Die spanische Tänzerin

von Alli Sinclair 
4,5 Sterne bei21 Bewertungen
Die spanische Tänzerin
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Ein unglaublich stimmiges, mitreißendes Buch, klare Leseempfehlung!

Kritisch (1):
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Romantische Geschichte im historischen Gewand, bei dem mich beides nicht überzeugt. Leider nicht mein Fall. Nur der Flamenco gefällt mir.

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Inhaltsangabe zu "Die spanische Tänzerin"

Das Lied Spanien in unserem Herzen

1944: Katarina ist passionierte Flamenco-Tänzerin. Für das Tanzen und ihre große Liebe wagt sie sogar den Bruch mit ihrer Familie. Mit Raúl gelingt es Katarina, die wahre Leidenschaft des Tanzes zu verkörpern, mit ihm hat sie die Kraft, sich dem Widerstand gegen das Franco-Regime anzuschließen. Doch dann wird sie verraten, von jemandem, der sie gut kennt ...
2016: Charlotte verspricht ihrer kranken Großmutter, die Herkunft eines Gemäldes zu klären, das diese von ihrem Vater geerbt hat. In der pulsierenden Altstadt Granadas findet Charlotte nicht nur die Liebe, sondern über die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ihrer Familie auch den Mut, sich ihrer heimlichen Leidenschaft zu widmen: der Malerei.

»Ein Liebeslied an den Flamenco, eine Ode an alle Frauen, die im Tanz ihren Freiheitswillen und ihre Weiblichkeit ausdrücken.« Nina George

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783352009037
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:464 Seiten
Verlag:Rütten & Loening Berlin
Erscheinungsdatum:15.09.2017

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    EisAmazones avatar
    EisAmazonevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein unglaublich stimmiges, mitreißendes Buch, klare Leseempfehlung!
    Ein unglaublich stimmiges, mitreißendes Buch, klare Leseempfehlung!

    Wir werden von Charlotte mitgenommen auf eine Reise nach Spanien mitgenommen, doch nicht nur das, nicht nur jetzt und hier. Wir begleiten sie auf einer Reise, die sie für Ihre Großmutter Katarina antritt um deren Vergangenhiet einen Teil mit auf zu arbeiten. Wir reisen also auch und vor Allem in das Spanien um 1950, in die Ziet des Francoregiemes. Zu Anfang wissen wir eigentlich genauso wenig über diese Vergangenheit, über die Charlottes Großmutter stets schweigsam war, wie sie selbst, doch nach und nach lichtet es sich durch Sequenzen, in denen wir in die Zeit des Francoregimes reisen und können uns mitreißen lassen vom Flamenco, vom spanischen Lebensgefühl, aber auch von der Angst, die zu dieser Zeit herrschte.
    Indess begleiten wir aber eben auch immer Charlotte, wie sie diese Vergangenheit zu ergründen, zu verstehen versucht und nach und nach selbst vom Flamenco eingenommen wird und von diesem, ihm innewohnenden Lebensgefühl.
    Alli Sinclair hat einen unglaublich berührenden Roman geschrieben, in den man sich unglaublich gut einfinden kann. Sie schriebt so wundervoll bildlich, detailliert und einnehmend, aber gerade eben doch nicht überladen, dass man sich fühlt, als wäre man selbst in Granada, als würde man in einer kleinen Bar sitzen, den elektrisierenden Gitarrenklängen lauschen und den Tänzerinnen zusehen, wie sie sich völlig im Tanz verlieren, mit ihrem Herzen, ihrer Seele, allem was sie haben, denn Flamenco ist kein Tanz, er ist ein Lebensgefühl und das wird einem bei dieser Lektüre auch ganz ohne die Musik zu hören, ganz ohne die Tänzerin zu sehen oder dem Sänger an den Lippen zu hängen nur allzu bewusst.
    Hut ab, ein absolut gelungener, stimmiger und runder Roman.

