Alphonse Daudet Meistererzählungen

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Inhaltsangabe zu „Meistererzählungen“ von Alphonse Daudet

Daudet bekannte einmal, alles, was er erstrebe, sei, ein «marchand de bonheur» sein: einer, der den Mitmenschen Glück verkaufe. Daudet gilt als Erzähler von heiterer Ironie und liebenswürdigem Humor - realistisch zwar in seinen Milieuschilderungen, aber voll warmherziger Anteilnahme für seine Figuren und geradezu impressionistisch in seinem Stimmungsbildern und Skizzen, die er von seiner Heimat, der Provence, zeichnete.

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  • Rezension zu "Meistererzählungen" von Alphonse Daudet

    Meistererzählungen

    Sokrates

    22. July 2011 um 08:36

    Alphonse Daudet (1840-1894) zählt zu den bekanntesten Schriftstellern Frankreichs des 19. Jahrhunderts. Der aus der Provence stammende Daudet hat seine alte Heimat vielfältig in seinen Werken verewigt; ganz besonders gelang ihm dies in ‚Tartarin von Tardascon‘, einem Schelmenroman, der an ‚Don Quixote‘ erinnert und von der gleichen aussichtslosen Tragik in einem Menschenleben handelt. - In den ‚Meistererzählungen‘ sind kürzere und längere Erzählungen gesammelt. So geht es bspw. um ‚Seguins Ziege‘, oder um ‚Das Maultier des Papstes‘, um ‚Die Feige und der Faulpelz‘ oder um ‚Meister Cornilles Geheimnis‘. Die Erzählungen sind allesamt sehr naturalistisch, sehr impressionistisch. Das provenzalische Landleben wird in allen Facetten beschrieben, sodass man den Lavendel förmlich riechen kann. Die Protagonisten sind meist drollige Einzelgänger, charakterliche Besonderheiten, Originalitäten. Daudet schafft es mit seiner Wortwahl, die Charakterzüge in treffender und humorvoller Art und Weise darzustellen, teilweise mit karikativen Zügen. - Wer Spannendes lesen möchte, ist hier allerdings an der falschen Adresse: Daudet ist gemütlich unterhaltsam, romantisch, ohne jede Dramatik. Vielmehr Sitten- und Landschaftsgemälde, das allein durch seine ‚Gewöhnlichkeit des Alltäglichen‘ hervorsticht und so einmal mehr demonstriert, dass – egal wo oder wann – die Menschen doch alle weitgehend die gleichen Probleme haben, das Schicksal des Einzelnen ähnlich drollige Wendungen nehmen kann, wie das eigene Leben, und dass der Mensch – soweit er nicht Krieg führt – doch ein recht sympathischer Geselle ist.

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