Aljoscha Brell Kress

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Inhaltsangabe zu „Kress“ von Aljoscha Brell

Die Welt ist eine Zumutung, jedenfalls für Kress. Wohin er sieht: Mittelmaß. Einzig die Universität ist ein erträglicher Ort, dort studiert Kress Goethe, Kleist, Kant, eben was im 19. Jahrhundert Rang und Namen hatte. Nach dieser glanzvollen Epoche ging es steil bergab, für Kress bis nach Berlin-Neukölln. Dort lebt er in einer unsanierten Hinterhofwohnung und führt philosophische Gespräche mit dem Tauberich Gieshübler. Doch dann geschieht etwas Unvorher gesehenes: Kress verliebt sich. Und muss auf einmal mitmachen, was seine Altersgenossen lieben – Partys, Small Talk, Ausflüge. Sein Scheitern ist grandios.

Man möchte Kress an die Hand nehmen und zum Psychiater bringen ... unglaublich dieser Typ. Ich bin begeistert :-)

— Little_Fox

„Kress“ ist eine Marke. Ein Einzelstück. Ein Charakter.

— Büchermona

Anders, als alles, was ich bisher gehört habe, aber gut.

— Buchbahnhof

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  • schräger Vogel...= Kress - lernt ihn kennen!

    Kress

    Normal-ist-langweilig

    18. January 2016 um 18:28

    Meine Meinung: Ich liebe ja Geschichten mit skurrilen Charakteren, über die ich gleichermaßen lachen und den Kopf schütteln kann. Die mir mit Hilfe ihrer Geschichte eine neue Welt aufzeigen und mich einerseits zum Staunen und andererseits zum Verzweifeln bringen! Das schafft Kress allemal! Kress ist wirklich ein Paradebeispiel für einen außergewöhnlichen Menschen. Manch einer würde ihn auch einen “Freak”  oder einen “schrägen Vogel” nennen! Kress Geschichte beginnt völlig harmlos in der Universität und trotzdem merkt man als Hörer sehr schnell, dass mit Kress etwas nicht stimmt, bzw. dass er sich anders verhält als die anderen 300 Studenten. Er verhält sich nicht nur anders, er denkt auch anders. Das eine resultiert wohl aus dem anderen!  Auf jeden Fall ist Kress Geschichte sehr faszinierend. Er lebt wie in seiner Welt, irgendwie isoliert und trotzdem dabei. Er hat fast keine sozialen Kontakte und die wenigen auch nur notgedrungen! Man erfährt, wie er lebt, was er den ganzen Tag macht, was er von anderen Menschen hält, dass er besser mit Tieren als mit Menschen kann, was ihn stört, was er vom Leben erwartet und was er dafür tut! Alles aber eben in der “kressschen” Manier! Für mich war beim Hören interessant: Wie reagiert er in der nächsten Situation? Wie verhalten sich die anderen Menschen ihm gegenüber? Was bezweckt er mit seinem Verhalten? Warum verhält er sich eigentlich so? Was oder wer hat ihn zu dem gemacht, der er heute ist? Kress Scheitern in so gut wie allen Bereichen  zu verfolgen, macht einerseits Spaß und andererseits habe ich mich immer wieder gefragt, warum er so wenig Hilfe bekommt, warum nicht mal jemand wirklich Tacheles mit ihm spricht. Bis zum Ende gab es mehrere Situationen, die mir Sorgenfalten auf die Stirn getrieben haben. Nicht alles, was Kress durchmacht, konnte ich nachvollziehen und das Ende lässt mich einerseits erfreut, andererseits völlig unbefriedigt zurück! Erfreut, da es realistisch ist und nicht beschönt, da es Sinn macht und nicht in ein “Glitzer-Happy-End” ist. Unbefriedigt, da ich gerne so etwas wie eine Erklärung für sein Verhalten bekommen hätte. Wie wurde Kress zu Kress??? Aber diese bekommt man als Hörer leider nicht! ********************************** Fazit: Der Autor Aljoscha Brell hat eine Geschichte geschrieben, die mich gut unterhalten hat. Kress werde ich wahrscheinlich nicht mehr vergessen, dafür ist er zu eigen, zu schräg, zu skurril. Jedoch hat mir eine “Auflösung” gefehlt! Auf diese habe ich sehr hingefiebert! Der Sprecher Max Simonischek ist hier mehr als eine gute Wahl! Kress zu sein und zu sprechen, ist bestimmt nicht einfach gewesen, da man selbst zu 90% anders gehandelt hätte. Kein Verständnis führt daher vielleicht auch zu wenig Empathie und dadurch ist die Rolle noch schwerer zu sprechen! Hat mir wirklich gut gefallen! Eine Geschichte für alle, denen auch z.B. “Ben Fletchers total geniale Maschen“, “Das Rosie-Projekt” oder “Das Blubbern von Glück” gefallen hat!  (3,5 / 5) @books-and-cats.de

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  • Anders...

    Kress

    Buchbahnhof

    24. November 2015 um 18:44

    Kress…. ein Buch, welches bestimmt polarisieren kann und wird. Mir hat die Geschichte in ihrer Gesamtheit gut gefallen. Allerdings muss ich auch gestehen, dass ich mir Kress so meine Probleme hatte. Es war alles dabei. Von Mitleid bis absolute Gereiztheit, weil er mich so nervte. Ich bin auch nicht sicher, ob Kress einfach nur egoistisch ist, oder nicht doch eher psychisch krank. Sein Verhalten ist extrem weit ab von dem, was man als „normal“ bezeichnet. Dabei schafft er es aber immer wieder, seine soziale Inkompetenz so zurecht zu drehen, dass er sich seinen Mitmenschen haushoch überlegen fühlt. So viel Selbstbewusstsein muss man erstmal haben. Traurig ist dabei allerdings, dass er weder mit sich, noch mit seinen Mitmenschen zufrieden ist. Er findet an alles und jedem etwas auszusetzen. Einen Pluspunkt gibt es für Gieshübler. Ein Tauberich, der keiner ist, der aber aus Kress wenigstens ein bisschen Menschlichkeit und Wärme aus ihm heraus befödert. Neben Gieshübler sind aber auch die weiteren Protagonisten, Marlene (nur die Verspätung genannt), Mona und Elektro-Kai nicht ganz unwichtige Personen in diesem Roman. Sie alle haben ihre Eigenheiten, die sie besonders machen und die sie von den anderen abgrenzen. Der Schreibstil von Aljosch Brell ist hm… ungewöhnlich? Trifft es das? Ich weiß es selber nicht. MIt Kress hat er einen Debütroman geschaffen, der sich in keine Schublade einordnen lässt, den man nicht beschreiben kann, sondern selbst erleben muss. Einen Stern ziehe ich ab, weil… tja… auch hier muss ich wieder passen. Ich kann nicht sagen, was mir genau gefehlt hat. Vielleicht eine Einsicht von Kress, dass er etwas ändern muss? Die Auflösung, dass Kress krank ist und nichts dafür kann? Irgendetwas um die Geschichte rund zu machen. Das Ende ist nicht völlig enttäuschend, aber irgendwie lässt es den Leser ein bisschen im Regen stehen. Von mir gibt es also 4 Sterne und eine Hörempfehlung. Ich bin davon überzeugt, dass Max Felden mit seiner wunderbaren Art, dieses Buch zu lesen, einen großen Teil zur Faszination, die es auf mich ausgeübt hat, beigetragen hat.

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  • Ein Scheitern auf ganzer Linie