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    Blausterns avatar
    Blausternvor einem Jahr
    Die spanische Tänzerin

    Charlottes Großmutter Katarina ist sehr krank und alt. Sie leben in Australien, Katarina stammt aber ursprünglich aus Spanien, und nun bittet sie ihre Enkeltochter, dorthin nach Granada zu fliegen und etwas über ein altes Gemälde herauszufinden, welches ihr Vater ihr seinerzeit geschenkt hat und ihr nicht mehr erklären konnte, was es damit auf sich hat. Vorher starb er. Charlotte tut ihr den Gefallen, lernt dabei den Flamenco-Gitarristen Mateo kennen und erfährt so erst, wer ihre Großmutter wirklich war. Die Liebe zum Flamenco hatte sie gepackt und auch die zu dem Gitarristen Raul, auf das sie sich beides aber nicht wirklich einlassen durfte aufgrund ihrer Herkunft. Doch nach dem Tod ihres Vaters fiel die Entscheidung dafür, und sie konnte endlich ihre großen Leidenschaften ausleben. Allerdings wurde sie verstoßen und musste sich fortan allein durchschlagen. Es war die Zeit des Franco-Regimes und das Leben alles andere als einfach. Raul engagierte sich dagegen, Katarina sitzt mit im Boot, bis etwas aus dem Ruder läuft.
    Die Geschichte ist aus zwei Perspektiven geschrieben, die in unterschiedlichen Zeiten spielen, Katarinas Sicht aus dem Jahre 1936 und Charlottes im Jahre 2016 in Spanien, welches ihr zukünftiges Leben vollkommen ändern wird. Diese wechseln ständig und geben dem Roman eine unheimliche Spannung durch die große Sichtweite, auch an Gedanken und Gefühlen. Die Leidenschaft der beiden Personen kommt voll zum Ausdruck, und es wird gezeigt, dass es nie gut ist, seine Träume zu ignorieren und vor sich herzuleben. Katarina hat eine Stärke bewiesen zu einer Zeit, in der es alles andere als einfach für eine Frau war. Das Hauptaugenmerk liegt hier auf dem Flamenco, eine Faszination, die mitreißt, so detailreich ist es dargestellt. Die Franco-Diktatur läuft eher nebenher. Dazu hat fast jede Person ihre Geheimnisse, die es zu lüften gilt im Laufe des Romans. Der Schreibstil liest sich gut, und die Atmosphäre der Stadt Granada ist wunderbar aufgefangen und hat mein Interesse geweckt.

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    Heidihzvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine lesenswerte Reise in die Welt des Flamencos, der Zigeunergemeinschaft Granadas und Spionage am Rande des spanischen Bürgerkriegs.
    Spannende Lektüre für Flamenco-Fans

    Eine lesenswerte Reise in die Welt des Flamencos, der Zigeunergemeinschaft Granadas und Spionage am Rande des spanischen Bürgerkriegs. 

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    bookblossoms avatar
    bookblossomvor einem Jahr
    Flamenco unter der Sonne Granadas

    Klappentext: Spanien, 1944: Katarina ist passionierte Flamenco-Tänzerin. Für den Tanz hat sie alles aufgegeben, was ihr wichtig war, ihre Familie und ihre große Liebe. Als sie Raúl eines Tages wiedertrifft, gelingt es ihr, zu den Klängen seiner Gitarre die wahre Leidenschaft des Tanzes zu verkörpern. Doch dann wird ihr Glück immer stärker durch die Schrecken der Diktatur Francos bedroht. Haben sie den Mut, für die Freiheit zu kämpfen? Im Jahr 2016 reist Charlotte nach Granada, um die Herkunft eines Gemäldes zu klären, das ihre Großmutter als junges Mädchen von ihrem Vater geschenkt bekam. In der pulsierenden Stadt des Flamenco stößt sie dabei nicht nur auf eine verstörende Wahrheit, sondern muss sich auch selbst die Frage stellen, wie weit sie bereit ist, für die Liebe zu gehen – und für ihre eigene Freiheit. 

