Aly Cha Schnee im April

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Inhaltsangabe zu „Schnee im April“ von Aly Cha

Die sechsjährige Yuki wird eines Nachts von ihrer Mutter in Osaka abgeliefert, bei ihrer Großmutter, die sie nie zuvor gesehen hat. Schon bald stehen sich die beiden nah – doch ihr Zusammenleben wird von der Vergangenheit überschattet. Großmutter Asako verfolgen schmerzhafte Erinnerungen an ihre eigene Kindheit, und sie muss zusehen, wie sich das Schicksal erbarmungslos wiederholt.

Sehr ruhig erzähltes Buch, typisch japanisch erzählt und sehr traurig. Hat mir sehr gut gefallen!!!

— Federzauber

Das Buch hat mich von der ersten Seite bis zur letzten gefesselt und mit genommen. Ich möchte mehr von Aly Cha lesen! :)

— CosmosChoco

Absolut berührend und meisterlich geschrieben!

— Szekessy

ist das herzzereißen! wundervoll geschrieben, man kann es garnicht zur Seite legen, es passiert sooo viel

— sternchennagel

Konnte mich leider nicht ganz überzeugen... Stellenweise langatmig und langweilig.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Wunderschön trotz der Traurigkeit.

— lesemaus

Traurig, berührend und schön.

— Zen-Cola

Eine traurige Familiengeschichte über mehrere Generationen. Leider ein wenig klischeehaft und eintönig.

— Anniu

Ein wundervolles Buch mit einer sehr berührenden Geschichte, bei dem man viel über die japanische Kultur lernt.

— PetitaPapallona

Sehr berührned, nachdenklich machend.

— Monika58097

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  • Mich hat Aly Cha auf diese Reise hin mitgenommen

    Schnee im April

    CosmosChoco

    29. April 2016 um 13:37

    Von der ersten Seite an hat mich die Geschichte bzw. die Geschichten der Charaktere mitgenommen. Und das sag ich echt sehr selten zu einem Buch, aber wenn man es noch nicht mal am Abend aus der Hand legen kann, weil man eigentlich ins Bett müsste. Dann ist es ein fantastisches Buch.
    Ich würde definitiv gerne mehr von Aly Cha lesen und ich hoffe es kommt bald ein neues Werk von ihr!

  • ein Herzensbuch

    Schnee im April

    sternchennagel

    15. April 2015 um 22:35

    das mich so überrascht hat: es ist eine unglaublich berührende Geschichte über 4 Generationen in japan. Für Männer und Frauen gleichermaßen zu empfehlen und für leser die sich mal aus dem Jugendbuch genre hinaus wagen möchten Großartig geschrieben, was den Wunsch weckt mehr von Japanischen schriftstellern lesen zu wollen. ich habe es keine sekunde aus der Hand legen wollen, die liebesgeschichten sind frei von unnötigen kitsch, ich habe mitten in der bahn rotz und wasser geheult und mich in jeden einzelnen Charakter verliebt

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  • Das nie endende Leid ...

    Schnee im April

    Zen-Cola

    01. October 2014 um 16:04

    Ich liebe diese ganz besondere still-anmutige Stimmung, der man besonders in japanischen Büchern begegnet. Aly Chas »Schnee im April« passt genau in diese Sparte; dass der Roman aus dem englischen Original übersetzt wurde, ändert daran nichts. Erzählt wird die Geschichte mehrerer Frauen aus einer Familie; also ein Roman, der mehrere Generationen umfasst. Die Geschichte beginnt mit der jüngsten Generation: Die sechsjährige Yuki wird völlig übereilt von ihrer Mutter bei der ihr fremden Großmutter Asako abgeliefert; im nächsten Frühling, so ihr Versprechen, würde sie ihre Tochter wieder abholen. Schon kurz darauf wird das Geschehen einige Jahre in die Vergangenheit versetzt: Es geht um Mitchiko, die als junges Mädchen aus ihrem kargen Fischerdorf flieht und in Osaka als Dienstmädchen arbeitet. Und von da an nimmt die Familiengeschichte ihren Lauf. Traurige und melancholische Geschichten mag ich eigentlich sehr gerne; aber hier habe ich mich nicht selten gefragt, wie die Autorin so kalt zu ihren sehr gut ausgearbeiteten, einem sehr nahe kommenden Figuren sein kann. Wenn ich mit einem traurigen Kapitel geendet habe, fing ich danach fröhlich mit einem »Es kann nur bergauf gehen« wieder an. Nur um festzustellen, dass es noch viel, viel trauriger werden kann. So ist »Schnee im April« das Buch, das mich seit längerer Zeit am intensivsten und am kältesten erwischt hat. Die Sprache ist stets flüssig zu lesen, kommt weder besonders knapp noch auffallend poetisch daher. Die Figuren sind, wie gesagt, sehr gut ausgearbeitet; und selbst wenn die Autorin teilweise Konstellationen nutzt, die man so auch in kitschigen Adelsromanen findet, so meistert sie es stets souverän, daraus eine wunderbare, glaubhafte Geschichte zu stricken. Für mich ein wunderbares Buch. Traurige Geschichten sollte man aber mögen ...

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  • Aly Cha - Schnee im April

    Schnee im April

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. November 2013 um 19:08

    Inhalt: Am 13. Januar 1969 wird die 6-jährige Yuki von ihrer Mutter bei ihrer Großmutter Asako abgesetzt, ohne dass sie diese vorher jemals gesehen hat, mit dem Versprechen, sie wieder abzuholen, bevor die Kirschblüten fallen. Schnell entsteht zwischen Enkelin und Großmutter eine innige Bindung. Doch die Vergangenheit hängt wie ein dicker Nebel über Asako. Meine Meinung: Aly Cha erzählt in spannenden und hinreißenden Bildern die Geschichten vierer Frauen in vier Generationen von den 1880er Jahren bis ins Jahr 1969, die von tiefen Schicksalsschlägen geprägt werden. Die Melancholie, die sich durch das ganze Buch zieht, ist dabei leider teilweise etwas drückend, wird aber auch durch schöne, wenn auch kurze, Augenblicke aufgelockert. Man leidet von Anfang bis Ende mit den Protagonistinnen, fragt sich oft, wie viel Leid ein Mensch eigentlich ertragen kann. Die Sprache der Autorin ist sehr poetische, philosophisch und bildhaft, aber auch wahnsinnig sensibel. Die Protagonistinnen sind durchweg realistisch und obwohl sie so unterschiedlich sind, sehr interessant. Jede von ihnen hat einen einnehmenden Charakter, wobei sich alle durch mehr oder weniger Stärke auszeichnen. Aber auch die anderen Charaktere sind sehr wichtig für das Buch. Jeder von ihnen trägt etwas Entscheidendes zur Geschichte bei. "Schnee im April" ist ein tiefgründiges Buch mit einer Geschichte, die zu Herzen geht. Ich habe es sehr genossen und bin sehr begeistert. Nur war mir das Ganze dann doch etwas zu drückend, weshalb ich einen halben Stern abziehen muss. Dennoch kann ich das Buch nur jedem empfehlen. Eine absolutes Lese-Muss! 4,5/5 Sterne

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  • Wenn die Kirschblüten fallen

    Schnee im April

    Monika58097

    25. August 2013 um 11:02

    Eine eiskalte Winternacht im Jahre 1969. Ein Schneesturm tobt. Eine junge Frau mit einem Kind auf dem Rücken schreitet durch die bitterkalten Strassen. Miho bringt ihre sechsjährige Tochter Yuki zu deren Grossmutter Asako. Asako, die bis zu dieser Stunde noch nicht einmal von der Existenz dieses Kindes etwas geahnt hatte. Asako bittet ihre Tochter zu bleiben, wenigstens über Nacht, bis der schreckliche Schneesturm vorüber ist, doch Miho will nicht. Kann nicht. Sie hat sich vor vielen, vielen Jahren geschworen, dieses Haus nie wieder zu betreten. Miho geht. Sie verspricht wieder zu kommen, wenn die Kirschblüten blühen. Dann will sie mit Yuki nach Amerika reisen, einem besseren Leben entgegen. Asako kümmert sich liebevoll um die kleine Yuki, doch schon bald wird ihr klar, dass ihre Tochter nicht wiederkommen wird. 1880 wird Michiko geboren auf einer kleinen abgelegenen Insel. Einer Insel, auf der die Menschen von der Fischerei leben. Menschen, die mit den alten Traditionen und dem uralten Aberglauben leben. Michiko ist der Liebling ihres Vaters, einem hart arbeitenden Fischer. Er ist immer besorgt um Michiko. Er liebt Michiko mehr als seine Frau und seine drei anderen Kinder. Als er bei einem rasch aufziehenden Unwetter auf See verunglückt, verkauft Michikos Mutter sie an eine fremde Frau, die sie in die grosse Stadt bringen wird, doch sie bereut ihre Tat sehr schnell - doch zu spät. Michiko fristet ihr elendes Dasein in einer Pension. Sie muss als Dienstmädchen arbeiten, erduldet Neid und Misshandlungen. Ein Lichtblick in ihrem Leben wird Kenzaburo sein, der Sohn eines Fürsten, der sich in der Pension in aller Ruhe seinem Studium widmen möchte. Sein Leben ist vorherbestimmt von seiner Familie. Doch Kenzaburo verliebt sich in Michiko. Er kauft sie frei. Sie wollen nach Amerika, weit weg von den alten Traditionen. Doch bis sich dieser Traum erfüllen kann, muss er erst einmal Geld verdienen. Er verdingt sich als Hafenarbeiter, wird erst von den anderen belächelt, kann sich jedoch durchbeissen. Er will für seine kleine Familie sorgen können, denn Michiko hat inzwischen ein kleines Mädchen zur Welt zur gebracht: Asako. Kenzaburo arbeitet sich im Hafen hoch. Seinem Vater wird schon bald Bericht erstattet über diesen fleissigen Arbeiter und so nimmt das Schicksal seinen weiteren Lauf. Aly Chas "Schnee im April" ist ein sehr leiser Roman. Ein Roman, der jedoch mit jedem Wort aus der Masse heraussticht. Ich möchte sogar behaupten, dass dieser aussergewöhnliche Roman eine kleine Sensation ist. Der Leser gewinnt auf sehr einfühlsame Art und Weise einen Einblick in alte japanische Traditionen und Wertvorstellungen. Die Frauen im Roman schaffen es immer wieder ihre Würde zu bewahren, auch wenn sie ein noch so schweres Schicksal zu ertragen haben. Ein Roman, wunderschön erzählt, sehr poetisch. Ein Roman, der leise begeistert und doch auch sehr nachdenklich stimmt. Erschienen im Piper-Verlag.

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  • Rezension zu "Schnee im April" von Aly Cha

    Schnee im April

    Buchhandlung_Karola_Brockmann

    15. August 2012 um 16:25

    An einem eiskalten Morgen im Januar 1969 kommt Miho mit ihrer Tochter Yuki in Osaka an. Dort übergibt Miho die sechsjährige Yuki ohne viele Worte ihrer Mutter Asako und verschwindet aus deren Leben. Asako ist eine einfache Frau, die sich mit der Herstellung von Tofu ihren Lebensunterhalt verdient. Fortan sorgt Asoko für ihre lebensfrohe, neugierige Enkelin und versucht ihr ein besseres Leben zu ermöglichen. Aly Cha beschreibt in ihrem ersten Roman die ergreifenden Schicksale der Frauen aus Yukis Familie und deren schwierigen Mutter-Tochter-Beziehungen. Die Autorin vermittelt neben der Schwere des Lebens der einfachen Frau in Japan vom Ende 19. bis ins 21. Jarhundert, auch einen kleinen und interessanten Einblick in die Kultur Japans. (Annette Kaminski)

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  • Rezension zu "Schnee im April" von Aly Cha

    Schnee im April

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. February 2012 um 14:36

    Vier Frauen und ein Schicksal, dass sie verbindet. Über vier Generationen erstreckt sich diese Erzählung und zeigt dabei die Macht des Schicksals, welches für jeden Menschen vorgegeben zu sein scheint. Seit Anbeginn sieht das Karma für die vier Frauen vor, dass sie ihre Männer vor ihrer Zeit verlieren und nur Mädchen gebären, um den scheinbaren „Fluch“ weitergeben zu können. Doch in Würde durchstehen sie auch die härtesten Prüfungen des Lebens… Sehr ergreifend stellt die koreanisch-japanische Autorin den Weg von Chiyo, Michiko, Asako und Miho dar. Letztere, die Yuki das Leben schenkt, gibt ihre Tochter bei ihrer eigenen Mutter ab, um das Land zu verlassen. Zunächst erschafft Aly Cha drei scheinbar lose Fäden, welche sich meisterlich in der Mitte des Werkes zusammenfügen und so eine geschlossene Einheit bilden. Die bildreiche Sprache versetzt den Leser in die Melancholie der vier Frauen und erzeugt somit ein Wechselbad von Harmonie und schmerzlicher Anteilnahme an ihren Verlusten.

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  • Rezension zu "Schnee im April" von Aly Cha

    Schnee im April

    Saralonde

    12. November 2011 um 15:02

    Ein Buch über vier japanische Frauen, ihr Schicksal und die Frage, ob sie es schaffen können, ihm zu entrinnen. Es setzt ein im Jahre 1969, macht dann einen Zeitsprung zurück ins 19. Jahrhundert, um schließlich wieder 1969 anzukommen. Ich war nicht schlecht erstaunt, als ich beim Aufschlagen dieses Buchs las „Aus dem Amerikanischen von Ursula Gräfe“. Hatte ich doch geglaubt, eine Übersetzung aus dem Japanischen gekauft zu haben. Ich lese englischsprachige Bücher normal im Original. Aber na ja, vielleicht auch ganz interessant, mal wieder eine Übersetzung zu lesen. Und ich fand sie dann im Endeffekt auch gelungen. Beschreiben lässt sich das Buch mit einem einzigen Wort: wunderschön! Melancholisch, aber wunderschön. Die Erzählung liest sich leicht, fließend, man taucht völlig ab in die japanische Kultur und ihre Bräuche. Auf der Rückseite steht „Ein anrührendes Bild der japanischen Seele“ – und genau das ist es. Wer dieses Buch liest, möchte sich gleich in den nächsten Flieger setzen und das ursprüngliche Japan, die Schreine, die Dörfer erkunden. Im Hinterkopf ist zu behalten, dass es sich um ein Land handelt, das im 19. Jahrhundert radikal modernisiert wurde. Mit dieser seltsamen, ursprünglichen Religion, dem Shinto. Mit einer adligen Elite und einem Kaiser, der bis zum 2. Weltkrieg als Gott verehrt wurde. Mit den negativen Ausprägungen, etwa der japanischen Mafia oder den Kriegsverbrechen in China. Den familiären und gesellschaftlichen Zwängen, denen ein Adliger im 19. Jahrhundert noch unterlag, und deren dramatischen Folgen. Gezeichnet wird ein Bild einer Kultur, die uns zuerst so exotisch erscheint, dann aber auf menschlicher Ebene doch vertraut ist. Etwa, wenn die Besitzerin des lokalen Kleidergeschäftchens Tratsch mit ihren Kunden austauscht. So können wir uns gleich in die Figuren des Buchs hineinversetzen. Und wir leiden mit den Frauen in diesem Buch, fiebern mit, möchten sie glücklich sehen, ärgern uns über die Ungerechtigkeit, die ihnen widerfährt. Aly Cha hat mit diesem Buch ein ganz wunderbares Debüt vorgelegt. Ich hoffe, wir werden noch mehr von ihr hören.

