Alix Both Muss ich das alles lesen, Frau Professor?

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Inhaltsangabe zu „Muss ich das alles lesen, Frau Professor?“ von Alix Both

Na wenn das kein Lottogewinn ist: Nach nur fünf Jahren Studium, drei Jahren Promotion und sieben Jahren Habilitation bekommt Alix Both ihre erste feste Stelle an der Uni. Im zarten Alter von 38 darf sie für ein Semester als Vertretungsprofessorin für Geschlechterforschung ran. Voller Elan und Idealismus bezieht sie ihr neues Büro – doch es dauert nicht lang, bis sie merkt, dass diese Welt nach völlig eigenen Regeln tickt. Mal amüsiert, mal verwundert, mal schockiert schildert Alix Both die Höhen und Tiefen ihres Uni-Alltags und erzählt erfrischend komische Episoden – von überehrgeizigen Kollegen, die auf jedem Kongress und in jeder Festschrift auftauchen, von Scheinstudenten, die am liebsten ihren Charme benotet bekommen, und von akademischen Dresscodes, die den Geist betonen.

Man lernt fürs Leben… oder doch nur für die Dozentin?

— peedee
peedee

Aufschlussreicher Einblick in den Elfenbeinturm "Universität".

— seschat
seschat

Stöbern in Humor

Depression abzugeben

Das Buch handelt leider mehr von Uwe Haucks Aufenthalten in der Psychatrie und weniger um die Krankheit Depression

TrustInTheLord

Am liebsten sind mir die Problemzonen, die ich noch gar nicht kenne

Witzig und charmant wird mit Frauenzeitschriften, Mode und Diäten abgerechnet - ohne zu verurteilen. Tolles Buch einer tollen Autorin!

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Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte

Tolles Buch, sehr lustig aber auch sehr spannend, man muss unbedingt wissen, wie es weitergeht.

Chrissie

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  • Man lernt fürs Leben… oder doch nur für die Dozentin?

    Muss ich das alles lesen, Frau Professor?
    peedee

    peedee

    30. March 2016 um 12:31

    Alix Both, so das Pseudonym der Professorin für Geschlechterforschung an einer deutschen Universität, erzählt aus ihrem Alltag mit den Studierenden, dem Lehrkörper und der Universität. Von Studierenden, die nur das Minimum absolvieren und gerne ihren Charme benotet hätten und von den einzelnen, übereifrigen Studierenden, die sich für jede Sonderarbeit anbieten. Aber auch im akademischen und nicht-akademischen Kollegenkreis läuft nicht alles so einfach…Erster Eindruck: Ein witziger Buchtitel, Gestaltung des Covers im Comic-Style – mir gefällts.Frau Both hat dieses Buch sicherlich zu Recht unter einem Pseudonym geschrieben, denn es wäre für ihre wissenschaftliche Karriere oder die weitere Zusammenarbeit mit ihren Kollegen nicht wirklich förderlich, wenn ihr wahrer Name bekannt wäre.„Insider-Berichte“ können sehr spannend sein und so war ich gespannt auf dieses Buch. Es ist ein Buch für zwischendurch und lässt sich sehr gut häppchenweise lesen. Da ich selbst im universitären Bereich arbeite, war es für mich sehr unterhaltsam, weil mir Einiges bekannt vorkam, z.B.:- Sinn oder Unsinn der akademischen Viertelstunde- Studierende, die schon in der ersten Stunde genau wissen wollen, welche Literatur bzw. welche Abschnitte sie lesen müssen, um die Credits zu erhalten- kreative Ausreden (eigentlich sollte man die auch bewerten dürfen, oder?)Aber ich habe auch viel Neues kennengelernt, wie z.B.- das Vollkaskostudium: „Manche Studierende hätten es am liebsten schon in der ersten Sitzung schriftlich, dass für sie das Seminar auf jeden Fall ein voller Erfolg wird, Vollkaskostudium eben.“- die Abkürzung „tl, dr“ (too long, didn’t read)- die Sprechstundendiplomatie (muss ich mir merken)Mir hat der Humor sehr gut gefallen und ich habe mehrfach herzhaft gelacht – danke dafür. Fazit: Man lernt fürs Leben… oder doch nur für die Dozentin?