    Meine Meinung: Hohe Temperaturen lassen die Luft flimmern und Gitarrenklänge durchdringen die schmalen Gassen der Stadt. Granada ist Andalusiens goldener Traum und wird durch Alli Sinclairs Worte vor meinen Augen lebendig! Die mächtige Alhambra mit ihren roten Mauern thront über der Stadt und zusammen mit Protagonistin Charlotte darf ich diese, wie auch viele andere maurische Bauwerke, im gegenwärtigen Erzählstrang der Geschichte, aus den Augen eines Touristen bewundern. Doch Charlotte verbringt hier nicht einfach nur einen netten Urlaub, sondern begibt sich auf die Spuren eines rätselhaften Gemäldes. Dieses lässt sie tief in die Vergangenheit ihrer Abuela (Großmama) eintauchen und führt sie auf die spannende Entdeckungsreise ihrer eigenen Wurzeln. Obwohl sich während Charlottes Suche nach Antworten einige Hindernisse auftun, wirkte ihre Geschichte auf mich zu konstruiert und glatt. Auch der Figur der jungen Frau selbst fehlt es manchmal an Tiefgang, weshalb mich ihr Part gerade zu Beginn der Geschichte nur mäßig packen konnte. Währen da nicht die schönen Schilderungen Granadas und der flüssige und leicht zu lesende Schreibstil der Autorin gewesen, hätte mir die Erzählung von Katarinas Vorleben völlig ausgereicht.

    Diese ist um 1939 angesiedelt, einer Zeit in der Generalissimo Franco Einfluss auf alle Bereiche des spanischen Lebens hat, selbst auf den Flamenco. Katarina tanzt ihn trotzdem, den wilden und sinnlichen Tanz der Gitanos. Dabei werden die spanischen Begriffe für den Rythmos und die Schritte des Stils nicht nur erwähnt, sondern auch sorgfältig beschrieben. Am liebsten hätte ich selbst sofort mittanzen oder zumindest der Flamencomusik lauschen wollen. Man taucht ein, in eine bezaubernde Welt, die zunehmend vom Regime des Diktators eingeschränkt wird. Dabei hätte ich mir allerdings gewunschen, noch ein wenig mehr von der politischen Situation zu erfahren und die drückende Atmosphäre spürbarer wahrzunehmen. Ali Sinclair konzentriert sich allerdings viel mehr auf die Romanze ihrer Charaktere und natürlich den Flamenco. Am Ende führen beide Erzählstränge solide zueinander und ließen mich zufrieden zurück. Besonders toll fand ich, dass im Anschluss an die Geschichte noch traditionelle spanische Rezepte von der Autorin angeführt wurden. Davon werde ich ganz sicher eines ausprobieren!

    Zitat: „Manchmal muss uns das Leben Angst einflößen,  sonst können wir das Glück, das es für uns bereithält, nicht spüren."

    Fazit: Wer eine romantische Geschichte vor der atemberaubenden Kulisse Granadas lesen möchte, ist hier goldrichtig! Die tiefen Einblicke in den traditionellen Flamencotanz haben mir besonders gut gefallen, doch hätte ich auf den Handlungsstrang der Gegenwart auch gut und gerne verzichten können.



    Vielen Dank an Rütten & Loening für die Buchverlosung und diesen tollen Gewinn!
    © BookBlossom

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    Katjuschkas avatar
    Katjuschkavor einem Jahr
    Flamenco

