Alli Sinclair Die spanische Tänzerin

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Inhaltsangabe zu „Die spanische Tänzerin“ von Alli Sinclair

Das Lied Spanien in unserem Herzen

1944: Katarina ist passionierte Flamenco-Tänzerin. Für das Tanzen und ihre große Liebe wagt sie sogar den Bruch mit ihrer Familie. Mit Raúl gelingt es Katarina, die wahre Leidenschaft des Tanzes zu verkörpern, mit ihm hat sie die Kraft, sich dem Widerstand gegen das Franco-Regime anzuschließen. Doch dann wird sie verraten, von jemandem, der sie gut kennt ...
2016: Charlotte verspricht ihrer kranken Großmutter, die Herkunft eines Gemäldes zu klären, das diese von ihrem Vater geerbt hat. In der pulsierenden Altstadt Granadas findet Charlotte nicht nur die Liebe, sondern über die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ihrer Familie auch den Mut, sich ihrer heimlichen Leidenschaft zu widmen: der Malerei.

»Ein Liebeslied an den Flamenco, eine Ode an alle Frauen, die im Tanz ihren Freiheitswillen und ihre Weiblichkeit ausdrücken.« Nina George

Romantische Geschichte im historischen Gewand, bei dem mich beides nicht überzeugt. Leider nicht mein Fall. Nur der Flamenco gefällt mir.

— Gelis

Eine lesenswerte Reise in die Welt des Flamencos, der Zigeunergemeinschaft Granadas und Spionage am Rande des spanischen Bürgerkriegs.

— Heidihz

Ein gelungener Roman, der Einblicke hinter die Kulissen des Flamenco gewährt und auch noch andere Facetten zeigt als üblich. Sehr lesenswert

— Tulpe29

Hola Chicas y Chicos...viva Espana, la familia y el flamenco...

— dreamlady66

Hier wird die Sehnsucht nach dem Abenteuer und dem wahren Glück geweckt

— Elaine_Leseratte

Der Flamenco bringt Lebensfreude, Leid und viel mehr zum Ausdruck. Dieser Roman lies mich eintauchen in diese Welt.

— Belis

Ein Hommage an den Flamenco 💃 ein Roman voller Leidenschaft in einer schwierigen Zeit

— Arietta

Ein wunderschöner Roman voller Gefühl, Leidenschaft, Spannung, Drama und der Magie des Flamencos. Absolute Leseempfehlung!

— Betsy

Ein toller Roman

— Amber144

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  • Die spanische Tänzerin

    Die spanische Tänzerin

    Blaustern

    01. December 2017 um 12:10

    Charlottes Großmutter Katarina ist sehr krank und alt. Sie leben in Australien, Katarina stammt aber ursprünglich aus Spanien, und nun bittet sie ihre Enkeltochter, dorthin nach Granada zu fliegen und etwas über ein altes Gemälde herauszufinden, welches ihr Vater ihr seinerzeit geschenkt hat und ihr nicht mehr erklären konnte, was es damit auf sich hat. Vorher starb er. Charlotte tut ihr den Gefallen, lernt dabei den Flamenco-Gitarristen Mateo kennen und erfährt so erst, wer ihre Großmutter wirklich war. Die Liebe zum Flamenco hatte sie gepackt und auch die zu dem Gitarristen Raul, auf das sie sich beides aber nicht wirklich einlassen durfte aufgrund ihrer Herkunft. Doch nach dem Tod ihres Vaters fiel die Entscheidung dafür, und sie konnte endlich ihre großen Leidenschaften ausleben. Allerdings wurde sie verstoßen und musste sich fortan allein durchschlagen. Es war die Zeit des Franco-Regimes und das Leben alles andere als einfach. Raul engagierte sich dagegen, Katarina sitzt mit im Boot, bis etwas aus dem Ruder läuft.Die Geschichte ist aus zwei Perspektiven geschrieben, die in unterschiedlichen Zeiten spielen, Katarinas Sicht aus dem Jahre 1936 und Charlottes im Jahre 2016 in Spanien, welches ihr zukünftiges Leben vollkommen ändern wird. Diese wechseln ständig und geben dem Roman eine unheimliche Spannung durch die große Sichtweite, auch an Gedanken und Gefühlen. Die Leidenschaft der beiden Personen kommt voll zum Ausdruck, und es wird gezeigt, dass es nie gut ist, seine Träume zu ignorieren und vor sich herzuleben. Katarina hat eine Stärke bewiesen zu einer Zeit, in der es alles andere als einfach für eine Frau war. Das Hauptaugenmerk liegt hier auf dem Flamenco, eine Faszination, die mitreißt, so detailreich ist es dargestellt. Die Franco-Diktatur läuft eher nebenher. Dazu hat fast jede Person ihre Geheimnisse, die es zu lüften gilt im Laufe des Romans. Der Schreibstil liest sich gut, und die Atmosphäre der Stadt Granada ist wunderbar aufgefangen und hat mein Interesse geweckt.

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  • Spannende Lektüre für Flamenco-Fans

    Die spanische Tänzerin

    Heidihz

    30. November 2017 um 21:29

    Eine lesenswerte Reise in die Welt des Flamencos, der Zigeunergemeinschaft Granadas und Spionage am Rande des spanischen Bürgerkriegs. 

