Alona Kimhi

 4.3 Sterne bei 31 Bewertungen
Autor von Die weinende Susannah, Lilly die Tigerin und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Alona Kimhi

Alona KimhiDie weinende Susannah
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Die weinende Susannah
Die weinende Susannah
 (24)
Erschienen am 01.01.2004
Alona KimhiLilly die Tigerin
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Lilly die Tigerin
Lilly die Tigerin
 (6)
Erschienen am 26.08.2006
Alona KimhiIch, Anastasia
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Ich, Anastasia
Ich, Anastasia
 (1)
Erschienen am 01.11.2005
Alona KimhiLilly die Tigerin
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Lilly die Tigerin
Lilly die Tigerin
 (0)
Erschienen am 06.09.2006
Alona KimhiLily la Tigresse
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Lily la Tigresse
Lily la Tigresse
 (0)
Erschienen am 12.12.2013

Neue Rezensionen zu Alona Kimhi

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Bella5s avatar

Rezension zu "Die weinende Susannah" von Alona Kimhi

Rezension zu "Die weinende Susannah" von Alona Kimhi
Bella5vor 8 Jahren

Susannah möchte nicht lieben.Keine Kostümchen tragen und Karriere machen. Sie ist über 30 und lebt bei ihrer Übermutter A. in Israel. Susannah ist so lebensmüde, wie ihre Mutter lebenstüchtig ist. Doch als der Vetter Naor aus Amerika auftaucht, ändert sich Manches.
Dieser Roman ist nicht flach und dumm, sondern anrührend und vielschichtig - so kann er auch als eine Art politische Parabel gelesen werden. Darüber hinaus ist er äusserst humorvoll geschrieben und nie ermüdend.

Kommentare: 1
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RudeLadys avatar

Rezension zu "Die weinende Susannah" von Alona Kimhi

Rezension zu "Die weinende Susannah" von Alona Kimhi
RudeLadyvor 8 Jahren

Ein Buch, welches mich wirklich fasziniert hat.

Es behandelt eine 33jährige Frau, welche immer noch bei ihrer Mutter lebt und ihr quasi auch immer noch am Rockzipfel hängt. Bis ihr Alter genannt wurde, war ich sogar der festen Überzeugung, dass Susannah erst 13 oder 14 Jahre alt ist.

Schnell wird klar, dass diese Frau nicht ganz „normal“ ist: Sie redet kaum, heult bei jeder passenden (und auch unpassenden) Gelegenheit drauflos und scheint im Allgemeinen ganz einfach unterentwickelt zu sein. Allerdings scheint ihre Mutter auch keinen besonderen Wert darauf zu legen, dies zu ändern. Sie tüddelt den ganzen Tag um Susannah herum, bemuttert sie, wo sie nur kann – sie behandelt sie ganz einfach wie einen Teenager.

Auch findet Susannah vor allem sich selbst eklig – sie möchte ihren Körper am liebsten nicht sehen, schon duschen zu gehen empfindet sie als Graus, ganz zu schweigen davon, dass sie es lieber einfach laufen lassen würde, als auf die Toilette zu gehen, wenn Besuch da ist.

Dies beginnt sich erst zu ändern, als der Cousin von Susannah aus den Vereinigten Staaten eintrifft. Susannah selbst und ihre Mutter leben in Israel, also sind sie, oder vielmehr nur die Mutter, sehr gespannt darauf, ihn endlich einmal kennenzulernen. Susannah selbst ist das zu Beginn noch völlig gleichgültig, so wie ihr vieles, was um sie herum passiert, egal ist. Jedoch hat Susannah die Gabe, Menschen sehr schnell zu durchschauen, da sie durch ihr ständiges Schweigen und dadurch bedingtes intensives Zuhören gelernt hat, zwischen den Zeilen zu lesen. So hält sie anfangs von dem Besuch, den ihre Mutter in den Himmel hebt, nicht besonders viel, denn er erscheint ihr zu oberflächlich und er gibt nicht viel von sich preis, sondern „erzählt nur Geschichten von sich“. Jedoch sieht er wahnsinnig gut aus.