    Charlotte fliegt von Australien ins ferne Spanien, um die Hintergründe eines Bildes zu erforschen, welches ihre schwer erkrankte Oma Katarina einst von ihrem Vater geschenkt bekommen hatte.
    In Granada, der Heimatstadt von Katarina, trifft Charlotte auf den Flamenco-Gitarristen Mateo. Mit ihm lernt sie die Welt der Gitanos und den Flamenco kennen.
    Aber sie erfährt auch etwas über die Vergangenheit. Über die Zeit der Franco-Ära Spaniens, die eng mit Katarinas Leben verknüpft ist.
    Die junge Katarina hatte mit hrer Familie gebrochen. Ihre Leidenschaft für den Flamenco wurde nie gern gesehen, und nach dem Tod des Vaters musste sie sich entscheiden.
    Katarina trifft, nun auf sich allein gestellt, ihre große Liebe Raúl wieder und gemeinsam leben sie die Leidenschaft für den Flamenco, obwohl die Spitzel von Franco überall zu sein scheinen.
    Aber Raúl hat ein Geheimnis: Er engagiert sich im Widerstand! Katarina beschließt ihn zu unterstützen und nach einem Verrat überschlagen sich die Ereignisse.
    Charlotte findet nicht nur die Künstlerin, die das Bild ihrer Oma gemalt hat. Sie entdeckt außerdem ein Geheimnis aus Katarinas Familie, welches das Leben der geliebten Oma auf den Kopf stellt. Und sie erfährt von Raúl.....
    Charlotte, eine begabte Malerin, hatte bisher ihre Wünsche und Träume zurückgestellt und im Familienbetrieb des Vaters gearbeitet.
    In Granada aber beginnt sie wieder zu malen und entdeckt ihre Leidenschaft neu.
    Sie verliebt sich In Mateo, der aber zieht sich immer wieder zurück. Auch er scheint ein Geheimnis zu haben. Wird sich die Geschichte wiederholen?

    Auch dies ein Roman auf zwei Zeitebenen. Diesmal jedoch mit dem eher selten behandelten Thema der Franco-Diktatur im historischen Teil!
    Man erfährt aber eher wenig aus dieser Zeit der Diktatur, sie bildet eigentlich nur den Rahmen, einer ansonsten aber sehr interessanten Geschichte.
    Der Fokus liegt ganz klar auf dem Flamenco! Gespickt mit ein paar spanischen Fachbegriffen lernt man eine ganz neue Welt aus Musik und Leidenschaft kennen.
    Katarina mochte ich sehr, mit Charlotte habe ich mich nicht so schnell angefreundet. Mir fehlte bei ihr eindeutig das Selbstbewusstsein ihrer Oma!
    Auch im Vergleich zu Raúl kam Mateo bei mir nicht so gut an. Er kam mir zu Beginn wie ein geheimnisvoller andalusischer Musiker vor, hab dann aber durch seine spröde Art wieder bei mir verloren.
    Wunderbar fand ich die Beschreibungen der Stadt Granada. Die Einflüsse, sowohl der spanischen, als auch der maurischen Kultur, müssen den ganz besonderen Flair dieser Stadt ausmachen.

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    thiefladyXmysteriousKathavor einem Jahr
    eine Reise nach Granada, 1944

    Die spanische Tänzerin

    An dieser Stelle vielen Dank an den Verlag und an lovelybooks. Ich habe dieses Buch bei einer Buchverlosung gewonnen und die Lektüre wirklich genossen. Als Hispanistin war das Buch für mich natürlich ein besonderer Genuss. Wer gerne literarisch einmal nach Granada verreisen möchte und einiges interessantes über den Flamenco, aber auch über die Franco-Diktatur erfahren will, der sollte zu diesem Buch greifen. Ich kann es sehr empfehlen.

    Inhalt


    Spanien, 1944: Katarina ist passionierte Flamenco-Tänzerin. Für den Tanz hat sie alles aufgegeben, was ihr wichtig war, ihre Familie und ihre große Liebe. Als sie Raúl eines Tages wiedertrifft, gelingt es ihr, zu den Klängen seiner Gitarre die wahre Leidenschaft des Tanzes zu verkörpern. Doch dann wird ihr Glück immer stärker durch die Schrecken der Diktatur Francos bedroht. Haben sie den Mut, für die Freiheit zu kämpfen?
    Im Jahr 2016 reist Charlotte nach Granada, um die Herkunft eines Gemäldes zu klären, das ihre Großmutter als junges Mädchen von ihrem Vater geschenkt bekam. In der pulsierenden Stadt des Flamenco stößt sie dabei nicht nur auf eine verstörende Wahrheit, sondern muss sich auch selbst die Frage stellen, wie weit sie bereit ist, für die Liebe zu gehen – und für ihre eigene Freiheit.