  • Flamenco unter der Sonne Granadas

    Die spanische Tänzerin

    bookblossom

    11. November 2017 um 11:26

    Klappentext: Spanien, 1944: Katarina ist passionierte Flamenco-Tänzerin. Für den Tanz hat sie alles aufgegeben, was ihr wichtig war, ihre Familie und ihre große Liebe. Als sie Raúl eines Tages wiedertrifft, gelingt es ihr, zu den Klängen seiner Gitarre die wahre Leidenschaft des Tanzes zu verkörpern. Doch dann wird ihr Glück immer stärker durch die Schrecken der Diktatur Francos bedroht. Haben sie den Mut, für die Freiheit zu kämpfen? Im Jahr 2016 reist Charlotte nach Granada, um die Herkunft eines Gemäldes zu klären, das ihre Großmutter als junges Mädchen von ihrem Vater geschenkt bekam. In der pulsierenden Stadt des Flamenco stößt sie dabei nicht nur auf eine verstörende Wahrheit, sondern muss sich auch selbst die Frage stellen, wie weit sie bereit ist, für die Liebe zu gehen – und für ihre eigene Freiheit.  Meine Meinung: Hohe Temperaturen lassen die Luft flimmern und Gitarrenklänge durchdringen die schmalen Gassen der Stadt. Granada ist Andalusiens goldener Traum und wird durch Alli Sinclairs Worte vor meinen Augen lebendig! Die mächtige Alhambra mit ihren roten Mauern thront über der Stadt und zusammen mit Protagonistin Charlotte darf ich diese, wie auch viele andere maurische Bauwerke, im gegenwärtigen Erzählstrang der Geschichte, aus den Augen eines Touristen bewundern. Doch Charlotte verbringt hier nicht einfach nur einen netten Urlaub, sondern begibt sich auf die Spuren eines rätselhaften Gemäldes. Dieses lässt sie tief in die Vergangenheit ihrer Abuela (Großmama) eintauchen und führt sie auf die spannende Entdeckungsreise ihrer eigenen Wurzeln. Obwohl sich während Charlottes Suche nach Antworten einige Hindernisse auftun, wirkte ihre Geschichte auf mich zu konstruiert und glatt. Auch der Figur der jungen Frau selbst fehlt es manchmal an Tiefgang, weshalb mich ihr Part gerade zu Beginn der Geschichte nur mäßig packen konnte. Währen da nicht die schönen Schilderungen Granadas und der flüssige und leicht zu lesende Schreibstil der Autorin gewesen, hätte mir die Erzählung von Katarinas Vorleben völlig ausgereicht. Diese ist um 1939 angesiedelt, einer Zeit in der Generalissimo Franco Einfluss auf alle Bereiche des spanischen Lebens hat, selbst auf den Flamenco. Katarina tanzt ihn trotzdem, den wilden und sinnlichen Tanz der Gitanos. Dabei werden die spanischen Begriffe für den Rythmos und die Schritte des Stils nicht nur erwähnt, sondern auch sorgfältig beschrieben. Am liebsten hätte ich selbst sofort mittanzen oder zumindest der Flamencomusik lauschen wollen. Man taucht ein, in eine bezaubernde Welt, die zunehmend vom Regime des Diktators eingeschränkt wird. Dabei hätte ich mir allerdings gewunschen, noch ein wenig mehr von der politischen Situation zu erfahren und die drückende Atmosphäre spürbarer wahrzunehmen. Ali Sinclair konzentriert sich allerdings viel mehr auf die Romanze ihrer Charaktere und natürlich den Flamenco. Am Ende führen beide Erzählstränge solide zueinander und ließen mich zufrieden zurück. Besonders toll fand ich, dass im Anschluss an die Geschichte noch traditionelle spanische Rezepte von der Autorin angeführt wurden. Davon werde ich ganz sicher eines ausprobieren! Zitat: „Manchmal muss uns das Leben Angst einflößen,  sonst können wir das Glück, das es für uns bereithält, nicht spüren."Fazit: Wer eine romantische Geschichte vor der atemberaubenden Kulisse Granadas lesen möchte, ist hier goldrichtig! Die tiefen Einblicke in den traditionellen Flamencotanz haben mir besonders gut gefallen, doch hätte ich auf den Handlungsstrang der Gegenwart auch gut und gerne verzichten können. Vielen Dank an Rütten & Loening für die Buchverlosung und diesen tollen Gewinn!© BookBlossom

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  • Große Verlosung zum Leserpreis 2017: 30 Buchpakete zu gewinnen!

    LovelyBooks Spezial

    Daniliesing

    Es ist wieder soweit - für den Leserpreis 2017 suchen wir eure Lieblingsbücher. Wir sind schon wahnsinnig gespannt, welche Bücher euch in diesem Jahr am meisten begeistern konnten und können das Ergebnis, das am 30. November feststehen wird, gar nicht erwarten! Unsere große Verlosung für euch! Nicht nur eure Lieblingsbücher haben die Chance, den Leserpreis 2017 zu gewinnen, auch auf euch warten ganz großartige Buchgewinne. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen und zusätzlich 25 weitere Buchpakete mit je 10 Neuerscheinungen verlosen. Ein wahrer Traum für jeden Buchliebhaber, oder?Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten:1. Schreibt einen Blogbeitrag mit Link zum Leserpreis auf LovelyBooks. Ladet eure Leser darin ein, ebenfalls ihre Lieblingsbücher 2017 zu nominieren.https://www.lovelybooks.de/leserpreis/2. Berichtet auf euren Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter oder Instagram über den Leserpeis und verlinkt darauf. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt. Verwendet dabei den Hashtag #Leserpreis.https://www.lovelybooks.de/leserpreis/3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns ein Buch, das ihr durch den diesjährigen Leserpreis entdeckt habt und das ihr jetzt unbedingt lesen möchtet. Bitte klickt für alle 3 Varianten zunächst auf den "Jetzt bewerben"-Button und füllt das Formular komplett aus. Gebt bei den Varianten 1 und 2 bitte den direkten Link zum Blogbeitrag oder zum Social Media Posting an und verlinkt nicht nur aufs Profil. Selbstverständlich haben wir Grafikmaterial vorbereitet, das wir euch gern zur Verwendung zur Verfügung stellen.Ihr dürft natürlich auch mehrere der Punkte erfüllen und so eure Chancen steigern :-) Die Teilnahme ist bis einschließlich 3. Dezember möglich!Wir wünschen euch ganz viel Spaß!PS: Die angehängten Bücher sind ein paar Beispiele, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen!