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  • Rezension zu "Schnee im April" von Aly Cha

    Schnee im April

    Bluueemchen

    23. September 2011 um 18:35

    Ein wunderbares Buch, von Anfang an habe ich es gemocht. Das Buch handelt von 4 Generationen von Frauen, welche das gleiche Schicksal erleiden. Die Geschichte ist sehr einfühlsam geschrieben. Der Einstieg des Buches beginnt mit der 3. Generation Miho und der 4. Generation, nämlich ihrer Tochter Yuki. Danach macht die Geschichte einen Sprung in die Vergangenheit und erzählt vom traurigen Leben der kleinen Michiko. Am Anfang habe ich nur geahnt, dass die dramatischen Lebensgeschichten der verschiedenen Mädchen und Frauen miteinander verbunden sind... doch dann schnell gemerkt, dass sie eine Familie sind. Das Schicksal und das schlechte Karma der kleinen Michiko wird über die Generationen hin weitergegeben und keine der Frauen wurde in ihrem Leben verschont. Ich habe während des Lesens mit ihnen gelitten. So dramatisch und traurig, aber dennoch so schön geschrieben! Die Geschichte hat teilweise ein offenes Ende... man kann sich selber ausmalen, wie es wohl der kleinen Yuki in ihrem weiteren Leben ergehen wird!!

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  • Rezension zu "Schnee im April" von Aly Cha

    Schnee im April

    Seerose

    19. August 2011 um 08:15

    Als Rahmenhandlung erzählt Aly Cha von der sechsjährigen Yuki, die eines Tages im Jahr 1969 von ihrer Mutter bei der Großmutter abgeliefert wird, die ihr bis dahin völlig unbekannt war. Die Großmutter solle sich eine Weile um die Kleine kümmern, im Frühjahr wolle die Mutter sie wieder abholen. Enkelin und Großmutter kommen bald gut miteinander aus, doch bevor man erfährt, wie es mit den beiden weitergeht, springt die Geschichte zurück in die 1880er Jahre und erzählt von dem Mädchen Michiko. Wie sich später herausstellen wird, halndelt es sich hier um Yukis Urgroßmutter. Michiko wächst auf einer kleinen Insel auf und wird nach dem Tod des Vaters von ihrer Mutter an eine Pensionswirtin nach Kioto verkauft, die sie wie eine Sklavin hält. Als junge Frau verliebt Michiko sich in den Sohn eines Fürsten. Doch weil dieser Roman kein Märchen ist, geht die Geschichte nicht gut aus. Ihre Tochter Asako und später auch deren Tochter, also Großmutter bzw. Mutter von Yuki, erwartet ebenfalls kein leichtes Schicksal. Es ist müßig, alles im Einzelnen nachzuerzählen, zumal eine bloße Wiedergabe des Inhalts vielleicht einen falschen Eindruck vermitteln würde. Es sind nämlich eher die Kleinigkeiten, die den Reiz dieses Roamns ausmachen. Als Beispiel seien die leitmotivisch gebrauchten "mit süßen roten Bohnen gefüllten Mochi" (Reisbällchen)genannt, die alle Generationen dieser Mädchen und Frauen am liebsten essen. Aly Cha erzählt in leisen Tönen, und zugegebenermaßen braucht es eine ganze Weile, bis sich die Geschichte entfaltet. Dieser etwas banale Anfang ist jedoch unbedingt notwendig, um den Roman in seiner Gesamtheit zu verstehen. Wenn man dann erstmal richtg ins Buch abtaucht, kann man sich dem Sog der Erzählung nicht mehr entzieh

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  • Rezension zu "Schnee im April" von Aly Cha