    Meine Meinung

    Es gibt leider viel zu wenig gute Romane, die die spanische Geschichte thematisieren. Daher war ich sehr gespannt auf dieses Buch, da es auf einer Ebene im Jahre 1944, demnach während der Franco-Diktatur, spielt. Die Gegenwartsebene spielt in Granada und in Australien. Als Leser verfolgt man Charlotte dabei, wie sie versucht etwas über den Künstler (bzw. die Künstlerin) eines Bildes zu erfahren, welches ihre Großmutter noch aus ihrer Zeit aus Spanien hat. Charlotte kommt auf ihrer Reise in die Vergangenheit ihrer Abuela nicht nur der spanischen Geschichte, den gitanos, dem Flamenco und dem gutaussehenden Mateo, sondern auch sich selbst näher.

    Ich muss sagen, dass mir die Geschichte aus der Vergangenheit ein klein wenig besser gefallen hat, als die der Gegenwart. Katarina ist eine ganz besondere Frau und ihre Liebe zum Flamenco wirklich faszinierend. Man lernt in dem Buch einiges über die verschiedenen Schrittarten, Flamencorhythmen, Lieder, etc. Die Autorin schafft es außerdem die bedrückende Stimmung während der spanischen Diktatur gut einzufangen. Katarinas Schicksal hat mich sehr bewegt, allerdings hätte ich gerne mehr darüber erfahren, wie sie nach Australien gekommen ist.

    Charlottes Geschichte war zwar auch schön zu lesen und Mateo gab dem Ganzen natürlich auch noch eine romantische Note (wer könnte romantischer sein als ein andalusischer Gitarrist?), doch sie wirkte auf mich sehr stereotyp und auch alles, was rund um sie passierte, wirkte sehr konstruiert, damit die Vergangenheitshandlung in einem „passenden“ Rahmen stattfinden konnte.

    Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, auch wenn mir manchmal ein bisschen mehr schriftstellerische Raffinesse seitens der Autorin gefehlt hat. Wer z.B. die Bücher von Lucinda Riley oder Corinna Bomann mag, wird dieses hier sicherlich auch gerne lesen. Von mir gibt es aufgrund der paar Kritikpunkte keine 5, sondern 4 gute Sterne.

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    Marapayas avatar
    Marapayavor einem Jahr
    Tanzende Flamme im Liebesrausch