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    • 1813

    Arietta

    07. November 2017 um 10:46
  • Flamenco

    Die spanische Tänzerin

    Katjuschka

    02. November 2017 um 10:21

    Charlotte fliegt von Australien ins ferne Spanien, um die Hintergründe eines Bildes zu erforschen, welches ihre schwer erkrankte Oma Katarina einst von ihrem Vater geschenkt bekommen hatte.In Granada, der Heimatstadt von Katarina, trifft Charlotte auf den Flamenco-Gitarristen Mateo. Mit ihm lernt sie die Welt der Gitanos und den Flamenco kennen.Aber sie erfährt auch etwas über die Vergangenheit. Über die Zeit der Franco-Ära Spaniens, die eng mit Katarinas Leben verknüpft ist.Die junge Katarina hatte mit hrer Familie gebrochen. Ihre Leidenschaft für den Flamenco wurde nie gern gesehen, und nach dem Tod des Vaters musste sie sich entscheiden.Katarina trifft, nun auf sich allein gestellt, ihre große Liebe Raúl wieder und gemeinsam leben sie die Leidenschaft für den Flamenco, obwohl die Spitzel von Franco überall zu sein scheinen.Aber Raúl hat ein Geheimnis: Er engagiert sich im Widerstand! Katarina beschließt ihn zu unterstützen und nach einem Verrat überschlagen sich die Ereignisse.Charlotte findet nicht nur die Künstlerin, die das Bild ihrer Oma gemalt hat. Sie entdeckt außerdem ein Geheimnis aus Katarinas Familie, welches das Leben der geliebten Oma auf den Kopf stellt. Und sie erfährt von Raúl.....Charlotte, eine begabte Malerin, hatte bisher ihre Wünsche und Träume zurückgestellt und im Familienbetrieb des Vaters gearbeitet.In Granada aber beginnt sie wieder zu malen und entdeckt ihre Leidenschaft neu.Sie verliebt sich In Mateo, der aber zieht sich immer wieder zurück. Auch er scheint ein Geheimnis zu haben. Wird sich die Geschichte wiederholen?Auch dies ein Roman auf zwei Zeitebenen. Diesmal jedoch mit dem eher selten behandelten Thema der Franco-Diktatur im historischen Teil!Man erfährt aber eher wenig aus dieser Zeit der Diktatur, sie bildet eigentlich nur den Rahmen, einer ansonsten aber sehr interessanten Geschichte.Der Fokus liegt ganz klar auf dem Flamenco! Gespickt mit ein paar spanischen Fachbegriffen lernt man eine ganz neue Welt aus Musik und Leidenschaft kennen.Katarina mochte ich sehr, mit Charlotte habe ich mich nicht so schnell angefreundet. Mir fehlte bei ihr eindeutig das Selbstbewusstsein ihrer Oma!Auch im Vergleich zu Raúl kam Mateo bei mir nicht so gut an. Er kam mir zu Beginn wie ein geheimnisvoller andalusischer Musiker vor, hab dann aber durch seine spröde Art wieder bei mir verloren.Wunderbar fand ich die Beschreibungen der Stadt Granada. Die Einflüsse, sowohl der spanischen, als auch der maurischen Kultur, müssen den ganz besonderen Flair dieser Stadt ausmachen.

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  • eine Reise nach Granada, 1944

    Die spanische Tänzerin

    thiefladyXmysteriousKatha

    25. October 2017 um 22:05

    Die spanische Tänzerin An dieser Stelle vielen Dank an den Verlag und an lovelybooks. Ich habe dieses Buch bei einer Buchverlosung gewonnen und die Lektüre wirklich genossen. Als Hispanistin war das Buch für mich natürlich ein besonderer Genuss. Wer gerne literarisch einmal nach Granada verreisen möchte und einiges interessantes über den Flamenco, aber auch über die Franco-Diktatur erfahren will, der sollte zu diesem Buch greifen. Ich kann es sehr empfehlen. Inhalt Spanien, 1944: Katarina ist passionierte Flamenco-Tänzerin. Für den Tanz hat sie alles aufgegeben, was ihr wichtig war, ihre Familie und ihre große Liebe. Als sie Raúl eines Tages wiedertrifft, gelingt es ihr, zu den Klängen seiner Gitarre die wahre Leidenschaft des Tanzes zu verkörpern. Doch dann wird ihr Glück immer stärker durch die Schrecken der Diktatur Francos bedroht. Haben sie den Mut, für die Freiheit zu kämpfen? Im Jahr 2016 reist Charlotte nach Granada, um die Herkunft eines Gemäldes zu klären, das ihre Großmutter als junges Mädchen von ihrem Vater geschenkt bekam. In der pulsierenden Stadt des Flamenco stößt sie dabei nicht nur auf eine verstörende Wahrheit, sondern muss sich auch selbst die Frage stellen, wie weit sie bereit ist, für die Liebe zu gehen – und für ihre eigene Freiheit. Meine Meinung Es gibt leider viel zu wenig gute Romane, die die spanische Geschichte thematisieren. Daher war ich sehr gespannt auf dieses Buch, da es auf einer Ebene im Jahre 1944, demnach während der Franco-Diktatur, spielt. Die Gegenwartsebene spielt in Granada und in Australien. Als Leser verfolgt man Charlotte dabei, wie sie versucht etwas über den Künstler (bzw. die Künstlerin) eines Bildes zu erfahren, welches ihre Großmutter noch aus ihrer Zeit aus Spanien hat. Charlotte kommt auf ihrer Reise in die Vergangenheit ihrer Abuela nicht nur der spanischen Geschichte, den gitanos, dem Flamenco und dem gutaussehenden Mateo, sondern auch sich selbst näher. Ich muss sagen, dass mir die Geschichte aus der Vergangenheit ein klein wenig besser gefallen hat, als die der Gegenwart. Katarina ist eine ganz besondere Frau und ihre Liebe zum Flamenco wirklich faszinierend. Man lernt in dem Buch einiges über die verschiedenen Schrittarten, Flamencorhythmen, Lieder, etc. Die Autorin schafft es außerdem die bedrückende Stimmung während der spanischen Diktatur gut einzufangen. Katarinas Schicksal hat mich sehr bewegt, allerdings hätte ich gerne mehr darüber erfahren, wie sie nach Australien gekommen ist. Charlottes Geschichte war zwar auch schön zu lesen und Mateo gab dem Ganzen natürlich auch noch eine romantische Note (wer könnte romantischer sein als ein andalusischer Gitarrist?), doch sie wirkte auf mich sehr stereotyp und auch alles, was rund um sie passierte, wirkte sehr konstruiert, damit die Vergangenheitshandlung in einem „passenden“ Rahmen stattfinden konnte. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, auch wenn mir manchmal ein bisschen mehr schriftstellerische Raffinesse seitens der Autorin gefehlt hat. Wer z.B. die Bücher von Lucinda Riley oder Corinna Bomann mag, wird dieses hier sicherlich auch gerne lesen. Von mir gibt es aufgrund der paar Kritikpunkte keine 5, sondern 4 gute Sterne.

