Alma Zárate , Jamila Tressel Wie wir Schule machen

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Inhaltsangabe zu „Wie wir Schule machen“ von Alma Zárate

Jetzt geht die Bildungsdebatte richtig los: Mit Alma, Jamila und Lara-Luna melden sich erstmals die Schüler zu Wort.In der Bildungsdebatte sind alle zu Wort gekommen – nur die Schüler hat keiner gefragt. Das regt Alma (14), Jamila (15) und Lara-Luna (16) schon lange auf. In ihrem Buch berichten sie, wie sie in ihrer Schule fürs Leben lernen. Ihre Fächer heißen „Herausforderung“ und „Verantwortung“, in sogenannten Lernbüros teilen sie sich ihr Pensum selbst ein – alles innerhalb des Lehrplans. Ein Beispiel des Gelingens, einfach und erfrischend. Die drei Autorinnen und ihre Mitschüler bilden inzwischen Lehrer weiter und machen Mut umzudenken.Die drei Berliner Schülerinnen Alma, Jamila und Lara-Luna fordern Mut zur Veränderung an unseren Schulen: mehr Selbständigkeit, mehr Verantwortung, mehr Erfahrungen fürs Leben, mehr Gemeinschaft. Vieles davon findet an ihrer Schule, der Evangelischen Schule Berlin Zentrum, bereits statt. In "Wie wir Schule machen" berichten sie von ihrem ungewöhnlichen und produktiven Lernalltag. Unkompliziert, mutig und zum Nachmachen empfohlen.

Ein unglaublich wichtiger Beitrag zur Bildungsdebatte - und ein Buch, das Mut macht, daran zu glauben, dass Lernen auch anders gehen kann!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

sooo toll!!! das sollte jeder lesen. eine absolute empfehlung!

— MissPaulchen
MissPaulchen

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    Wie wir Schule machen
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    24. February 2014 um 12:33

    Ich habe schon einmal Schülerinnen dieser inzwischen bundesweit bekannten Schule erlebt. Eines fällt sofort auf, sowohl „live“ als auch in diesem Buch: Diese Schülerinnen und Schüler machen uns nichts vor. Sie haben wirklich Spaß an ihrer Schule. Dabei sind es ganz normale Jugendliche, keine lernsüchtigen Freaks. Wie kommt es, dass Schülerinnen und Schüler sich so stark mit ihrer Schule identifizieren, gern (!!!) hingehen und sogar ein Buch darüber schreiben, einfach mal so nebenbei zum Unterricht? Warum wirken sie bei alldem nicht so gestresst wie Schülerinnen und Schüler anderer Schulen? Warum kennen sie keinen Schulfrust? Im Buch geben drei Schülerinnen Einblick in einen Schulalltag, der sehr weit entfernt ist von den Zuständen an „normalen“ Berliner Schulen. Leider. Denn das Konzept scheint sehr sinnvoll zu sein und – den im Buch eingeschobenen Texte Erwachsener zufolge – Persönlichkeit hervorzubringen, die in der Wirtschaft mit Kusshand genommen werden und denen man die Zukunft unseres Landes bedenkenlos in die Hände legen kann. „Und wie toll ist es außerdem, morgens aus dem Haus zu gehen, um zu lernen? Dinge zu erfahren, von denen man noch nie etwas gehört hat? Fragen zu stellen und Antworten zu bekommen? Herausgefordert zu werden und sich beweisen zu müssen?“ Ich denke, der große Unterschied liegt im letzten Satz. Den Schülerinnen und Schülern wird Vertrauen entgegengebracht. Sie dürfen selbstbestimmt und im eigenen Tempo lernen, ihnen wird zugetraut, ihre Lernziele zu erreichen. Sie werden respektiert und die Konzentration liegt auf ihren Stärken statt auf ihren Schwächen. Bis zur achten Klasse bekommen sie keine Schulnoten, sondern ausführliche Berichte. Sie lernen, Verantwortung zu übernehmen, zuverlässig zu sein und behalten ihre – allen Kindern angeborene – Neugier. Wie anders der Lernansatz an dieser Schule ist, zeigen die Schülerinnen unter anderem am Beispiel einer Projektwoche. Statt im Frontalunterricht zu lernen, wie unterschiedlich beispielsweise das Essen in Westdeutschland und der DDR war, wurden die Schülerinnen und Schüler am Beginn der Projektwoche in zwei Gruppen geteilt, nämlich Ost und West, komplett mit Pässen und neuen Namen. In der Schulkantine gab es unterschiedliche Essen für die beiden Gruppen. So kann man Lernstoff mit allen Sinnen erfahren. Die Schülerinnen beschreiben die Lernbüros und ihre Logbücher. Durch den Klassenrat und die Vollversammlung der Schule, sowie durch die Vorträge außerhalb der Schule, lernen die Schülerinnen und Schüler, sich auf Andere einzustellen, vor Fremden zu referieren und Konflikte zu lösen. Und dann gibt es noch die dreiwöchigen Herausforderungen. Die Schülerinnen und Schüler wandern zum Beispiel bis an die Küste, müssen dabei aber mit 150 Euro auskommen. Wie sie das hinkriegen können, müssen sie selbst herausfinden. Der erwachsene Begleiter greift nur in absoluten Notfällen ein – nicht, wenn man sich mal ein paar Kilometer verläuft. Und er muss mitversorgt werden. Kein Wunder, dass Jugendliche, die solche Herausforderungen meistern und dabei lernen, auf Unvorhergesehenes zu reagieren, reifer wirken als andere Jugendliche ihres Alters. Ich möchte dieses Buch allen Akteuren im Bereich Schule ans Herz legen. Vieles von dem hier Vorgestellten lässt sich auch an „normalen“ Schulen leicht umsetzen. Dafür ist noch nicht einmal viel Geld nötig, und das Berliner Schulgesetz gibt mehr her, als man denkt. Man muss einfach nur die Energie, die man für´s Meckern verbraucht, dazu nutzen, etwas zu verändern. Dieses Buch macht Lust darauf.

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