Alois Brandstetter

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Autor von Zu Lasten der Briefträger, Hier kocht der Wirt und weiteren Büchern.

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Neu erschienen am 02.10.2018 als Buch bei Residenz.

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Zu Lasten der Briefträger

Zu Lasten der Briefträger

 (6)
Erschienen am 27.07.2018
Hier kocht der Wirt

Hier kocht der Wirt

 (4)
Erschienen am 01.08.1997
Cant läßt grüßen

Cant läßt grüßen

 (2)
Erschienen am 15.09.2009
Die Mühle

Die Mühle

 (1)
Erschienen am 01.02.2010
Groß in Fahrt

Groß in Fahrt

 (1)
Erschienen am 01.05.2000
Schönschreiben

Schönschreiben

 (1)
Erschienen am 01.01.1997
Zur Entlastung der Briefträger

Zur Entlastung der Briefträger

 (1)
Erschienen am 11.09.2012

Neue Rezensionen zu Alois Brandstetter

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Rezension zu "Zur Entlastung der Briefträger" von Alois Brandstetter

Seniorenstudium im Wirtshaus
Aliravor einem Jahr

Im oberösterreichischen Innviertel trifft eine Stammtischrunde, die aus drei pensionierten Briefträgern besteht, beim Kirchenwirt zusammen. Dabei wird diskutiert, in Erinnerungen geschwelgt und vor allem “gescheitelt”.
Wobei ich der Runde die Klugscheißerei nicht abgenommen habe und die jeweiligen Übersetzungen vom Lateinischen ins Deutsche sowie die “linguistischen Betrachtungen” störend bis öde gefunden habe.

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Aliras avatar

Rezension zu "Hier kocht der Wirt" von Alois Brandstetter

Ein vergnüglicher Wirtshausbesuch
Aliravor 2 Jahren

Peter Glantschnig hat ein Wirtshaus im kärntnerischen Gerlamoos und ist ehrenamtlicher Kustos der Georgskirche mit ihren weltberühmten Fresken des Thomas von Villach. Zum Leidwesen des Wirtes wurde Gerlamoos aber nicht durch diese 1065 erstmals erwähnte Kirche, sondern erst durch einen Murenabgang 1993 bekannt.

Den Schlüssel zur Kirche hütet der Gastwirt wie einen Schatz und handabt die Herausgabe sehr restriktiv - “Hier kocht der Wirt” - nämlich erst, wenn mindestens zwei Besucher kommen, die einander fremd sind und sich gegenseitig im Visier behalten können bzw. sollen.

Daher bekommt auch der Wiener Kunsthistoriker, der gleich zu Beginn des Buches auftaucht, den Schlüssel vorerst nicht, aber jede Menge Belehrungen und “philosophische Betrachtungen” vom Wirt, der genaue Vorstellungen davon hat, was ein Fremder wissen muss, damit der “die Kunst des Thomas” richtig würdigen kann.

In seinem langen Monolog, der Anfangs noch ein paar Mal unwirsch vom Wiener Fachmann unterbrochen wird, berichtet der “maturalose Wirt” auch immer wieder von den “Zwiegesprächen”, die er mit “Meister Thomas” über Gott und die Welt hält:

“... In Klagenfurt”, habe ich zu Thomas gesagt, “gibt es schon den sogenannten amerikanischen Schnellfraß, und er dringt unaufhaltsam vor, bald wird es ihn auch in Villach und kurz darauf in Spittal und in Lienz geben. Und eine Kärntner Küche mit ihren eigenartigen sauren Suppen, mit Ritschert und Kasnudeln, gibt es nach mir in Gerlamoos auch nicht mehr. Wenn einer hier im Gebiet der oberen Drau schnell einen Hunger kriegt, muss er zum Schnellimbiß nach Greifenburg fahren, auf der begradigten oder rückgebauten Drautalbundesstraße. Dort werden sie ihn dann mit amerikanischen Hamburgern abspeisen.....”

Daneben erfährt der Wiener manches über Naturkatastrophen, über die hohe und niedere Kunst, und viel Vergnügliches über Wirtshausbesucher, Wirtshäuser und Stammtischgespräche.

So wird es Abend und die Dunkelheit senkt sich über die Fresken der nicht elektrifizierten Kirche.

“Ich hätte noch einiges sagen wollen. Bedauerlicherweise habe ich aber bemerkt, daß mein Wiener Besucher eingenickt oder, genauer gesagt, eingeschlafen ist. Er hat sogar leise geschnarcht. …. Da habe ich den Schlüssel zur Georgskirche aus der Lade hinter dem Tresen geholt und bin damit an den Tisch des “Entschlafenen”. Ich habe den Wiener sanft am Ärmel gezupft und habe höflich gesagt: “Hier ist der Schlüssel.” Der Wiener hat aber nach einer Weile und nachdem er sich die Augen gerieben gehabt hat, gesagt: “Jetzt ist es leider zu spät, es ist ja schon stockfinster.” Dann hat er gesagt: “Könnten Sie mir bitte aus Spittal ein Taxi bestellen?”

PS: Die Kirche ist in jedem Fall einen Besuch wert - siehe Fotos -  und der Schlüssel wird mittlerweile von einer freundlichen Privatperson ohne Diskussion zur Verfügung gestellt. ;)

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Karin_Kehrers avatar

Rezension zu "Kummer ade!: Roman über einen humoristischen Kriminalfall" von Alois Brandstetter

Kummerkasten-Diebstahl
Karin_Kehrervor 2 Jahren


Im Sommer 2012 wird aus der Klagenfurter Don Bosco-Kirche der Kummerkasten gestohlen. Hat ihn der Dieb irrtümlich für den Opferstock gehalten oder wollte er den womöglich brisanten Inhalt verschwinden lassen?

Eine wahre Begebenheit wird vom Autor zum Anlass genommen, über Gott und die Welt zu sinnieren. Ein ganzes Kaleidoskop von kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Ereignissen wird vor dem Leser ausgebreitet und immer wieder wird der Zusammenhang mit dem verschwundenen Kummerkasten hergestellt, was durchaus virtuos geschieht. 
Allerdings gestalten sich die gerade einmal 134 Seiten doch ein wenig zäh. Ohne Kapiteleinteilung, mit wenigen Absätzen liest sich der Text wie das ununterbrochene Geschwafel eines zwar gebildeten, aber einsamen alten Mannes, dem niemand mehr recht zuhören mag.
Das Setzen von Wörtern und Begriffen in Anführungszeichen wird geradezu inflationär betrieben. 
Dass der Autor mit anderen literarischen Größen bekannt oder befreundet ist, sorgt zwar für die eine oder andere Anekdote, aber dass er ständig seine eigenen Bücher erwähnen muss, wirkt auf mich schon wie Selbstbeweihräucherung. 

Fazit: Sprachlich ausgefeilte, ziemlich eigenwillige Interpretation eines vernachlässigbaren Ereignisses, etwas mühsam zu lesen. 

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