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  • Tanzende Flamme im Liebesrausch

    Die spanische Tänzerin

    Marapaya

    22. October 2017 um 19:59

    Spaniens Geschichte ist einzigartig. Die maurischen Einflüsse sind in Andalusien allgegenwärtig. Die Alhambra in Granada ein Prachtbau, der einem unvergessen bleiben wird, sobald man einen Fuß hinein gesetzt hat. Zeugnisse einer Geschichte in der Kriege, Vertreibung und religiöse Verfolgung über Jahrhunderte eine schaurige, wechselseitige Rolle gespielt haben. Die Zeit des Bürgerkrieges und der Franco-Diktatur im 20. Jahrhundert muss Spaniens Gesellschaft tief erschüttert haben. In meiner Schulbildung hat die Ära Francos keine Rolle gespielt. In meinem Geschichtsbild war lange nicht verankert, dass Spanien sich zwar weitestgehend aus dem 2. Weltkrieg heraushalten konnte und bis 1976 allerdings eine Militärdiktatur war. Zum ersten Mal ist mir dies durch den Film „Pans Labyrinth“ bewusst geworden. Erst kürzlich las ich von Arturo Pérez-Reverte „Der Preis, den man zahlt“ und war beeindruckt von dem lebendigen Geschichtsbild, das Pérez-Reverte in seinem Spionagethriller aufmacht. Der Roman spielt in den Dreißiger Jahren. Mit der „Spanischen Tänzerin“ dachte ich, daran direkt anknüpfen zu können. Katarina, die Flamencotänzerin aus gutem Haus hat den Bürgerkrieg überlebt, ihren Vater aber bei dem Angriff auf Guernica verloren und der Familie den Rücken gekehrt. Generalissimo Franco hat Einfluss auf alle Bereiche des spanischen Lebens, selbst auf den Flamenco. Ein eigentlich freier, stolzer, wilder Tanz, der sich nun ganz den Vorstellungen des Diktators unterzuordnen hat. Katarina kann ihn nur „gebremst“ tanzen, aber immerhin darf sie überhaupt noch tanzen. Der Roman von Alli Sinclair spielt auf zwei Zeitebenen, eine in der Jetztzeit und eine damals im Jahre 1944. Katarinas Enkelin Charlotte hat den Auftrag von ihrer Großmutter bekommen, in deren alte Heimat nach Granada zu reisen und herauszufinden, was es mit dem Gemälde auf sich hat, dass Katarina damals von ihrem Vater bekam und dessen Geschichte er ihr nicht mehr erzählen konnte. Katarina ist über Neunzig und fühlt in der Wahlheimat Australien ihr Lebensende nahen. Sie sprach mit ihrem Sohn und ihren Enkeln nie über ihre Zeit in Spanien. Charlotte selbst spricht fast gar kein spanisch und fühlt sich auf dem alten Kontinent nun sehr verloren. Doch ihr wird ein junger Flamenco-Musiker an die Seite gestellt, mit dem sie das Rätsel um ihre Großmutter lösen und sogar ihr eigenes Glück finden wird. Ja, mit dieser Kurzfassung des Inhaltes wird schnell deutlich, dass sich der Roman von Alli Sinclair thematisch auf einem ganz anderen Terrain bewegt als der Thriller von Pérez-Reverte. Es ist sicherlich unfair beide Bücher direkt miteinander zu vergleichen, aber ihr verbindendes Element, nämlich die Franco-Diktatur, zwingt mich förmlich dazu. In der Darstellung dieser Zeit driften beide Romane nämlich weit auseinander. Alli Sinclair gelingt es leider nicht, über die Liebesgeschichten beider Zeiten hinauszugehen. Sie nutzt die Historie allein als Kulisse, recherchiert nicht umfassend und ist nicht in der Lage dem Leser eine Ahnung von der Atmosphäre in Spanien um 1944 zu vermitteln. Jegliches historisches Gefühl geht verloren bzw. will sich nicht einstellen, wenn man eine Verfolgungsjagd liest, die auf dem Papier 1944 stattfinden soll, aber so klingt, als wären wir im Hier und Jetzt. Fast erwarte ich, dass die Hauptperson ein Smartphone aus der Tasche zaubert, um den Fluchtweg auszukundschaften. Ihre erzählerische Stärke ist das Romantische. Allerdings für mich auch nicht vollkommen überzeugend. Ich scheine ein kritischer Leser zu sein. Insgesamt ist mir die Geschichte in beiden Zeiten zu vorhersehbar und die Figuren zu allgemein gehalten. Dabei gibt es wirklich spannende Anklänge in diesem Buch. Allein die Verbindungen zum Gitano-Clan böten soviel mehr erzählerisches und atmosphärisches Potenzial. Die ganze Geschichte um den Flamenco ist super spannend und wurde nur oberflächlich ausgeschöpft. Alles lief am Ende immer auf das Romantische der Geschichte hinaus. Besonders unglaubhaft bis störend fand ich allerdings das Kontinentehopping von Charlotte. Fliegt sie mal eben zur Großmutter zurück von Spanien nach Australien, lässt sich nach einem Aufenthalt von zwei Stunden wieder zurück nach Granada schicken. Als wäre alles ein Katzensprung und man mal nicht eben 24 Stunden Oneway unterwegs, zumal Granada keinen Internationalen Flughafen hat und Verbindungen nur über Madrid oder Barcelona nach Australien rausgehen. Schade, ich konnte dem australischen Flamencoliebeszauber nicht erliegen. Aber Granada und die Alhambra sollte ich demnächst mal wieder besuchen, auch wenn es selbst von Berlin keinen Direktflug gibt.

