Almut Hielscher , Uta König Mord am Waterberg

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Inhaltsangabe zu „Mord am Waterberg“ von Almut Hielscher

Der rätselhafte Mord an ihrer Schwester Anna bringt Katrin nicht nur näher an die namibisch-deutsche Vergangenheit, sondern auch zunehmend in Gefahr. Das ahnt sie aber nicht, als sie sich auf den Weg in den Süden Afrikas macht, um den Leichnam ihrer ermordeten Schwester nach Deutschland zu holen.

Der eigentlich geplante Kurzaufenthalt nimmt eine unerwartete Wendung, als sie die Chance ergreift, den Mordfall an ihrer Schwester eigenständig aufzuklären. Dabei stößt sie nicht nur auf das Misstrauen der Namibier, die immer noch das Nachbeben des Völkermords an ihren Ahnen spüren, sondern auch auf einen Feind, der sein tödliches Augenmerk jetzt auf Katrin selbst legt.

Mit dieser schrecklichen Erkenntnis steht sie vor einer folgenschweren Entscheidung: Verfolgt sie die gefährliche Spur weiterhin, um den Mörder ihrer Schwester zu entlarven? Oder bringt sie sich selbst in Sicherheit, indem sie unverzüglich abreist? Eine überstürzte Abreise würde aber nicht nur bedeuten, dass sie sich der Wahrheit um den Mord ihrer kleinen Schwester verweigert, sondern es würde ebenfalls bedeuten, das Leben eines Unschuldigen in den blutigen Händen des Feindes zurückzulassen.

Das ambitionierte Debüt hat mich leider in allen Belangen sehr enttäuscht, besonders da es mehr eine Reportage als ein Krimi ist.

— SalanderLisbeth

Spannende Mördersuche in der ehemaligen deutschen Kolonie Namibia

— ech

Ein spannender Krimi mit geschichtlichen Hintergrundinformationen einer unrühmlichen deutschen Kolonialzeit in Namibia.

— rewareni

Außergewöhnlicher Krimi mit Bezug zur deutschen Kolonialgeschichte!

— mabuerele

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  • Das dunkle Erbe der Kolonialzeit

