Aljoscha Brell Kress: Roman

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Inhaltsangabe zu „Kress: Roman“ von Aljoscha Brell

Die Welt ist eine Zumutung, jedenfalls für Kress. Wohin er sieht, Mittelmaß, Dummheit, Ignoranz. Einzig die Universität ist in Grenzen ein erträglicher Ort, dort studiert Kress die Großen, Goethe, Kleist, Kant, eben was im 19. Jahrhundert Rang und Namen hatte. Nach dieser glanzvollen Epoche ging es im Grunde bergab, steil, für Kress bis nach Berlin-Neukölln. Dort lebt er in einer winzigen, unsanierten Hinterhofwohnung und führt bei Ketchuptoast und Multivitamintabletten philosophische Gespräche mit dem Tauberich Gieshübler, dem Einzigen, der ihn versteht. Aber dann geschieht etwas Unvorhergesehenes: Kress verliebt sich. Und sieht sich auf einmal gezwungen, all das zu tun, was andere in seinem Alter anscheinend so machen: Wochenendausflüge, Partys, Small Talk. Kress scheitert grandios, an der Welt, an sich selbst. Aber er macht weiter, scheitert wieder, scheitert besser, und am Ende gibt es selbst für jemanden wie ihn noch Hoffnung. Mit dunkler Komik und zarter Melancholie gelingt Aljoscha Brell ein beeindruckendes Debüt – und ganz nebenbei ein wunderbarer Berlin-Roman.

„Kress“ ist eine Marke. Ein Einzelstück. Ein Charakter.

— Büchermona
Büchermona
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  • Von diesem Typ müsst ihr gehört haben!

    Kress: Roman
    Büchermona

    Büchermona

    07. December 2015 um 12:09

    Kurzbeschreibung: Die Welt ist eine Zumutung, jedenfalls für Kress. Wohin er sieht, Mittelmaß, Dummheit, Ignoranz. Einzig die Universität ist in Grenzen ein erträglicher Ort, dort studiert Kress die Großen, Goethe, Kleist, Kant, eben was im 19. Jahrhundert Rang und Namen hatte. Nach dieser glanzvollen Epoche ging es im Grunde bergab, steil, für Kress bis nach Berlin-Neukölln. Dort lebt er in einer winzigen, unsanierten Hinterhofwohnung und führt bei Ketchuptoast und Multivitamintabletten philosophische Gespräche mit dem Tauberich Gieshübler, dem Einzigen, der ihn versteht. Aber dann geschieht etwas Unvorhergesehenes: Kress verliebt sich. Und sieht sich auf einmal gezwungen, all das zu tun, was andere in seinem Alter anscheinend so machen: Wochenendausflüge, Partys, Small Talk. Kress scheitert grandios, an der Welt, an sich selbst. Aber er macht weiter, scheitert wieder, scheitert besser, und am Ende gibt es selbst für jemanden wie ihn noch Hoffnung. Von diesem Typ müsst ihr gehört haben! „Kress“ ist eine Marke. Ein Einzelstück. Ein Charakter. Wen Aljoscha Brell da erschaffen hat, den kann man so schnell nicht wieder vergessen. Normalerweise sind alle Berliner jung, hip und cool. Immer ganz vorne mit dabei, immer sozial megakompetent und sie lassen natürlich keine Party aus. Mit „Kress“ kommt hier nun quasi der „Anti-Berliner“ schlechthin. Er ist schwierig, lebt in seiner eigenen Welt und geht überhaupt nicht konform mit den Dingen, die junge Leute sonst so begeistern. Das ist wirklich unterhaltsam, manchmal traurig und zeitweilig höchst nervtötend. Denn wenn jemand sich durchgehend so verhält und auch absolut nicht bereit ist, es mal anders zu versuchen, dann hat die Toleranz irgendwann ein Ende. Das ist keineswegs ein schriftstellerischer Makel von Aljoscha Brell! Er kann sehr gut schreiben und er lebt diese Figur! Aber man kann und will diesen Typen einfach nicht die ganze Zeit mögen. Das macht letztlich auch den Reiz dieser turbulenten und wendigen Geschichte aus. „Kress“ ist ein Roman, der aus der Reihe tanzt und den man mit keinem anderen Buch vergleichen kann. Aber er ist gleichzeitig auch ein wundervolles Abziehbild von Berlin, einer Stadt, in der jede Eigenheit die Freiheit hat, sich zu entfalten und zu entwickeln. Ich empfehle dringend, sich die Leseprobe oder gerne natürlich auch das Buch schnellstmöglich zu Gemüte zu führen!

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