Allan J. Hobson Das optimierte Gehirn

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Inhaltsangabe zu „Das optimierte Gehirn“ von Allan J. Hobson

Chancen und Gefahren der Neuroforschung werden unser Menschenbild ändern wie die Genetik. Mittlerweile lässt sich unser Bewusstsein mit Psychodrogen fast beliebig manipulieren.Wir wechseln nicht nur irgendein Detail aus, sondern verändern das ganze System. Optimieren oder ruinieren wir uns? Wie tief können wir in unser Bewusstsein eingreifen,wie tief dürfen wir? Eine der Grundsatzentscheidungen für das 21. Jahrhundert.

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  • Rezension zu "Das optimierte Gehirn" von Allan J. Hobson

    Das optimierte Gehirn
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    27. November 2010 um 15:35

    Die Chemie des Denkens Um es gleich vorweg zu stellen: Nein, dieses Buch dient nicht dazu, ein fotografisches Gedächtnis zu entwickeln, Prüfungsstoff im Schlaf zu lernen oder übersinnliche Fähigkeiten zu erwerben. Hier ist der deutsche Titel ein wenig missverständlich ausgefallen. Eine wörtliche Übersetzung: „Die Traum-Apotheke“ wäre zwar nicht eingängig und leicht zu verstehen, kommt den Intentionen des Autors aber näher. Fest in den Blick nimmt er die Chemie des Gehirns und erarbeitet eine vereinheitlichte Theorie, wie gerade psychedelische und andere Drogen das empfindliche Gleichgewicht der Chemie des Gehirns beeinflusse, stören, gar zu irreparablen Schäden führen. Und ebenso legt er seinen Blick auf jene, ärztlich kontrolliertem Zuführungen von Chemie, um Reparaturen am chemischen Gleichgewicht des Gehirns durchzuführen. Mithin, das Buch ist ein ausgewachsenes, neurowissenschaftliches Fachbuch und kein Ratgeber, um die eigenen grauen Zellen richtig in Schwung zu bringen. Den Stand der Dinge im Blick auf die Biochemie des Gehirns und die Folgen von außen zugeführter Chemie legt Hobson in sechs Teilen vor. Teil 1 und 2 legen die Grundlagen in der Darstellung des gegenwärtigen Verständnisses von Bewusstseinserweiterungen aus chemischer Sicht. Spannend hier zu lesen, wie subjektive Erfahrungen neurowissenschaftlich gemessen werden können. Der Weg zum „gläsernen Denken“ scheint durchaus rasche Fortschritte zu machen. Ebenso definiert Hobson hier einen neuen Begriff. Neurodynamisch nennt er jene Ebene des Einflusses von Wirkstoffen, die zu früheren Zeiten nicht dinglich, sondern rein psychodynamisch begriffen wurde. Im dritten Teil wendet sich Hobson der Struktur des Gehirnes zu und verweist auf jene chemischen Ereignisse, die Veränderungen des Bewusstseins auslösen können. Auch eindeutige Erkrankungen führt er hier als praxisrelevante Beispiele ins Feld, die das Bewusstsein von Menschen definitiv verändern. All diese Verweise und Einlassungen zu den chemischen Prozessen, die unser Bewusstsein steuern, sind als Vorbereitung für die abschließenden Kapitel konzipiert, der Schwerpunkt des Buches in der Erarbeitung chemischer Substanzen und deren Wirkung auf das Bewusstsein durch einerseits gezielte (Arzneimittel) und andererseits unkontrollierbare (psychedelische Drogen) Auswirkungen auf den chemischen Haushalt des Gehirns. Im Arzneimittelbereich unterschiedet Hobsen zudem je in eigenen Kapiteln in Arzneimittel direkterer Natur, die z.B. im Bereich Schlafstörungen oder innerer Unruhe zum Einsatz kommen, und zum anderen in Psychopharmaka, die gezielt das Bewusstsein zum Motor für eine Veränderung beeinflussen können. Aus dieser letzten Art des chemischen Eingreifens zieht Hobson dann auch seine Kernthese, die Korrektur des klassischen psychoanalytischen Ansatzes von Freud, der in seinen Augen auf einer falschen Prämisse (der Traumdeutung) beruht und sich nun den Erkenntnissen der Neuropsychologie zu stellen hat, um die Chemie des Gehirns selber in einem dynamischen Prozess in eine Analyse mit ein zu beziehen. Das Buch ist fundiert wissenschaftlich konzipiert und verfasst, rein fachlich orientiert in Stil, Sprache und Form und daher trocken und, in Teilen, äußerst abstrakt vorliegend. Zwar ist es möglich, die biographischen Anekdoten mancher Forscher und mancher Versuchsreihen sich schnell zu Gemüte zu führen, im Gesamten aber bedarf das Buch einer intensiven Durcharbeitung. Zur zu Grunde liegenden Frage der Chemie des Gehirns und der chemischen Steuerung des Bewusstseins bildet das Buch allerdings tatsächlich ein Standardwerk des gegenwärtigen Standes der Wissenschaft für Forschung und Lehre.

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