    Mord am Waterberg

    SalanderLisbeth

    08. November 2017 um 12:34

    Da steht es Schwarz auf Weiß: Raubmord. Anna ist tot. Katrin beginnt zu begreifen. Vor zwei Tagen hatte die Nachricht etwas Unwirkliches. Sie kam von so weit her. Anna sollte tot sein? Mitten in der Nacht hatte ihr der Landesdirektor des Deutschen Entwicklungsdienstes das Unfassbare mitgeteilt und darum gebeten, dass ein Familienmitglied nach Namibia komme. (Auszug Seite 8)   Tod einer Entwicklungshelferin Es ist ein trauriger Grund, den Katrin Sattler, eine Buchhändlerin aus Stuttgart, nach Namibia führt. Sie will den Leichnam ihrer jüngeren Schwester nach Hause holen. Anna Sattler, die als Entwicklungshelferin am Fuße des Waterbergs gearbeitet hatte, war in ihrem Haus erschlagen aufgefunden worden. Der des Raubmordes verdächtige 17-jährige Jugendliche bestreitet die Tat. Auch in Katrin wächst die Überzeugung, dass die Polizei den Falschen verhaftet hat und sie fühlt sich verpflichtet, den wahren Täter zu finden. Sie übernachtet im Haus ihrer Schwester und findet dort Briefe der längst verstorbenen Großtante vor, die vor mehr als 80 Jahren nach Namibia auswanderte und die von ihrem Leben auf einer Farm erzählen. Auch Annas Tagebuch gibt Katrin einige Aufschlüsse über ihr Leben. Das dunkle Erbe der Kolonialgeschichte Anna hatte ihre Arbeit in einem Kulturzentrum mit großem Enthusiasmus geführt und sich leidenschaftlich für eine Verbesserung der Beziehungen zwischen Hereros und Deutschen eingesetzt. Die Hereros hatten unter der deutschen Kolonialherrschaft großes Leid erfahren und auch Generationen später sind die Schrecken des Völkermordes und die Ausbeutung durch die Kolonialherren noch fest in den Köpfen der Einheimischen fixiert. Annas Engagement stieß nicht nur auf Begeisterung bei der Dorfgemeinschaft, zum Beispiel hatte sie sich bemüht, Onkel Jonas das Handwerk zu legen, einem alten Weißen, der Geld zu Wucherzinsen an die verarmte Bevölkerung verleiht. Ein Motiv hätte auch Annas Chef, der Manager des Zentrums, den sie der Geldunterschlagung bezichtigt hatte. Aber der deutsche Entwicklungsdienst in Windhoek will von Korruption nichts wissen oder unternehmen. Weiter findet Katrin heraus, dass ihre Schwester ein Verhältnis mit einem verheirateten Mann hatte und dass dessen eifersüchtige Ehefrau Voodoo-Zauber ausübte. Bei ihren Nachforschungen schlägt Katrin Misstrauen und offene Feindseligkeiten entgegen und nach einigen Drohanrufen und einem Einbruch in ihrem Haus muss sie erkennen, dass sie sich zunehmend in Gefahr begibt. Gleichzeitig wird sie durch die Briefe der Tante mit der Vergangenheit ihrer Familie konfrontiert. Ambitioniertes Debüt Obwohl ich die Thematik sehr interessant finde, habe ich leider keinen richtigen Bezug zu der Geschichte gefunden. Dass die beiden Autorinnen versuchen, in ihrem Debüt anhand einer Kriminalgeschichte auf die Zustände in Namibia und die Nachwirkungen seiner Geschichte hinzuweisen, ist aller ehrenwert und sehr ambitioniert. Leider ist dies nicht wirklich gelungen und konnte mich gar nicht erreichen. Gut gemeint ist nicht gleich gut gemacht. In schlichter Sprache werden Dialoge geführt, die ich als künstlich empfunden habe und die nur der Information des Lesers sorgen sollten. Meinem Empfinden nach wollen die Autorinnen viel zu viele Themen unterbringen, deshalb wird alles nur oberflächlich gestreift und tiefe Einblicke können so gar nicht entstehen. Die Charakterisierungen wirken holzschnittartig und besonders zu Katrin fand ich keinen Zugang oder konnte mich nicht in sie hineinversetzen. Dabei sollen Rückschauen in die Kindheit einen Blick in die Psyche ermöglichen. Katrin war die größere, vernünftige Schwester, die sich immer um die jüngere, abenteuerliche Schwester gekümmert hatte. Da sie Anna in Afrika nie besucht hatte und kaum etwas von ihrem Leben wusste, fühlt sie sich in dieser von Schuldgefühlen getragenen Situation praktisch verpflichtet, da zu bleiben. Die ganze Story krankt an den Ungereimtheiten im Plot. Wenig inspirierend, dass Katrin fast sämtliche wichtige Erkenntnisse aus dem Tagebuch zieht. Als dieses Tagebuch bei dem Einbruch gestohlen wird, findet sie ein weiteres im Papiermüll. Am wenigsten hat mich das Setting überzeugt. Einzelne Schauplätze werden beschrieben, die sich aber irgendwie nicht zu einem stimmigen Ganzen vereinen. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich eine Vorstellung, wie es da aussieht. Es entstanden keine Bilder vor der im Klappentext beschriebenen atemberaubenden Schönheit vor meinen Augen. Auch nicht von den Hereros, die versuchen Tradition und Moderne in Einklang zu bringen. Für mich ist Mord am „Waterberg“ mehr eine Reportage über die Auswirkungen der gewaltvollen deutsch-namibischen Kolonialvergangenheit als eine Kriminalgeschichte. Dafür sind die etwas mehr als 200 Seiten vielleicht auch zu knapp, vor allen Dingen, wenn zum Schluss noch eine Liebesgeschichte für Katrin aufgedrückt wird. Im Anschluss findet man eine geschichtliche Dokumentation der Ereignisse von Deutsch-Südwest-Afrika bis zur Republik Namibia in Form einer Zeitlinie von 1842 bis 2017. Zwei Autorinnen Almut Hielscher wurde 1943 geboren und arbeitete unter anderem 8 Jahre beim STERN sowie 15 Jahre beim SPIEGEL. Sie kann auf einige persönliche Erfahrungen in Südafrika zurückblicken, denn sie war mehrere Jahre als Korrespondentin für Afrika mit Sitz in Johannesburg tätig und hat auch für den Deutschen Entwicklungsdienst (DED) in Namibia gearbeitet. Uta König wurde 1947 geboren und absolvierte Studium und Journalisten-Ausbildung in Paris. Die langjährige STERN-Reporterin wechselte 1995 zum Fernsehen und hat beim NDR seitdem mehr als 50 Reportagen und Dokumentarfilme gemacht. 1998 bekam sie den Grimme-Preis für die beste Dokumentation. Beide Autorinnen leben in München.