Susannah lernt ihn jedoch sehr bald schätzen. Denn er hilft ihr mit seiner unbesonnen Art, selbständiger zu werden und mehr an ihrer Umwelt teilzunehmen.

Bald beginnt Susannah, Gefühle für ihn zu entwickeln, was ihr am Anfang selbst unheimlich ist, da sie sich bislang jegliche Gefühle anderen gegenüber (außer ihrer Mutter und einigen wenigen, Auserwählten) verboten hat, da sie ja doch von allen im Stich gelassen wird auf Kurz oder Lang.

Am Ende kommt es, wie es kommen muss…

Zu Anfang war ich einfach nur verwundert über die Beziehung, die Susannah und ihre Mutter führen. Für meine Begriffe ist es nämlich zu viel des guten, wenn Mutter und ihre 33jährige Tochter zusammen in die Badewanne steigen. Und auch abgesehen von solchen Tatsachen wird einem gleich zu Anfang bewusst, dass die Tochter zu sehr von ihrer Mutter abhängig ist; sie kann ohne sie überhaupt kein eigenständiges Leben führen.

Man fragt sich jedoch von Anfang an, warum Susannah so ist, wie sie ist. Dieses Geheimnis wird erst gegen Ende und auch nur angedeutet aufgelöst, deswegen möchte ich dazu nicht zu viel sagen.

Jedoch ist es mehr als faszinierend, wie eindringlich der Charakter und die Gedanken von Susannah beschrieben werden.

Denn an sich still und heimlich, aber im Nachhinein doch offensichtlich vollzieht sich im Laufe des Buchs eine Veränderung von Susannah, die sie ganz allein dem Besuch zu verdanken hat, der sie aus der Einöde ihres Alltags befreit und ihr so hilft, sich endlich weiterzuentwickeln. Was auch bitter nötig ist, denn eine größere Abhängigkeit kann man gar nicht zu seiner Mutter haben.

Ich habe das Buch echt gern gelesen, zumal es auch einen Einblick in die israelische Kultur und Politik gibt. Vor allem aber zeigt es, wie viele verschiedene Seiten die Liebe haben kann: erdrückend, stärkend oder auch zum Verzweifeln bringend. Dabei sind die Beschreibungen von Susannahs Gedankengängen sehr klug und tiefgründig dargestellt. Aber auch die anderen Charaktere sind sehr skurril und echt. Das Buch hat von jedem Etwas: Szenen zum Schmunzeln und zum Nachdenken und noch viel mehr…

Wirklich zu empfehlen!

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PrinzessinMurkss avatar

Rezension zu "Lilly die Tigerin" von Alona Kimhi

Rezension zu "Lilly die Tigerin" von Alona Kimhi
PrinzessinMurksvor 9 Jahren

Ein intensiv-körperlicher Roman. Wieder. Die Autorin hat ein Talent so zu schreiben, dass man mit allen Sinnen in die Geschichte eintaucht.
"Lilly" ist eine Nabelschau einer jungen, 112kg schweren, recht selbstbewussten Frau in Tel Aviv. Sie reflektiert auch das Leben der Prostituierten Ninusch, aber daneben geht es um den kleinen Tiger, den sie eines Tages geschenkt bekommt.
Die einzelnen Abschnitte enthalten interessante Gedanken über den Zusammenhang von Liebe, Lebenslust, Abhängigkeit und Individualistenextrem. Am Ende wird es ziemlich schräg - für mich gabs da einen echten Bruch kurz vor Schluss. Die schräge Idee, welche die Autorin versucht zwischen die Zeilen zu packen, ging einfach im intensiv-weltlich-sinnlichen Schreibstil unter.
Fazit: Lesenswert aber schräg.

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