Allan Stratton

 4.1 Sterne bei 32 Bewertungen
Autor von Worüber keiner spricht, In seinem Schatten und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Allan Stratton

Brisante Themen, jugendgerecht aufbereitet: Zunächst eroberte der Kanadier Allan Stratton als Schauspieler die Bühne, dann begann er, für sie zu schreiben. Heute ist der 1951 in Stratford in der kanadischen Provinz Ontario geborene Stratton ein international erfolgreicher Autor von Theaterstücken und vielfach ausgezeichneten Jugendromanen. Für „Chanda’s Secrets“ (2004; dt.: „Worüber keiner spricht“; 2005) erhielt Stratton zahlreiche internationale Preise wie den Children’s Africana Book Award. Begeisterte Rezensionen feierten das Buch als eine der gelungensten literarischen Auseinandersetzungen mit dem Thema AIDS in Afrika überhaupt. Für die ebenso bewegende wie einfühlsame Geschichte um die junge Chanda, die Mutter und Schwester durch die Krankheit verliert, recherchierte er viele Monate in Südafrika, Simbabwe und Botswana. Während dieser Zeit stand er in engem Kontakt mit dortigen AIDS-Projekten und beschäftigte sich intensiv mit Betroffenen. 2007 erschien die Fortsetzung „Chanda’s War“ (dt: „Chandas Krieg“; 2007). Der Roman wurde ebenfalls positiv aufgenommen und behandelt das brisante Thema der Kindersoldaten in Afrika. Nach verschiedensten Zwischenstationen in Nordamerika und Europa lebt Allan Stratton heute in Toronto.

Alle Bücher von Allan Stratton

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Buchformat:
Worüber keiner spricht

Worüber keiner spricht

 (19)
Erschienen am 01.09.2005
Chandas Krieg

Chandas Krieg

 (4)
Erschienen am 01.10.2007
In seinem Schatten

In seinem Schatten

 (4)
Erschienen am 27.01.2009
Dark Dogs

Dark Dogs

 (2)
Erschienen am 31.08.2018
Im Fadenkreuz der Angst

Im Fadenkreuz der Angst

 (1)
Erschienen am 01.12.2010
Curse of the Dream Witch

Curse of the Dream Witch

 (1)
Erschienen am 02.05.2013
The Grave Robber's Apprentice

The Grave Robber's Apprentice

 (1)
Erschienen am 02.08.2012

Neue Rezensionen zu Allan Stratton

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Barbara62s avatar

Rezension zu "Worüber keiner spricht" von Allan Stratton

Das Schweigen brechen
Barbara62vor 2 Jahren

Vor einigen Jahren habe ich Henning Mankells hervorragendes, aber tief deprimierendes Buch Ich sterbe, aber die Erinnerung lebt gelesen, in dem es um das Thema Aids in Afrika geht. Ich war deshalb sehr gespannt und etwas skeptisch, ob dieses Thema als Stoff für ein Jugendbuch taugen kann. Nach der Lektüre des bereits 2005 erschienenen Titels Worüber keiner spricht bin ich jedoch begeistert über die Umsetzung durch den kanadischen Autor Allan Stratton, der dafür zurecht zahlreiche Preise in verschiedenen Ländern erhalten hat.

Protagonistin des Romans ist die 16-jährige Chanda Kabelo, ein Mädchen mit großen Zukunftsträumen, das irgendwo in einem südafrikanischen Elendsviertel lebt. Doch ihr Leben wird überschattet von Krankheit und Tod, und zu Beginn muss sie die Beerdigung für ihre kleine Schwester organisieren, da ihre sonst so tatkräftige Mutter selber unter mysteriösen Beschwerden leidet, offiziell eine Folge der Trauer. Da ihr Stiefvater sich völlig dem Alkohol ergeben hat, muss Chanda, die so gerne einen Schulabschluss machen würde, um Lehrerin oder Ärztin zu werden, immer mehr Verantwortung für die Familie, vor allem für die beiden kleineren Geschwister übernehmen. Und sie hat immer mehr Angst: Da ist die Mutter, die immer schwächer wird und eines Tages verschwindet, die Freundin, die sich nach dem Tod ihrer Eltern prostituiert, und die ständige Sorge um die Gesundheit der Geschwister und nicht zuletzt ihre eigene. Doch eines Tages trifft sie eine mutige Entscheidung, denn sie möchte nicht länger schweigen...

