Aljoscha Brell

 4.3 Sterne bei 25 Bewertungen
Autor von Kress, Kress und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Aljoscha Brell

Aljoscha Brell, geboren 1980 in Wesel, lebt in Berlin. Er ist als Teamleiter in einem IT-Unternehmen tätig. Als Stipendiat der Autorenwerkstatt Prosa des Literarischen Colloqiums Berlin und des Alfred-Döblin-Stipendiums der Berliner Akademie der Künste veröffentlichte er seinen Debütroman "Kress"; erscheint im Herbst bei Ullstein.

Alle Bücher von Aljoscha Brell

Cover des Buches Kress (ISBN:9783550081095)

Kress

 (8)
Erschienen am 11.09.2015
Cover des Buches Kress (ISBN:9783548288826)

Kress

 (9)
Erschienen am 13.01.2017
Cover des Buches Kress (ISBN:9783956390272)

Kress

 (8)
Erschienen am 11.09.2015

Neue Rezensionen zu Aljoscha Brell

Neu

Rezension zu "Kress" von Aljoscha Brell

schräger Vogel...= Kress - lernt ihn kennen!
Normal-ist-langweiligvor 4 Jahren

Meine Meinung:

Ich liebe ja Geschichten mit skurrilen Charakteren, über die ich gleichermaßen lachen und den Kopf schütteln kann. Die mir mit Hilfe ihrer Geschichte eine neue Welt aufzeigen und mich einerseits zum Staunen und andererseits zum Verzweifeln bringen!

Das schafft Kress allemal! Kress ist wirklich ein Paradebeispiel für einen außergewöhnlichen Menschen. Manch einer würde ihn auch einen “Freak”  oder einen “schrägen Vogel” nennen!

Kress Geschichte beginnt völlig harmlos in der Universität und trotzdem merkt man als Hörer sehr schnell, dass mit Kress etwas nicht stimmt, bzw. dass er sich anders verhält als die anderen 300 Studenten. Er verhält sich nicht nur anders, er denkt auch anders. Das eine resultiert wohl aus dem anderen! 

Auf jeden Fall ist Kress Geschichte sehr faszinierend. Er lebt wie in seiner Welt, irgendwie isoliert und trotzdem dabei. Er hat fast keine sozialen Kontakte und die wenigen auch nur notgedrungen! Man erfährt, wie er lebt, was er den ganzen Tag macht, was er von anderen Menschen hält, dass er besser mit Tieren als mit Menschen kann, was ihn stört, was er vom Leben erwartet und was er dafür tut! Alles aber eben in der “kressschen” Manier!

Für mich war beim Hören interessant: Wie reagiert er in der nächsten Situation? Wie verhalten sich die anderen Menschen ihm gegenüber? Was bezweckt er mit seinem Verhalten? Warum verhält er sich eigentlich so? Was oder wer hat ihn zu dem gemacht, der er heute ist?

Kress Scheitern in so gut wie allen Bereichen  zu verfolgen, macht einerseits Spaß und andererseits habe ich mich immer wieder gefragt, warum er so wenig Hilfe bekommt, warum nicht mal jemand wirklich Tacheles mit ihm spricht. Bis zum Ende gab es mehrere Situationen, die mir Sorgenfalten auf die Stirn getrieben haben. Nicht alles, was Kress durchmacht, konnte ich nachvollziehen und das Ende lässt mich einerseits erfreut, andererseits völlig unbefriedigt zurück!

Erfreut, da es realistisch ist und nicht beschönt, da es Sinn macht und nicht in ein “Glitzer-Happy-End” ist.

Unbefriedigt, da ich gerne so etwas wie eine Erklärung für sein Verhalten bekommen hätte. Wie wurde Kress zu Kress??? Aber diese bekommt man als Hörer leider nicht!

**********************************

Fazit:

Der Autor Aljoscha Brell hat eine Geschichte geschrieben, die mich gut unterhalten hat. Kress werde ich wahrscheinlich nicht mehr vergessen, dafür ist er zu eigen, zu schräg, zu skurril. Jedoch hat mir eine “Auflösung” gefehlt! Auf diese habe ich sehr hingefiebert!

Der Sprecher Max Simonischek ist hier mehr als eine gute Wahl! Kress zu sein und zu sprechen, ist bestimmt nicht einfach gewesen, da man selbst zu 90% anders gehandelt hätte. Kein Verständnis führt daher vielleicht auch zu wenig Empathie und dadurch ist die Rolle noch schwerer zu sprechen! Hat mir wirklich gut gefallen!

Eine Geschichte für alle, denen auch z.B. “Ben Fletchers total geniale Maschen“, “Das Rosie-Projekt” oder “Das Blubbern von Glück” gefallen hat!