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    • 2
  • Unbekanntes Spanien

    Die spanische Tänzerin

    Tulpe29

    14. October 2017 um 11:05

    Dieses Buch ist sehr fesselnd und berührend. Es erzählt einen packende, leidenschaftliche Geschichte über Flamenco, unerfüllte Liebe und Sehnsucht nach der unwiederbringlichen Heimat mit ihren Wurzeln. Die junge Protagonistin Charlotte macht sich für ihre todkranke Großmutter auf in eine ihr noch fremde, unbekannte Welt und wird sofort in ihren Bann gezogen, wie auch vor Jahrzehnten Katarina, ihre Großmutter. Es gibt viel zu entdecken und zu erkunden. Nicht alles, was so mühevoll ans Tageslicht kommt, ist angenehm. Eine Geschichte voller Überraschungen und Esprit. Spanien mal ganz anders und jenseits der Touristenpfade.

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  • Den Flamenco im Blut

    Die spanische Tänzerin

    buecherwurm1310

    07. October 2017 um 18:05

    Charlottes abuela ist alt und sehr krank. Sie bittet Charlotte von Australien nach Spanien zu reisen und zu klären, wo das Bild herkommt, welches ihr Vater ihr einst schenkte. In Granada bekommt sie einen Hinweis, sie solle sich an Mateo wenden. Das entpuppt sich als wahrer Glücksfall, denn Mateo hilft ihr mit seinen Kontakten nicht nur bei ihren Recherchen, er berührt auch Charlottes Herz. Katarina, Charlottes Großmutter, lebte früher für den Flamenco. Doch erst als sie mit Raúl zusammen ist, spürt sie die wahre Leidenschaft. Mit dem Maquis kämpfen sie gegen das Franco-Regime. Die Gefahr ist groß und dann werden sie verraten. Diese beiden Handlungsstränge wechseln sich ab. Ich mochte diese Buch von Anfang an. Man spürt die Leidenschaft und die Liebe für den Flamenco und ich glaubte, die Musik zu hören und die Leidenschaft des Tanzes zu spüren. Auch Charlotte wird bei ihrem Aufenthalt in Granada davon mitgerissen. Eigentlich galt ihre Leidenschaft der Malerei, doch ihr Vater wollte sie in seiner Firma haben. Obwohl ihre Großmutter sie immer bedrängte, ihren eigenen Weg zu gehen, will sie niemanden verletzen und fügt sich. Aber keine man seine eigenen Wünsche und Gefühle einfach ignorieren? Mateo ist eine große Hilfe für Charlotte, aber er hat auch seine Geheimnisse, die er mit niemandem teilen will. Aber auch Katarina mochte ich. Sie hat genau wie Charlotte jetzt ihre Interessen lange verleugnet, weil die Familie nicht damit einverstanden war. Katarina ist eine starke Frau, die schon einiges einstecken musste und nun, wo sie nicht mehr lange zu leben hat, will sie endlich die Wahrheit wissen will. Sie hat Raúl abgöttisch geliebt, aber das Schicksal meinte es nicht gut mit ihnen. Es war sehr interessant, etwas über das Leben und die Gebräuche der gitanes zu erfahren. Es ist nicht leicht, ihr Vertrauen zu gewinnen. Auch der historische Hintergrund war sehr informativ. Unter Franco war das Leben sehr schwierig. Selbst der Flamenco durfte nicht mehr in der Form getanzt werden, wie er sich im Laufe der Zeit entwickelt hat. Man musste aufpassen, was man sagte und tat, weil es auch in Spanien Denunzianten gab. Sehr viel Detailwissen über den Flamenco ist in dem Buch verarbeitet. Mir hat dieser emotionale Roman über die Geheimnisse einer Familie sehr gut gefallen.

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  • Hola Chicas y Chicos...viva Espana, el amor, la familia y el flamenco...

    Die spanische Tänzerin

    dreamlady66

    04. October 2017 um 10:39

    (Inhalt, übernommen):Das Lied Spanien in unserem Herzen 1944: Katarina ist passionierte Flamenco-Tänzerin. Für das Tanzen und ihre große Liebe wagt sie sogar den Bruch mit ihrer Familie. Mit Raúl gelingt es Katarina, die wahre Leidenschaft des Tanzes zu verkörpern, mit ihm hat sie die Kraft, sich dem Widerstand gegen das Franco-Regime anzuschließen. Doch dann wird sie verraten, von jemandem, der sie gut kennt ... 2016: Charlotte verspricht ihrer kranken Großmutter, die Herkunft eines Gemäldes zu klären, das diese von ihrem Vater geerbt hat. In der pulsierenden Altstadt Granadas findet Charlotte nicht nur die Liebe, sondern über die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ihrer Familie auch den Mut, sich ihrer heimlichen Leidenschaft zu widmen: der Malerei.Zur Autorin:Alli Sinclair verbrachte lange Zeit in Nepal, Argentinien und Peru. Ihre große Leidenschaft ist der spanische und lateinamerikanische Tanz. Für ihre Bücher wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.Schreibstil/Fazit:DANKE an den Aufbau-Verlag für Eure Zusage und schnelle Belieferung.Ich freute mich sehr über dieses wundervolle Buch im Hardcover mit entsprechendem Einband, 445 Seiten, 31 Kapiteln, einer Danksagung, spanischen Rezepten sowie einer Leseprobe in einer wunderbaren Leseschrift und nicht allzulangen Kapiteln.Der wundervoll poetische und gefühlvolle Roman verinnerlicht eine Familiengeschichte über (charakter)starke Frauen, viel Liebe und Emotion, aber auch Kulturelles sowie Musikalisches über Tanz und Flamenco.Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft, die Protagonisten authentisch und mit sehr viel liebevollem Detailwissen gezeichnet - mich konnten diese warmherzigen Zeilen nur begeistern und ich fühle mich tief versunken im andalusischen Süden wo die Traditionen und Bräuche noch verwurzelt sind und entsprechend gelebt werden.Eine Ode an diese wundervolle Gegend, einfach nur berührend!

