Alma Lundt bietet immer wieder neue Aspekte, wenn man von Seite zu Seite mitfiebert, wie sich wohl die Protagonistin Martha aus ihrer bedrohlichen Situation befreien könnte.
Prägnant gezeichnete Figuren nehmen einen beim Lesen quasi „an die Hand“, um dem Rätsel nachzugehen, welches mit dem seltsamen Verschwinden eines Mädchens verbunden ist.
Die Atmosphäre der nordischen Landschaft sowie Marthas verzwickte Lage werden intensiv fühlbar. Dass die packende, fiktive Handlungskonstellation deutliche Bezüge auf finstere Realtäten der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts nimmt, die bis heute nachwirken, verleiht dem Thriller besonderes Gewicht.
Das Polarkind besticht auch durch den exzellenten Schreibstil der Autorin – das Buch liest sich quasi „wie von selbst“.







