Alix Ohlin

 4.2 Sterne bei 30 Bewertungen
Autor von In einer anderen Haut, Robin und Lark und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Alix Ohlin

Cover des Buches In einer anderen Haut (ISBN: 9783406647031)

In einer anderen Haut

 (18)
Erschienen am 27.03.2013
Cover des Buches Robin und Lark (ISBN: 9783406747755)

Robin und Lark

 (11)
Erschienen am 27.01.2020
Cover des Buches In einer anderen Haut, 6 Audio-CDs (ISBN: 9783862312658)

In einer anderen Haut, 6 Audio-CDs

 (1)
Erschienen am 01.03.2013
Cover des Buches Signs and Wonders (ISBN: 9781780871141)

Signs and Wonders

 (0)
Erschienen am 01.03.2013
Cover des Buches Inside (ISBN: 9780307596925)

Inside

 (0)
Erschienen am 05.06.2012

Neue Rezensionen zu Alix Ohlin

Neu
H

Rezension zu "Robin und Lark" von Alix Ohlin

Schwesterliebe
Highlandervor 6 Monaten

Nachdem ich Liz Moores Long Bright River regelrecht verschlungen und als sehr gut befunden habe, entdeckte ich beim gleichen Verlag das neue - vermeintlich ähnliche - Buch von Alix Ohlin: Robin und Lark. Das Cover drückt schon viel Emotion aus und auch der Klappentext klang interessant. Hierzu gleich ein Hinweis, es geht in diesem Buch nicht um die ewige Suche einer Schwester nach der anderen, nachdem diese spurlos verschwindet. Da trügt der Schein ein wenig.

Tatsächlich handelt das Buch vor allem von der Beziehung der beiden (Halb-)Schwestern, Robin und Lark. 4 Jahre auseinander, sind sie sich trotzdem gegenseitig die wichtigsten Personen. Die alleinerziehende Mutter ist in ihrer Mutterrolle überfordert. Entgegen manch anderer Besprechung finde ich, dass sie durchaus Liebe gegenüber ihren Töchtern empfindet, aber die eher nach Lust und Laune zeigt. Und je nach Partner oder Situation ist das eben eher selten. Zwischen Robin und Lark entsteht so schon sehr früh eine extrem starke Bindung. Dabei sind sie sehr verschieden. Die ältere Lark ist ruhiger, rationaler und fleißig während die jüngere Robin vor allem mit ihrer künstlerisch-extrovertierten Art ihre Umgebung begeistert. Dass sie atemberaubend Klavier spielt, wird selbst ohne Sound sehr deutlich.

Im Laufe des Buches sind die beiden mal eng beieinander, mal für Jahre voneinander entfernt, aber immer ist ihr schwesterliches Band intakt. Selbst wenn es zum Zerreißen gespannt ist, halten die beiden es mit ihrem Urvertrauen zueinander zusammen.

Als Leser erfahren wir über die Schicksalsschläge der beiden, die Verluste, die Freuden, die Liebe und die Sehnsüchte. Trotz der schwierigen Kindheit sind die beiden emotional stark, waren sie sich doch gegenseitig stets das Licht am Ende des Tunnels. 

Die Handlung hat mir gut gefallen, die Anfangssequenz "Davor" sorgt für eine gesunde Grundspannung. Diese Spannung flaut leider immer wieder etwas ab, aber hier kommt Ohlins Trumpf zum Zuge. Ihre Charakterbildung ist großartig. Nicht nur die beiden Protagonisten sind sauber ausgearbeitet, sondern nahezu jeder Nebendarsteller verdient sich seinen Platz im Buch. Wichtig hierbei, es gibt hier keine perfekten Buchhelden, jeder trägt sein Paket und das macht das Buch - trotz der teils verrückten Personen - sehr realistisch und menschlich.

Das Besondere am Buch ist aber natürlich die Bindung zwischen den beiden Schwestern. Leid, Hoffnung, Freude und Liebe ergeben einen tollen Roman über bedingungslose Zuneigung, egal welches Hindernis sich auftürmt.

Nur 4 von 5 Sternen gebe ich wegen so mancher Länge hinsichtlich überflüssiger Nebenkriegsschauplätze und dem leicht irreführenden Klappentext. Handlung und Charaktere und besonders die sozialen Bindungen machen das Lesen aber trotzdem zu einem großen Genuss!