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  • Spannende Mördersuche in der ehemaligen deutschen Kolonie Namibia

    Mord am Waterberg

    ech

    13. October 2017 um 13:54

    Die Autorinnen Almut Hielscher und Uta König liefern mit ihrem Erstlingswerk nicht nur einen spannenden Kriminalroman ab, sondern gewähren zugleich interessante Einblicke in die aktuelle Situation der ehemaligen deutschen Kolonie Namibia und seiner Bewohner. Dem Buch merkt man die gute und sorgfältige Recherchearbeit der Autorinnen jederzeit an, eine Zeittafel zur Geschichte Namibias am Ende rundet die Informationen aus dem Roman zudem noch hervorragend ab.  Im Mittelpunkt der Geschichte steht Katrin Sattler, die eigentlich nur die Leiche ihrer Schwester nach Deutschland überführen will. Anna hat als Entwicklungshelferin in Namibia gearbeitet und ist offenbar von einem 17-jährigen Einheimischen erschlagen worden.Schnell merkt Katrin aber, das an dieser Geschichte etwas nicht stimmen kann und so begibt sie sich selber auf die Spuren ihrer Schwester und versucht so, ihren wahren Mörder zu finden.Gerät der Kriminalfall streckenweise doch eher konventionell, besticht das Buch vor allem durch sein gelungenes Setting und die überzeugenden Beschreibungen von Land und Leuten, bei denen die Autorinnen auch weitestgehend auf die üblichen Klischees zum afrikanischen Kontinent  verzichten.Der Schreibstil ist angenehm, das Erzähltempo eher gemächlich, sorgt aber dennoch für einen stetigen Spannungsaufbau, der schlußendlich in einer überzeugenden und glaubwürdigen Auflösung gipfelt, die auch einen ordentlichen Schuß Tragik beinhaltet.Wer ein Faible für den afrikanischen Kontinent hat und sich gerne spannend unterhalten lässt, ist bei diesem Buch genau richtig.

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  • Leserunde zu "Mord am Waterberg" von Almut Hielscher

    Mord am Waterberg

    SpreadandRead

    Namibia - sengende Hitze, unhygenische Zustände und Vorurteile gegenüber Deutschen. Für die Stuttgarterin Anna, die den Leichnam ihrer Schwester überführen will ohnehin ein heikles Pflaster, aber also sie sich noch in die Mordermittlungen einmischt, wird es richtig gefährlich. Ermittelt gemeinsam mit uns und einem Teil des Autorenteams pünktlich zum Veröffentlichungstermin des Printbuches in diesem spannenden Fall.Darum gehts:Katrin Sattler kann es nicht fassen: Ihre kleine Schwester Anna, abenteuerlustig, herzlich und der unangefochtene Liebling ihrer Eltern, ist tot – kaltblütig erschlagen mit einem silbernen Kerzenleuchter. Schockiert reist die junge Stuttgarterin nach Namibia, wo Anna sich als Entwicklungshelferin unermüdlich für die Verbesserung der Beziehungen zwischen den einheimischen Herero und den Deutschen eingesetzt hat. Voller Ungeduld will Katrin den Leichnam so schnell wie möglich nach Deutschland holen und aus diesem Land verschwinden, das ihr mit der sengenden Hitze, den unhygienischen Zuständen und den aufdringlich bettelnden Kindern mehr als suspekt ist. Doch dann erfährt Katrin, dass der vermeintliche Mörder ihrer Schwester ein 17-jähriger Jugendlicher ist, der vehement bestreitet, die grauenvolle Tat begangen zu haben. Kurzerhand beschließt sie, der Sache auf den Grund zu gehen. Während Katrin dem Geheimnis um Annas Tod immer näher kommt, muss sie erkennen, dass ihre Schwester nicht die unbeschwerte junge Frau war, als die sie sie in Erinnerung hat. Annas Engagement stieß nicht nur auf Begeisterung bei den Namibiern, die den Völkermord, den ihre Vorfahren an ihren Ahnen verübt hatten, nicht vergessen können und der jungen Deutschen oft mit Argwohn, Misstrauen und sogar Hass begegneten.Als Katrin schließlich selbst ins Visier des Täters gerät, muss sie eine folgenschwere Entscheidung treffen: Soll sie unverrichteter Dinge wieder nach Hause fliegen und den Mord ungesühnt lassen oder ihr Leben riskieren, um Annas Tod aufzuklären und einen Unschuldigen vor einem schrecklichen Schicksal zu bewahren?Hier gehts zur LeseprobeSeid ihr neugierig geworden und habt Zeit für einen regen Austausch in den nächsten Wochen? Dann bewerbt euch jetzt auf 1 von 5 Printexemplaren. Um euch zu bewerben, beantwortet einfach folgende Frage:Was erwartet ihr euch, nachdem ihr die Leseprobe gelesen habt?Wir freuen uns auf eure Bewerbungen!Kleingedrucktes:Die Bewerbung verpflichtet euch automatisch zur zeitnahen Teilnahme an der Leserunde, welche das Bearbeiten der Leseabschnitte und eine Rezension umfasst. Erwiesene Nichtleser werden nicht berücksichtigt. Außerdem werden keine Profile berücksichtigt, die nicht min. 3 Rezensionen enthalten und/oder nicht öffentlich einsehbar sind.

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  • Was wirklich in Namibia geschah

    Mord am Waterberg

    rewareni

    27. August 2017 um 12:26

    Der rätselhafte Mord an der deutschen Entwicklungshelferin Anna Sattler in Namibia erschüttert viele. Als ihre ältere Schwester Katrin nach Afrika fliegt um ihren Leichnam abzuholen, weiß sie noch nicht welch menschliche Tragödien und schreckliche Geheimnisse sie erfahren wird. Als Katrin merkt, dass mit dem Mordfall ihrer Schwester etwas nicht stimmt, beschließt sie ihren Aufenthalt zu verlängern, um selbst den Fall zu lösen, dass sie sich dabei in Gefahr begibt, ist ihr da noch nicht bewusst. Ein Einbruch und Drohanrufe zeigen ihr, dass sie nicht willkommen ist. Doch da sie immer tiefer, auch durch die eigene längst zurückliegende Familiengeschichte in Namibia, hineingezogen wird, beschließt sie sich dem unsichtbaren Feind und der tragischen Vergangenheit der deutschen Kolonialgeschichte zu stellen. Misstrauen und Hass der Namibier schlägt ihr entgegen, aber zum Glück gibt auch Menschen die ihr helfen wollen und für ein friedliches Zusammenleben kämpfen wollen. Die Autorinnen Almut Hielscher und Uta König haben sich mit dem Roman ,, Mord am Waterberg´´ an ein sensibles Thema heran gewagt. Der Völkermord in Südwest Afrika zur Zeit der deutschen Kolonialzeit. Im Anschluss des Buches findet man eine geschichtliche Dokumentation von 1842 – 2017. Anschaulich wird in dem Roman über Misshandlungen, Vergewaltigungen und Vertreibungen der Menschen in Namibia berichtet. Man spürt dabei, dass es viele Nachfahren nicht leicht haben mit dem Wissen, dass ihre Vorfahren Deutsche waren, die mit Gewalt in ihr Leben und in ihr Land eingedrungen sind. Katrin wird mit Ängsten, Vorurteilen und Missverständnissen konfrontiert. Man taucht dabei auch als Leser in eine geheimnisvolle und emotionale Welt ein. Spätfolgen wie Aidsprobleme, Korruption in der Politik und Wirtschaft, machen auch heute noch das Leben dieser Menschen nicht gerade einfach. Zwei Erzählstränge, die sich aus Annas Tagebüchern und Katrins Ermittlungen stets wieder zusammenfügen, zeigen immer wieder auf, wie schwer es in diesem Land ist für ehrbare Menschen Fuß zu fassen und endlich mit der Vergangenheit abzuschließen. ,,Mord am Waterberg´´ ist nicht nur ein spannender Krimi, mit unerwarteten Wendungen, sondern vor allem eine interessante geschichtliche Reise in die unrühmliche, deutsche Kolonialzeit in Namibia.  

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  • Mord am Waterberg

    Mord am Waterberg

    abetterway

    23. August 2017 um 09:36

    Inhalt:"Der rätselhafte Mord an ihrer Schwester Anna bringt Katrin nicht nur näher an die namibisch-deutsche Vergangenheit, sondern auch zunehmend in Gefahr. Das ahnt sie aber nicht, als sie sich auf den Weg in den Süden Afrikas macht, um den Leichnam ihrer ermordeten Schwester nach Deutschland zu holen. Der eigentlich geplante Kurzaufenthalt nimmt eine unerwartete Wendung, als sie die Chance ergreift, den Mordfall an ihrer Schwester eigenständig aufzuklären. Dabei stößt sie nicht nur auf das Misstrauen der Namibier, die immer noch das Nachbeben des Völkermords an ihren Ahnen spüren, sondern auch auf einen Feind, der sein tödliches Augenmerk jetzt auf Katrin selbst legt."Meinung:Ein sehr interessanter und außergewöhnlicher Krimi, da er durch die Schreibweise und Erzählweise ist fast zwei verschiedernen Zeiten spielt. Des Weiteren beinhaltet er viel geschichtliches aus der Kolonialzeit welches auch sehr interessant ist. Katrin begibt sich auf eine Reise in die Vergangenheit und gleichzeitig in die Zukunft und lernt auch ihre ermordete Schwester besser kennen und begibt sich gleichzeitig in Gefahr. Sehr spannend geschrieben! Fazit:Sehr gelungener Krimi mit geschichtlichem Hintergrund.

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  • Warum musste Anna sterben?

    Mord am Waterberg

    mabuerele

    20. August 2017 um 21:30

    „...Unsere Würde haben sie uns genommen, unsere Kultur haben sie zerstört. Auch in unseren Seelen ist vieles kaputt gegangen...“ Katrin fliegt nach Namibia. Sie wird dort einen Sarg abholen, den Sarg mit dem Leichnam ihrer jüngeren Schwester Anna. Sie hatte für den Deutschen Entwicklungsdienst gearbeitet und war ermordet worden. Als Katrin in das Dorf kommt, wird sie von Annas Chef, dem Manager Arnold Kaure in Empfang genommen und zur Polizeistation gebracht. Dort teilt ihr der Polizist William Katjelio mit, dass es sich um einen Raubmord gehandelt hat und dass der Mörder gefasst ist. Sämtliche Fragen von Katrin werden abgeblockt. Ihr wird empfohlen, nach Windhoek zurückzukehren und am nächsten Tag abzufliegen. Katrin aber besteht darauf, ins Haus ihrer Schwester zu kommen. Die Autorinnen haben einen spannenden und außergewöhnlichen Krimi geschrieben. Die Geschichte lässt sich zügig lesen. Schnell merkt Katrin, dass vieles nicht so ist, wie man ihr erzählt hat. Sie findet das Tagebuch ihrer Schwester und Briefe von Tante Elsa, die vor mehr als 80 Jahren auf einer Farm in Namibia gelebt hat. Der Schriftstil ist abwechslungsreich. Rückblicke in die Kindheit ermöglichen mir, einen Blick in Katrins Psyche zu werfen. Als Älteste von drei Geschwistern musste sie schon früh Verantwortung übernehmen. Dabei hat sie logischerweise auch Fehler gemacht, die das Verhältnis zu Schwester und Bruder getrübt haben. Annas wiederholte Einladungen nach Afrika hat sie mit den Verweis auf Zeitprobleme stets ausgeschlagen. Ausführlich wird die deutsche Kolonialgeschichte von Namibia im Buch aufgearbeitet. Obiges Zitat stammt vom Häuptling der Herero. Landwegnahme und die Folgen von Vergewaltigungen wirken bis heute nach. Doch es gibt Hoffnung. Das zeigt das folgende Zitat: „...Alle, die Versöhnung wollen, haben ihre Schwester gern gehabt und es ihr hoch angerechnet, dass sie als Deutsche mit uns arbeitete...“ Das heutige Leben der Herero wird ebenfalls ausführlich geschildert. Es geht darum, Tradition und Moderne in Einklang zu bringen. Mit dem Verlust der Würde kam der Alkoholismus. Auch dieses Erbe gilt es zu überwinden. Vorreiter sind dabei insbesondere die Frauen. Schnell wird klar, dass der verhaftete Junge unschuldig ist. Wer aber hatte Interesse an Annas Tod? Obwohl Katrin von den örtlichen Befindlichkeiten wenig Kenntnis hat, gelingt es ihr, das Gewirr von Korruption und Verschleierung zu durchdringen. Gleichzeitig wird sie mit der Vergangenheit ihrer Familie konfrontiert. Hier sorgt Angst für Ablehnung. Wie oben schon erwähnt, haben die Autorinnen Annas Tagebucheinträge als besonderes Stilmittel eingefügt. Dort findet Katrin Hinweise für ihre Ermittlungen, aber auch Informationen über die Schwierigkeiten in Annas Leben. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. In einer fesselnden Handlung wird ein Stück deutscher Kolonialgeschichte gekonnt aufgearbeitet.

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  • Mörderische Reise durch Namibia

    Mord am Waterberg

    JessicaLiest

    17. August 2017 um 22:15

    Der rätselhafte Mord an ihrer Schwester Anna bringt Katrin nicht nur näher an die namibisch-deutsche Vergangenheit, sondern auch zunehmend in Gefahr. Das ahnt sie aber nicht, als sie sich auf den Weg in den Süden Afrikas macht, um den Leichnam ihrer ermordeten Schwester nach Deutschland zu holen. Der geplante Kurzaufenthalt nimmt eine unerwartete Wendung, als sie die Chance ergreift, den Mordfall an ihrer Schwester eigenständig aufzuklären. Dabei stößt sie nicht nur auf das Misstrauen der Namibier, die immer noch das Nachbeben des Völkermords an ihren Ahnen spüren, sondern auch auf einen Feind, der sein tödliches Augenmerk jetzt auf Katrin selbst legt. Mit dieser schrecklichen Erkenntnis steht sie vor einer folgenschweren Entscheidung: Verfolgt sie die gefährliche Spur weiterhin, um den Mörder ihrer Schwester zu entlarven? Oder bringt sie sich selbst in Sicherheit, indem sie unverzüglich abreist? Eine überstürzte Abreise würde aber nicht nur bedeuten, dass sie sich der Wahrheit um den Mord ihrer kleinen Schwester verweigert, sondern es würde ebenfalls bedeuten, das Leben eines Unschuldigen in den blutigen Händen des Feindes zurückzulassen.Meine Meinung:Katrin ist ein sehr interessanter Charakter. Wenn man sie zu Anfang und zu Ende des Buches vergleicht merkt man wie sehr sie doch die Umstände vor Ort verändert haben, die Entwicklung war aber positiv zu lesen. Da sieht man wie einem Menschen doch eine Situation verändern kann. Schließlich ging es hier um ihre Schwester, für die sie sich ins Zeug gelegt hat.Durch Tagebucheinträge von Anna konnte man sich Anna und ihr Leben besser vorstellen und nachvollziehen wie ihr Leben in Namibia ablief. Nicht alles lief bei ihr glatt vorüber, aber die Erfolge die sie dort erreicht hat waren schön zu lesen. Aber auch was die anderen Charaktere betrifft kann ich nichts dagegen sprechen. Es gab zwar Charaktere von denen ich weniger gern gelesen habe, aber auch sie hatten ihren wichtigen Teil zu der Handlung beigetragen. Sie waren alle gut ausgearbeitet und haben mir beim Lesen gut gefallen.Wenn wir mal von dem Mord absehen hat uns die Autorin auch Namibia selbst näher gebracht. Besser gesagt die deutsche Kolonialgeschichte und auch das Leben heutzutage. Das war sehr interessant und spannend zu lesen. Da kommen wir auch schon zu dem Thema Spannung. Diese war wirklich vertreten. Stück wir Stück kommen wir der Wahrheit und somit dem Täter von Anna näher, das war wirklich spannend und aufregend zu lesen.Der Schreibstil war schön und entspannend zu lesen, als wäre man ein Teil der Geschichte oder direkt selbst in Afrika, ich konnte mir das alles einfach prima vorstellen.Ein sehr empfehlenswertes Buch!