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    • 2
  • Eine Geschichte zweier Genarationen

    Die spanische Tänzerin

    Elaine_Leseratte

    02. October 2017 um 08:57

    Charlotte fährt in die "alte Heimat" ihrer Oma um Informationen über ein altes Gemälde zu bekommen. Sie findet dabei nicht nur Anworten für ihre Oma sonder auch ein ganz ein neues Lebensgefühl für sich selbst.   Ich finde das Buch ist wunderbar geschrieben. Es spielt in Spanien und spring in den Kapiteln in der Zeit zwischen heute, und der Zeit als Charlottes Oma jung war und in Spanien lebte.   Die Personen sind sehr schön und genau beschrieben man kann sich wunderbar in sie hineinversetzten. Ich mochte auch die Liebesgeschichten :-)   Der Flamenco wird zum zentralen Thema im Buch und es werden auch einige Elemente davon beschrieben.   Bei diesem Buch bekommt man richtig Lust auf Musik, Tanz und Abenteuer

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  • Liebe, Leidenschaft und Vertrauen – Flamenco

    Die spanische Tänzerin

    Belis

    29. September 2017 um 16:46

    Charlotte reist für ihre kranke Großmutter Katarina um die halbe Welt. Die gebürtige Spanierin hat seinerzeit von ihrem Vater ein Gemälde geschenkt bekommen. Es gibt wohl eine Verbindung zu ihrer Familie,dcoh für die versprochene Erklärung starb er zu früh. Nun versucht die junge Frau das Geheimnis zu lüften und findet in Granada nicht nur Antworten. Mateo liebt den Flamenco, seine Gitarre spielt sich in die Herzen seiner Zuhörer. Aber eine geheimnisvolle Aura umgibt den hilfsbereiten Spanier. Wie soll Charlotte damit umgehen?   Die Autorin fesselt mich durch ihren Schreibstil. Klar abgegrenzte Kapitel erzählen abwechselnd aus Charlottes bzw. Katarinas Sicht. Dem Leser eröffnet sich somit ein Gesamtbild. Dennoch treten die Geheimnisse der Handlung nur scheibchenweise zu Tage. Ein wesentlicher Punkt im Buch ist der Flamenco, die Tradition und Sinnlichkeit, sowie der Ausdruck des ursprünglichen Tanzes. Viele Details beeindrucken, ich bin begeistert. Während der Lektüre glaubt man Katarina vor sich zu sehen, die Gitarrenklänge zu hören. Ausflüge in die Welt der „gitanos“  und bildhafte Beschreibungen runden das Geschehen ab. Die Diktatur Francos hatte ebenso Einfluss wie familiäre Angelegenheiten auf „abuelas“ Flucht.   Charlotte und Katarina, beide haben Gemeinsamkeiten und Sehnsüchte, allerdings wird das der jungen Frau erst im Laufe ihrer Nachforschungen klar. Die Antwort warum „abuela“ so lange über ihre Zeit in Spanien geschwiegen hat kommt nach und nach an die Oberfläche. Zitat: „Manchmal muss uns das Leben Angst einflößen, sonst können wir das Glück, das es für uns bereithält, nicht spüren. Das Gleiche gilt für die Liebe. Du musst dich ihr bedingungslos öffnen. Wenn du wirkliche Freude empfinden möchtest, musst du den Mut haben, auch das Leid zu erfahren.“   Mich hat dieses Buch eingefangen, es war nur schwer zur Seite zu legen. Die Welt des Flamenco ist faszinierend, die Geschichte Spaniens interessant und zwei in Leidenschaft aufflammende Frauen zeigen Charakter. Mit Hilfe der Musik, ihrer Attraktivität und ihrem Charme bezaubern Raul und Mateo.  Aber ist das genug für ein ganzes Leben? Was ist geschehen 1944? Und was hat es mit diesem Bild auf sich?   Spannung und Faszination, Musik und Tanz, Geheimnisse und eingearbeitete Geschichten haben mich sehr gut unterhalten. Daher empfehle ich diesen Roman sehr gerne weiter.

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  • Schöner Roman

    Die spanische Tänzerin

    esposa1969

    29. September 2017 um 12:39

    Klappentext:Das Lied Spanien in unserem Herzen 1944: Katarina ist passionierte Flamenco-Tänzerin. Für das Tanzen und ihre große Liebe wagt sie sogar den Bruch mit ihrer Familie. Mit Raúl gelingt es Katarina, die wahre Leidenschaft des Tanzes zu verkörpern, mit ihm hat sie die Kraft, sich dem Widerstand gegen das Franco-Regime anzuschließen. Doch dann wird sie verraten, von jemandem, der sie gut kennt ... 2016: Charlotte verspricht ihrer kranken Großmutter, die Herkunft eines Gemäldes zu klären, das diese von ihrem Vater geerbt hat. In der pulsierenden Altstadt Granadas findet Charlotte nicht nur die Liebe, sondern über die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ihrer Familie auch den Mut, sich ihrer heimlichen Leidenschaft zu widmen: der Malerei.Leseeindruck:Der Roman "Die spanische Tänzerin" von Alli Sinclair entführt uns in Katarinas Welt...die Welt des Flamenco Tanzes und in die Welt eines geheimnisvollen Bildes. Katarinas Enkelin Charlotte reist von Australien nach Grenada, um das Geheimnis eines Gemädes zu lüften, das ihre Großmutter vor langer Zeit von deren längst verstorbenenm Vater geschenkt bekam. Eigentlich wollte er ihr an ihrem 21. Geburtstag die Geschichte dahinter erzählen, doch dazu kam es nicht mehr. Es zeigt eine Flamencotänzerin, aber was hat es mit dem Bild aufsich? So begibt sich Charlotte auf eine Zeitreise anno 1944, eine Zeit, in der Franco an der Macht war. Während ihrer Recherchen trifft sie auf den Gitarrenspieler Mateo von dem sie erfährt, dass Katarina einst eine berühmte Flamenco-Tänzerin war und so erfahren wir in einem weiteren Handlungsstrang Katarinas Geschichte, eng verbunden mit der des Flamenco.....Dieser Roman liest sich sehr schön und flüssig gerade auch Dank der augenfreundlich großen Schrift. Die Handlung selbst ist sehr schön konstruiert und die Figuren erscheinen einem so lebendig. Während des Lesens hate ich nicht nur den spanischen Flair vor Augen, sondern auch irgendwie immer Flamenco-Töne in den Ohren. Das Cover ist sehr treffend zum Inhalt gewählt und könnte passender kaum sein. Ich spreche gerne meine volle Empfehlung aus!@ esposa1969

