Alois Prinz Lieber wütend als traurig

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Inhaltsangabe zu „Lieber wütend als traurig“ von Alois Prinz

Mit Anfang dreißig hatte Ulrike Meinhof erreicht, wovon andere träumten: Sie war renommierte Journalistin, wohnte mit ihrem Mann und den beiden Töchtern in einer Villa in Blankenese und gehörte zur linken Party-Szene in Hamburg und Sylt. Vielen galt sie als Vorbild ihrer Zeit, und ihr Grundsatz lautete 1962 noch: "Schießenderweise verändert man nicht die Welt, man zerstört sie." Doch 1970 ließ sie dieses Leben hinter sich, um in den Untergrund zu gehen und mit Andreas Baader und Gudrun Ensslin die terroristische Rote Armee Fraktion zu gründen. Von nun an galt sie als "Stimme der RAF" - und als "Staatsfeind Nr. 1". Ein radikaler Schnitt, der bis heute schwer nachvollziehbar scheint.§§Alois Prinz folgt ihren Lebensspuren, von der Kindheit im Dritten Reich bis zu ihrem Tod in Stammheim. Er lässt dabei Zeitzeugen sprechen und präsentiert schwer zugängliches Material. Mit gebotener Distanz erzählt er von einem ungewöhnlichen Leben, das zugleich ein Stück deutsche Geschichte und eine Geschichte der Utopien ist - warum sie lebenswichtig sind und warum sie lebenszerstörerisch sein können.

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    Lieber wütend als traurig
    Xirxe

    Xirxe

    15. May 2014 um 14:46

    Jede/r die/der sich für die Geschichte und Politik der BRD interessiert, wird früher oder später zwangsläufig auf den Namen Ulrike Meinhof stoßen. Sie war eines der führenden Mitglieder der Rote-Armee-Fraktion (RAF) und Hass und Gewalt gegen den Staat und dessen VertreterInnen waren für sie alternativlos. Doch dies war nicht immer so: Als Studentin und auch in den ersten Jahren als erfolgreiche Journalistin war die Christin eine überzeugte Friedensfreundin. Doch die Feststellung dass sie offenbar mit ihren Worten deutlich weniger zu erreichen schien als andere Systemkritische mit diversen illegalen Aktionen, ließ sie immer mehr an ihrer Haltung zweifeln. Diese Entwicklung hin zu einer christlichen Pazifistin und weiter zu einer der am meist gesuchtesten Terroristinnen der BRD zeichnet Alois Prinz ausführlich ab der Zeit ihrer Kindheit nach, während er parallel dazu auch ein detailgetreues Bild der jeweiligen Gesellschaft der BRD liefert. Keine Frage, diese damaligen Verhältnisse mussten jedem demokratie- und gerechtigkeitsliebendem Menschen übel aufstoßen, sodass es gerade auch für besonders empfindsame Menschen nur noch ein kleiner Schritt in die Radikalität war. Wie diese jedoch den Schmerz und das Leid der von dieser Radikalität Betroffenen so vollständig ausblenden konnten, ist eine Frage, die noch immer viele der Freunde von Ulrike Meinhof (und vermutlich auch anderen) umtreibt. Auch der Autor hat dafür nur Vermutungen und so bleibt einem beim Hören nichts Anderes übrig, als sich seine eigenen Gedanken zu machen. Eine tolle Biographie, die durch Axel Milberg als Vorleser und Eva Mattes als Ulrike Meinhof (mit kleinen Texten von ihr) kongenial ergänzt wird.

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