lebzeiten.

Kurz vor seinem Ableben schrieb er folgende Worte: „Wir sind wie ein Samenkorn, das geduldig in der Erde wartet; darauf wartet, dann, wenn es der Gärtner für gut befindet, als Blume emporzukommen, hinauf in die wirkliche Welt, das wirkliche Erwachen. Ich vermute, unser ganzes gegenwärtiges Leben wird, wenn wir von dort zurückblicken, nur als ein schläfriges Halbwachen erscheinen. Wir sind hier im Land der Träume. Aber der Hahnenschrei kommt.“

Kommentieren0
22
Teilen
heaven4us avatar

Rezension zu "C. S. Lewis - Die Biografie" von Alister E. McGrath

C. S. Lewis - ein besonderer Autor und Mensch
heaven4uvor 4 Jahren

Sehr viel wurde bereits über C. S. Lewis geschrieben – sowohl Interpretationen seiner Werke als auch einige Biografien. Im Unterschied zu bisherigen Biografien wahrt McGrath eine größere Distanz gegenüber Lewis´ Person. So vermeidet er ihn „Jack" zu nennen, wie es sich Lewis von seinen Freunden gewünscht hat, was etliche seiner Biografen so beibehielten. Der Autor betont in der Einleitung, dass die bereits veröffentlichten Biografien wunderbar Lewis als Mensch darstellen, seine Werke dabei aber eher in den Hintergrund geraten. Diesen Werken und seiner akademischen Arbeit widmet sich McGrath daher besonders.

Bevor ich näher die Biografie betrachte, will ich zuerst noch auf die Aufmachung des Buches eingehen. Unter dem schön gestalteten Schutzumschlag befindet sich ein Leineneinband mit Goldprägung. Der vordere und hintere Einband zeigt die Karte von Narnia, die Paulin Baynes einst entwarf. Ein wunderbarer Einstieg!

Die Biografie selbst ist in fünf Teile unterteilt: Präludium, Oxford, Narnia, Cambridge, Nachleben. Das Buch ist chronologisch beginnend bei der Kindheit bis zu seiner heutigen Bedeutung geschreiben, macht aber immer wieder Exkurse zu besonderen Themen wie seine Bekehrung, seine besonderen Frauenbeziehungen und zu einzelnen Werken. Besonderes Augenmerk hat allerdings Lewis Studium und seine Zeit in Oxford und Cambridge. An manchen Stellen fand ich die Auslegung einiger Bücher etwas weitschweifig, dennoch ist das Buch gut lesbar und wird auf keiner Seite langweilig. Obwohl ich schon einiges über Lewis gelesen hatte, war mir vieles neu oder wurde mir wieder neu bewusst gemacht. So war ich erschrocken über das kühle Verhalten seinem Vater gegenüber, das merkwürdige Verhältnis zu Mrs. Moore und die leider abklingende Freundschaft zu Tolkien. Lewis war – wie der Untertitel sagt – ein Exzentriker und ein Genie. Diesen Eindruck bekommt man auch beim Lesen. Hierbei schreckt der Autor nicht vor kritischen Fragen zurück und zeigt auch, dass Lewis dunkle Seiten hatte und wie er die ein oder andere Niederlage erlitt.

McGrath interpretiert Lewis´ wichtigste Werke, was den Leser animiert, den einen oder anderen Band nochmals oder erstmals zur Hand zu nehmen und selbst zu entdecken. Die Literaturliste im Anhang bietet viel neuen Lesestoff, den man rund um Lewis vielleicht noch nicht wahrgenommen hat. Daher ist dieses Buch ein Lesegenuss aus einer überraschend anderen Perspektive sowohl für Lewis-Neulinge und Interessierte wie auch für Lewis-Kenner! Durch diese wunderschöne Aufmachung eignet es sich auch ganz besonders als Geschenk!

Kommentieren0
10
Teilen
Perpetua_Maidens avatar

Rezension zu "Der Atheismus-Wahn" von Alister E. McGrath

Rezension zu "Der Atheismus-Wahn" von Alister E. McGrath
Perpetua_Maidenvor 8 Jahren

Das kurze Gegenbuch zu Dawkins Gotteswahn. Kurz - weil alles was man zu Dawkins sagen kann bereits vor ihm von christlicher Seite gesagt worden ist. Dieses Büchlein unterstreicht daher nur noch zusätzlich die Unprofessionalität, mit der Dawkins seine polemischen Thesen verbreitet. Besonders überzeugend ist es daher, da der Autor selbst Naturwissenschaftler und Atheist war, bevor er zur Theologie wechselte.

Kommentieren0
13
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 20 Bibliotheken

auf 3 Wunschlisten

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks