Alois Brandstetter Kummer ade!: Roman über einen humoristischen Kriminalfall

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Inhaltsangabe zu „Kummer ade!: Roman über einen humoristischen Kriminalfall“ von Alois Brandstetter

In Klagenfurt wurde im Sommer 2012 aus dem "Paradies" der Don-Bosco-Kirche der Kummerkasten gestohlen. Hat ihn der Dieb für den Opferstock gehalten, obwohl darauf stand: "Ihre Meinung bitte! Anregungen, Wünsche und Beschwerden"? Oder war der Beseitiger ein mit der grassierenden Unzufriedenheit an Vater Staat und Mutter Kirche Unzufriedener, ein der ewigen Raunzerei und Schimpferei der Kummerkästen müde Gewordener? Ein Harmoniesüchtiger,der sich "Stoff" besorgen wollte? Alois Brandstetter hat den merkwürdigen Fall kriminalistisch, detektivisch, vor allem aber poetisch-humoristisch untersucht und ist auf seltsame Zufälle und Indizien gestoßen. Ein geistreiches Lesevergnügen der Sonderklasse.

Sprachlich ausgefeilter, aber etwas mühsam zu lesender "Kriminalfall".

— Karin_Kehrer

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    Kummer ade!: Roman über einen humoristischen Kriminalfall

    Karin_Kehrer

    19. July 2016 um 21:13

    Im Sommer 2012 wird aus der Klagenfurter Don Bosco-Kirche der Kummerkasten gestohlen. Hat ihn der Dieb irrtümlich für den Opferstock gehalten oder wollte er den womöglich brisanten Inhalt verschwinden lassen?Eine wahre Begebenheit wird vom Autor zum Anlass genommen, über Gott und die Welt zu sinnieren. Ein ganzes Kaleidoskop von kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Ereignissen wird vor dem Leser ausgebreitet und immer wieder wird der Zusammenhang mit dem verschwundenen Kummerkasten hergestellt, was durchaus virtuos geschieht. Allerdings gestalten sich die gerade einmal 134 Seiten doch ein wenig zäh. Ohne Kapiteleinteilung, mit wenigen Absätzen liest sich der Text wie das ununterbrochene Geschwafel eines zwar gebildeten, aber einsamen alten Mannes, dem niemand mehr recht zuhören mag.Das Setzen von Wörtern und Begriffen in Anführungszeichen wird geradezu inflationär betrieben. Dass der Autor mit anderen literarischen Größen bekannt oder befreundet ist, sorgt zwar für die eine oder andere Anekdote, aber dass er ständig seine eigenen Bücher erwähnen muss, wirkt auf mich schon wie Selbstbeweihräucherung. Fazit: Sprachlich ausgefeilte, ziemlich eigenwillige Interpretation eines vernachlässigbaren Ereignisses, etwas mühsam zu lesen. 

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