 (3,5 / 5)

@books-and-cats.de

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Rezension zu "Kress: Roman" von Aljoscha Brell

Von diesem Typ müsst ihr gehört haben!
Büchermonavor 4 Jahren

Kurzbeschreibung:

Die Welt ist eine Zumutung, jedenfalls für Kress. Wohin er sieht, Mittelmaß, Dummheit, Ignoranz. Einzig die Universität ist in Grenzen ein erträglicher Ort, dort studiert Kress die Großen, Goethe, Kleist, Kant, eben was im 19. Jahrhundert Rang und Namen hatte. Nach dieser glanzvollen Epoche ging es im Grunde bergab, steil, für Kress bis nach Berlin-Neukölln. Dort lebt er in einer winzigen, unsanierten Hinterhofwohnung und führt bei Ketchuptoast und Multivitamintabletten philosophische Gespräche mit dem Tauberich Gieshübler, dem Einzigen, der ihn versteht. Aber dann geschieht etwas Unvorhergesehenes: Kress verliebt sich. Und sieht sich auf einmal gezwungen, all das zu tun, was andere in seinem Alter anscheinend so machen: Wochenendausflüge, Partys, Small Talk. Kress scheitert grandios, an der Welt, an sich selbst. Aber er macht weiter, scheitert wieder, scheitert besser, und am Ende gibt es selbst für jemanden wie ihn noch Hoffnung.

Von diesem Typ müsst ihr gehört haben!

„Kress“ ist eine Marke.
Ein Einzelstück.
Ein Charakter.

Wen Aljoscha Brell da erschaffen hat, den kann man so schnell nicht wieder vergessen.
Normalerweise sind alle Berliner jung, hip und cool. Immer ganz vorne mit dabei, immer sozial megakompetent und sie lassen natürlich keine Party aus.
Mit „Kress“ kommt hier nun quasi der „Anti-Berliner“ schlechthin.
Er ist schwierig, lebt in seiner eigenen Welt und geht überhaupt nicht konform mit den Dingen, die junge Leute sonst so begeistern.
Das ist wirklich unterhaltsam, manchmal traurig und zeitweilig höchst nervtötend.
Denn wenn jemand sich durchgehend so verhält und auch absolut nicht bereit ist, es mal anders zu versuchen, dann hat die Toleranz irgendwann ein Ende. Das ist keineswegs ein schriftstellerischer Makel von Aljoscha Brell! Er kann sehr gut schreiben und er lebt diese Figur!
Aber man kann und will diesen Typen einfach nicht die ganze Zeit mögen.
Das macht letztlich auch den Reiz dieser turbulenten und wendigen Geschichte aus.

„Kress“ ist ein Roman, der aus der Reihe tanzt und den man mit keinem anderen Buch vergleichen kann.
Aber er ist gleichzeitig auch ein wundervolles Abziehbild von Berlin, einer Stadt, in der jede Eigenheit die Freiheit hat, sich zu entfalten und zu entwickeln.
Ich empfehle dringend, sich die Leseprobe oder gerne natürlich auch das Buch schnellstmöglich zu Gemüte zu führen!

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Rezension zu "Kress" von Aljoscha Brell

Anders...
Buchbahnhofvor 4 Jahren

Kress…. ein Buch, welches bestimmt polarisieren kann und wird. Mir hat die Geschichte in ihrer Gesamtheit gut gefallen. Allerdings muss ich auch gestehen, dass ich mir Kress so meine Probleme hatte. Es war alles dabei. Von Mitleid bis absolute Gereiztheit, weil er mich so nervte. Ich bin auch nicht sicher, ob Kress einfach nur egoistisch ist, oder nicht doch eher psychisch krank. Sein Verhalten ist extrem weit ab von dem, was man als „normal“ bezeichnet. Dabei schafft er es aber immer wieder, seine soziale Inkompetenz so zurecht zu drehen, dass er sich seinen Mitmenschen haushoch überlegen fühlt. So viel Selbstbewusstsein muss man erstmal haben. Traurig ist dabei allerdings, dass er weder mit sich, noch mit seinen Mitmenschen zufrieden ist. Er findet an alles und jedem etwas auszusetzen.

Einen Pluspunkt gibt es für Gieshübler. Ein Tauberich, der keiner ist, der aber aus Kress wenigstens ein bisschen Menschlichkeit und Wärme aus ihm heraus befödert. Neben Gieshübler sind aber auch die weiteren Protagonisten, Marlene (nur die Verspätung genannt), Mona und Elektro-Kai nicht ganz unwichtige Personen in diesem Roman. Sie alle haben ihre Eigenheiten, die sie besonders machen und die sie von den anderen abgrenzen.

Der Schreibstil von Aljosch Brell ist hm… ungewöhnlich? Trifft es das? Ich weiß es selber nicht. MIt Kress hat er einen Debütroman geschaffen, der sich in keine Schublade einordnen lässt, den man nicht beschreiben kann, sondern selbst erleben muss.

Einen Stern ziehe ich ab, weil… tja… auch hier muss ich wieder passen. Ich kann nicht sagen, was mir genau gefehlt hat. Vielleicht eine Einsicht von Kress, dass er etwas ändern muss? Die Auflösung, dass Kress krank ist und nichts dafür kann? Irgendetwas um die Geschichte rund zu machen. Das Ende ist nicht völlig enttäuschend, aber irgendwie lässt es den Leser ein bisschen im Regen stehen.

Von mir gibt es also 4 Sterne und eine Hörempfehlung. Ich bin davon überzeugt, dass Max Felden mit seiner wunderbaren Art, dieses Buch zu lesen, einen großen Teil zur Faszination, die es auf mich ausgeübt hat, beigetragen hat.

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