    Spaniens Geschichte ist einzigartig. Die maurischen Einflüsse sind in Andalusien allgegenwärtig. Die Alhambra in Granada ein Prachtbau, der einem unvergessen bleiben wird, sobald man einen Fuß hinein gesetzt hat. Zeugnisse einer Geschichte in der Kriege, Vertreibung und religiöse Verfolgung über Jahrhunderte eine schaurige, wechselseitige Rolle gespielt haben. Die Zeit des Bürgerkrieges und der Franco-Diktatur im 20. Jahrhundert muss Spaniens Gesellschaft tief erschüttert haben. In meiner Schulbildung hat die Ära Francos keine Rolle gespielt. In meinem Geschichtsbild war lange nicht verankert, dass Spanien sich zwar weitestgehend aus dem 2. Weltkrieg heraushalten konnte und bis 1976 allerdings eine Militärdiktatur war. Zum ersten Mal ist mir dies durch den Film „Pans Labyrinth“ bewusst geworden. Erst kürzlich las ich von Arturo Pérez-Reverte „Der Preis, den man zahlt“ und war beeindruckt von dem lebendigen Geschichtsbild, das Pérez-Reverte in seinem Spionagethriller aufmacht. Der Roman spielt in den Dreißiger Jahren. Mit der „Spanischen Tänzerin“ dachte ich, daran direkt anknüpfen zu können. Katarina, die Flamencotänzerin aus gutem Haus hat den Bürgerkrieg überlebt, ihren Vater aber bei dem Angriff auf Guernica verloren und der Familie den Rücken gekehrt. Generalissimo Franco hat Einfluss auf alle Bereiche des spanischen Lebens, selbst auf den Flamenco. Ein eigentlich freier, stolzer, wilder Tanz, der sich nun ganz den Vorstellungen des Diktators unterzuordnen hat. Katarina kann ihn nur „gebremst“ tanzen, aber immerhin darf sie überhaupt noch tanzen. Der Roman von Alli Sinclair spielt auf zwei Zeitebenen, eine in der Jetztzeit und eine damals im Jahre 1944. Katarinas Enkelin Charlotte hat den Auftrag von ihrer Großmutter bekommen, in deren alte Heimat nach Granada zu reisen und herauszufinden, was es mit dem Gemälde auf sich hat, dass Katarina damals von ihrem Vater bekam und dessen Geschichte er ihr nicht mehr erzählen konnte. Katarina ist über Neunzig und fühlt in der Wahlheimat Australien ihr Lebensende nahen. Sie sprach mit ihrem Sohn und ihren Enkeln nie über ihre Zeit in Spanien. Charlotte selbst spricht fast gar kein spanisch und fühlt sich auf dem alten Kontinent nun sehr verloren. Doch ihr wird ein junger Flamenco-Musiker an die Seite gestellt, mit dem sie das Rätsel um ihre Großmutter lösen und sogar ihr eigenes Glück finden wird.

    Ja, mit dieser Kurzfassung des Inhaltes wird schnell deutlich, dass sich der Roman von Alli Sinclair thematisch auf einem ganz anderen Terrain bewegt als der Thriller von Pérez-Reverte. Es ist sicherlich unfair beide Bücher direkt miteinander zu vergleichen, aber ihr verbindendes Element, nämlich die Franco-Diktatur, zwingt mich förmlich dazu. In der Darstellung dieser Zeit driften beide Romane nämlich weit auseinander. Alli Sinclair gelingt es leider nicht, über die Liebesgeschichten beider Zeiten hinauszugehen. Sie nutzt die Historie allein als Kulisse, recherchiert nicht umfassend und ist nicht in der Lage dem Leser eine Ahnung von der Atmosphäre in Spanien um 1944 zu vermitteln. Jegliches historisches Gefühl geht verloren bzw. will sich nicht einstellen, wenn man eine Verfolgungsjagd liest, die auf dem Papier 1944 stattfinden soll, aber so klingt, als wären wir im Hier und Jetzt. Fast erwarte ich, dass die Hauptperson ein Smartphone aus der Tasche zaubert, um den Fluchtweg auszukundschaften. Ihre erzählerische Stärke ist das Romantische. Allerdings für mich auch nicht vollkommen überzeugend. Ich scheine ein kritischer Leser zu sein. Insgesamt ist mir die Geschichte in beiden Zeiten zu vorhersehbar und die Figuren zu allgemein gehalten. Dabei gibt es wirklich spannende Anklänge in diesem Buch. Allein die Verbindungen zum Gitano-Clan böten soviel mehr erzählerisches und atmosphärisches Potenzial. Die ganze Geschichte um den Flamenco ist super spannend und wurde nur oberflächlich ausgeschöpft. Alles lief am Ende immer auf das Romantische der Geschichte hinaus. Besonders unglaubhaft bis störend fand ich allerdings das Kontinentehopping von Charlotte. Fliegt sie mal eben zur Großmutter zurück von Spanien nach Australien, lässt sich nach einem Aufenthalt von zwei Stunden wieder zurück nach Granada schicken. Als wäre alles ein Katzensprung und man mal nicht eben 24 Stunden Oneway unterwegs, zumal Granada keinen Internationalen Flughafen hat und Verbindungen nur über Madrid oder Barcelona nach Australien rausgehen. Schade, ich konnte dem australischen Flamencoliebeszauber nicht erliegen. Aber Granada und die Alhambra sollte ich demnächst mal wieder besuchen, auch wenn es selbst von Berlin keinen Direktflug gibt.