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  • Die Universität - ein Paralleluniversum

    Muss ich das alles lesen, Frau Professor?
    seschat

    seschat

    06. August 2014 um 12:32

    Mich hat dieses Buch 100%ig überzeugt. Alix Both beschreibt auf lebendige und treffende Weise ihr Vertretungssemester als Professorin für Genderwissenschaften an einer dt. Universität. Endlich mit 38 Jahren ist sie auf dem Höhepunkt ihrer universitären Karriere angelangt, doch auch als Professorin macht der alltägliche "Uni-Wahnsinn" nicht vor einem Halt. Schnell stellt die Professorin fest, dass es als Neuling einige Hürden zu überwinden gilt. Einerseits hat die Sekretärin für die neue Kollegin keine Zeit, weil sie einem anderen Jungprofessor zugeteilt ist, dann gibt es noch die stets überarbeiteten wissenschaftlichen Hilfskräfte, die wiederum durch weitere Nebenjobs keine Zeit haben, um kleinere Arbeiten zu übernehmen. Andererseits wären da noch die spleenigen Kollegen, die jeder Kritik enthoben zu sein scheinen, wie z. B. Professor Bonaparte, und jene, die man nie antrifft und die sich in ihrem Büro verschanzen und das Licht anlassen, um zu zeigen, dass sie unermüdlich im Auftrag der Wissenschaft tätig sind. Als ehemaliger Student freut man sich über diese Charakterstudien und denkt unweigerlich, solche Typen gab es früher an meiner Uni auch. Die Uni ist eine eigenständige und in sich geschlossene Welt, diesen Eindruck gewinnt man schon nach dem Lesen der ersten Zeilen. Es gibt unausgesprochene Hierarchien, Kleiderordnungen und Verhaltensweisen, wer diese nicht kennt und sich gar anders verhält, wird schnell verspottet und als unwissenschaftlich - populärwissenschaftlich - eingestuft. Einen andereren Schwerpunkt von Boths Ausführungen bildet die Gruppe der Studenten. Auch unter diesen gibt es verschiedene Typen, wie z. B. das unscheinbare Anhängsel (Groupie), den belesenen Rastaman oder die topgestylte Lehramtsstudentin mit Verständnisschwierigkeiten. Letztere haben fast alle Studenten, wenn diese längere philosophische Texte lesen müssen (s. Buchtitel) oder eines der ersten Seminarreferate halten sollen. Mit diesen Anekdoten kann sich jeder Student bzw. Alumnus aufgrund von ähnlichen Erfahrungen identifizieren. Der Erkenntnis, dass es den Studenten seit Bologna mehr um Creditpoints als um Bildung und persönliche Reifung gehe, kann ich größtenteils zustimmen. Seminare werden nicht mehr nach Interesse oder nach Inhalten gewählt, sondern nach Aussicht auf maximale Erfolge. Eine verheerende Entwicklung. Das Streben nach Perfektion geht sogar so weit, dass Doktoranden ihre Promotion jahrelang nicht abschließen, weil jedes Kolloquium und jede neue Publikation noch unbeachtete Aspekte aufwirft. Mir gefällt das Buch außerordentlich, weil die Autorin unverblümt über die derzeitige Uni-Welt berichtet. Sowohl Kuriositäten als auch Negativentwicklungen werden beim Namen genannt. Das, was man als Student nicht auszusprechen wagte, kommt endlich einmal zur Sprache.

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  • Eine gute Lektüre für zwischendurch, jedoch nicht ohne Makel

    Muss ich das alles lesen, Frau Professor?
    Tasmetu

    Tasmetu

    14. April 2014 um 18:42

    Nachdem ich bereits im ersten Semester jammerte, so viel lesen zu müssen (und nicht mehr zu meinen Romanen zu kommen), bekam ich dieses Buch zu Weihnachten. Es war ein Scherz und nachdem ich zwar Sarkasmus schätze, jedoch nicht wirklich auf diese “Humor-Bücher” abfahre, war ich mir sicher, es bis zum Ende meines Studiums noch nicht gelesen zu haben. Doch dann kam der erste Tag des zweiten Semesters und plötzlich war ich mittendrin. Bereits ganz am Anfang kam eine Ethnologin vor, was mich natürlich sofort hellauf begeisterte (“Endlich weiß jemand, wer wir sind!”), jedoch wurde sie in der Mitte des Buches plötzlich von einer Seite zur anderen zu einer Slawistin. So etwas ist ein ziemlich grober Fehler, der nicht so einfach durchs Lektorat rutschen sollte. Ansonsten ist das Buch nett, recht erfrischend und leicht zu lesen, v.a. zwischen lauter wissenschaftlichen Texten. Zwar wird es irgendwann beinahe langweilig sich mit der Autorin durch die elenden Sitzungen zu quälen und ich hätte mir definitv mehr über die Seminare, das Vor- & Nachbereiten des Unterrichts und die Studenten an sich gewünscht, aber naja. Gelegentlich gab es dann doch noch einige lustige Stellen, allgemein hätte ich aber mehr Witz erwartet. Über das Layout kann man dagegen nicht meckern, im Gegenteil. Großes Lob an dieser Stelle! Mehr dazu: http://tasmetu.wordpress.com/2014/04/14/muss-ich-das-alles-lesen-frau-professor-rezension/

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  • Saß sie etwa bei uns im Kurs?