Mehrere Monate hat Allan Stratton vor Ort bei Projekten zur Aids-Prävention und zur Betreuung von HIV-Infizierten und -Kranken recherchiert. Herausgekommen ist ein sehr bewegendes, wichtiges Jugendbuch für Mädchen ab 14, das die Gewalt zwar nicht verschweigt, aber auch nicht effekthascherisch in den Vordergrund stellt. Mit Chanda und ihrer Umgebung bekommen die anonymen Zahlen in den Gesundheitsstatistiken ein Gesicht und werden greifbar. Zum Glück ist es Allan Stratton gelungen, trotz aller berechtigten Verzweiflung ein hoffnungsvolles Buch zu schreiben, weil er ein mutiges Mädchen in den Mittelpunkt stellt, das sich gegen das Schweigen auflehnt und erfolgreich ein großes Tabu bricht.

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janaengelkes avatar

Rezension zu "Chandas Krieg" von Allan Stratton

Die Geschichte einer großen Schwester
janaengelkevor 4 Jahren

Vorab: ich halte das Buch definitiv nicht für ein Kinderbuch und würde es frühestens ab 12-13 Jahren (eher ab 14) empfehlen. 

Chandas Mutter ist an AIDS gestorben (erster Teil: Worüber keiner Spricht) und seit dem muss sie ihre kleinen Geschwister Iris und Soly alleine versorgen. Der Kontakt zu ihren Verwandten wurde abgebrochen, doch Chanda will sich mit ihrer Familie versöhnen und reist mit ihren Geschwistern in die Stadt Tiro. Diese wird dann jedoch von Rebellen aus einem Nachbarstaat überfallen und Iris und Soly werden verschleppt um zu Kindersoldaten gemacht zu werden. Chanda und ihr Freund Nelson begeben sich auf eine gefährliche Suchaktion in den Busch um ihre Geschwister zu retten.

Stratton schreibt das Buch auf eine ganz einfache Weise, kann also auch gut von Jugendlichen gelesen werden. Es ist spannend und gut verständlich, weswegen es wahrscheinlich als Kinder-, bzw. Jugendbuch gehandelt wird. 
Ich habe das Buch mit 11 mit meiner Klasse im Deutschunterricht gelesen und fand das fast schon zu hart für unser Alter. Jedoch ist das Thema wichtig für das Allgemeinwissen von Jugendlichen. Stratton bringt dem Leser dieses sensible Thema auf eine emotionale Weise gut nahe. Der Leser fiebert mit Chanda mit und wird von der Spannung förmlich "aufgefressen", sodass man das Buch in einem Rutsch verschlingen möchte.

Egal ob als Schullektüre oder einfach so, Chandas Krieg ist für beinahe jede Altersklasse geeignet. Ich würde den Roman Eltern empfehlen, die ihren Kindern das Leid anderer Kinder nahebringen wollen. Dann ist es, wie auch in der Schule wichtig, dass man über die Ereignisse spricht und die Kinder nicht alleine mit ihren Fragen und Gedanken lässt. 

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Amani92s avatar

Rezension zu "Worüber keiner spricht" von Allan Stratton

"Träume, Träume, Träume ..."
Amani92vor 5 Jahren

Mit diesen Worten beendet der Autor die Geschichte vorerst und lässt uns mit unseren Gedanken an Chanda alleine. Chanda, ein junges Mädchen in Afrika und eigentlich ein erfundener Charakter, spiegelt trotz allem viele der alltäglichen Probleme Afrikas wider und wurde somit zu einer durchaus "wahren" Persönlichkeit. Trotz vieler Schicksalsschläge oder vielleicht gerade deswegen und trotz unendlich vieler Bürden die auf ihren jungen Schultern lasten, hat sie am Ende die Kraft und den Mut für die Menschen, die sie liebt, einzustehen und gegen das Unrecht zu kämpfen. Der Ignoranz AIDS gegenüber. Der Scham. Dem Stigma. Dem Schweigen. Den Geheimnissen, die Menschen zwingen sich zu verstecken. Sie entwickelt eine innere Stärke dagegen anzukämpfen und macht somit einen Schritt der Ignoranz von AIDS entgegen zu treten. Zwar ist es nur ein kleiner Schritt, dennoch verändert er einiges in einem kleinen Viertel, irgendwo in Afrika...

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Gespräche aus der Community

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L

Chandas Krieg ist eine sehr bewegende Geschichte!

Hiermit möchte ich ein Exemplar im Guten Zustand verlosen!

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