    Kress

    guybrush

    19. November 2015 um 18:14

    5 Audio- CDs – Spieldauer: ca. 375 Min. Erschienen 2015 - audio media verlag Klapptext: Die Welt ist eine Zumutung, jedenfalls für Kress. Wohin er sieht: Mittelmaß. Einzig die Universität ist ein erträglicher Ort, dort studiert Kress Goethe, Kleist, Kant, eben was im 19. Jahrhundert Rang und Namen hatte. Nach dieser glanzvollen Epoche ging es steil bergab, für Kress bis nach Berlin-Neukölln. Dort lebt er in einer unsanierten Hinterhofwohnung und führt philosophische Gespräche mit dem Tauberich Gieshübler. Doch dann geschieht etwas Unvorher gesehenes: Kress verliebt sich. Und muss auf einmal mitmachen, was seine Altersgenossen lieben – Partys, Small Talk, Ausflüge. Sein Scheitern ist grandios ... Sprecher: Max Felder, geboren 1988 in München, wurde als Synchronsprecher von Ron Weasley in den „Harry Potter“-Verfilmungen bekannt. Er ist außerdem die deutsche Stimme von Taylor Lautner, dem Werwolf Jacob Black aus den „Twilight“-Verfilmungen. Ich habe mich schwer getan, mit der äußerst sperrigen Hauptfigur des Kress. Man kennt sie, diese IT-Nerds ohne soziale Kompetenz und Empathie. Kress hingegen ist Student der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin, ein Geisteswissenschaftler also. Und er ist schlimmer. Gänzlich ohne soziale Kontakte lebt er in seiner eigenen Welt, fühlt sich allen anderen überlegen und kreist eigentlich nur um sich selbst. Sein einziger „Freund“ ist eine Taube, die ihn gelegentlich auf dem Fensterbrett besucht. Das ändert sich, als er sich verliebt. Kann man das eigentlich so nennen? Ein so selbstverliebter Mensch kann nicht lieben, er entwickelt stattdessen eine krankhafte Obsession, die weit über das gesunde Maß hinausgeht. Alle Versuche, sich an die Mitstudenten und seine Angebetete anzunähern, sind von vornherein zum Scheitern verurteilt. Er besitzt keine Antennen für die Befindlichkeiten der anderen. Und so verletzt es ihn auch zutiefst, dass die Außenstehenden, allen voran sein Professor, ihn ganz anders wahrnehmen, als er sich selbst. Nicht als Genie, sondern als aufgeblasenen Wichtigtuer ohne Esprit und Brillanz. Warum ist er so geworden? Niemand kommt so auf die Welt. Am Rande, fast beiläufig, erfährt man, dass seine Mutter Alkoholikerin war und früh verstorben ist. Aber reicht das als Erklärung? Mir nicht. Ich hätte mehr Hintergrundinformation gebraucht, um Kress zu verstehen und zu mögen. Mich hat der blasierte Kerl einfach nur genervt. Ein klein wenig erfährt man über ihn, durch seine Beziehung zu „Gieshübler“, der Taube. Und es macht einen traurig, dass er auch hier völlig versagt. Wie der Klapptext bereits ankündigt, ein Scheitern auf ganzer Linie. Es ist traurig, es ist nervig, es ist auf keinen Fall komisch und an den Hoffnungsschimmer konnte ich auch nicht glauben. Schon eher an die baldige Einweisung in die Geschlossene oder an einen gepflegten Amoklauf. Gut und überzeugend gelesen von Max Felder, ist die Hörbuchproduktion durchaus gelungen. Trotzdem kann ich mich der allgemeinen Euphorie nicht anschließen, ich fand es anstrengend mit geringem Unterhaltungswert.

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  • Können wir es Gießhüber nennen hat den 5. Stern gerettet