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  • Tod in Namibia

    Mord am Waterberg

    irismaria

    12. August 2017 um 15:36

    Der Krimi "Mord am Waterberg" entführt die Leser in ein fernes Land: Namibia. Dort lebte und arbeitete Anna Sattler als Entwicklungshelferin in einem kleinen Dorf der Herero. Doch sie wurde in ihrem Haus ermordet und ihre Schwester Katrin reist dorthin, um ihre Sachen zu holen und den Sarg nach Deutschland zu begleiten. In Namibia unterhält sich Katrin mit Annas Chef, der Nachbarin und vielen anderen und merkt schnell, dass es der angebliche Täter nicht war und Annas Tod auch kein Raubmord war. Die Suche nach der Wahrheit bringt menschliche Abgründe zum Vorschein und auch die schwierige Geschichte zwischen den Herero und den Deutschen spielt immer wieder eine Rolle.Mir hat das Buch gut gefallen, es ist lebendig geschrieben und vor allem Katrins Rolle, die sich durch den Tod ihrer Schwester plötzlich in einer fernen Welt wieder findet, kommt für mich wirklich authentisch rüber. Auch die unterschiedlichen Mentalitäten sind feinfühlig beschrieben. Ich kann "Mord am Waterberg" sehr empfehlen, denn es ist eine spannende Geschichte, bei der man zusätzlich Interessantes über Namibia erfährt.

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  • Tod einer Entwicklungshelferin

    Mord am Waterberg

    Langeweile

    08. August 2017 um 15:42

    Als Katrin Sattler den Anruf aus Namibia bekommt, der sie über den Tod ihrer Schwester informiert, ist sie zutiefst erschüttertAnna wurde ermordet und ihr Mörder sitzt bereits in Untersuchungshaft. Ihre Schwester arbeitete seit mehreren Jahren als Entwicklungshelferin und hat sie öfter eingeladen, sie dort zu besuchen. Leider ist sie der Einladung nicht gefolgt und nun ist es zu spät. Katrin fliegt nach Namibia, um ihre Schwester nach Hause zu holen. Bei ihrer Ankunft merkt sie ziemlich schnell, dass sie nicht willkommen ist. Ihre Rückfragen, bezüglich der genauen Todesursache ihrer Schwester, stoßen auf eine Mauer des Schweigens. Das entfacht ihr Misstrauen und sie beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Erste Spuren ergeben sich aus den Tagebucheinträgen ihrer Schwester. Waren die Unrechtmäßigkeiten, welche Anna aufgedeckt hat, der Grund für ihren Tod? Wurde wirklich der richtige Täter verhaftet? Meine Meinung: Auf sehr spannende Weise wird einerseits von Katrins Ermittlungen in der Gegenwart und Annas Leben in der Vergangenheit erzählt. Durch die Tagebucheinträge ihrer Schwester, erfährt Katrin wie sich ihr Leben in Namibia abgespielt hat. Die Autoren vermitteln auch interessantes Wissen über die deutsche Kolonialgeschichte und die Kultur der heutigen Zeit in Namibia. Das hat mir persönlich besonders gut gefallen. Eine nicht unbedeutende Rolle spielt die Tatsache , dass es in der Familie Sattler Vorfahren gab, welche vor vielen Jahren als Einwanderer nach Namibia kamen. Gerne habe ich Katrin bei der Spurensuche in dem fremden Land begleitet und spreche eine Leseempfehlung aus.

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  • Mord am Waterberg

    Mord am Waterberg

    Tapsi0709

    05. August 2017 um 08:02

    Ein sehr spannendes Buch, bei dem der Leser/ die Leserin dazu animiert wird mit zu rätseln, wer der Mörder von Katrin's Schwester Anna ist. Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen und ist außerdem sehr gut verständlich.Man erfährt sehr viel geschichtliches über Namibia, was sehr interessant ist. Am Ende sind auch nochmal wichtige und interessante geschichtliche Daten zur Kolonialzeit in Namibia zusammengefasst. Das finde ich super.Bei mir war es so, das ich dachte relativ schnell zu wissen, wer der Mörder von Anna ist, aber zum Ende hin wurde ich dann eines besseren belehrt.Ich mag solche Bücher sehr gerne, wenn es am Ende noch eine überraschende Wendung gibt und nichts so ist, wie es zunächst scheint.

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