Alona Kimhi Die weinende Susannah

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Inhaltsangabe zu „Die weinende Susannah“ von Alona Kimhi

Susannah, 33, lebt seit dem Tod ihres Vaters mit der alles beherrschenden Mutter in einem bescheidenen Vorort von Tel Aviv. Sie gilt als hypersensibel und alltagsuntauglich. Als ihr Vetter Naor, 28, schön wie ein junger Gott, aus Amerika einfällt, ist sie zunächst nur schockiert. Naor treibt dubiosen Handel mit Ikonen und hat Spielschulden. Doch irgendwann nähern sich Susannah und Naor einander an, er verrät ihr Geheimnisse, befreit sie von Ekelgefühlen und verführt sie schließlich nach allen Regeln der Kunst. Aber eines Tages ist er fort. Was wird nun aus ihr? Alona Kimhis Roman ist ein packender Entwicklungsroman, der gleichzeitig ein Bild des israelischen Alltags heraufbeschwört, das sich ins Gedächtnis einprägt.

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  • Rezension zu "Die weinende Susannah" von Alona Kimhi

    Die weinende Susannah
    Bella5

    Bella5

    Susannah möchte nicht lieben.Keine Kostümchen tragen und Karriere machen. Sie ist über 30 und lebt bei ihrer Übermutter A. in Israel. Susannah ist so lebensmüde, wie ihre Mutter lebenstüchtig ist. Doch als der Vetter Naor aus Amerika auftaucht, ändert sich Manches. Dieser Roman ist nicht flach und dumm, sondern anrührend und vielschichtig - so kann er auch als eine Art politische Parabel gelesen werden. Darüber hinaus ist er äusserst humorvoll geschrieben und nie ermüdend.

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    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. August 2010 um 10:22
  • Rezension zu "Die weinende Susannah" von Alona Kimhi

    Die weinende Susannah
    RudeLady

    RudeLady

    21. June 2010 um 10:28

    Ein Buch, welches mich wirklich fasziniert hat. Es behandelt eine 33jährige Frau, welche immer noch bei ihrer Mutter lebt und ihr quasi auch immer noch am Rockzipfel hängt. Bis ihr Alter genannt wurde, war ich sogar der festen Überzeugung, dass Susannah erst 13 oder 14 Jahre alt ist. Schnell wird klar, dass diese Frau nicht ganz „normal“ ist: Sie redet kaum, heult bei jeder passenden (und auch unpassenden) Gelegenheit drauflos und scheint im Allgemeinen ganz einfach unterentwickelt zu sein. Allerdings scheint ihre Mutter auch keinen besonderen Wert darauf zu legen, dies zu ändern. Sie tüddelt den ganzen Tag um Susannah herum, bemuttert sie, wo sie nur kann – sie behandelt sie ganz einfach wie einen Teenager. Auch findet Susannah vor allem sich selbst eklig – sie möchte ihren Körper am liebsten nicht sehen, schon duschen zu gehen empfindet sie als Graus, ganz zu schweigen davon, dass sie es lieber einfach laufen lassen würde, als auf die Toilette zu gehen, wenn Besuch da ist. Dies beginnt sich erst zu ändern, als der Cousin von Susannah aus den Vereinigten Staaten eintrifft. Susannah selbst und ihre Mutter leben in Israel, also sind sie, oder vielmehr nur die Mutter, sehr gespannt darauf, ihn endlich einmal kennenzulernen. Susannah selbst ist das zu Beginn noch völlig gleichgültig, so wie ihr vieles, was um sie herum passiert, egal ist. Jedoch hat Susannah die Gabe, Menschen sehr schnell zu durchschauen, da sie durch ihr ständiges Schweigen und dadurch bedingtes intensives Zuhören gelernt hat, zwischen den Zeilen zu lesen. So hält sie anfangs von dem Besuch, den ihre Mutter in den Himmel hebt, nicht besonders viel, denn er erscheint ihr zu oberflächlich und er gibt nicht viel von sich preis, sondern „erzählt nur Geschichten von sich“. Jedoch sieht er wahnsinnig gut aus. Susannah lernt ihn jedoch sehr bald schätzen. Denn er hilft ihr mit seiner unbesonnen Art, selbständiger zu werden und mehr an ihrer Umwelt teilzunehmen. Bald beginnt Susannah, Gefühle für ihn zu entwickeln, was ihr am Anfang selbst unheimlich ist, da sie sich bislang jegliche Gefühle anderen gegenüber (außer ihrer Mutter und einigen wenigen, Auserwählten) verboten hat, da sie ja doch von allen im Stich gelassen wird auf Kurz oder Lang. Am Ende kommt es, wie es kommen muss… Zu Anfang war ich einfach nur verwundert über die Beziehung, die Susannah und ihre Mutter führen. Für meine Begriffe ist es nämlich zu viel des guten, wenn Mutter und ihre 33jährige Tochter zusammen in die Badewanne steigen. Und auch abgesehen von solchen Tatsachen wird einem gleich zu Anfang bewusst, dass die Tochter zu sehr von ihrer Mutter abhängig ist; sie kann ohne sie überhaupt kein eigenständiges Leben führen. Man fragt sich jedoch von Anfang an, warum Susannah so ist, wie sie ist. Dieses Geheimnis wird erst gegen Ende und auch nur angedeutet aufgelöst, deswegen möchte ich dazu nicht zu viel sagen. Jedoch ist es mehr als faszinierend, wie eindringlich der Charakter und die Gedanken von Susannah beschrieben werden. Denn an sich still und heimlich, aber im Nachhinein doch offensichtlich vollzieht sich im Laufe des Buchs eine Veränderung von Susannah, die sie ganz allein dem Besuch zu verdanken hat, der sie aus der Einöde ihres Alltags befreit und ihr so hilft, sich endlich weiterzuentwickeln. Was auch bitter nötig ist, denn eine größere Abhängigkeit kann man gar nicht zu seiner Mutter haben. Ich habe das Buch echt gern gelesen, zumal es auch einen Einblick in die israelische Kultur und Politik gibt. Vor allem aber zeigt es, wie viele verschiedene Seiten die Liebe haben kann: erdrückend, stärkend oder auch zum Verzweifeln bringend. Dabei sind die Beschreibungen von Susannahs Gedankengängen sehr klug und tiefgründig dargestellt. Aber auch die anderen Charaktere sind sehr skurril und echt. Das Buch hat von jedem Etwas: Szenen zum Schmunzeln und zum Nachdenken und noch viel mehr… Wirklich zu empfehlen!