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    Tulpe29s avatar
    Tulpe29vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein gelungener Roman, der Einblicke hinter die Kulissen des Flamenco gewährt und auch noch andere Facetten zeigt als üblich. Sehr lesenswert
    Unbekanntes Spanien

    Dieses Buch ist sehr fesselnd und berührend. Es erzählt einen packende, leidenschaftliche Geschichte über Flamenco, unerfüllte Liebe und Sehnsucht nach der unwiederbringlichen Heimat mit ihren Wurzeln.
    Die junge Protagonistin Charlotte macht sich für ihre todkranke Großmutter auf in eine ihr noch fremde, unbekannte Welt und wird sofort in ihren Bann gezogen, wie auch vor Jahrzehnten Katarina, ihre Großmutter.
    Es gibt viel zu entdecken und zu erkunden. Nicht alles, was so mühevoll ans Tageslicht kommt, ist angenehm.
    Eine Geschichte voller Überraschungen und Esprit. Spanien mal ganz anders und jenseits der Touristenpfade.

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    buecherwurm1310s avatar
    buecherwurm1310vor einem Jahr
    Den Flamenco im Blut

    Charlottes abuela ist alt und sehr krank. Sie bittet Charlotte von Australien nach Spanien zu reisen und zu klären, wo das Bild herkommt, welches ihr Vater ihr einst schenkte. In Granada bekommt sie einen Hinweis, sie solle sich an Mateo wenden. Das entpuppt sich als wahrer Glücksfall, denn Mateo hilft ihr mit seinen Kontakten nicht nur bei ihren Recherchen, er berührt auch Charlottes Herz.

    Katarina, Charlottes Großmutter, lebte früher für den Flamenco. Doch erst als sie mit Raúl zusammen ist, spürt sie die wahre Leidenschaft. Mit dem Maquis kämpfen sie gegen das Franco-Regime. Die Gefahr ist groß und dann werden sie verraten.

    Diese beiden Handlungsstränge wechseln sich ab. Ich mochte diese Buch von Anfang an. Man spürt die Leidenschaft und die Liebe für den Flamenco und ich glaubte, die Musik zu hören und die Leidenschaft des Tanzes zu spüren.

    Auch Charlotte wird bei ihrem Aufenthalt in Granada davon mitgerissen. Eigentlich galt ihre Leidenschaft der Malerei, doch ihr Vater wollte sie in seiner Firma haben. Obwohl ihre Großmutter sie immer bedrängte, ihren eigenen Weg zu gehen, will sie niemanden verletzen und fügt sich. Aber keine man seine eigenen Wünsche und Gefühle einfach ignorieren? Mateo ist eine große Hilfe für Charlotte, aber er hat auch seine Geheimnisse, die er mit niemandem teilen will.

    Aber auch Katarina mochte ich. Sie hat genau wie Charlotte jetzt ihre Interessen lange verleugnet, weil die Familie nicht damit einverstanden war. Katarina ist eine starke Frau, die schon einiges einstecken musste und nun, wo sie nicht mehr lange zu leben hat, will sie endlich die Wahrheit wissen will. Sie hat Raúl abgöttisch geliebt, aber das Schicksal meinte es nicht gut mit ihnen.

    Es war sehr interessant, etwas über das Leben und die Gebräuche der gitanes zu erfahren. Es ist nicht leicht, ihr Vertrauen zu gewinnen. Auch der historische Hintergrund war sehr informativ. Unter Franco war das Leben sehr schwierig. Selbst der Flamenco durfte nicht mehr in der Form getanzt werden, wie er sich im Laufe der Zeit entwickelt hat. Man musste aufpassen, was man sagte und tat, weil es auch in Spanien Denunzianten gab.