    Schnee im April

    lokoschade

    27. July 2011 um 08:17

    Gebundene Ausgabe: 432 Seiten Verlag: Kein & Aber; Auflage: 1 (1. Juli 2011) ISBN: 978-3036956022 Preis: € 22,90 Kurzbeschreibung Dem Sog dieses Romans kann man sich nicht entziehen: In lakonischem Stil, aber mit großer emotionaler Wucht zeichnet Aly Cha das Leben von vier Frauen nach, die alle tapfer versuchen, dem Schicksal, das für sie vorbestimmt scheint, zu entkommen. Die sechsjährige Yuki wird von ihrer Mutter eines Nachts in Osaka abgeliefert, bei ihrer Großmutter, die sie nie zuvor gesehen hat. Miho verspricht, zur Kirschblütenzeit zurück zu sein und ihre Tochter Yuki dann mit nach Amerika zu nehmen. Als jedoch im Garten die blassrosa Blüten zu fallen beginnen, wird Asako klar, dass sie ihre Enkelin von nun an für immer bei sich hat. Schon vorher ahnte sie, dass Miho nie wieder einen Fuß in ihr Haus setzen würde. Dabei wollte Asako immer nur das Beste für ihre Tochter und wollte ganz anders sein als ihre eigene Mutter. Und doch kann sie nicht verhindern, dass sich das Schicksal erbarmunglos wiederholt. Mein Eindruck: Als Asako in einer stürmischen Winternacht von ihrer Tochter quasi auf der Türschwelle ihre Enkeltochter in Empfang nimmt, ist diese völlig überrumpelt. Vor vielen Jahren hat die Tochter das gemeinsame Heim im Streit verlassen und zu tief ist die Kluft zwischen den beiden Frauen als dass sie auch nur einen Schritt in das Haus setzen würde. Nun soll sie sich um Yuki, ihre 6jährige Enkeltochter kümmern bis ihre Tochter (nach eigenen Worten) im Frühling zurückkommt um das Kind wieder abzuholen. Die Gründe hierfür bleiben zunächst offen, werden aber durch Rückblenden in die Anfänge der Familiengeschichte immer deutlicher: Michiko, Tochter eines armen Fischers und einer Taucherin, kommt in den 1880er Jahren auf einer kleinen Insel zur Welt. Das Leben dort ist hart, die Einwohner leben allesamt vom Fischfang und richten ihr Tun und Handeln nach alten Überlieferungen und Sagen aus. Die Beziehung zum Vater ist so eng und intensiv dass die Mutter eifersüchtig auf das Leben ihrer ältesten Tochter blickt. Als ihr Ehemann eines Tages nicht vom Fischfang zurückkommt, verkauft sie Michiko an eine reiche Pensionswirtin in Kioto. Eine Entscheidung die sie bald bitter bereuen wird. Das Leben in der Pesnion wird für Michiko zur Hölle. Von der Inhaberin geschlagen und gedemütigt verliebt sie sich nach einigen Jahren in einen Gast. Kenzaburo, Sohn eines alten und stolzen Kriegerclans, ist mit dem Einverständnis des Vaters nach Kioto gekommen um seinem juristischen Studium nachzugehen. Lieber hätte er allerdings, seinen Neigungen entsprechend, einen spirituellen Weg eingeschlagen um Mönch zu werden. Aber es ist nicht die Zeit in der sich ein Sohn den Wünschen des Vaters widersetzt.... ...und nun begegnen sich diese beiden Menschen und eine schmerzliche Familiengeschichte nimmt ihren Lauf..... Fazit: Ich habe das Buch vor wenigen Tagen ausgelesen und musste es erst einmal verdauen. Die ganze Dramatik zeigt sich mir jetzt und wirft viele Fragen auf. Ist es tatsächlich so, dass wir die "Fehler" unserer Mütter und Großmütter übernehmen? Dauert es solange an bis eine das Schweigen bricht? Verfallen Frauen aus einer Familie über Generationen immer wieder in gleiche Verhaltensmuster und Schicksale? Solange bis eine nicht mehr sagt: "Alles geht vorbei. So oder so!" Eine Geschichte die mich tief berührt hat!

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