Alrun Vogt Wirtschaft anders denken

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Inhaltsangabe zu „Wirtschaft anders denken“ von Alrun Vogt

Warum muss unsere Wirtschaft jedes Jahr weiter wachsen? Warum können unsere Schulden niemals abbezahlt werden? Warum sind Privatbanken heutzutage keine Kreditvermittler mehr und warum „schöpfen“ sie mittlerweile 90 Prozent unseres Geldes? Die Ursachen der Finanzkrise ab 2008 wurden zwar breit diskutiert und meistens wurden maßlose Spekulationen als ihre Ursache beschrieben. Doch sind diese letztlich nur Symptom eines Finanzsystems, das immer noch große Gefahren birgt.
Alrun Johanna Vogt deckt auf leicht verständliche und unterhaltsame Weise die wahren Mechanismen und Hintergründe unseres Geld- und Wirtschaftssystems auf. Außerdem stellt sie praktikable Lösungen und Beispiele vor, wie es umgestaltet werden kann, um Wohlstand für alle zu erzeugen. Sie macht deutlich, wie das Geld von einer Ware zu einem Instrument wird und wie wir uns vom Zwang zur Verschuldung und zum Wachstum befreien können. Des Weiteren zeigt sie, wie die Geldschöpfung, die Marktwirtschaft und das Bodenrecht reformiert werden können – und warum ein Grundeinkommen die einzige Möglichkeit ist, alle Menschen vom Produktionsfortschritt profitieren zu lassen.

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  • Verständliche Analyse des Ist-Zustandes und Beschreibung von Alternativen

    Wirtschaft anders denken

    michael_lehmann-pape

    20. June 2016 um 13:35

    Verständliche Analyse des Ist-Zustandes und Beschreibung von AlternativenEinerseits stimmt, was auch Almut Vogt (mit vielen andern Autoren und Experten) zugrunde legt. Das „Lebenssystem“ (letztlich eben nicht nur das Wirtschaftssystem) der modernen Welt knirscht an allen Ecken.Zwar geht dem Kapitalismus moderne Prägung in keiner Weise das Geld aus (eher im Gegenteil), sammelt sich aber (wie Marx es als „Akkumulation“ treffend beschrieben hat), in immer weniger Händen, während den eigentlichen „Akteuren“ der Gesellschaft (alle) die Mittel eben doch knapper und knapper werden.Das ist, was Vogt im Grunde herausarbeitet als eine Art Krankheit eines ganzen Systems.Andererseits hat sich dieses System des Lebens, der Kultur und des Wirtschaftens ja über Jahrtausende herausgebildet und, in den letzten hundert Jahren, dies zudem an wichtigen Plätzen der Welt auch unter relativ freien Umständen (Demokratie).So könnte man auch argumentieren, dass eben das, was aktuell geschieht, genau das ist, was das Gros der Menschheit befürwortet und will.Dennoch aber, und hier legt Vogt den Finger in offene Wunden, ergibt die Lektüre dieses schmalen Bandes zunächst, dass die allgemein postulierten Grundannahmen für das Gros der Gesellschaft eben nicht mehr stimmen (falls sie je stimmig wahren). Es ist schlechterdings unmöglich, „dass alle gewinnen können“. Zumindest nicht im idealisierten Maße. Es ist eher so, dass immer noch und perfekter und sehr viel breiter das System von „Brot und Spielen“ gelebt und ausgebaut wird, um vor allem Ruhe einkehren zu lassen.Und das eben gelingt immer weniger. Weltweit. Denn die Grundprobleme des „Systems“ zeugen inzwischen Wirkungen, die offenkundig vor den Augen aller stehen und nicht mehr verdeckt nur hinter den Kulissen ablaufen.Die Mechanismen von Zins und Zinseszins, die an ihre Grenzen stoßen, das Problem der Geldschöpfung, das jedes Maß und jeden Rahmen verloren hat, die Folgen des ausufernden Geldsystems (als Tanz um das goldene Kalb) mit den Folgen der Staatsverschuldungen, dem Zwang zu immer weiterem Wachstum (in einer begrenzten Welt), der ebenso klare Zwang zur Verschuldung als einer der Grundpfeiler des Systems, dies und vieles mehr legt Vogt in sehr verständlicher Sprache noch einmal vor die Augen des Lesers.Damit teilt sie einerseits zwar nichts wirklich Neues mit, aber mit ihrer Möglichkeit, die Dinge in einfacher Sprache zu benennen und deren Ursachen vor allem in den Blickpunkt zu rücken, steuert sie mit diesem Buch doch einen guten Beitrag zum allgemeinen Verständnis der Problematik zu.Was ebenso gilt für ihre gründliche Sammlung und Aufarbeitung durchaus gewichtiger alternativer Ideen und Lösungsansätze im zweiten und dritten Teil des Buches. Freigeld, eine Reform der Geldschöpfung (und wie diese konkret aussehen könnte), eine Reform der Marktwirtschaft und des Eigentums an Unternehmen, sowie durchaus gewichtige Argumente in Richtung eines Grundeinkommens für alle bieten auch in diesen Teilen des Buches eine Zusammenstellung und verständliche Erläuterung, dass das eben allen „nicht bleiben muss, wie es ist“.Ein Buch, dass hinter die Symptome schaut, dass die Ursachen für die vielfachen Krisen der Zeit verständlich benennt und Alternativen zumindest in ernst zu nehmender Weise zur Diskussion stellt.Alles in allem nicht unbedingt neu und nicht unbedingt der „große Durchbruch“, aber eine wichtige und, vor allem, allgemeinverständliche Lektüre.

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