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  • Zwei starke Frauen

    Die spanische Tänzerin

    Bella5

    29. September 2017 um 11:28

    „Die spanische Tänzerin“ von Alli Sinclair habe ich sehr gerne gelesen. Der Roman zeichnet sich besonders durch die feine Figurenzeichnung und die perfekte Verschränkung von zwei Erzähl – und Zeitebenen aus.Es gibt einen historischen Teil, der 1936 beginnt und in Spanien spielt, zu Zeiten der Franco – Diktatur. Dann gibt es noch einen Teil, der in der Gegenwart angesiedelt ist. Als die spanischstämmige Großmutter Katarina erkrankt, begibt sich ihre australische Enkelin Charlotte auf eine gefährliche Mission: es gilt, das Geheimnis eines Bildes zu entschlüsseln, welches Katarina einst vom Vater geschenkt bekam. Doch bevor der Vater die Signifikanz des Gemäldes enthüllen konnte, verstarb er. Jahre später muss Katarina wissen, was es mit dem Gemälde auf sich hat und so bittet sie ihre Enkelin Charlotte um Hilfe. Diese erfährt, dass Katarina einst eine gefeierte Falmencotänzerin war, und dass es der Flamencoszene das Herz brach, als die Spanierin abrupt die Flamencoschuhe an den Nagel hängte.Man erfährt als Leser viel von der zunächst heimlichen Leidenschaft Katarinas. Für eine höhere Tochter wie sie galt es nicht als schicklich, zu tanzen, und Katarinas erste große Liebe, ein Gitarrist, war absolut nicht standesgemäß…doch Katarina kämpfte für den Traum und die Liebe…Der Roman ist eine Familiengeschichte, ein (kultur)historischer Abriß, eine Erzählung über Musik und Tanz, eine Liebesgeschichte und eine Geschichte der Emanzipation. Da ich über den Flamenco vor der Lektüre eigentlich nicht viel wusste, konnte mich die von der Autorin entworfene Welt in Erstaunen versetzen, und das Vorhandensein von zwei Zeitebenen gefiel mir auch gut. Die Figuren waren liebevoll ausgearbeitet und sie agierten vor dramatischer Kulisse. Stil und Sprache passen gut zur Erzählung und Katarinas Lebensgeschichte ist schillernd und facettenreich. Die eher ängstliche Charlotte wächst während ihrer Reise nach Spanien über sich hinaus, sie fasst wieder neuen Mut.  Charlotte folgt dem Beispiel ihrer Großmutter. Sie steht endlich zu ihrer wahren Leidenschaft! Was es mit dem geheimnisumwitterten Bild auf sich hat, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Ihr müsst den Roman selbst lesen!Fazit: „Die spanische Tänzerin“ ist ein schöner Schmöker, der vor allem Frauen begeistern wird. Eine interessante Handlung wird mit tollen Figuren kombiniert. Genau das richtige Lesefutter für trübe Herbsttage!