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  • Rezension zu "Die weinende Susannah" von Alona Kimhi

    Die weinende Susannah
    PrinzessinMurks

    PrinzessinMurks

    10. March 2010 um 22:08

    Eine der intensivsten, anrührendsten Liebesgeschichten, die ich gelesen habe. Eine verklemmte, im Ekel gefangene Frau, die noch bei ihrer Mutter lebt trifft auf einen Cousin, der gegensätzlicher nicht sein kann. Kimhi schreibt für alle Sinne - man hört, riecht, schmeckt, fühlt mit den Protagonisten. Susannah wird von ihrer Mutter begluckt - diese meint es zwar nur gut, potenziert die Neurosen der jungen Frau jedoch nur. Und dan kommt der Mann, den niemand wegschicken kann und der so unglaublich feinfühlig und zärtlich die Schichten aus Dreck, Scham und Ekel abträgt bis am Ende eine außergewöhnliche Frau vor ihm steht. Ein schönes Szenario, das zugleich durch seine Location (Israel) besticht.

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  • Rezension zu "Die weinende Susannah" von Alona Kimhi

    Die weinende Susannah
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. April 2009 um 21:30

    Skurril, abgefahren, hin und her Gehüpfe. Das Buch hat mich nicht gepackt, sondern eher abgeschreckt.
    Muss man nicht gelesen haben.

  • Rezension zu "Die weinende Susannah" von Alona Kimhi

    Die weinende Susannah
    kfir

    kfir

    03. November 2007 um 12:27

    Voll das Leben - sehr subtiler Humor Israel heute: Eine dreissigjährige Frau hat irgendwann das Abnabeln verpasst und wohnt noch immer bei der gluckigen Mutter, die auch keinerlei Anstalten macht, das "Hotel Mama" irgendwann schliessen zu wollen. Abgerundet mit einer alten, ständig nörgelnden Nachbarin und dem Kramer um die Ecke bildet das einen skurrilen und bemitleidenswerten Mikrokosmos in Tel Aviv, aus dem es scheinbar kein Entrinnen gibt. Bis völlig unerwartet der Neffe aus Amerika vorbeikomm, und die Revolution seinen unheilvollen Lauf nimmt. Bis aufs Haar werden die Charaktere beschrieben, so dass sie auf den ersten Blick nicht sehr positiv rüberkommen. Dann kommt eine Spur Mitleid ob ihrer Situation hinzu und auf einmal ist man gefangen in diesem Netz aus alltäglichen Absurditäten und man hat irgendwie seinen Spass dabei, denn ständig schwingt auch in noch so traurigen und bekümmernden Szenen eine Prise Humor mit. Alles scheint anfänglich ziemlich absurd und man möchte nicht wirklich etwas mit solchen Leuten zu tun haben. Doch mit der Zeit machen alle eine erstaunliche Entwicklung durch, die einen die Charaktere ans Herz wachsen lassen. Ich hatte meinen Spass bei dieser nicht alltäglichen Lektüre.

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  • Rezension zu "Die weinende Susannah" von Alona Kimhi

    Die weinende Susannah
    kfir

    kfir

    03. November 2007 um 12:16

    Voll das Leben - sehr subtiler Humor Israel heute: Eine dreissigjährige Frau hat irgendwann das Abnabeln verpasst und wohnt noch immer bei der gluckigen Mutter, die auch keinerlei Anstalten macht, das "Hotel Mama" irgendwann schliessen zu wollen. Abgerundet mit einer alten, ständig nörgelnden Nachbarin und dem Kramer um die Ecke bildet das einen skurrilen und bemitleidenswerten Mikrokosmos in Tel Aviv, aus dem es scheinbar kein Entrinnen gibt. Bis völlig unerwartet der Neffe aus Amerika vorbeikomm, und die Revolution seinen unheilvollen Lauf nimmt. Bis aufs Haar werden die Charaktere beschrieben, so dass sie auf den ersten Blick nicht sehr positiv rüberkommen. Dann kommt eine Spur Mitleid ob ihrer Situation hinzu und auf einmal ist man gefangen in diesem Netz aus alltäglichen Absurditäten und man hat irgendwie seinen Spass dabei, denn ständig schwingt auch in noch so traurigen und bekümmernden Szenen eine Prise Humor mit. Alles scheint anfänglich ziemlich absurd und man möchte nicht wirklich etwas mit solchen Leuten zu tun haben. Doch mit der Zeit machen alle eine erstaunliche Entwicklung durch, die einen die Charaktere ans Herz wachsen lassen. Ich hatte meinen Spass bei dieser nicht alltäglichen Lektüre.

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