    Sehr viel Detailwissen über den Flamenco ist in dem Buch verarbeitet.

    Mir hat dieser emotionale Roman über die Geheimnisse einer Familie sehr gut gefallen.

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    dreamlady66s avatar
    dreamlady66vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Hola Chicas y Chicos...viva Espana, la familia y el flamenco...
    Hola Chicas y Chicos...viva Espana, el amor, la familia y el flamenco...

    (Inhalt, übernommen):
    Das Lied Spanien in unserem Herzen 1944: Katarina ist passionierte Flamenco-Tänzerin. Für das Tanzen und ihre große Liebe wagt sie sogar den Bruch mit ihrer Familie. Mit Raúl gelingt es Katarina, die wahre Leidenschaft des Tanzes zu verkörpern, mit ihm hat sie die Kraft, sich dem Widerstand gegen das Franco-Regime anzuschließen. Doch dann wird sie verraten, von jemandem, der sie gut kennt ... 2016: Charlotte verspricht ihrer kranken Großmutter, die Herkunft eines Gemäldes zu klären, das diese von ihrem Vater geerbt hat. In der pulsierenden Altstadt Granadas findet Charlotte nicht nur die Liebe, sondern über die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ihrer Familie auch den Mut, sich ihrer heimlichen Leidenschaft zu widmen: der Malerei.

    Zur Autorin:

    Alli Sinclair verbrachte lange Zeit in Nepal, Argentinien und Peru. Ihre große Leidenschaft ist der spanische und lateinamerikanische Tanz. Für ihre Bücher wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

    Schreibstil/Fazit:
    DANKE an den Aufbau-Verlag für Eure Zusage und schnelle Belieferung.
    Ich freute mich sehr über dieses wundervolle Buch im Hardcover mit entsprechendem Einband, 445 Seiten, 31 Kapiteln, einer Danksagung, spanischen Rezepten sowie einer Leseprobe in einer wunderbaren Leseschrift und nicht allzulangen Kapiteln.

    Der wundervoll poetische und gefühlvolle Roman verinnerlicht eine Familiengeschichte über (charakter)starke Frauen, viel Liebe und Emotion, aber auch Kulturelles sowie Musikalisches über Tanz und Flamenco.

    Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft, die Protagonisten authentisch und mit sehr viel liebevollem Detailwissen gezeichnet - mich konnten diese warmherzigen Zeilen nur begeistern und ich fühle mich tief versunken im andalusischen Süden wo die Traditionen und Bräuche noch verwurzelt sind und entsprechend gelebt werden.
    Eine Ode an diese wundervolle Gegend, einfach nur berührend!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    aufbauverlags avatar
    Die Melodie unseres Herzens
    Spanien, 1944: Katarina ist passionierte Flamenco-Tänzerin. Für den Tanz hat sie alles aufgegeben, was ihr wichtig war, ihre Familie und ihre große Liebe. Als sie Raúl eines Tages wiedertrifft, gelingt es ihr, zu den Klängen seiner Gitarre die wahre Leidenschaft des Tanzes zu verkörpern. Doch dann wird ihr Glück immer stärker durch die Schrecken der Diktatur Francos bedroht. Haben sie den Mut, für die Freiheit zu kämpfen? Im Jahr 2016 reist Charlotte nach Granada, um die Herkunft eines Gemäldes zu klären, das ihre Großmutter als junges Mädchen von ihrem Vater geschenkt bekam. In der pulsierenden Stadt des Flamenco stößt sie dabei nicht nur auf eine verstörende Wahrheit, sondern muss sich auch selbst die Frage stellen, wie weit sie bereit ist, für die Liebe zu gehen – und für ihre eigene Freiheit. 
    „Ein Liebeslied an den Flamenco, eine Ode an alle Frauen, die im Tanz ihren Freiheitswillen und ihre Weiblichkeit ausdrücken.“ Nina George  


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