    Muss ich das alles lesen, Frau Professor?
    Baguette

    Baguette

    25. November 2013 um 15:03

    Hier erzählt eine Vertretungsprofessorin von ihrem ersten Ausflug in die höheren Hierarchieebenen einer Uni und dem Leben als Geisteswissenschaftlerin.   Schon beim ersten Kurs, den Frau Both hier beschrieb, habe ich mich kurzzeitig gefragt, ob sie meine Dozentin sein konnte. Aber nein, wir haben keine hauptberuflichen Genderwissenschaftler. Dennoch lief ihre Sitzung ganz genau so ab, wie unsere im Genderseminar und auch viele andere Situationen erinnern einen deutlich an das eigene Leben - selbst wenn man noch Student ist.   Und weiter geht es, immer amüsant, teils selbstkritisch, teils mit 'Außenseiter'blick auf die schon vorhandene Uni-Hierarchie, die man mit etwas Hinschauen als Student auch am eigenen Institut zu sehen glaubt, auch wenn manches etwas übertrieben scheint. Aber vielleicht nur, weil es bei einem selber reibungsloser klappt?    Das Einzige, was ein wenig fehlen mag, ist noch die Studentenperspektive, aber einige Jahre nach dem eigentlichen Studium ist das nicht mehr zu erwarten. So glaubt Frau Both, dass 100 Seiten für eine Vorlesung wöchentlich zu machen sind - sieht dabei aber nicht, dass sich das mit den durchschnittlich 6-8 Kursen pro Woche auf entsprechend 600-800 Seiten die Woche aufaddiert, und da Referate und Hausarbeiten nicht einmal eingeschlossen sind. Und auch, dass man nie wieder so viel Freizeit haben wird, wie als Student, finde ich als Einstellung tragisch, denn meiner Erfahrung nach hat ein Geisteswissenschaftsstudent, wenn es hochkommt, vielleicht ein Wochenende im Jahr völlig frei. Die Studentenseite wird hier also in manchen Augenblicken viel zu sehr romantisiert. Dann kommen aber wieder die Eindrücke der heutigen Karriereplanung und des Druckes schon ab dem ersten Semester, die den Aussagen der studentischen Freiheit wieder widersprechen. Ganz abgerundet ist das Bild, dass die Professorin hier vom Leben mit der Bologna-Reform hat, nicht. Meiner Meinung nach ist es aber nicht genug, um einen Stern abzuziehen, denn das Buch lässt sich einfach nur hervorragend lesen, fesselt, lässt einen bedauern, es weglegen zu müssen. Unterhaltsam, spannend, empfehlenswert.

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  • Zum Lachen, Weinen und aus dem Uni-Leben gegriffen!

    Muss ich das alles lesen, Frau Professor?
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Alix Both darf für ein Semester als Vertretungsprofessorin an der Uni unterrichten! Das ist ja wie ein Sechser im Lotto! Gerade mal 38 Jahre alt und zum ersten Mal "richtig" arbeiten! Doch anstatt eines eigenen Büros gibt's zuerst nur einen Schuhschrank, die Sekretärin soll zumindest zur Hälfte zur Verfügung stehen, wird im Laufe des Semesters allerdings nur ein Mal gesichtet und von Kollegialität ist nichts zu spüren - wie denn auch, wenn der Bonaparte geistig nie anwesend ist und der Jungprofessor lieber die vermisste Sekretärin dazu überredet, für ihn Korrektur zu lesen. Und dann die Studenten! Anstatt tiefgründige und wissenschaftliche Diskussionen über die Geschlechterfrage des 19. Jahrhunderts zu führen, muss erst einmal geklärt werden, was das Bürgertum überhaupt ist. Und die Texte? Die hat sowieso keiner verstanden. Ich hatte mir bei dem Buch eher eine Ansammlung von komischen, vielleicht auch etwas übertrieben dargestellten Sammlungen von Anekdoten einer Professorin vorgestellt, doch letztendlich ist der Roman etwas ganz anderes: Er schildert aus sehr subjektiver, aber dafür umso nachfühlbarer Sicht das Leben an der Uni. Begleitet wird der Leser von Professorin Both, Genderwissenschaftlerin, und darf miterleben, wie streng die Hierarchie, wie chaotisch die Verwaltung und wie wichtig Kaffee an der Uni ist. Der Wiedererkennungswert ist enorm, wenn man selbst studiert oder lehrt, und das macht den kurzen Roman wirklich wertvoll. Ihr wolltet schon immer mal euren Eltern, Verwandten oder Freunden, die den Unialltag nur aus euren Mündern kennen, mal näherbringen? Gebt ihnen dieses Buch und sie werden danach den Hut vor euch ziehen! Ich gebe volle Punktzahl - ein Muss für jemanden, der seinen Lebensmittelpunkt an der Uni hat!

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