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  • Das Magie des Flamencos

    Die spanische Tänzerin

    Betsy

    28. September 2017 um 19:51

    „Wer sich dem Flamenco öffnet, öffnet sich der Liebe.“Charlotte fährt auf Bitte ihrer kranken Großmutter Katarina nach Spanien um die Herkunft eines Bildes aufzuklären, welches diese von ihrem Vater geschenkt bekam und der vor dem gegebenen Versprechen ihr zu erzählen was es mit dem Bild auf sich hat verstarb. Auf ihrer Reise findet Charlotte nicht nur erstaunliches über ihre Großmutter heraus, die damals eine bekannte Flamencotänzerin unter dem Franco-Regime war und für diese Leidenschaft sogar mit ihrer Familie brach, sondern lernt auch Mateo, einen Flamenco-Gitarristen, kennen, der sie bei ihrer Suche nach Informationen unterstützt und durch den auch sie in den Bann des Flamencos gezogen wird. Genau wie damals Katharina muss sie sich mit ihren eigenen Bedürfnissen auseinander setzen und sich entscheiden was sie vom Leben will und ob sie bereit ist sich der Liebe und der Leidenschaft zu öffnen, wie dies Katarina bei ihrer großen Liebe Raul gelang, deren gemeinsame Geschichte einen zutiefst berührt.„Sie fühlte sich so nah wie nie, el duende entstehen zu lassen: Diesen Augenblick, in dem eine magische Kraft die Luft erfüllt, den Künstler mitreißt und er das Publikum auf eine Reise mitnimmt, bei der es eine Weltentdeckt, die nicht erklärt, sondern nur gefühlt werden kann.“Die Geschichte wird auf 2 Zeitebenen erzählt, nämlich einmal in der Gegenwart mit Charlottes Suche nach Informationen über das Bild und dann im Jahre 1944 (mit einer kurzen Sequenz im Jahre 1936) als Katarina ihrer Leidenschaft fürs Flamenco tanzen gefolgt ist, wegen derer sie von ihrer Familie verstoßen wurde und unerwartet ihre große Liebe Raul wieder trifft, den sie nie vergessen konnte. Beide Erzählstränge ziehen den Leser auf seine Weise in seinen Bann, aber immer spielt der Flamenco mit seiner Stärke, seinem Ausdruck und seiner Leidenschaft eine wichtige Rolle. Während Charlotte selbst berauscht wird von den Klängen der Flamencomusik und durch Mateo in eine gänzlich andere Welt eintaucht, erfährt sie nach und nach auch mehr über ihre Großmutter und was es mit dem Bild auf sich hat, das letztendlich auch Auswirkungen auf ihr Leben hat. Nebenbei erfährt man dann ebenso aus Sicht der jungen Katarina wie ihr Leben damals in Spanien verlief und was ihr der Flamenco bedeutet. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten und ihrer Angst sich dem Tanz völlig hinzugeben und einfach loszulassen, nicht mehr zu denken, sondern nur zu fühlen, strebt sie dennoch nach nicht weniger als dem Erlebnis von el duende, der Verschmelzung von purer Emotion und Leidenschaft, was ihr letztendlich nur in Anwesenheit von Raul gelingt.„El duende ist Magie, für die es keine Worte gibt.“Wie Charlotte, fragt man sich natürlich auch als Leser lange Zeit warum Katarina Spanien wohl verlassen hat und ihrem alten Leben den Rücken kehrte, aber auch was mit ihr und Raul passiert ist, deren Liebesgeschichte einen bezaubert und zutiefst berührt. Umso interessierter folgt man ihrer Geschichte und erlebt wie beide den Flamenco dazu einsetzen etwas zu verändern und dabei noch näher zusammenrücken, aber auch wie es sie in Gefahr bringt und damit für hochdramatische und spannende Momente sorgt.Bei Charlotte wiederum sehen wir eine junge Frau, die mit ihrem Leben nicht wirklich glücklich ist und ihre eigene Leidenschaft für die Malerei aufgegeben hat. Sie ist ihrer Großmutter liebevoll verbunden und hat genau wie diese früher auch Angst sich völlig zu öffnen und das zu tun was sie will. Erst die Geschichten rund um den Flamenco, el duende, die Begegnung mit Mateo und die Geschichte ihrer Großmutter, geben ihr den Mut ihre Gefühle zuzulassen und sich darauf zu besinnen was sie für sich selbst will. Auch die Figuren von Raul und Mateo sind sehr gelungen, beide wirken recht geheimnisvoll und ruhig, können aber mit ihrer Musik verzaubern und leben ihre Leidenschaft. Sie haben beide zudem Dinge in ihrer Vergangenheit erlebt, die die Gegenwart mehr oder weniger beeinflussen. Es ist teilweise sehr schön wie ähnlich sich Charlotte und Katharina, aber auch Raul und Mateo in mancherlei Hinsicht sind und wie hier zwei wunderschöne Liebesgeschichten erzählt werden, die dann doch auch wieder ganz anders sind.Was hier des Weiteren so toll gelungen ist, ist dass beide Handlungsstränge gemeinsam so wunderbar harmonieren und einen mitreißen, auch wenn oftmals nicht viel passiert. Natürlich ist die Geschichte rund um Katarina und Raul noch einen Tick spannender und emotionaler, was eben der Zeit in der es spielt geschuldet ist, aber auch Charlotte und Mateo sorgen für viel Gefühl und schöne Momente. Gemeinsam haben sie allerdings die Familienkonflikte, die Emotionen die der Flamenco und seine Musik auslösen sowie den Mut sich auf etwas einzulassen.Zwar werden hier die schwierigen Verhältnisse unter Franco angesprochen, aber vorrangig mit dem Bezug des Flamencos und mit der Widerstandsbewegung Maquis, die hier noch eine Rolle spielen. Der Autorin ist es hier sehr gelungen die Zeit Francos in Spanien einzufangen, ohne zu sehr ins Detail zu gehen, aber dennoch die Angst der Menschen zu vermitteln und wie sehr selbst ihr Flamenco unter dieser Herrschaft leidet, der um vieles komplexer ist als man es geahnt hätte. Man erfährt viel über diesen Tanz voller Leidenschaft, aber nicht so, dass man gelangweilt ist, weil man genauso gebannt den Erklärungen zuhört und gemeinsam mit Charlotte oder Katarina selbst am liebsten mit den Füßen aufstampfen würde und sich ganz dem Zauber des Moments zu hinzugeben, wo nur noch die Emotion und Leidenschaft zählt und alles andere belanglos wird. Fazit: Ein Buch, das mich von Anfang bis Ende gefangen genommen hat und begeistern konnte. Die Autorin zieht einen mit ihrem gefühlvollen Schreibstil in die Welt des Flamencos und seiner Magie. Zwei Zeitebenen und zwei Frauen, die beide loslassen und ihr Herz öffnen müssen, um wirklich zu leben. Man erlebt hier pure Leidenschaft zu Musik, Tanz und Malerei, aber auch Gefahr, Angst und Dramatik, sowie wunderschöne Momente voll inniger Liebe. Der Leser erfährt unglaublich viel über den Flamenco und ist selbst gebannt und berauscht von den intensiven Gefühlen die dieser Tanz auszulösen vermag und wie dieser einst Katarinas und nun Jahrzehnte später auch Charlottes Leben verändert. Beide Erzählstränge nehmen einen mit auf eine Reise nach Spanien und erzählen von Liebe und Leidenschaft mit dem Fokus auf Flamenco. Eine absolute Leseempfehlung für dieses Buch, das hier einen Tanz in den Vordergrund stellt, sowie die Kraft und das Feuer das in jeder Frau steckt und es ermöglicht über sich selbst hinauszuwachsen, wenn man sein Herz dafür öffnet, aber auch historische Einblicke in die Zeit unter Franco bietet und wie selbst ein einfacher Tanz für Widerstand sorgen kann. Ein Buch das auf vielen Ebenen berührt und für Emotionen sorgt.

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