    Kress

    Antek

    15. September 2015 um 17:35

    Selten habe ich mich beim Verfassen einer Rezension so schwer getan wie bei diesem Hörbuch. Kress erzählt hier eine Geschichte, die ich mit nichts vergleichen kann, was ich bisher gelesen oder gehört habe. Ich konnte schmunzeln, teilweise fand ich es tragisch, stellenweise hat er mich sogar schon ein wenig genervt, aber ich war auch immer wieder richtig gerührt. Eine Achterbahnfahrt der Gefühle, so wie wohl Kress im Moment in seinem Leben Achterbahn fährt. Kress ist Student der Literaturwissenschaft. Sein größtes Glück ist das Schmökern in Goethes Werken. Anfangs könnte man meinen, es gibt keinen regeltreueren, geradlinigeren und, wenn man ihn mit anderen Studenten vergleicht, langweiligeren Menschen wie ihn. Konservativ benutzt er statt Computer noch eine alte mechanische Schreibmaschine, spartanisch ernährt er sich ausschließlich mit Toastbrot und Ketchup,  der Gesundheit wegen ergänzt durch Multivitamintabletten. Nach Auskunft einer Studentin ist eine Prüfung in Mittelhochdeutsch eine Party, wenn man diese mit einem Gespräch mit ihm vergleicht. Wobei er fest der Überzeugung ist, dass er ein netter Zeitgenosse ist. Schließlich verkauft ihm die Bäckereiverkäuferin doch die Brötchen ausgesprochen gern und das macht man doch nur bei Menschen, die einem sympathisch sind, oder? Kress hasst nichts mehr wie Leute, die zu spät kommen, und dann passiert das gänzlich Undenkbare. Er, Kress muss sich ausgerechnet in eine solche Verspätung verlieben. Eine, die tatsächlich den Anfang von Professor Schleichers Seminar verpasst und sich dann auch noch erdreistet ihn nach seinem Namen zu fragen und damit so offensichtlich das Unterrichtsgeschehen zu stören. Kress Leben gerät aus den Fugen und wenn er etwas macht, dann richtig. Die Geschichte war, wie bereits beschrieben,  wirklich eine Achterbahnfahrt. Ich konnte besonders anfangs unheimlich viel schmunzeln,  klar hat mir Kress auch teilweise leid getan. Er lebt sozial eigentlich völlig isoliert und menschliche Beziehungen sind ihm scheinbar fremd. Das wird so dargestellt, dass man einfach immer wieder schmunzeln muss. Schwer verliebt versucht er nun, um seine Chancen bei der Verspätung zu erhöhen, sich auch all das anzutun, was andere Leute in seinem Alter so machen, Partys, Disko, Wochenend- oder Zeltausflüge. Das war besonders anfangs ganz großes Kino. Kress ist hilflos überfordert, ein Zelt aufbauen ist eine schier unlösbare Aufgabe, Smalltalk betreiben ist noch viel schwerer. Als ihm aber die Verspätung irgendwann klipp und klar erklärt, dass aus ihnen nie etwas wird,  kippt das Ganze. Kress wird fast zu einem wahnsinnigen Verfolger, er beschafft sich eine Kopie ihrer Wohnungsschlüssel, fängt ihre Post ab, lebt in einer alten Schulruine um sie mit dem Fernglas beobachten zu können und der Rest vom Leben läuft scheinbar an ihm vorbei. Das empfand ich fast schon etwas grenzwertig und so grandios mich die Geschichte unterhalten hat, bei der vierten CD hatte ich dann wirklich einen kleinen Hänger. Dafür hat mir das Ende wieder wirklich gut gefallen. Die Charaktere sind großartig gezeichnet. Ich glaube ich habe noch nie einen solchen Menschen wie Kress kennen gelernt oder von einem solchen gehört. Er ist so einzigartig, dass er schon wieder grandios ist, auch wenn er vielleicht in vielem scheitert. Er hat  nie gelernt was menschliche Nähe ist, hat aber auf jeden Fall Herz. Dass er kein Eisklotz ist, beweist schon seine Liebe zu Tauberich Gieshübler. Pünktlich jeden Morgen kurz nach sechs führt er mit ihm am Fensterbrett Zwiegespräche über das Leben während er ihn mit Toastbrot füttert. Madeleine, die im Roman aber nur Verspätung genannt wird, ist mir nicht ganz so sympathisch gewesen. Vielleicht auch, weil sie Kress gegenüber doch eher kalt war und ich mir für ihn mehr gewünscht hätte. Richtig gern hatte ich Mona, eine Freundin der Verspätung. Die ist mir von Anfang an ans Herz gewachsen und wie sehr hätte ich mir gewünscht, dass Kess endlich erkennt, dass sie doch die viel bessere Frau wäre. Dies war mein erstes Hörbuch von Max Felder, aber er hat Kress genau das richtige Profil gegeben. Anfangs fast völlig ohne Emotionen, dennoch mit Komik erzählt passt er sich der Hauptperson im Stil perfekt an. Es gelingt ihm die Achterbahnfahrt aus Hoffnung, Melancholie und teilweise Hoffnungslosigkeit  perfekt umzusetzen. Ich hätte ihm ewig weiter zuhören können.  Noch fünf Sterne für diese außergewöhnliche Geschichte, denn auch wenn ich auf der vierten CD einen kleinen Hänger hatte, lässt sie mich fasziniert zurück.

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