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Rezension zu "Robin und Lark" von Alix Ohlin

Rotkehlchen und Lerche
Bibliomaniavor 6 Monaten

Dieses Buch hat mich wirklich positiv überrascht. Es geht um zwei Schwestern, die mit ihrer alleinerziehenden Mutter aufwachsen. Ihre Mutter ist früh schwanger geworden und eigentlich schon mit dem ersten Kind überfordert, zumal sich der Vater recht schnell davonstiehlt. Sie lässt die beiden immer wieder wissen, dass sie alles für die beiden aufgegeben hat, alles für sie tut, aber die beiden ja eh nur machen, was sie wollen. Sie kümmert sich keinen Deut um Ihre Töchter, sodass die beiden Mädchen nur sich haben. Die ältere, Lark, übernimmt früh die Mutterrolle für ihre kleine Schwester Robin. Sie liebt sie innig und auch Robin bringt ihrer Schwester die gleichen Gefühle entgegen, obwohl beide sehr unterschiedlich sind. Doch Lark will auch mehr vom Leben und so geht sie zum Studieren in die USA, verlässt Ihre Heimat Kanada und damit auch ihre Schwester, die sie nur ungern allein zurücklässt. Eines Tages verschwindet Robin und fordert Lark auf, nicht nach ihr zu suchen. Was soll Lark tun? Doch nach ihr suchen? Ihr hinterher reisen? Doch wo könnte sie sein? Das starke Band, das die Schwestern verbindet wird rissig, doch Lark versucht alles, damit es nicht zerreißt.

Ein sehr unterschiedliches Geschwisterpaar: Lar ist klug, fleißig und still, sehr selbstgenügsam. Robin ist wild und impulsiv. Sie hat früh ein großes Talent als Pianistin gezeigt. Und doch zeigt diese Geschichte, dass das Band, das Geschwister verbindet, unglaublich stark sein kann. Beide machen sehr viel durch, beide haben mit den gleichen Problemen ihrer Mutter zu kämpfen und versuchen einfach ihr rechtes Leben zu finden.. Eine Geschichte, die mich berührt hat. Ich habe mitgelitten und mich gefreut, wenn den beiden etwas Gutes zugestoßen ist. Ich wollte sie umarmen, wenn ihre Mutter wieder einmal so wenig Empathie und Interesse gezeigt hat, dass Robin und Lark sich nur gegenseitig trösten konnten. Eine Geschichte, die deutlich macht, wie weit Geschwister füreinander gehen können. Ein wirklich gutes Buch, von dessen Autorin ich ganz bestimmt noch etwas lesen werde.

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Rezension zu "Robin und Lark" von Alix Ohlin

Schwestern – eine Beziehung fürs ganze Leben
otegamivor 7 Monaten

Wie geht es Kindern, deren Mutter sie vernachlässigt und desinteressiert behandelt? Bei ‚Robin und Lark‘ übernimmt Lark, die ältere, schon in frühester Kindheit die Mutterrolle für ihre 4 Jahre jüngere Schwester. Und sie sind grundverschieden: Lark entwickelt, weil sie weiß, dass sie nicht gemocht wird, die Fähigkeit, sich unsichtbar zu machen, ist aber klug und fleißig. Robin dagegen ist wild, impulsiv und hat schon als Kind keine Probleme, auf einer Schulversammlung zu singen und später vor großem Publikum Klavier zu spielen.


Die Beziehung der erwachsenen Schwestern erinnert mich an ein Gummiband  -  einmal spannt oder lockert es die eine, ein anderes Mal die andere.


Der Leser erfährt von ihren unterschiedlichen Leben: ihren Lovern und Lieben, ihren Erwerbstätigkeiten (Cineasten kommen dabei bei Lark voll auf ihre Kosten!), und dem Engagement für die Wölfe bei Robin.


Erstaunt hat mich immer wieder das Kümmern um ihre gemeinsame Mutter!


Das Buch hatte wohl immer wieder seine Längen, ich las es jedoch gerne, schon allein der schnörkellosen Sprache wegen und weil mich die Beziehung zwischen den Schwestern interessierte, empfand aber manche Themen als unnötigen Füllstoff. Vier Sterne deshalb von fünf! 

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