Alois Hotschnig Ludwigs Zimmer

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Inhaltsangabe zu „Ludwigs Zimmer“ von Alois Hotschnig

Von seinem Großonkel erbt Kurt Weber ein Haus an einem See in Kärnten – und mit diesem Haus zugleich auch die Spuren der Vergangenheit, die sich darin eingeschrieben haben. Kurts Erkundungsgänge durch die Räume der alten Villa werden ihm zu einer Reise, die ihn nicht nur in die verdrängte Geschichte seiner Familie führt, sondern auch tief hinein in sich selbst. Alois Hotschnig erzählt in Ludwigs Zimmer ein Kammerspiel von ungeheurer Intensität, das sich als Familiendrama und Geschichtsroman ebenso lesen lässt wie als düster-schöne Schilderung einer Selbstfindung und Selbstzerstörung.

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  • Rezension zu "Ludwigs Zimmer" von Alois Hotschnig

    Ludwigs Zimmer

    kleinfriedelchen

    19. November 2011 um 17:25

    "Ich hätte die Erbschaft nicht antreten dürfen, damit fing es an, dieses Haus hat schon andere vor mir nicht glücklich gemacht, ich hätte nicht einziehen dürfen und Landskron und Villach und Kärnten überhaupt meiden müssen von Anfang an." Kurt erbt nach dem Selbstmord seines Onkels dessen Haus - und damit auch die Familiengeschichte. Von den alteingesessenen Einwohnern wird er von Anfang an mit Argwohn betrachtet. Kurt ist halt keiner "von hier". Aber irgendwie scheint mehr dahinter zu stecken. Das Haus, seine Familie, seine Nachbarn - ja, das ganze Dorf - scheint ein Geheimnis zu umgeben. Die Sterbe- und Selbstmordrate ist überdurchschnittlich hoch, die Nachbarn sind verschlossen und abweisend. Was verbergen die Menschen bloß? Und was hat das alles mit Ludwigs Zimmer zu tun, dem stets verschlossenen Raum im neu geerbten Haus? Bei den Büchern vom Haymon-Verlag kann ich vor dem Lesen immer nur schwer einschätzen, was mich bei dem Buch erwarten wird. So ging es mir auch hier. "Ludwigs Zimmer" klingt nach einem Familiendrama und fängt sehr bedächtig an. Auf seinen Streifzügen durch die Räume des Hauses sieht Kurt sich immer wieder mit den düsteren Erinnerungen seiner Familie konfrontiert - und mit seinen eigenen. Ganz besonders fasziniert ihn Ludwigs Zimmer, ein Raum, der stets verschlossen war, wenn Kurt früher zu Besuch war. Was hat der Onkel vor seinem Tod in dem Zimmer gemacht, wenn er sich stundenlang darin eingeschlossen hat? Und warum heißt es überhaupt Ludwigs Zimmer? In ihrer Familie gab es keinen Ludwig. Ich finde, dieses Buch zeichnet sich weniger durch die Geschichte aus, die es erzählt (obwohl die auch interessant ist), sondern vielmehr durch die Art, wie es erzählt wird. Quasi ohne Punkt und Komma reiht Hotschnig seine Gedanken über Leben und Tod, Schuld und Reue aneinander, und trotzdem verliert man als Leser weder den Faden noch das Interesse. Am meisten hat mich dabei das stets präsente Gefühl gefesselt, dass das ganze Dorf irgendwie in die Sache verwickelt ist, die Kurts Onkel in den Selbstmord getrieben hat. Man kann erahnen, dass er und noch weitere eine Schuld auf sich geladen haben. Hauptsächlich geht es bei "Ludwigs Zimmer" um Erinnerungen. Verdrängt, unterdrückt, versteckt, hinter Mauern, Wäldern, im Keller. Vor der Familie, vor den Nachbarn, vor sich selbst. Wovor Kurt eigentlich genau wegläuft, wird nicht klar, doch scheinen ihn seine Erinnerungen langsam in den Wahnsinn zu treiben. Immer wieder hat er grausame (Tag)Träume von Leichen und Blut. So wird das Buch immer mehr zu einer psychologischen Studie über die menschlichen Abgründe und die Selbstzerstörung - und erzählt gleichzeitig ein Stück Geschichte Kärntens. Keine leichte Kost, aber durchaus lohnenswert.

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  • Rezension zu "Ludwigs Zimmer" von Alois Hotschnig

    Ludwigs Zimmer

    pudelmuetze

    10. May 2011 um 13:31

    Leider nicht positiv, daher habe ich diese Rezension auch schon ein paar Tage vor mir hergeschoben... Denn ich habe angefangen zu lesen, es ging auch am Anfang einigermaßen, aber selbst dort bin ich teilweise schon nicht "mit gekommen". Oftmals habe ich den Faden verloren, und das wie schon zu lesen ist nicht nur einmal, ich musste zurück Blättern und den Teil nochmals lesen, 2 oder 3 mal. So macht Lesen natürlich keinen Spaß. Die Geschichte ist so verwinkelt geschrieben das ich mich auf Seite 50 (ca.) fragte ob er das Gespräch alleine führt oder ob er bei jemanden ist. Ich habe daraufhin das Buch beiseite gelegt und einfach mal 2/3 Wochen liegen lassen und habe dann auf ca. Seite 40 nochmals begonnen, es war immer noch so wirr, ich kam nicht mit und die Frage ob er irgendwo ist oder nicht konnte ich selbst dann nicht beantworten, auch nicht mit wem er sprach. Von dem her habe ich auf Seite 70 abgebrochen, denn es war nur noch ein Krampf mich durch dieses Buch zu ackern und ich verstand die Geschichte immer weniger, schade... denn der Kurzbeschreibung nach müsste es echt eine schöne Geschichte sein. Ich habe auch noch mitbekommen das es sich um ein geerbtes Haus handelt und wie gerade Kurt dieses zugefallen ist, auch habe ich noch kapiert das die Leute im Ort nicht so begeistert waren das er da ist und was er dort so treibt, aber leider sind die Gespräche so wirr das ich da echt nicht mitkommen. Die meisten Rezi´s sind eher positiv, so dass ich schon fast an meinem Leseverstand zweifle.

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