Alois Hotschnig

 3.5 Sterne bei 23 Bewertungen
Autor von Die Kinder beruhigte das nicht, Leonardos Hände und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Alois Hotschnig

Alois Hotschnig ist ein österreichischer Autor von Prosa, Gedichten, Theaterstücken und Hörspielen. Nach seiner Matura zog er nach Innsbruck und begann dort sein Studium der Medizin und Gesteswissenschaften. Im Jahre 1989 publizierte Hotschnig sein Debutalbum "Aus". Er wurde mit mehreren Literaturpreisen ausgezeichnet.

Alle Bücher von Alois Hotschnig

Die Kinder beruhigte das nicht

Die Kinder beruhigte das nicht

 (7)
Erschienen am 17.08.2009
Leonardos Hände

Leonardos Hände

 (5)
Erschienen am 23.04.2013
Ludwigs Zimmer

Ludwigs Zimmer

 (5)
Erschienen am 23.02.2011
Aus

Aus

 (3)
Erschienen am 01.01.1989
Im Sitzen läuft es sich besser davon

Im Sitzen läuft es sich besser davon

 (3)
Erschienen am 21.09.2009
Absolution

Absolution

 (0)
Erschienen am 01.01.1994
Aus | Eine Art Glück

Aus | Eine Art Glück

 (0)
Erschienen am 20.02.2013

Neue Rezensionen zu Alois Hotschnig

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Rezension zu "Ludwigs Zimmer" von Alois Hotschnig

Rezension zu "Ludwigs Zimmer" von Alois Hotschnig
kleinfriedelchenvor 7 Jahren

"Ich hätte die Erbschaft nicht antreten dürfen, damit fing es an, dieses Haus hat schon andere vor mir nicht glücklich gemacht, ich hätte nicht einziehen dürfen und Landskron und Villach und Kärnten überhaupt meiden müssen von Anfang an."

Kurt erbt nach dem Selbstmord seines Onkels dessen Haus - und damit auch die Familiengeschichte. Von den alteingesessenen Einwohnern wird er von Anfang an mit Argwohn betrachtet. Kurt ist halt keiner "von hier". Aber irgendwie scheint mehr dahinter zu stecken. Das Haus, seine Familie, seine Nachbarn - ja, das ganze Dorf - scheint ein Geheimnis zu umgeben. Die Sterbe- und Selbstmordrate ist überdurchschnittlich hoch, die Nachbarn sind verschlossen und abweisend. Was verbergen die Menschen bloß? Und was hat das alles mit Ludwigs Zimmer zu tun, dem stets verschlossenen Raum im neu geerbten Haus?

Bei den Büchern vom Haymon-Verlag kann ich vor dem Lesen immer nur schwer einschätzen, was mich bei dem Buch erwarten wird. So ging es mir auch hier. "Ludwigs Zimmer" klingt nach einem Familiendrama und fängt sehr bedächtig an. Auf seinen Streifzügen durch die Räume des Hauses sieht Kurt sich immer wieder mit den düsteren Erinnerungen seiner Familie konfrontiert - und mit seinen eigenen. Ganz besonders fasziniert ihn Ludwigs Zimmer, ein Raum, der stets verschlossen war, wenn Kurt früher zu Besuch war. Was hat der Onkel vor seinem Tod in dem Zimmer gemacht, wenn er sich stundenlang darin eingeschlossen hat? Und warum heißt es überhaupt Ludwigs Zimmer? In ihrer Familie gab es keinen Ludwig.

Ich finde, dieses Buch zeichnet sich weniger durch die Geschichte aus, die es erzählt (obwohl die auch interessant ist), sondern vielmehr durch die Art, wie es erzählt wird. Quasi ohne Punkt und Komma reiht Hotschnig seine Gedanken über Leben und Tod, Schuld und Reue aneinander, und trotzdem verliert man als Leser weder den Faden noch das Interesse. Am meisten hat mich dabei das stets präsente Gefühl gefesselt, dass das ganze Dorf irgendwie in die Sache verwickelt ist, die Kurts Onkel in den Selbstmord getrieben hat. Man kann erahnen, dass er und noch weitere eine Schuld auf sich geladen haben.

Hauptsächlich geht es bei "Ludwigs Zimmer" um Erinnerungen. Verdrängt, unterdrückt, versteckt, hinter Mauern, Wäldern, im Keller. Vor der Familie, vor den Nachbarn, vor sich selbst. Wovor Kurt eigentlich genau wegläuft, wird nicht klar, doch scheinen ihn seine Erinnerungen langsam in den Wahnsinn zu treiben. Immer wieder hat er grausame (Tag)Träume von Leichen und Blut. So wird das Buch immer mehr zu einer psychologischen Studie über die menschlichen Abgründe und die Selbstzerstörung - und erzählt gleichzeitig ein Stück Geschichte Kärntens. Keine leichte Kost, aber durchaus lohnenswert.

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Rezension zu "Ludwigs Zimmer" von Alois Hotschnig

Rezension zu "Ludwigs Zimmer" von Alois Hotschnig
Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren

Leider nicht positiv, daher habe ich diese Rezension auch schon ein paar Tage vor mir hergeschoben...

Denn ich habe angefangen zu lesen, es ging auch am Anfang einigermaßen, aber selbst dort bin ich teilweise schon nicht "mit gekommen". Oftmals habe ich den Faden verloren, und das wie schon zu lesen ist nicht nur einmal, ich musste zurück Blättern und den Teil nochmals lesen, 2 oder 3 mal. So macht Lesen natürlich keinen Spaß. Die Geschichte ist so verwinkelt geschrieben das ich mich auf Seite 50 (ca.) fragte ob er das Gespräch alleine führt oder ob er bei jemanden ist. Ich habe daraufhin das Buch beiseite gelegt und einfach mal 2/3 Wochen liegen lassen und habe dann auf ca. Seite 40 nochmals begonnen, es war immer noch so wirr, ich kam nicht mit und die Frage ob er irgendwo ist oder nicht konnte ich selbst dann nicht beantworten, auch nicht mit wem er sprach.

Von dem her habe ich auf Seite 70 abgebrochen, denn es war nur noch ein Krampf mich durch dieses Buch zu ackern und ich verstand die Geschichte immer weniger, schade... denn der Kurzbeschreibung nach müsste es echt eine schöne Geschichte sein. Ich habe auch noch mitbekommen das es sich um ein geerbtes Haus handelt und wie gerade Kurt dieses zugefallen ist, auch habe ich noch kapiert das die Leute im Ort nicht so begeistert waren das er da ist und was er dort so treibt, aber leider sind die Gespräche so wirr das ich da echt nicht mitkommen. Die meisten Rezi´s sind eher positiv, so dass ich schon fast an meinem Leseverstand zweifle.

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Rezension zu "Die Kinder beruhigte das nicht" von Alois Hotschnig

Rezension zu "Die Kinder beruhigte das nicht" von Alois Hotschnig
Sophia!vor 8 Jahren

Nun ja, ein verwirrendes Buch, das den Leser einläd, hinter das Geheimnis der jeweiligen Kurzgeschichte zu blicken.
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Sehr künstlerisch entworfen, erinnert mich der Text an den Dadaismus. Die konfusen, eigenwilligen Texte nehmen den Leser mit auf eine Entdeckungsreise in eine seltsame Umgebung, fast schon surrealer Natur. Man muss sich völlig auf den Text einlassen und äußerst wachsam sein, um das störende Element, den Kern der jeweiligen Erzählung zu entschlüsseln.
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Der Autor Alois Hotschnig spielt dabei nicht nur mit der Psyche seines Publikums, sondern auch mit der Psyche seiner Protagonisten, vielleicht in einem Wechselspiel aus Spannung, Interesse und einem Gefühl der Beklommenheit. Den Titel "Die Kinder beruhigte das nicht" konnte ich dem Gesamtwerk nur mit Mühe zuordnen. Die Erzählungen sind alles andere als beruhigend. Sie sind verwirrend. Ein passendes Wort.
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Fazit: Als Leser muss man Freude am Rätseln und Entschlüsseln haben, um sich ganz auf diese Verwirrung einzulassen. Für Freunde der abstrakten, dadaistischen Kunst, umgewandelt in Literatur.

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Zusätzliche Informationen

Alois Hotschnig wurde am 31. Dezember 1958 in Berg/Drautal (Österreich) geboren.

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