Allan Gurganus

 4 Sterne bei 15 Bewertungen

Alle Bücher von Allan Gurganus

Sortieren:
Buchformat:
White People

White People

 (1)
Erschienen am 01.08.2000
Plays Well With Others

Plays Well With Others

 (0)
Erschienen am 01.02.1999
The Practical Heart

The Practical Heart

 (0)
Erschienen am 01.09.2002
Local Souls

Local Souls

 (0)
Erschienen am 24.06.2014

Neue Rezensionen zu Allan Gurganus

Neu
ichundelaines avatar

Rezension zu "White People" von Allan Gurganus

Über Kriegshelden, Geldeintreiber und notgelandete Engel
ichundelainevor 3 Jahren


Eigentlich mag ich keine Bücher mit Kurzgeschichten, da ich das Format als herzlich unbefriedigend empfinde, allerdings habe ich von Gurganus schon ein anderes Buch gelesen und kenne seinen wunderschönen, poetisch fabulierenden Stil, ansonsten hätte ich das Buch hier vermutlich nicht angerührt und wäre nicht so positiv überrascht worden. 

Den Leser erwarten hier elf Kurzgeschichten, jede so anders und doch passen sie alle in einen Rahmen, denn sie drehen sich im Großen und Ganzen um emotionale Herausforderungen. Die Geschichten erzählen von Helden des zweiten Weltkrieges, Eselverkäufern im 19. Jahrhundert, blinden afroamerikanischen Großmüttern und notlandenden Engeln. Keine ist gleich, auch das Genre nicht - von Satire über Fantasy ist alles dabei- und bei manchen Geschichten wünscht man sich, sie würden nie enden.

Kommentieren0
22
Teilen
ichundelaines avatar

Rezension zu "Die wilden Jahre." von Allan Gurganus

Kunst, Aids und immer wieder Robert
ichundelainevor 3 Jahren

Das Buch ist geschrieben aus der Sicht eines, nach New York der Kunst wegen gereisten, Kleinstadtmenschen, der dort den Musiker (und seine große, wenn auch unerwiderte Liebe) Robert kennenlernt sowie eine illustre Schar an verarmten Künstlern. Das Leben könnte so schön sein, wenn sich nicht unter den Freunden eine Seuche ausbreiten würde, die selbst die schönsten und talentiertesten dahinrafft. Gurganus schreibt aus der Sicht des Überlebenden der Gruppe - schonungslos, poetisch und teilweise urkomisch. 

Das Buch hat zwar einige Längen und teilweise geht einem die Lobhudelei auf gewisse Personen leicht auf den Keks, trotzdem gibt es eine Leseempfehlung!

Kommentieren0
15
Teilen
thursdaynexts avatar

Rezension zu "Die älteste noch lebende Rebellenwitwe erzählt" von Allan Gurganus

Rezension zu "Die älteste noch lebende Rebellenwitwe erzählt" von Allan Gurganus
thursdaynextvor 7 Jahren

"Dann ist er gestorben. Hat sein müssen."

Lucille Marsden, aufgewachsen in einer Kleinstadt in Carolina, 15 jährig verheiratet mit einem traumatisierten"Rebellenheld" der Konförderierten, mittlerweile im Altersheim einsitzend erzählt von ihrem Leben.

Pragmatisch dramatisch und mit, von Humor geprägtem, unbeugsamen Überlebenswillen
schildert sie ihre 99 Erdenjahre auf 958 Seiten.
Ausschweifend, in scheusslich authentischer Sprache. Mehrmals war ich versucht das Buch ad acta zu legen. Genervt von Stil und Inhalt. Es kam immer wieder zurück und krächzte "Lies mich!" .

Lucille gebar 9 Kinder. Trotz einer Hochzeitsnacht die mehr einer Vergewaltigung glich, einer nie aufgehobenen Distanz, bedingt durch seelische Kriegsverletzungen und das (zu ihrer Zeit) noch erheblicher Ungleichgewicht zwischen Frauen und Männern, liebte sie ihren Cap. Manchmal .
Wie in einer langjährigen Ehe üblich mal mehr , mal weniger.
Geduldig und mitleidig erträgt sie seine Marotten, die Waffensammlung unter dem Bett, das nächtliche Kriegsalbträumen, die sexuelle Gier.

Cap scheint es wert gewesen zu sein. Mir, die ich im 21. Jahrtausend lebe ist allerdings immer noch nicht verständlich weswegen.
Vielleicht machte das die Faszination dieses Buches aus . Verstehen zu wollen , warum die träumerisch pragmatische Lucy ihren Alten nicht gleich nach der ersten bezogenen Prügel
um die Ecke gebracht hat sondern ihn jahrzehntelang mitgeschleift und erduldet hat.
Humor, Sex, Erzählkunst und Helfersyndrom erscheinen als Begründung einfach nicht ausreichend.
Captain Willi Marsden starb übrigens auf zwei verschiedene Arten !

Selbst Castalia,Lucilles anfängliche Feindin und später beste Vertraute, die in Nerz gehüllte ehemalige Marsden Sklavin, ertrug diesen nie ganz aus dem Krieg zurückgekehrten Macho unter dessen Mutter und Herkunftsfamilie sie und zig andere vor der Befreiung gelitten haben.

Die stärksten Stellen waren für mich immer jene, in welchen Lucy ihren Alltag mit den Kindern, das Leben in der Kleinstadt, die Entwicklung in den verschiedenen Jahrhunderten
schildert.
Trotz des "tu und tät" Erzählstils bunt, anschaulich und augenzwinkernd weise.
Auch die Überlebenstips für´s Altersheim (vielleicht kann man sie mal brauchen) waren beeindruckend .
Wie sie sich ihre Neugier auf das Leben erhalten konnte ist bewundernswert erzählt.
Die Kriegserlebnisse des 13 jährigen Willie Marsden, dem späteren Cap, bleiben dagegen blass.
Castalias und Lucilles innere Stärke prägt dieses Buch .
Der verloren gegangene Süden schimmert durch, ebenso wie das Leid welches der Bürgerkrieg einer ganzen Generation Amerikaner angetan hat.

So faszinierend der Lebenstil des alten Südens war. Es ist gut, dass er unterging und mit ihm die Sklaverei. Auch dies wird in der "Rebellenwitwe" klar herausgearbeitet.
Jeder Krieg gründet auf finanziellen Interessen. Der amerik. Bürgerkrieg wurde nicht geführt
um die Sklaverei abzuschaffen, dieser Grund war vorgeschoben um die wirtschaftlichen Begehrlichkeiten des Nordens zu kaschieren.

Die Abschaffung der Sklaverei war lobenswerter Nebeneffekt, edelte aber eben diesen genauso dreckigen, blutigen , grausamen Krieg der darin allen andren gleicht.

Die Faszination von Allan Gurganus Roman liegt eben darin die Kleinigkeiten der Geschichte herauszuarbeiten .
Versüßt mit feststehenden alltäglichen Lebensweisheiten, welche man sich immer mal wieder in´s Gedächtnis rufen sollte .
Man wird sie benötigen.

Fazit :

Ein Roman der nervt, plagt und dennoch nicht loszuwerden ist.
Bewertung schwierig. Mehr als drei Wochen mit vielen Unterbrechungen hat mich dieses
Buch begleitet.
4 Sterne werden es nun doch. Für 5 war es eine zu große Plage und 3 sind definitiv zuwenig.

.

Kommentare: 4
17
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 29 Bibliotheken

auf 2 Wunschlisten

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks